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Veröffentlicht am 12.10.2022

Einfach Balsam für die Seele

Winterzauber in den Dünen
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"Winterzauber in den Dünen" wurde unter dem Pseudonym Felicitas Kind von Gitta Edelmann und Regine Kölpin geschrieben, der Roman erscheint im Piper Verlag.

Anja reist für die Weihnachtstage auf die ...

"Winterzauber in den Dünen" wurde unter dem Pseudonym Felicitas Kind von Gitta Edelmann und Regine Kölpin geschrieben, der Roman erscheint im Piper Verlag.

Anja reist für die Weihnachtstage auf die Nordsee-Insel Juist und freut sich auf die winterliche Stimmung am Meer und auf gemütliche Tage in ihrem kuscheligen Hotel. Sie war schon früher zu Besuch auf der Insel und findet im Gästebuch den Eintrag von Thomas, ihrer ersten großen Liebe. Durch die Erinnerung an die gemeinsame Zeit auf Juist angeregt, fühlt sie sich ihm hier plötzlich ganz nahe und schreibt ihm einen Brief. Aber wird er sich überhaupt noch an sie erinnern?

In diese romantische Geschichte, die auf der winterlichen Insel Juist spielt und abwechselnd aus der Sicht von Anja und Thomas erzählt wird, kann man wunderbar eintauchen und erlebt neben der aufkommenden Weihnachtsstimmung auch die Emotionen der Protagonistenden sehr einfühlsam und nachvollziehbar.

Was als Jugendliebe auf der Insel begann und im Keim erstickte, kommt nun in Anjas Erinnerung wieder hoch und erfüllt sie mit Hoffnung und romantischen Gefühlen. Sie erhofft sich den Kontakt zu Thomas, dabei weiß sie gar nicht, ob er sich noch an sie erinnert oder inzwischen fest in einer Beziehung steckt. Doch das Schicksal hat es gut mit ihr gemeint, Thomas ist geschieden und wird durch den Brief angeregt, über diese verlorene Liebe nachzudenken. Beide beginnen einen Mail Verkehr und merken, wie sie sich gegenseitig immer noch schätzen.

Der Zauber der winterlichen Stimmung am Strand der Nordseeinsel und auf der weihnachtlich geschmückten Plätze wirkt heimelig und auch die heißen Getränke und inseltypischen Gerichte passen ganz wunderbar ins Bild. So kann man sich die aufkommende weihnachtliche Atmosphäre gut vorstellen und fühlt mit Anja mit, die auf ein Wunder zu Weihnachten hofft.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich allmählich, beide Figuren erzählen sich gegenseitig aus ihrem Leben und kommen sich so näher. Aber ich hatte so meine Zweifel, ob so eine Romanze auch in echt bestehen kann. Die geschilderten Erlebnisse und der Austausch von Gedanken wird so authentisch und nachvollziehbar erzählt, dass ich mich gut in beide Personen hineinfühlen konnte und mich einfach mal auf das Gedankenexperiment eingelassen habe.

Der flüssige und einnehmende Erzählstil führt durch die Handlung, die mich immer mehr gefangen nahm. Ein paar winterliche Rezepte bringen uns am Ende des Romans die Kulinarik Ostfrieslands näher.

Dieser Roman ist mit dem romantisch-winterlichem Ambiente einfach Balsam für die Seele!

Veröffentlicht am 11.10.2022

Krasses Kochbuch für vegane Küche mit Hipstercharakter

Rosa kocht vegan
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Bei Gräfe und Unzer erscheint das Kochbuch "Rosa kocht vegan" von Rosa Roderigo.

Instagram-Star Rosa Roderigo zeigt auf ihrem Kanal "Rosa kocht grün" wie unkompliziert tierfreies Kochen sein kann und ...

Bei Gräfe und Unzer erscheint das Kochbuch "Rosa kocht vegan" von Rosa Roderigo.

Instagram-Star Rosa Roderigo zeigt auf ihrem Kanal "Rosa kocht grün" wie unkompliziert tierfreies Kochen sein kann und dennoch gut schmeckt. In diesem Buch stellt sie ihre neuesten Lieblingsrezepte vor.

