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Veröffentlicht am 30.04.2024

Ein Buch zum Mitfühlen

Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks
3

"Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks" zeigt uns die Schicksale von Frauen im Deutschland der Nachkreiszeit:
Nadine Schojer nimmt die Leser*innen mit nach Köln im Jahre 1948. Gisela und Hanni arbeiten ...

"Die Telefonistinnen - Stunden des Glücks" zeigt uns die Schicksale von Frauen im Deutschland der Nachkreiszeit:
Nadine Schojer nimmt die Leser*innen mit nach Köln im Jahre 1948. Gisela und Hanni arbeiten als Telefonistinnen bei der Versicherungsgesellschaft Pering. Während sie in einem dunklen Kellerraum arbeiten, wird ihnen in der Empfangshalle des Gebäudes der Prunk der 'Besseren Gesellschaft' vor Augen geführt. Der Lohn ist gering, doch er sichert das Leben der Frauen und ihrer Familien. Gisela bemüht sich um eine Stelle als Sekretärin, um sich und ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Unterstützt von Empfangsdame Erna lernt sie in ihrer Freizeit Steno, während die Hoffnung, dass ihr Mann endlich aus dem Krieg heimkehren möge immer weiter schwindet. Auch Erna wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres verschollenen Sohnes.
Hanni träumt davon, Kostümbildnerin beim Film zu werden, doch ihr tyrannischer Vater lässt ihr kein Geld für Garn oder Stoffe, sondern trägt das Geld der Familie Abend für Abend in die Kneipe.
Die junge Julia bringt frischen Wind in das Büro der Telefonistinnen. Während sie selbst kaum etwas von sich preisgibt, motiviert und unterstützt sie die anderen in ihren Vorhaben.
Jede Frau bringt ihre eigenen Erlebnisse, Wünsche, Träume, aber auch Geheimnisse mit sich. So auch Charlotte, die mit Schmuck, Designerkleider und einer recht überheblichen Art plötzlich in der Versicherungsgesellschaft erscheint und damit nicht nur den Alltag der Frauen, sondern auch den der Herren in den oberen Büros verändert.

Das Buch handelt von Schicksälen, Umbruch und tiefen Gefühlen und zeigt anhand der Protagonistinnen die Leben vieler Frauen auf, die in der Nachkriegszeit auf sich allein gestellt und doch oftmals den Männern ausgeliefert waren.
Schojer erschafft wundervolle sympathische Charakterinnen, die sich in den folgenden Bänden der Reihe hoffentlich weiter entfalten können. Die Handlung folgt einem gut erkennbaren Strang, der jedoch teilweise etwas detaillierter sein könnte.

Ein Buch zum Mitfühlen, dass an manchen Stellen gerne noch tiefer gehen dürfte.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Echt Zauberhaft - zauberhaft lustig!

Echt zauberhaft
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Rincewind der unbegabte Zauberer muss (ob er will oder nicht) in das Achatene Reich reisen. Das Kaiserreich hält schon lange keine Kontakte mehr zu anderen Kontinenten, so ranken sich Gerüchte und legenden ...

Rincewind der unbegabte Zauberer muss (ob er will oder nicht) in das Achatene Reich reisen. Das Kaiserreich hält schon lange keine Kontakte mehr zu anderen Kontinenten, so ranken sich Gerüchte und legenden um das reich und seine Bewohner. Letztere haben deshalb auch wenig Ahnung, was im Rest der Scheibenwelt so vor sich geht, doch eine kleine Gruppe junger Leute nimmt an, dass es den Menschen andernorts besser geht, als ihnen und möchte eine Revolution anzetteln. Leider haben sie keine Ahnung, worauf es dabei ankommt, aber das macht nichts! Der "große Zaubberer" (eine Sagenfigur) wird kommen und ihnen helfen! Rincewind weiß noch Nichts von seinem Glück, er trifft zuvor auf seinen alten Bekannten Cohen den Barbaren, der zusammen mit seiner "Grauen Horde" eine ganz eigene Idee von der Zukunft des Reiches hat ...

Typisch Pratchett hat die Geschichte viel mehr Schichten und Tiefgang, als es auf den ersten Blick scheint. Mit viel Humor und einer guten Portion des von Rincewind bekannten Sarkasmus geht es um Unterdrückung und Revolutionen, aber auch um Freundschaft und die Möglichkeit das eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können.

Volker Niederfahrenhorst ist ein hervorragender Erzähler, der nicht nur jeder Figur im wahrsten Sinne der Wortes eine eigene Stimme gibt, sondern auch die Stimmungen der Geschichte wiedergibt und der Erzählung damit noch mehr Witz verleiht.

Ein muss für alle Pratchett-Fans und solche, die es noch werden wollen!

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Die andere Seite der "Hexe" von Aiaiai

Ich bin Circe
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Madeline Miller ist eine meiner liebsten Entdeckungen der letzten Jahre!
Ich habe beide Bücher gelesen und vom Fleck weg geliebt. Ihr Schreibstil sucht wirklich seinesgleichen.

Ich bin Circe erzählt ...

Madeline Miller ist eine meiner liebsten Entdeckungen der letzten Jahre!
Ich habe beide Bücher gelesen und vom Fleck weg geliebt. Ihr Schreibstil sucht wirklich seinesgleichen.

Ich bin Circe erzählt die Geschichte der Nymphe beziehungsweise Göttin Circe (Zirze oder auch Kirke) aus einer neuen Perspektive: ihrer eigenen! Als Göttin der Zauberei spielt sie in der griechischen Mythologie mehr eine Nebenrolle mit eher negativem Beigeschmack. Dabei ist ihre eigene Geschichte nicht weniger erzählenswert und tragisch als beispielsweise die ihrer Nichte Medea.
Dennoch ist Millers Erzählweise nicht nur fesselnd, sondern auch kritisch und regt zum Nachdenken an, auch über bekannte Figuren wie Hermes und Odysseus.

Ich freue mich auf alles weitere, was von dieser grandiosen Autorin noch kommt. Eine absolute Empfehlung an alle, die gerne auch vielschichtigeres lesen!

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