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Veröffentlicht am 21.10.2022

Ein Genuss für die Sinne!

Amalfi-Küche - Rezepte aus Italiens Süden
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Das Kochbuch "AMALFI Küche Rezepte aus Italiens Süden" von Katie & Giancarlo Caldesi erscheint im Prestel Verlag.

In diesem Buch präsentieren uns die Caldesis eine kulinarische Reise an die Amalfi-Küste ...

Das Kochbuch "AMALFI Küche Rezepte aus Italiens Süden" von Katie & Giancarlo Caldesi erscheint im Prestel Verlag.

In diesem Buch präsentieren uns die Caldesis eine kulinarische Reise an die Amalfi-Küste und stellen die süditalienischen Kochklassiker in Wort und Bild vor.
Die Amalfi Küche nimmt die Leser mit auf eine kulinarische Reise zu einer der malerischsten Küsten Italiens. Die landestypischen Rezepte werden mit hervorragenden Foodfotos in Szene gesetzt, das inspiriert und weckt augenblicklich Appetit.


Den Zauber der Amalfiküste kennt man von Bildern, die die malerischen Küstenorte vor azurblauem Meer präsentieren. Diese sonnige Gegend ist bekannt für seine sonnengereiften Zitrusfrüchte und hat viele kulinarische Köstlichkeiten zu bieten. Man denke nur an die legendäre Pizza napoletana mit Mozzarella, an die vielen Fischgerichte und Meeresfrüchte und an hausgemachte Ravioli mit abschließendem Limoncello. Katie und Giancarlo Caldesi haben in diesem Buch über 100 Rezepte der süditalienischen Küche zusammengefasst.

Das Buch gliedert sich in elf thematisch geordnete Kapitel, die zunächst die jeweilige Gerichtart im allgemeinen und mit besonderen Zubereitungs- oder Aufbewahrungstipps beschreiben und mit interessanten Infos der Besonderheiten des Landes versehen. Danach folgen die einzelnen Rezeptvorschläge mit appetitlichen Fotos, übersichtlich angeordneter Zutatenliste und klar definierter Zubereitungsanleitung. Die Namen der Gerichte werden auf Italienisch und Deutsch genannt und die Ansicht der Foodfotos sind einfach nur verlockend.

Die Kapitel umfassen Antipasti; Suppen; Pizza & Brot; Risottos & Brühen; Pasta & Gnocchi; Fisch & Meeresfrüchte; Fleisch; Gemüse & Beilagen; Süsses; Cocktails & Drinks; Käse. Ein abschließendes Inhaltsverzeichnis sortiert die Rezepte nach alphabetisch geordneten Zutaten.

Wie gewohnt stelle ich einige Gerichte vor. Gestartet wird mit Antipasti: frittierte Sardellen, Enzas Auberginen oder frittierte Mozzarella-Sandwiches, ein typisch italienischer Genuss.

Weiter geht es mit Minestrone, Fischsuppe oder Bohnensuppe. Danach folgen verschiedene Pizzen und Foccaccia. Risotto gehört unbedingt auf den Tisch, doch auf die entsprechende Brühe kommt es an, auch dazu gibt es zwei Rezepte.

Wie stellt man Pastateig her und wie macht man schnelle Saucen? Spaghetti alla Puttanesca oder mit Meeresfrüchten, Ravioli al limone, Canneloni oder Gnocchi mit Tomatensauce, die Auswahl ist groß.

Fisch gibt es in unterschiedlichen Varianten, Wolfsbarsch im Salzmantel oder aus dem Ofen, Muscheln oder frittierter Fisch. Oder doch lieber etwas mit Fleisch? Die Fleischbällchen in Tomatensauce, Kaninchen nach Ischia-Art oder Zitronen-Hähnchen stehen bei mir ganz oben auf der Liste. Dazu Gemüsebeilagen wie gerösteter Fenchel, Mangold oder gebratene Zucchini, die mit Minze und Essig abgeschmeckt werden.

Danach gibt es dolci, wenn man noch essen kann. Darf es etwas vom Zitronen-Mandel-Kuchen sein, ein Sorbet, Mandel-Küchlein oder das Tiramisù fragole? Zum Abschluß einen Cocktail mit etwas Käse?

Wer dieses Buch aufschlägt, darf sich auf eine wunderbare Reise an die Amalfiküste freuen. Die wunderschönen Fotos zeigen auf bezaubernde Weise die Schönheit Süditaliens und die regionalen Gerichte und Rezepte beschreiben, was dort auf den Tisch kommt. So holt man sich das Urlaubsgefühl nach Hause.

