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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2025

ein Jahr im Überblick

1945
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Volker Heise nimmt uns mit ins Jahr 1945, das Umbruchsjahr in Europa im letzten Jahrhundert. Von Silvester bis Silvester begleiten wir die unterschiedlichsten Personen durch dieses Jahr. Dabei sind Schüler, ...

Volker Heise nimmt uns mit ins Jahr 1945, das Umbruchsjahr in Europa im letzten Jahrhundert. Von Silvester bis Silvester begleiten wir die unterschiedlichsten Personen durch dieses Jahr. Dabei sind Schüler, Soldaten, Angestellte und historisch bekannte Persönlichkeiten, die damals die Geschicke der Welt beeinflusst haben. Heise hat aus historischen Belegen und persönlichen Dokumenten das Jahr im Monatslauf dokumentiert. Damit bekommt man einen interessanten Überblick, sieht die Zusammenhänge und auch wie unterschiedlich die Schicksale auch innerhalb einer Stadt in diesem Jahr waren.

Mir hat das Buch gut gefallen, für mich war es gut zu lesen und wirklich interessant. Allerdings habe ich es nur häppchenweise lesen können, da es dann doch teilweise zu bedrückend wurde. Ich kann das Buch aber auf jeden Fall empfehlen, man bekommt einen guten Überblick über das Jahr 1945.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Berthas Traum

Bertha Benz und die Straße der Träume
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Als Bertha Ringer Carl Benz kennenlernt ist sie sich sicher, den Mann ihres Lebens gefunden zu haben. Für ihn begehrt sie gegen den geliebten Vater auf und lässt sich ihre Mitgift vorab auszahlen, um Carl ...

Als Bertha Ringer Carl Benz kennenlernt ist sie sich sicher, den Mann ihres Lebens gefunden zu haben. Für ihn begehrt sie gegen den geliebten Vater auf und lässt sich ihre Mitgift vorab auszahlen, um Carl heiraten zu können. Doch Carl ist zwar ein begnadeter Ingenieur, aber ein lausiger Geschäftsmann. So müssen beide lange um ihre Existenz bangen. Bis Bertha beschließt, dem Traum ihre Mannes Bekanntheit zu verschaffen.

Carl Benz ist ein Name, der aus der deutschen Wirtschaftsgeschichte nicht wegzudenken ist. Ohne seine Erfindung des selbst fahrenden Wagens gäbe es wohl keine Autos. Den Erfolg seiner Erfindung hat er aber auch zu einem nicht geringen Anteil seiner Ehefrau Berta zu verdanken, die mit dem Patentwagen Nr. 3 die erste große Ausfahrt von Mannheim nach Pforzheim wagte. Mit dieser Fahrt hat sich Bertha wohl auch ihren Lebenstraum erfüllt, nicht vergessen zu werden.

Alexander Schwarz nimmt uns mit auf eine Reise durch Berthas Leben, das immer davon geprägt war, dass sie sich über die Beschränkungen, die Frauen damals auferlegt wurden, soweit wie möglich gewehrt hat. Als sie erkennt, dass ihr Mann sich geschäftlich immer wieder übers Ohr hauen lässt, übernimmt sie im Hintergrund die Kontrolle über die Finanzen und mischt sich auch in Verhandlungen mit eventuellen Inverstoren ein. Mit der Fahrt von Mannheim nach Pforzheim wollte sie den Wagen außerhalb Mannheims bekannt machen und Menschen dafür begeistern.

Mir hat das Buch gefallen, wir begleiten Bertha durch ihre Jugendjahre hindurch und durch die schwere Zeit, in der die Familie immer kurz vor dem Armenhaus stand. Die Fahrt ist dann das Ende und die Wendung, die Carl Benz gebraucht hat um einen Schritt weiter mit seiner Entwicklung gehen zu können. Der Autor setzt mit diesem Buch Bertha ein Denkmal. Ihre Geschichte, bzw. die der Fahrt ist zwar recht bekannt, aber wer Bertha war, ist nun nicht so klar. In diesem Buch lernen wir sie nun so kennen wie es Schwarz anhand seiner Quellen zusammensetzen konnte. Natürlich bleibt vieles der Fantasie des Autors überlassen, aber meines Erachtens hat er die Geschichte so erzählt, wie sie gewesen sein könnte.

Von mir daher eine Leseempfehlung für alle, die sich auch für die Geschichte der Automobilentwicklung in Deutschland interessieren.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

humorvolle Urban Fantasy

Drei Magier und eine Margarita
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Tori hat mal wieder einen Job verloren, weil sie einfach zu schnell wütend wird um die Beleidigungen des Alltags einfach wegzustecken. Also sucht sie wieder nach einem Job. Durch Zufall landet sie in einer ...

