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Veröffentlicht am 05.10.2022

Aufregung nach Mord im Schrebergarten

Rosenkohl und tote Bete
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"Rosenkohl und tote Bete" ist der Auftakt der Schrebergarten-Krimi-Reihe von Mona Nikolay (Eva Siegmund) aus dem Droemer Verlag.

Im Berliner Kleingartenverein Harmonie haben Eike und Caro von Ribbek ...

"Rosenkohl und tote Bete" ist der Auftakt der Schrebergarten-Krimi-Reihe von Mona Nikolay (Eva Siegmund) aus dem Droemer Verlag.

Im Berliner Kleingartenverein Harmonie haben Eike und Caro von Ribbek eine Parzelle gepachtet, um hier im Grünen mit ihrer Tochter mal vom Alltag abschalten zu können. Doch ihre ersten Spatenstiche im Gemüsebeet sorgen gleich für eine unangenehme Überraschung, denn sie stoßen auf eine Leiche. Der Vorsitzende des Vereins, Manne Nowak, ist völlig entsetzt, denn der Tote ist sein früherer Garten-Nachbar und Freund Kalle, der zuletzt einen regelrechten Sinneswandel durchlitt. Als Ex-Polizist weiß Manne, was zu tun ist. Doch die Polizei verdächtigt Manne wegen eines simplen Streits mit Kalle. Alas Caro ihre detektivischen Instinkte entdeckt, stellen beide Nachforschungen wegen des Toten an, die auch in die deutsch-deutsche Vergangenheit führen.

Der Start ins neue Gartenjahr hätte so schön sein können, aber was als Gartenidylle beginnt, wird schnell zum Fundort einer verbuddelten Leiche. So hatte sich Caro ihre Zeit im Garten nicht vorgestellt und sie will unbedingt den Täter finden und herausfinden, wieso die Leiche unbedingt hier versteckt wurde. Als sie Manne kennenlernt, kann sie ihre detektivischen Fähigkeiten gut einbringen, als Ex-Polizist öffnet sich ihm so manche Tür und sie können ihre Befragungen starten und in Kalles Leben angehen.
Bei diesem Krimi gefällt mir das Setting des Berliner Kleingartenvereins mitsamt Nachbarn und Ermittler-Duo Manne und Caro. Beide sind grundverschieden, ergänzen sich aber gerade deshalb auf eine wunderbare Weise. Manne ist ein bodenständiger Typ, Kleidung ist ihm egal und so läuft er ständig in Gartenklamotten herum. Caro macht in "Socialmedia", sie hat einen Instagram-Account und legt Wert auf eine gepflegte Erscheinung. Bei den Befragung kommt ihr zugute, dass sie sich gut auf Menschen einstellen kann.

Der Erzählstil ist wunderbar flüssig, bildhaft und voller kleiner Schmunzelmomente. Man kann hier nicht von einem blutigen Krimi sprechen, auch wenn das Opfer einige üble Verletzungen aufweist. Durch die eingebundenen Nebencharaktere bekommt man ein umfassendes Bild aller Personen und kann sich anhand der gefundenen Puzzleteile im Mordfall selbst an der Tätersuche beteiligen. Der Spannungsfaktor ist eher gering, gewinnt aber im Laufe der Handlung immer mehr an Fahrt und endet in einem echten Showdown.

Ein unterhaltsamer Gartenkrimi mit Einblicken in sozialistische Gebräuche der DDR!

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Leichte Krimiunterhaltung mit Süd-Frankreich-Flair!

Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens
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Der Krimi "Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens" von Pierre Martin erscheint im Droemer Verlag.

Lucien Comte de Chacarasse führt ein Restaurant in Villefranche-sur-Mer, er ist ein Lebemann, liebt ...

Der Krimi "Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens" von Pierre Martin erscheint im Droemer Verlag.