"Amalfi Küche" ist ein wunderschön aufgemachtes und appetitanregendes Kochbuch mit tollen Rezepten und dem wunderschönen Setting der Amalfiküste, das den Betrachter von Italien träumen lässt und sich wunderbar als Geschenk eignet. Ein Genuss für die Sinne! Essen wie in Italien!

Veröffentlicht am 19.10.2022

Großartiges Entdeckerbuch mit Survival-Tipps für Extrem-Gebiete

Wildnis extrem – Die besten Überlebenstricks der Tiere, Pflanzen und Menschen
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Bei Penguin Junior erscheint das Sachbuch "Wildnis Extrem" von Ben Lerwill, illustriert von Daniel Long für Kinder ab sechs Jahren.

Wer träumt nicht davon, fremde Länder und und abgelegene Gegenden der ...

Bei Penguin Junior erscheint das Sachbuch "Wildnis Extrem" von Ben Lerwill, illustriert von Daniel Long für Kinder ab sechs Jahren.

Wer träumt nicht davon, fremde Länder und und abgelegene Gegenden der Erde zu erkunden? Doch man muss sich schon darauf vorbereiten, denn es gibt Orte auf der Erde, die stecken voller Gefahren für Mensch und Tier. Aber wie kann man in den eisigen Weiten der Arktis oder in der staubtrockenen Wüste Arabiens überleben? Und welche Gefahren drohen im Regenwald des Amazonas? Dieses Buch stellt die unterschiedlichen Gefahren und perfekten Anpassungsmöglichkeiten verschiedener Lebewesen vor.


Von der Arktis zur Antarktis, in die unendlichen Weiten des Ozeans, dem Amazonas, den Alpen bis hin zu den höchsten Bergen der Welt werden hier die extremsten Gegenden auf der Erde erklärt.
Man kann es sich manchmal gar nicht vorstellen, aber auch dort leben Tiere, Pflanzen oder Menschen haben sich den Bedingungen angepasst.
Doch wie kann man in dieser Wildnis überleben und worauf muss man besonders vorbereitet sein? In diesem Buch erfahren Kinder die extremen Lebensbedingungen zwölf verschiedener Orte und die Möglichkeiten, wie und welche Mittel man benötigt, um dort überleben zu können und wie man diese Lebensräume schützen kann.

Beispiel: Australisches Outback
Naturgetreue Bilder zeigen einen anschaulichen Eindruck der Landschaft, es werden Fakten über die geografischen Besonderheiten und die dort lebenden Tiere beschrieben und dann gibt es hilfreiches Wissen über die speziellen Gefahren in dieser Gegend. In diesem Fall die extreme Hitze und Trockenheit, die Gefahr von Bränden, der Wassermangel und die schwierige Orientierung im riesigen Busch. Wie kann man hier leben und welche Nahrung finden die Einheimischen im Outback? Welche Tierspuren kann man dort entdecken und wie wirft man einen Bumerang?

Es ist äußerst interessant, welche Gefahren es in bestimmten Lebensräumen gibt und wie man sich davor schützen kann. Was muss man beispielsweise vor einer Alpenwanderung wissen und was muss man mitnehmen?
Kinder werden hier stückweise an Orte unterschiedlicher Klimazonen herangeführt und erfahren wissenswerte Fakten zur Tierwelt, zu den drohenden Gefahren und zum Umweltschutz. So etwas erweitert den Horizont und baut das globale Verständnis für Erde auf.

Ein tolles und wissensreiches Entdeckerbuch für kleine und große Weltreisende, das die Probleme von extremen Lebensräumen verständlich macht.

Veröffentlicht am 19.10.2022

Leider nicht mein Lieblingsbuch vom Autor

Lektionen
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Im Diogenes Verlag erscheint der Roman "Lektionen" von Ian McEwan.

Roland Baines ist noch ein Kind, als er 1958 im Internat von seiner Klavierlehrerin Miriam Cornell verführt wird. Jahre später wird ...

Im Diogenes Verlag erscheint der Roman "Lektionen" von Ian McEwan.

Roland Baines ist noch ein Kind, als er 1958 im Internat von seiner Klavierlehrerin Miriam Cornell verführt wird. Jahre später wird er Vater, seine deutsche Frau Alissa verlässt ihn und das Baby, als der Kleine gerade mal vier Monate alt ist. Es dauert Jahre, bis sich Roland 1986 auf die Suche nach seiner Herkunft macht, nach Antworten sucht und herausfinden will, warum ihn Alissa verlassen hat.