Den Beginn machen Frühstücks-Rezepte, gefolgt von Snacks, Süppchen und Salätchen, deftigen Hauptgerichten, Picknick-Ideen und süßen Speisen.

Wenn man durch das Buch blättert, fällt sofort die "queere" Aufmachung des Buches auf und die durchgängig eingebaute Jugendsprache mit krassen Rezepttiteln fällt etwas aus dem Rahmen eines üblichen Kochbuches. Um mal ein paar Beispiele zu erwähnen, es gibt die "Dich-liebende-Linsensuppe", "Ballernde Blumenkohlwings" oder eine "Bombastische Bohnensuppe". Diese Namen haben mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und die Originalität spricht sicherlich ein großes Publikum an.

Im Vergleich mit anderen Kochbüchern, fallen die privaten Einblicke und Fotos der Food-Bloggerin auf, die dieses Buch in gewisser Weise personalisieren. Mich interessiert aber nicht das Leben, sondern die Rezepte. Auch muss ich erwähnen, dass hier generell die Angaben für Nährwerte fehlen. Wer darauf Wert legt, sollte ein anderes Buch auswählen. Positiv finde ich, dass die Zutaten relativ allgemein gehalten sind und man einige besondere veganen Produkte inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt finden kann.

Die Herstellung der Gerichte erfordert kein großes Kochwissen, die Beschreibung der Zubereitung ist verständlich und gut umsetzbar. Vor allem die Auswahl der Rezepte ist gut gemischt und entspricht den typischen Lieblingsgerichten meiner Familie. Dazu gehören: Das "Traumhaftes Thai-Curry", "Lazy Lasagnesuppe", "Ohne-Hühner-Frikassee", "Bifteki", "Pide" und "Kartoffelgratin", außerdem noch "Cookies" und "Kaiserschmarrn".

Insgesamt finde ich die unterschiedlichen Rezepte sehr ansprechend, leicht umzusetzen und für die vegane Küche gut geeignet. Ich finde, dass viele der gezeigten Rezepte zu den allgemeinen Lieblingsgerichten gehören, mit denen man auch bei Besuch nichts falsch machen kann.


Ein krasses Kochbuch für einfache, aber genussvolle vegane Küche mit Hipstercharakter, das mit seinen vielseitigen Gerichten punkten kann.

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Kurzweilig, locker und leicht zu lesender Wohlfühlroman

Gartenglück mit Seeblick
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Bei Harper Collins erscheint der Roman "Gartenglück mit Seeblick" von Johanna Forst.

Marlene ist Journalistin und als ihre Familie einen Garten am Bodensee erbt, soll Marlene sich darum kümmern und ihn ...

Bei Harper Collins erscheint der Roman "Gartenglück mit Seeblick" von Johanna Forst.

Marlene ist Journalistin und als ihre Familie einen Garten am Bodensee erbt, soll Marlene sich darum kümmern und ihn auf Vordermann bringen. Dabei hat Marlene von Gartenarbeit gar keine Ahnung. Trotzdem kommt sie dem Wunsch nach und übernimmt die Aufgabe. Eigentlich ist sie ja eher auf der Suche nach einem Lebenspartner, doch das Online-Dating scheint auch nicht so gut zu klappen. Als sie den Garten kennenlernt, wird sie mehr und mehr von der Idylle der Gegend und der herzlichen Gemeinschaft der Gartennachbarn eingenommen. Doch das vermeintliche Paradies ist gefährdet, denn ein Investor streckt seine Fühler aus. Kann diese Gartenanlage noch gerettet werden?