Lucien Comte de Chacarasse führt ein Restaurant in Villefranche-sur-Mer, er ist ein Lebemann, liebt die Kunst des "Savoir-Vivre" und damit gutes Essen und schöne Frauen. Als er an das Sterbebett seines Vaters geholt wird, soll er ihm versprechen, das Familienerbe anzutreten, allerdings handelt es sich dabei um die Familiensitte des Auftragsmordens. Zwar wurde Lucien von klein auf trainiert, aber er ist einfach kein professioneller Killer. Doch er gibt seinem Vater das Versprechen, wie soll er damit jetzt umgehen?

Bei diesem Krimi trifft man auf eine außergewöhnlich Ausgangslage, die den junge Lucien in die Lage eines Auftragsmörders wider Willen versetzt. Die Erfüllung der Aufträge gelingen Lucien recht gut, ohne selbst Gewalt anwenden zu müssen. Dabei hat er entweder das Glück auf seiner Seite oder er bekommt Schützenhilfe von Francine, der Geliebten seines Vaters. Doch was ihm am Herzen liegt, ist es, den Mörder seines Vaters zu finden und dort Rache zu üben.

Schon bald erhält Lucien die ersten Aufträge über seinen Onkel. Die Aktionen warten teilweise mit bösen Akteuren auf, er werden aber auch eine Reihe sympathischer Charaktere vorgestellt, die man gerne kennenlernt. So ist mir die Haushälterin Rosalie schnell ans Herz gewachsen und ich hoffe, sie bekommt in den Folgebänden noch weitere Auftritte.

Sämtliche Handlungen mit krimineller Energie laufen vor der stimmungsvoll gezeigten Landschaft Südfrankreichs ab, die französische Küche wird appetitanregend zelebriert, ein guter Wein darf nie fehlen und Lucien lebt bis auf einige spannende Ausnahmen weiterhin wie bisher.

Bei den Aufträgen, Nachforschungen und Übergriffen zeigt sich Lucien durchaus geschickt und besitzt die logische Fähigkeit, Dinge zu untersuchen und die richtigen Abläufe zu wählen. Doch genau das ist mein Problem, denn Lucien mutiert mir insgesamt ein wenig zu sehr zu einer Heldenfigur à la James Bond. Unterhaltsam ist das natürlich schon und ich habe das Buch auch gespannt verschlungen.

Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die mit Lucien und Francine ein interessantes Duo vorstellt und dabei Land und Leute und vor allem die französische Küche nicht vernachlässigt. Leichte Krimiunterhaltung mit Süd-Frankreich-Flair!

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Veröffentlicht am 01.10.2022

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Weihnachtszeit mit DIY-Adventskalender

Sterne glitzern auch im Schnee
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Im Goldmann Verlag erscheint der weihnachtliche Roman "Sterne glitzern auch im Schnee" von Meike Werkmeister.

In Bremen bei Anni und Thies mag sich trotz Schneegestöbers kurz vor dem Fest noch keine ...

Im Goldmann Verlag erscheint der weihnachtliche Roman "Sterne glitzern auch im Schnee" von Meike Werkmeister.

In Bremen bei Anni und Thies mag sich trotz Schneegestöbers kurz vor dem Fest noch keine weihnachtliche Stimmung einstellen. Anni muss noch Illustrationen für den Verlag fertigstellen und Thies verkündet auf einmal, dass er eine Diät macht. Dann backt er dieses Jahr wohl keine seiner legendären Zimtsterne. Als dann auch noch unerwarteter Besuch eintrifft, kann man nur noch auf ein weihnachtliches Wunder hoffen, damit es doch noch ein schönes Fest wird.