Mit diesem Roman habe ich mich schwer getan, einerseits fand ich ihn von der Grundidee her sehr interessant und auch flüssig, anschaulich und einfach gut geschrieben. Aber der Aufbau der Story, die vielen zeitlichen Sprünge und die doch teilweise langatmigen Phasen haben mich doch sehr mit dem Buch hadern lassen.

Roland zieht mit seinen Eltern aus einer britischen Garnison in Libyen nach Großbritannien und kommt dort 1959 als Kind in ein Internat. Seiner Klavierlehrerin fällt seine Begabung auf, mit Strenge versucht sie ihn musikalisch anzuleiten. Sie fühlt sich zu dem Jungen hingezogen und missbraucht ihn. Roland verlässt die Schule und genießt sein Leben, er ist rastlos und ohne Ziel, auch beruflich. Was am Ende dazu führt, dass er sich mit Jobs als Hotelpianist und Tennislehrer über Wasser halten muss.

Ian McEwan fügt in seinem Roman einzelne Episoden aus Rolands Leben und seiner persönlichen Kontakte aneinander, er verwebt dabei aber auch Geschichten anderer Figuren mit ein, verknüpft politische Entwicklung und Zeitgeschehen, Probleme und Erkenntnisse der Protagonisten mit ein, was mir insgesamt einfach zu viele Informationen waren. Ich hätte mir gern einen klaren roten Faden gewünscht, eine erkennbare Trennung von Hauptgeschichte und Nebenszenen, die mich mehr angezogen hätte.

Die Intention hinter dem Roman liegt meiner Meinung nach darin, zu zeigen, wie ein Menschenleben von eigenen und fremden Entscheidungen, von den Auswirkungen von Politik, Katastrophen und gesellschaftlichem Leben beeinflusst wird.

Ein literarisch anspruchsvoller Roman, der eindringlich erzählt wird und dadurch auf Dauer langatmig erscheint. Hat mich leider enttäuscht zurück gelassen.

Veröffentlicht am 18.10.2022

Nicht ganz so packend wie der erste Band

Die Fabrikantinnen – Schwesternzeiten
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"Schwesternzeiten" heißt der zweite Band der Saga "Die Fabrikantinnen" von Sarah Lindberg aus dem Rütten & Loening Verlag.

1954: Emmi Wagner führt nach dem Tod ihres Mannes die Zuckerfabrik und möchte ...

"Schwesternzeiten" heißt der zweite Band der Saga "Die Fabrikantinnen" von Sarah Lindberg aus dem Rütten & Loening Verlag.

1954: Emmi Wagner führt nach dem Tod ihres Mannes die Zuckerfabrik und möchte ihre Töchter Greta und Lisa in die Firmengeschäfte einführen. Lisa hat Interesse, aber Greta hat einen unnahbaren Charakter und ausgeprägten Freigeist und möchte sich nicht einbringen. Als sich Lisa verliebt und heiraten will, wird Greta neidisch und die Schwestern drohen immer mehr zu entfremden. Offenbar neidet sie Lisa auch, dass ihre Schwestern sich verliebt hat und heiraten will. Die Folge eines schweren Unglücks fordert von den ungleichen Schwestern an einem Strang zu ziehen und die Fabrik zu leiten. Und dann wird auch noch ein lange gehütetes Familiengeheimnis gelüftet, das die Familienbande noch einmal belastet.


Der Roman startet mit einem Schicksalsschlag, der die Familie Wagner tief trifft. Die ungleichen Schwestern Lisa und Greta sind zu jungen Damen herangewachsen und während sich Lisa vorstellen kann, die Geschicke der Zuckerfabrik mit zu lenken, ist Greta ein Freigeist und möchte sich nicht festlegen. Als Lisa heiraten will, trifft ihr Bräutigam nicht auf das Wohlwollen ihrer Mutter und Schwester, doch sie setzt ihren Wunsch durch und übernimmt mit ihrem Mann die Führung der Zuckerfabrik.

Seit ihrer Kindheit sind Greta und Lisa eng miteinander verbunden, doch als sie erwachsen werden, wendet sich das Blatt. Greta zweifelt an der Loyalität ihres Schwagers und möchte die Heirat verhindern. Aber Lisa ist sich sicher und heiratet. Die Höhen und Tiefen der Geschichte sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung und bringen ein lange gehütetes Geheimnis ans Licht.

