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Veröffentlicht am 03.10.2024

Die liebe Gesundheit

Aua!
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Axel Hacke ist mit 67 in einem Alter, in dem sich der Körper öfter mal mit Zipperlein bemerkbar macht und einem so deutlich macht, dass man eben nicht mehr 20 ist. In diesem Buch setzt er sich nun also ...

Axel Hacke ist mit 67 in einem Alter, in dem sich der Körper öfter mal mit Zipperlein bemerkbar macht und einem so deutlich macht, dass man eben nicht mehr 20 ist. In diesem Buch setzt er sich nun also mit dem Thema auseinander, das mit steigenden Alter immer interessanter wird, der Gesundheit.

In 15 Kapiteln zu einzelnen Körperteilen erinnert er sich an eigene und Erlebnisse anderer zu eben diesen. In einer humorvollen Art gibt er Anekdoten aus seiner eigenen Krankengeschichte wieder, erzählt von seinen Arztbesuchen und den verschiedenen Krankheiten und Unfällen, die er schon hatte. Und nebenbei sind auch immer einige Fun Facts dabei, die man noch nicht wusste.

Ich habe das Buch mit einem Schmunzeln gelesen, Axel Hacke trifft immer einen amüsanten Ton, auch wenn es um nicht so angenehme Themen geht. Ich kann mir auch vorstellen, das ganze noch einmal als Hörbuch zu hören, ich mochte seine Lesungen ja immer sehr.

Von mir daher eine Leseempfehlung für dieses schöne Buch mit einem schalkhaften Blick auf die eigene Gesundheit.

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Veröffentlicht am 22.09.2024

schöner Gesellschaftseinblick

Die Modeschöpferin von Manhattan
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Daisy arbeitet bei Valentina Schlee als Saleslady in ihrem Atelier. Allerdings nur, bis sie sich verlobt und dann heiraten wird. Sie ist sich aber nicht sicher ob der ihr zugedachte Mann auch der richtige ...

Daisy arbeitet bei Valentina Schlee als Saleslady in ihrem Atelier. Allerdings nur, bis sie sich verlobt und dann heiraten wird. Sie ist sich aber nicht sicher ob der ihr zugedachte Mann auch der richtige ist. Viel lieber würde sie bei Christopher, einem aufstrebenden Journalisten, bleiben. Doch gesellschaftlich ist die Verbindung vollkommen undenkbar.

Aber das tut man nicht, dafür wurde sie nicht erzogen. Genau um dieses Fassade aufrecht erhalten geht es vornehmlich in dieser Geschichte rund um Valentina Schlees Atelier. Auch Valentina hält eine Fassade aufrecht, nach außen hin ist sie die mondäne Frau, die die Größen der Gesellschaft mit maßgeschneiderten Kleidern ausstattet, aber innerlich ist sie eine Getriebene.

Im Prinzip zweifelt jeder Charakter an sich und seiner Stellung, aber jeder versucht so gut wie möglich die an ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen, egal was es ihn kostet. Joan Weng zeigt dies geschickt durch Perspektivwechsel, bei denen jeder einmal seinen Moment bekommt und die Leser hinter die Fassade schauen können.

Ich habe das Buch gerne gelesen, ich konnte mit den Charakteren gut mitfühlen und habe ein wenig einen Einblick in die Gesellschaft New Yorks am Beginn des zweiten Weltkriegs, der noch sehr weit weg ist, bekommen.

Ich kann das Buch daher empfehlen, es eignet sich für einen schönen Lesenachmittag zum Abtauchen in eine andere Zeit.

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Wunderschön!

Flaschenpost vom Leben
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Pixie kann nicht mehr schreiben, das frustriert sie sehr. Da kommt das Angebot In der Gegend von Carolinensiel nach der Geschichte eines Flaschenschiffs zu recherchieren gerade recht. endlich wieder am ...

Pixie kann nicht mehr schreiben, das frustriert sie sehr. Da kommt das Angebot In der Gegend von Carolinensiel nach der Geschichte eines Flaschenschiffs zu recherchieren gerade recht. endlich wieder am Meer sein und sich den Kopf freipusten lassen. Bei ihren Recherchen trifft sie auf Feeke und ihren Bruder Sibo. Die beiden sind die Enkel der Frau, die Kapitän Flömer zu dem Flaschenschiff inspiriert hat.

Wer bei dem Namen Flömer aufmerksam wird hat sicher die Bücher aus Sehnsuchtswald-Reihe gelesen. Das Buch schließt direkt an diese Reihe an und Pixie haben wir im letzten Band der Reihe auch schon als Lians „Patentochter“ kennengelernt. So fügt sie dieses Buch nahtlos in Patricia Koelles Universum ein, denn Remy ist die Auftraggeberin, die nach der Geschichte der Flaschenschiffe sucht.

Das Buch ist wie immer wunderschön zu lesen und die Autorin schafft es wunderbare Bilder im Kopf zu produzieren. Wellness zum Lesen kann ich da immer nur wiederholen. Gerade am Ende des Buches, als wir die Geschichte des ersten Flaschenschiffes erfahren hat es die Autorin geschafft mich mit ihren Worten mitten ins Herz zu treffen.