"Eine Umarmung ist wie Lametta für die Seele!" Zitat Seite 8

Wir erleben Anni und Thies an den letzten acht Tagen vor Weihnachten. Während Thies sonst vor dem Fest wunderbare Stimmung verbreitet, indem er Zimtsterne backt, die verführerisch duften und für Lichterglanz sorgt, macht er auf einmal Diät und wünscht sich ein Rudergerät. Das verunsichert Anni und als dann auch noch Morlen, die Tochter von Annis Freundin Maria, überraschend auftaucht, ist das Chaos vorprogrammiert. Es beginnt eine turbulente Zeit, die aber dennoch mit heimeliger Wohlfühlatmosphäre mit glitzerndem Schnee, Kachelofen, Keksbäckerei und leckeren Gerichten Vorfreude auf die Weihnachtszeit weckt. Die Figuren im Buch sorgen mit ihren Aktionen für gute Unterhaltung und tragen jeder auf seine Weise zu dieser lebendig wirkenden Geschichte bei.

Der besondere Pfiff dieses Buches liegt im Anhang, dort enthüllt ein wunderschön illustrierter Adventskalender von Renata Wolff DIY-Ideen für die Adventszeit. Es gibt Bastelanleitungen für Weihnachtsschmuck, Rezepte zu Zimtsternen und verganem Weihnachtsbraten, eine Weihnachts-Playlist und schöne Zitate, die diese Zeit stimmungsvoll machen.


Die kleine, aber stimmungsvolle Geschichte unterhält mit winterlichem Flair und zaubert Vorfreude mit dem gelungenen Adventskalender. Für alle Fans der Autorin ein Muss!

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Veröffentlicht am 30.09.2022

Ein kompakter und hilfreicher Leitfaden für Gründer:innen

Crashkurs Selbstständigkeit
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Tanja Basic ist Unternehmerin (BASIC SALES – Clever verkaufen) und unterstützt kleine Unternehmen und Soloselbstständige bei der ganzheitlichen Vermarktung, bei Social Media und bei der Neukundengewinnung. ...

Tanja Basic ist Unternehmerin (BASIC SALES – Clever verkaufen) und unterstützt kleine Unternehmen und Soloselbstständige bei der ganzheitlichen Vermarktung, bei Social Media und bei der Neukundengewinnung. Sie hält Vorträge und gibt Praxis-Workshops zu den Themen Start in die Selbstständigkeit, Sales und Marketing.

Wer sich selbständig machen will, steht vor vielen Fragen. Wie gestaltet man eigentlich den Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit? Tanja Basic zeigt potentiellen Gründer:innen den ganzen Prozess der Existenzgründung, von der Geschäftsidee bis zum profitablen Business.
Dabei hat sie ein festes Grundgerüst aufgestellt, das sich an sieben nachvollziehbaren Schritten orientiert und bei dem man mit speziellen Übungen die eigene Positionierung im Markt, die gewünschte Zielgruppe und das Marketing zugeschnitten auf die persönlichen Bedingungen festlegen und verbessern kann.

Angefangen mit dem Mindset für Gründer, über die Geschäftsidee bis zum profitablen Business, überlegt man sich die eigene Positionierung im Markt. Welches sind die Kunden und wie erreicht man sie, welche Marketing-Strategien sind hilfreich und was muss der Vertrieb leisten? Am Ende zeigt eine Erfolgskontrolle anhand der Verkaufszahlen, ob sich dieses Business lohnt und zum Lebensunterhalt auch ausreicht.

Viele Menschen träumen davon Ihr eigener Chef zu sein, wer diesen Traum umsetzten möchte, sieht sich einigen Hürden ausgesetzt.

Dieser Ratgeber bietet feste Anhaltspunkte, praktikable Lösungsmöglichkeiten und die entscheidenden wirtschaftlichen Grundlagen, die man bei einer Selbständigkeit beachten sollte.

Die Erklärungen werden verständlich und einfach erklärt und sind auf die wichtigsten Ziele oder Punkte beschränkt. So hat man einen guten Einstieg in das Thema und wird nicht überfordert mit zuvielen Informationen.
Die Sternebewertung fiel mir aus eigener fehlender Fachkenntnis für dieses Thema etwas schwer, ich habe mir dazu den Rat meiner Tochter geholt, die genau in diesem Bereich arbeitet. Sie war von dem Buch begeistert und kann es sehr empfehlen.