Wie schon im ersten Band gibt es auch hier den Kapiteln vorangestellte, passende Zitate, was ich persönlich sehr schätze. Sarah Lindberg hat ihre Charaktere facettenreich und lebendig ausgestaltet und auch ihr jeweiliges Verhalten wurde glaubwürdig beschrieben, so konnte ich ihrem zwischenmenschlichen Handeln gut folgen.

Emmi ist weiterhin eine starke Frauenfigur, ich habe an ihr bewundert, dass sie beide Töchter gleichermaßen liebt und sie zu anständigen Frauen erzieht. Außerdem ergreift sie auch für ihre Angestellten Partei und nutzt niemanden aus. Als Emmi einen Unfall erleidet, braucht sie viel Kraft, um wieder Lebensmut zu entwickeln. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Doch das schweißt auch die Familie wieder enger zusammen.

Insgesamt hat mich dieser Band nicht ganz so gepackt, wie der erste, dennoch gibt es in der Handlung einige Szenen, die für abwechslungsreiche und überraschende Unterhaltung sorgen und so empfehle ich auch diesen Band.


Eine solide Weiterführung der Reihe, die sich um Familie Wagner und ihre Zuckerfabrik rankt.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Selbstlose Hilfe, aber um welchen Preis?

Ein Kind namens Hoffnung
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"Ein Kind namens Hoffnung" ist der Debütroman von Marie Sand, der im Droemer Verlag erscheint.

Elly arbeitet als Köchin bei der jüdischen Familie Sternberg, die ihr ein Zuhause geben. Als die Sternbergs ...

"Ein Kind namens Hoffnung" ist der Debütroman von Marie Sand, der im Droemer Verlag erscheint.

Elly arbeitet als Köchin bei der jüdischen Familie Sternberg, die ihr ein Zuhause geben. Als die Sternbergs deportiert werden, flieht sie mit Leon Sternberg aufs Land, gibt ihn als ihren Sohn aus und rettet ihm damit das Leben. Es beginnt eine schwere Zeit, denn ohne Heimat und Einkünfte muss sie ums Überleben kämpfen.

Marie Sand erzählt in ihrem Debütroman auf berührende Weise, wie Elly in Zeiten der Naziherrschaft sich die Rettung eines Kindes zur Lebensaufgabe macht und sich damit selbst in Gefahr begibt. Die Geschichte umfasst einen zeitlichen Rahmen zwischen 1938 bis 1958 und lässt uns am Schicksal von Elly und Leon teilhaben. Aus nächster Nähe erleben wir die Fluchtsituation, die Versorgungs-Heirat mit dem Bauern Stephan und ein arbeitsreiches Leben auf dem Hof, den ständigen Kampf ums Überleben in der Hungersnot und die Suche nach Leons Mutter.

So dramatisch und bewegend die Geschichte auch ist, die Erzählung scheint auf merkwürdig distanzierte Weise an mir vorbeizugleiten und ich kam Elly und ihren wahren Emotionen nicht wirklich nahe, so sehr ich es mir auch wünschte.

Elly hat mutig, aber auch sehr verbissen nur ein Ziel vor Augen, das Versprechen an Sara einzulösen und Leon zu retten. Dieses Ziel setzt sie ohne Rücksicht auf sich und andere durch und scheint über lange Zeit nur zu funktionieren. Sie stellt sogar die eigene Tochter hintenan, verteilt die Liebe für die Kinder nicht gleichmäßig, Leon ist und bleibt ihr bevorzugter Liebling und das ist in meinen Augen sehr schmerzhaft und nicht einer Mutter würdig.

Die zeitlichen Grausamkeiten von Nationalsozialismus und Weltkrieg, den Überlebenskampf ohne Nahrung in der Kälte bringt Marie Sand in diesem Roman sehr intensiv zum Ausdruck. Auch das Landleben wird mit typischen Szenen zum Leben erweckt. Doch die Nähe zu ihren Charakteren bleibt dem Leser auf bestimmte Weise verwehrt, Gedanken oder Gefühle bleiben tief verschlossen und das hat mich gestört.

Am Ende klärt sich die Bedeutung des Buchtitels auf und wir erfahren, welches Kind für Elly wirklich das "Kind namens Hoffnung" darstellt.

Dieses Debüt unterhält mit der Geschichte einer starken Frau, die ihr Leben der Rettung eines Kindes untergeordnet hat. Etwas mehr eigene Wünsche und spürbare Lebendigkeit für andere hätten sie mir spürbarer und sympathischer gemacht.

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