Tori hat mal wieder einen Job verloren, weil sie einfach zu schnell wütend wird um die Beleidigungen des Alltags einfach wegzustecken. Also sucht sie wieder nach einem Job. Durch Zufall landet sie in einer etwas seltsamen Kneipe und darf einen Abend zur Probe arbeiten. Als sie die Nerven verliert und ein Gast eine Margarita ins Gesicht kippt, schreibt sie den Job schon ab. Doch es stellt sich heraus, dass sie ihn haben kann. Was sie nicht weiß: Dies ist keine normale Kneipe, das ist die Zentrale der Crow and Hammer Gilde der Magier. Damit beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und so kann der Leser gemeinsam mit Tori die Welt der Magier entdecken. Damit wird diese Parallel Welt langsam aber sicher eingeführt und man findet sich gut zurecht. Der Schreibstil ist lebendig und locker, trotz der gerade gegen Ende actionreichen Handlung, wird es immer wieder humorvoll. Man merkt die Anziehung Toris zu den drei Magiern Aaron, Kai und Ezra, aber dieser Anteil ein eher kleiner und wird wohl im Laufe der nächsten Bände immer wieder eine Rolle spielen.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Ich habe die 350 Seiten innerhalb von ein paar Stunden gelesen und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Mittlerweile sind drei weitere Teile erschienen und Band fünf ist bereits für den Herbst angekündigt. Ich werde auf jeden Fall dabei bleiben.

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Veröffentlicht am 01.03.2025

schöne Lesestunden

Der Duft von Kuchen und Meer
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Maren ist Konditorin in Kassel und lebt dort nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Tochter Leni und der Unterstützung ihrer Oma Undine. Eines Tages überrascht sie Undine mit der Eröffnung, dass sie auf Amrum ...

Maren ist Konditorin in Kassel und lebt dort nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Tochter Leni und der Unterstützung ihrer Oma Undine. Eines Tages überrascht sie Undine mit der Eröffnung, dass sie auf Amrum ein Haus besitzt und dieses Maren überschreiben will. Die Familie dort will sie nicht wiedersehen, daher fahren Maren und Leni alleine nach Amrum. Dort angekommen stellen sie fest, dass es viele Missverständnisse gibt, die aber ausgeräumt werden könnten. Und Maren entdeckt, dass sie ihren Traum vom eigenen Café vielleicht nicht nur in Paris verwirklichen kann.

Anne Barns nimmt uns wieder mit an die Nordsee, wie immer mit Wohlfühlatmosphäre und leckerem Gebäck, das natürlich nicht fehlen darf. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn vieles ungewöhnlich glatt lief und man doch mehr Schwierigkeiten erwartet hätte, die auf Maren zukommen.

Alles in allem war es aber ein richtig schönes Buch, in dessen Anhang man wieder die Rezepte der erwähnten Gebäcke findet. Ich kann es auf jeden Fall für entspannte Lesestunden empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

eine neue Reihe!

Wer aus dem Schatten tritt
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Renate tritt nach ihrem Studium ihre erste Stelle in der Psychiatrie an. Doch Ende der fünfziger Jahre sind immer noch viele Männer der Meinung, Frauen hätten in solch einem Beruf nichts zu suchen. Leider ...

Renate tritt nach ihrem Studium ihre erste Stelle in der Psychiatrie an. Doch Ende der fünfziger Jahre sind immer noch viele Männer der Meinung, Frauen hätten in solch einem Beruf nichts zu suchen. Leider gehört Renates Chef auch dazu und so versucht er sie immer wieder kalt zu stellen. Und auch der Kollege lässt nichts unversucht, sich auf ihre Kosten zu profilieren.

Doch Renate hat auch Unterstützer wie ihren Onkel und den Pfleger Karlsson an ihrer Seite und schafft es sich ein Netzwerk aufzubauen, mit dem sie allerlei Unannehmlichkeiten abwenden kann.

Auch privat wendet sich vieles zum Guten. Sie tritt einem Netzwerk für Akademikerinnen bei und lernt über mehrere Ecken Matthias kennen, mit dem sie das große Glück zu finden scheint.

Melanie Metzenthin nimmt uns wieder mit nach Hamburg, diesmal in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Und wie es so oft in ihren Büchern ist, treffen wir auch hier bekanntes Personal wieder. Besonders die Familie von Alfred „Fredi“ Studt spielt eine wichtige Rolle. Mich hat das sehr gefreut, mag ich es doch sehr, wenn man liebgewordenen Charakteren wieder begegnet und so erfährt, wie es mit ihnen weiterging.

Wie in allen ihren Romanen, lässt die Autorin hier wieder eine Menge Erfahrung aus ihrem eigenen Berufseben einfließen, hat sie doch selbst am Ochsenzoll gearbeitet, genau wie Renate im Buch. Dabei kommt die Unterhaltung aber nicht zu kurz. Neben den psychiatrischen Fällen kommt auch das Leben zu Wort. Wir begleiten Renate unter anderen zum Fußball und treffen so auch Uwe Seeler am Beginn seiner Karriere.

Mir hat das Buch wieder ausgesprochen gut gefallen. Es lies sich locker lesen und war durchgehend interessant und teilweise auch sehr spannend. Das Zeitbild, das hier vermittelt wird macht wieder einmal sehr deutlich, was sich seit dem alles verbessert hat, aber auch, wo es auch heute immer noch hakt.

Ich mochte das Buch sehr gerne und freue mich auf Band 2, der im Sommer erscheinen wird.

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