Ich kann dieses Buch daher nur empfehlen. Es bietet wunderbare Lesestunden und Urlaub im Kopf. Ganz großes Kino!

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Wirklich tolles Buch!

Henriette - Ärztin gegen alle Widerstände
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Henriette hat schon als Kind ihren eigenen Kopf- Allerdings wird der von ihren Eltern nicht akzeptiert und als es der Familie nicht gut geht, muss sie heiraten. Leider stellt sich die Ehe als eine Katastrophe ...

Henriette hat schon als Kind ihren eigenen Kopf- Allerdings wird der von ihren Eltern nicht akzeptiert und als es der Familie nicht gut geht, muss sie heiraten. Leider stellt sich die Ehe als eine Katastrophe heraus und nach der Scheidung will Henriette ganz neu anfangen. Allerdings muss sie für ihren Traum Zahnärztin zu werden viele Hindernisse überstehen und bis nach Amerika gehen um dort eine entsprechende Ausbildung zu bekommen.

Sabine Trinkaus erzählt in diesem Buch die Geschichte von Henriette Hirschfeld-Tiberius, der ersten Zahnärztin in Deutschland, die sogar das preußischer Kaiserhaus behandelt hat. Eine wahre Geschichte also, die hier mit Leben gefüllt wird. Ich war von der ersten Seite an gefangen in dieser Geschichte, die eine Frau vorstellt, die mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen hatte. Henriette ist es nicht in die Wiege gelegt zu widersprechen, es fällt ihr oft schwer zu rebellieren. Und doch ist ihr Wunsch nach Eigenständigkeit stärker, so dass sie oft über ihren Schatten springt und hartnäckig ihre Rechte einfordert. Unterstützt wird sie dabei von ihren Freunden und von MitstreiterInnen im Bezug auf Frauenrechte.

Ich habe dieses Buch richtig gerne gelesen. Es war mitreißend und ich hatte von Anfang an Kopfkino. Henriette hat mir als Charakter sehr gut gefallen und auch die Nebendarsteller werden detailgenau gezeichnet. Ich wusste nichts über sie, aber hier habe ich eine Frau kennengelernt, die nicht nur für sich, sondern auch für alle Frauen dieser Generation und der nachfolgenden gekämpft hat.

Von mir daher eine volle Leseempfehlung, das Buch ist wirklich großartig geschrieben.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Westminster Abbey

Die Kathedrale des Königs
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Als Henri in Reims von einem englischen Mönch angesprochen wird, ob er der Baumeister von Reims ist, ergreift er die Gelegenheit und lässt sich anwerben für den englischen König Heinrich III. in England ...

Als Henri in Reims von einem englischen Mönch angesprochen wird, ob er der Baumeister von Reims ist, ergreift er die Gelegenheit und lässt sich anwerben für den englischen König Heinrich III. in England die Westminster Abbey zu bauen. Schon auf der Überfahrt kommen ihm während eines Sturms Zweifel, ob seine Täuschung richtig war und er schwört der heiligen Jungfrau Maria eine Kathedrale zu erbauen.

In England angekommen trifft er zunächst auf Heinrich und auch auf Carol, eine Baroness, die seine Pläne auf der Überfahrt gerettet hat. Zwischen den beiden entsteht eine Anziehung die dank des Standesunterschieds nicht sein darf.

Claudius Crönert nutzt die Lücken in der Chronik von Westminster Abbey geschickt um sie mit seinen Charakteren zu füllen. Über Henri von Reims ist nicht viel bekannt, außer dass er der Baumeister war der den ersten großen Bauabschnitt zu Ende brachte. Ihm zur Seite stellt der Autor den Mönch Archibald, der ihn anwirbt und auch in England an seiner Seite bleibt. Daneben gibt es noch Maud, Henris Wirtin die im Hintergrund wirkt und beiden eine gute Freundin ist. Lady Carol ist sehr eigensinnig und stellt sich ihrem Bruder Oliver entgegen, als dieser sie mit einem Sohn Simons von Montfort verheiraten will.

Hier kommt auch die zweite geschichtliche Ebene ins Spiel, die deutlich besser dokumentiert ist, der Aufstand der Barone gegen Heinrich und am Ende das Montfortsche Parlament, an dem zum ersten Mal auch Bürgerliche und Kleriker über die Geschicke des Landes bestimmten sollten. Hier erleben wir einen Meilenstein in der englischen Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mir weder Oliver noch Montforts Sohn sonderlich sympathisch waren. Die Ziele waren vielleicht ehrenhaft formuliert, am Ende ging es aber den meisten nur um die persönliche Macht.

Das Buch lies sich gut und flüssig lesen und ich hatte das Setting vor Augen. Trotzdem hat es mich nicht komplett gepackt, irgendwie waren mir manche Dinge zu konstruiert. Trotzdem kann ich das Buch Geschichtsinteressierten empfehlen.

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