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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2018

Gesunde Wildkräuter

Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten
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Wer kennt sie nicht: Unkräuter. Während alles im Garten eingeht, gedeihen diese Kräuter prima und müssen bekämpft werden. Doch halt! Gerda Holzmann zeigt in Ihrem Buch „Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten“ ...

Wer kennt sie nicht: Unkräuter. Während alles im Garten eingeht, gedeihen diese Kräuter prima und müssen bekämpft werden. Doch halt! Gerda Holzmann zeigt in Ihrem Buch „Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten“ auf eindrucksvolle Weise, dass diese Wildkräuter viel besser sind als ihr Ruf, wie man diese erkennt, vermehrt und effektiv nutzen kann.
Die Autorin Holzmann beschränkt sich dabei auf 30 feine Wildkräuter die jeweils auf fünf Seiten beschrieben werden. Vom Ackerstiefmütterchen bis hin zum Zinnkraut ist alles dabei. Zu Beginn eines jeden Wildkrauts findet sich ein Foto, welches dieses näher zeigt. Auch zeigen Fotos andere Pflanzen, welche dem Wildkraut ähnlich sehen. So kann man gut die Unterschiede erkennen. Besonders gut gelungen ist die kurze Übersicht über das Sammeln, Verwenden und Vermehren. Auf einen Blick kann man Nutzen und Zubereitung sofort erkennen. Somit eignet sich das Buch auch zum gemütlichen Lesen.
Wer aber speziell sucht nimmt das Stichwortregister, Register nach Anwendungsgebieten & Wirkungen oder das Register deutscher Pflanzennamen. Damit lässt sich vortrefflich suchen und finden.
Das Buch ist generell sehr durchdacht, ansprechend gestaltet – mit vielen tollen Fotos gespickt - und bietet unter anderem auch einen Abschnitt, welcher sich mit der Haltbarkeit, dem Verarbeiten und dem Genießen der Wildkräuter beschäftigt. Hier ist für jeden etwas dabei. Aber ein Sammelkalender findet sich im Buch. Hier hat man einen tollen Überblick zu welcher Zeit geerntet werden kann.

Veröffentlicht am 14.05.2018

Per Frachtzug durch die Vereinigten Staaten

König der Hobos
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Was macht man, um ein anderes Amerika zu erleben? Richtig: Man reist 3 Monate per Güterzug durch die Vereinigten Staaten. Diese Unternehmung ist der Autor Fredy Gareis eingegangen und erlebte mit den Hobos ...

Was macht man, um ein anderes Amerika zu erleben? Richtig: Man reist 3 Monate per Güterzug durch die Vereinigten Staaten. Diese Unternehmung ist der Autor Fredy Gareis eingegangen und erlebte mit den Hobos bleibende Eindrücke, und nicht nur landschaftliche. Heraus kam ein unterhaltsames Buch, welches auch Einblicke in die amerikanische Seele verschafft. Es lässt sich wunderbar lesen.
Zu den letzten Vagabunden Amerikas zählt auch Shoestring, ein waschechter Hobo. Mit ihm und nur dem nötigsten ausgerüstet begann die Reise.
Eigentlich braucht ein Hobo nicht viel. Sie pfeifen ja schließlich auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Aber ein Smartphone und GoogleMaps dürfen es schon sein. Dies hilft natürlich beim Zugreiten, obwohl man auch den Crew Change Guide (CCG) von Traindoc nehmen könnte, so etwas wie dem Lonely Planet- Reiseführer für die verschworene Gemeinschaft. Ohne den CCG kommt man nicht weit. Wahrscheinlich aber genauso wenig wie ohne einen erfahrenen Hobo, welcher gerne auch mal Drogen, Alkohol und Co konsumiert. Obwohl der Zusammenhalt unter den freiheitsliebenden Bürgern groß ist, sind es meist Einzelgänger mit einer klaren Vorstellung. Eine Hobo ist quasi immer auf der Flucht oder zumindest auf Achse. Gareis stellt treffend fest, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch ein Land der extreme ist. Manchmal werden sie als „Fucking home bums“ beschimpft und ein andermal bekommen sie genügende Dollars und Gutscheine, um es sich gut gehen zu lassen.

Fazit
Sehr gut haben mir die geschichtlichen Fakten gefallen, die der Autor Gareis immer wieder einfließen lässt. Aber auch die englischen Zitate fand ich treffend. Sie geben dem Buch das gewisse etwas. In der Mitte von „König der Hobos“ findet sich eine gelungene Bilderstrecke, die die Ausführungen des Autors unterstützt und dem Leser das Erzählte visuell darstellt. Bei der Landschaft kann man verstehen, warum sich die Strapazen lohnen.

Meine Leseempfehlung für 2018.

Veröffentlicht am 07.05.2018

Perfektion

Perfektion
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Der Auftakt eine Reihe. Perfektion ist der Debüt-Roman der Autorin Laura Kier.
Die Protagonistin des Buches ist Adara. Sie gehört zu den Veränderten und hat etwas wertvolles was in dieser Zeit sehr kostbar ...