Als freie Journalistin hat es Marlene nicht leicht, denn die Aufträge liegen nicht auf der Straße und müssen gut umgesetzt werden. Ihre Familie erkennt diese Arbeit nicht so recht an und drückt ihr die Arbeit eines geerbten Schrebergartens aufs Auge. Obwohl Marlene eine erwachsene, gestandene Journalistin ist, fügt sie sich dem Willen. Das hat mich zunächst gestört, doch dann habe ich mich mit Marlene mehr und mehr angefreundet. Während sie sich mit den Aufgaben im Garten vertraut macht, findet sie immer mehr Freude am Gärtnern und fühlt sich hier am Bodensee total wohl. Die traumhafte Kulisse stellt die Autorin herrlich bildhaft wieder und in der Gemeinschaft der Gartenbesitzer kommt durch kleine Feiern immer wieder gute Laune auf.

Der Erzählstil ist lebendig und leicht und wer die Landschaft am Bodensee kennt, wird sich gerne dorthin träumen. Auch wenn der Roman nicht sehr tiefgründig ist, habe ich die Gartenszenen und die Erlebnisse in Sachen Liebe und Familie einfach nur genossen. Marlene fand ich anfangs etwas unreif, doch sie hat ihre Gründe und macht eine persönliche Entwicklung durch, was mir in Romanen immer gut gefällt. Die Nebencharaktere habe ich ebenfalls ins Herz geschlossen, ich wäre gern bei ihnen durch die Gärten spaziert und dann auch zum Essen eingeladen worden. Der Kampf gegen die Bedrohung durch den Investor sorgt für etwas Spannung, die der Story gut getan hat. Auch wenn ich die Liebesgeschichte etwas vorhersehbar finde, so sorgt sie coh für einen guten Abschluß des Romans.

Die Beschreibung der Arbeiten im Garten bringen das nötige Gartenflair mit und ich hätte gerne mitgewerkelt und mir von den leckeren erwähnten Gerichten und der Bowle ein passendes Rezepte gewünscht.


Eine leichte, kurzweilige Wohlfühlstory, die bestens zum Abschalten geeignet ist.

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Veröffentlicht am 08.10.2022

Unterhaltsame Geschichte über die Entstehung einer Backdynastie

Vanilletage – Die Frauen der Backmanufaktur
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"Vanilletage – Die Frauen der Backmanufaktur" von Eva-Maria Bast erscheint im Aufbau Taschenbuchverlag.

Bielefeld, 1892: Josephine und ihr Mann Carl träumen von einer eigenen Apotheke. Carl experimentiert ...

"Vanilletage – Die Frauen der Backmanufaktur" von Eva-Maria Bast erscheint im Aufbau Taschenbuchverlag.

Bielefeld, 1892: Josephine und ihr Mann Carl träumen von einer eigenen Apotheke. Carl experimentiert und möchte ein Backtriebmittel erfinden, das allen Hobbybäckerinnen das Leben leicht macht und ihre Kuchen gelingen lässt. Als ihm die Erfindung des Backpulvers gelingt, übernimmt Josephine das Marketing. Bald haben sie den gewünschten Erfolg und ihre Erfindung wirft Gewinne ab. Sie erweitern ihre Produktpalette um Speisestärke und Puddingpulver. Der Erfolg hat nicht nur Vorteile, es gibt Neider und auch das Privatleben von Josephine und Carl wird immer wieder auf eine Belastungsprobe gestellt.


Bei diesem Roman erzählt Eva-Maria Bast die Erfolgsgeschichte eines Backzutatenherstellers auf fiktive Weise und lässt ihre Leser:innen an den Problemen und Sorgen der Fimen- und Familiengeschichte teilhaben. Dabei geht es um Produkte, die zunächst in Apotheken angeboten wurden und es jeder Hausfrau möglich machen sollte, Kuchen, Torten und Kleingebäck wie ein Konditor herzustellen.

Der Erzählstil ist eingängig und sehr beschreibend, die Charaktere sind ein bunter Mix aus unterschiedlichen Figuren und man kann wunderbar in das bildhaft beschriebene Setting eintauchen.

Die geschilderten Experimente mitsamt Fehlschlägen und Erfolgen, die eingebauten Intrigen und Liebschaften und das Familienleben sorgen für eine unterhaltsame Lektüre, die man gerne liest.