"Crashkurs Selbstständigkeit" ist ein hilfreicher und kompakter Wegbegleiter, um in die eigene Selbstständigkeit zu beschreiten.

Veröffentlicht am 29.09.2022

Ein ironisch, amüsanter Blick auf Weihnachten mit Klischees

Ein Alman feiert selten allein
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Elif wurde als Kind türkischer Gastarbeiter in Deutschland groß, Weihnachten wurde in ihrer Familie auf türkische Weise gefeiert, um die Kinder nicht zu benachteiligen. Nun wird sie zum Kennenlernen von ...

Elif wurde als Kind türkischer Gastarbeiter in Deutschland groß, Weihnachten wurde in ihrer Familie auf türkische Weise gefeiert, um die Kinder nicht zu benachteiligen. Nun wird sie zum Kennenlernen von den Eltern ihres Freundes Jonas zu einem traditionellen Weihnachtsfest eingeladen. Doch in Jonas Familie gibt es recht skurrile Deutsche, die es mit der Planung reichlich übertreiben. Elif ist gespannt auf die Menschen und das Weihnachtsfest. In Jonas Familie verläuft das Fest dann doch anders als erwartet, durchgetaktet und nicht sehr harmonisch.

Die junge Türkin Elif wird bei der Weihnachtsfeier natürlich von allen Seiten mit Fragen überhäuft, einerseits möchte die Familie sie kennenlernen und andererseits gilt es, das christliche Weihnachtsfest zu feiern und alle möchten wissen, wie Elifs Gewohnheiten so sind. So bleibt es nicht aus, dass das Interesse auch etwas taktlos verläuft und Jonas Schwester kommt mit Elif anscheinend auch nicht gut zurecht. Aber allen Differenzen zum Trotz verläuft das Fest dann doch so, dass Elif auf liebevolle Familienangehörige trifft und mit gegenseitiger Sympathie in der Familie aufgenommen wird. Kulturelle Grenzen muss man in gemischten Beziehungen eben überwinden.

Aus der Sichtweise Elifs erfahren wir, wie sie ihren ersten "Weihnachtsstress" bei der Familie ihres Freundes erlebt und dort einige deutsche Gewohnheiten bei der Feierei entdeckt, die sie verwundern und mich amüsiert haben. Wobei fades Essen und fade Deko wohl nicht bei allen Deutschen angesagt ist. Aber das nur am Rande! Leider ist ihr Freund ihr auch nicht gerade eine Hilfe und das lässt Elif auch ein wenig an der Beziehung zweifeln.
Elif versteht übrigens unter Almans Menschen, die Tupperdosen horten, gerne im Vorfeld planen und Birkenstock tragen.

Die Geschichte liest sich witzig und etwas überspitzt, denn was in der Familie im Sauerland zu Weihnachten abläuft, liest sich schon als Kritik an Gewohnheiten dieser durchgetakteten Feier. Da wäre ich wohl auch nicht gerne Gast. Es wird aber auch so, dass Elif ihre Kultur hinterfragen muss, weil die deutsche Verwandtschaft sie mit klaren Vorurteilen versieht. Wie wäre es denn, wenn ihr Freund zu einem Bayram Fest eingeladen würde, das könnte auch zu Missverständnissen führen.

In diesem Buch wird beiden Kulturen der Spiegel vorgehalten und das finde ich gut. Inhaltlich passiert allerdings nicht gerade viel und so bleibt es bei der Botschaft, sich doch tolerant und offen zu zeigen, wenn unterschiedliche Kulturkreise ihre eigenen Gewohnheiten pflegen.

Eine unterhaltsame und amüsante Story über ein Weihnachtsfest mit türkischem Gast.