Der Auftakt eine Reihe. Perfektion ist der Debüt-Roman der Autorin Laura Kier.
Die Protagonistin des Buches ist Adara. Sie gehört zu den Veränderten und hat etwas wertvolles was in dieser Zeit sehr kostbar für Genteck Systeme ist: Ungeborenes Leben. Dies bedeutet: Sicherung des Fortbestands der Menschheit. Und wie es nun einmal so im Leben ist, hat man mehrere Optionen.
Durch den Absturz und Adaras Flucht vor Genteck Systeme - einem Forschungskonzern - mit dem Ziel der Schwestern der Auferstehung, bekommt der Leser Einblicke in die dort spielende Welt.
Bereits das Cover – ein DNA-Strang mit Dornen bespickt, brennend, qualmend - zeigt schon, was den Leser in dieser Geschichte erwartet. Eine nicht lebensfreundliche Welt. In der Tat muss Adara feststellen, dass überall Gefahren lauern. Drohnen in der Luft, giftiges Wasser, Kopfgeldjäger und Piraten. Zusätzlich kommt noch dazu, dass die Erinnerung der Veränderten „gelöscht“ wurde. Und somit stellt sich die Frage auch zu Adaras Vergangenheit.
Wer nicht zu den Veränderten zählt, ist „sichtbar“. Hat z.B. eine vernarbte Haut, was bei den Lebensumständen aber das kleinste Problem sein dürfte. Nicht nur Menschen werden in ihrer DNA-Struktur verändert, sondern auch Samen wie es schon in heutiger Zeit beim Saatgut der Fall ist. Dieser Bezug wird in dem Buch auch kurz aufgenommen.
Persönlich hätte ich mir etwas mehr als nur "Flucht" gewünscht, auch wenn dies spannend und flüssig geschrieben ist. Die Seiten fliegen förmlich nur so dahin, könnten gerne auch mehr sein.
Generell mehr Informationen und eine stärkere Adara, die mehr hinterfragt und den Weg vorgibt und nicht nur folgt wären wünschenswert.

Veröffentlicht am 30.04.2018

Spannung pur

Invisible
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Täter die ihre Opfer nicht kennen, welche aber alle mit der gleichen Wut vorgehen und morden. Sie sind schnell gefasst. Aber was treibt sie an und welche Verbindungen gibt es zu den Opfern?
Die Autoren ...

Täter die ihre Opfer nicht kennen, welche aber alle mit der gleichen Wut vorgehen und morden. Sie sind schnell gefasst. Aber was treibt sie an und welche Verbindungen gibt es zu den Opfern?
Die Autoren Poznanski und Strobel lassen die Hauptprotagonisten Nina Salomon und Daniel Buchholz ermitteln. Wie auch das Autoren-Duo ergänzen sich die Ermittler perfekt. Nina hält sich nicht immer an die Vorgaben und macht auch mal ihr Ding. Sie steht auf Einzelgänge und kommt richtig sympathisch rüber. Daniel nimmt die Rolle des Chefs ein. Vernünftiger, aber auch nicht von privaten Problemen befreit.
Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten des Buches fliegen quasi nur so. Dazu trägt aber auch die Unterschiedliche Sichtweise der Protagonisten bei. Und natürlich auch deren Interaktion. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Daniel bzw. Nina aus der Ich-Perspektive geschrieben. Das bringt Abwechslung und macht es spannend zu lesen.
Aber es geht wie im wahren Leben nicht nur um die eine Sache, hier die Ermittlung, sondern auch um die zwischenmenschlichen Probleme, welche sich auch auf das Polizeirevier erstrecken und die Arbeit der Ermittler manchmal etwas schwieriger gestalten.
Das Autoren-Duo Poznanski und Strobel haben eine wunderbare Lektüre geschaffen, die den Leser direkt mit in die Ermittlungsarbeit auf das Revier versetzt.
Lesen. Unbedingt!

Veröffentlicht am 30.04.2018

Freundschaft und mehr

In den Wäldern
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Der Winter ist vorüber und der Bär erwacht aus seinem langen Schlaf. Freudig erzählt er seinem Freund, dem Eichhörnchen, seinen abenteuerlichen Traum.
Das Kinderbuch handelt von Freundschaft und vermittelt ...

Der Winter ist vorüber und der Bär erwacht aus seinem langen Schlaf. Freudig erzählt er seinem Freund, dem Eichhörnchen, seinen abenteuerlichen Traum.
Das Kinderbuch handelt von Freundschaft und vermittelt Mitgefühl. Aber auch Themen wie gegenseitige Hilfe und der Umgang des Menschen mit der Natur werden angesprochen.
Die Zeichnungen werden im Stile der Cover-Zeichnung im Buch fortgesetzt. Sie sind liebevoll gestaltet und bringen dem kleinen Leser die Situationen näher. Die Schriftgröße ist perfekt gewählt.
Im Großen und Ganzen ist das Buch leider nicht so rund. Es bietet weit mehr Potenzial. Der Textfluss ist nicht optimal auch war das Zwitschern der Vögel etwas merkwürdig. Zwitschern sie nur oder singen sie? In dem zweiten Fall würden mir die Noten fehlen, da man von alleine nicht auf die entsprechende Melodie kommt.
In meinem Fall für 3Jährige Kinder nicht geeignet – zu lang. Das ideale Lesealter würde ich für Kinder ab 4 Jahren sehen.