Auch wenn die Herstellung von Backpulver die Geschichte antreibt, so gehen die Themen auch tiefer in das gesellschaftliche Leben hinein. Es wird der Kampf um Frauenrechte angesprochen und der Wunsch von Frauen wie Josephine gezeigt, die sich neben ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter auch beruflich engagiert und maßgeblich am Erfolg des Unternehmens beiträgt. Sie verfügt über künstlerisches Talent, entwickelt Verpackungen und hat gute Ideen zum sozialen Umfeld der Mitarbeiter und verbessert die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und kann sie damit an den Betrieb binden. In ihrer Ehe sieht sie über Misstritte ihres Mannes hinweg und ist mir insgesamt schon fast zu gut, perfekt und verständnisvoll.

Die Geschichte birgt einige emotionale Anteile, in der Ehe des Apothekerpaares und in der Familie gibt es Probleme und dennoch läuft es auf wundersame Weise immer wieder rund. Das wirkte auf mich etwas zu glatt und einfach und auch am Ende wurden einige Entwicklungen zu schnell abgefertigt, aber ich habe die Geschichte dennoch gern verfolgt.


Ein kurzweiliger Einblick in die Entstehung von Küchenhelferlein, die heute nicht wegzudenken sind.

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Locker erzählte Gartenkriminalistik mit Berliner Charme

Amsel, Drossel, tot und starr
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"Amsel, Drossel, tot und starr" heißt der zweite Band der Schrebergarten-Krimi-Reihe von Mona Nikolay (Eva Siegmund) aus dem Droemer Verlag.

Nach einem Brand in einem Nachbarschrebergarten werden Manne ...

"Amsel, Drossel, tot und starr" heißt der zweite Band der Schrebergarten-Krimi-Reihe von Mona Nikolay (Eva Siegmund) aus dem Droemer Verlag.

Nach einem Brand in einem Nachbarschrebergarten werden Manne und Caro wegen ihrer detektivischen Fähigkeiten von Schmittchen, dem Kleingarten-Vorsitzenden, gerufen. Sie sollen die Hintergründe des Brandes aufklären, bei dem es auch ein Todesopfer gegeben hat. Das Opfer ist der unbeliebte Maik Reuter, Vorstandsmitglied der Schrebergartenkolonie Rosenthal. Kommissar Lohmeyer vom LKA Berlin trifft beinahe der Schlag, als er das Detektiv-Duo Manne und Caro erneut bei einem Tatort antrifft und sie ihm wieder in die Quere kommen.

Erneut sind Manne und Caro in einen Mordfall involviert. Der Ex-Kriminalbeamte und die Ista-Mom und Klatschtante haben inzwischen eine Prüfung abgelegt und führen ihre eigene Detektei. Da kommt der neue Fall ja wie gerufen!

Kommissar Lohmeyer freut sich nicht gerade über das Wiedersehen, denn auf eine Mitarbeit legt er keinen Wert. Dabei sind ihm die beiden Detektive immer eine Spur voraus, was an Mannes Beziehungen zur Staatsanwaltschaft und Caros Internetfähigkeiten liegen mag. Ihnen gegenüber sind viele Leute einfach offener als zur Polizei.

Die Spurensuche gestaltet sich recht umfangreich, es gibt viele Verdächtige und dennoch gelangen Manne und Caro immer wieder an Informationen, weil sie ein gutes Netzwerk besitzen und einfach Sympathiepunkte besitzen, die selbst einen Staatsanwalt überzeugen.

Der lockere Erzählstil und die humorvollen Dialoge zwischen den so unterschiedlichen Detektiv-Charakteren sorgen einfach für gute Unterhaltung. Man hat durch die zahlreichen Befragungen die unterschiedlichen Figuren gut vor Augen und bekommt eine authentische Handlung geliefert, bei der man selbst Verdächtigungen anstellen kann und am Ende doch überrascht wird. Einige dramatische Szenen sorgen für Aufregung und bringen Verdachtsmomente zum Einbrechen.


Eine gute Fortsetzung der Reihe, die Berlins Kleingartenvereine mal aus nächster Nähe zeigt und eine interessante Ermittlung begleitet.