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Veröffentlicht am 31.01.2026

Kriegsende

Schwestern des brennenden Himmels
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Ann kommt nach Kriegsende zurück nach Berlin, genauer gesagt Potsdam. Offiziell um die britischen Teilnehmer der Potsdamer Konferenz mitzubetreuen, aber eigentlich, um ihre Cousine zu suchen, die in Potsdam ...

Ann kommt nach Kriegsende zurück nach Berlin, genauer gesagt Potsdam. Offiziell um die britischen Teilnehmer der Potsdamer Konferenz mitzubetreuen, aber eigentlich, um ihre Cousine zu suchen, die in Potsdam den Krieg hoffentlich überstanden hat. Und niemand darf dabei merken, dass sie eigentlich eine Deutsche ist.

Ann ist mit ihrer Familie in den dreißiger Jahren aus Deutschland geflohen und musste in England oft darunter leiden, dass sei deutscher Herkunft ist. Daher hat sie als sie die Chance bekam ihre Nationalität immer verschwiegen und hat sich so britisch wie möglich gegeben. Nun ist sie zurück in ihrer Heimat als Teil des ATS, dem Auxiliary Territorial Service. Doch niemand dort kennt ihre Herkunft und niemand soll wissen, dass sie auf der Suche nach ihrer Verwandtschaft ist. Und da kommt die immer intensiver werdende Beziehung zum Amerikaner Jackson Powers zwar einerseits recht aber die Gefühle, die kommen ihr eher dazwischen.

Hanna Caspian nimmt uns mit mitten in die direkte Nachkriegszeit, als die drei Großen sich in Potsdam trafen, um dort das Schicksal des besiegten Deutschlands zu besprechen. Wir begleiten dabei vor allem die Besatzer, die der Meinung sind, dass die „Hunnen“ alle Monster sind und keine Gnade verdient haben. Hier gelingt es der Autorin zu zeigen, dass die Realitäten manchmal eben doch anders aussahen. Gerade Jackson, der nach dem D-Day nicht nur die Grausamkeiten der Deutschen, sondern eben auch der Alliierten erlebt hat, ist bereit nicht alles Schwarz oder Weiß zu sehen. Auch Anns Schicksal macht deutlich, dass man es als deutscher Flüchtling auch nicht immer einfach hatte, weil man per se verdächtigt wurde etwas mit dem Regime, vor dem man geflüchtet war, zu tun zu haben.

Ich mochte das Buch gerne. Es lies sich gut lesen und man konnte gut mit Ann mitfühlen. Auch Jackson hat mir gut gefallen. Ein wenig schade fand ich es, dass die Freundinnen vom ATS meist als doch recht einfach gezeichnet blieben. Man hatte die Stadt Potsdam und die Zerstörungen sehr gut vor Augen und gerade die Kontraste zwischen den noblen Unterkünften der Besatzer und der Situation der deutschen Bevölkerung war sehr gut geschildert.

Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es zeigt, dass es immer wert ist Menschen nicht in Schubladen zu stecken und dass eine persönliche Geschichte mehr über einen Menschen aussagt als die bloße Zugehörigkeit zu einer Gruppe.

Von mir daher eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 25.01.2026

starker Auftakt

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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Rhya ist es gewohnt sich zu verstecken, denn sie ist ein Halbling und hat Fae-Blut in sich. In Anwyn werden diese verfolgt. Als sie eines Tages in Gefangenschaft gerät und von General Scythe vor der sicheren ...

Rhya ist es gewohnt sich zu verstecken, denn sie ist ein Halbling und hat Fae-Blut in sich. In Anwyn werden diese verfolgt. Als sie eines Tages in Gefangenschaft gerät und von General Scythe vor der sicheren Hinrichtung bewahrt wird, ändert sich ihr Leben komplett.

Denn sie ist die Windweberin, eine der vier Verbliebenen, die die Welt vielleicht noch vor der Fäule retten können. Doch der Weg, die Mächte, die in ihr wohnen zu beherrschen, ist noch sehr weit.

Das Buch ist der Auftaktband einer Reihe über die Verbliebenen. In Anwyn ist alles, was Magie betrifft, verpönt und wird strikt verfolgt. Doch genau das zerstört das Land, es wächst nichts mehr und das Leben wird immer unmöglicher. In den Nordlanden haben sie die Fae halten können, aber es gibt einen mächtigen Gegenspieler, der mit schwarzer Magie die Herrschaft über alle Länder an sich reißen will.

Das Buch ist aus der Sicht von Rhya geschrieben und so erfahren wir auch erst nach und nach, um was es genau geht und was auf sie zukommt. Das Verhältnis zu Scythe ist anfangs sehr undurchsichtig und auch später in der Geschichte lässt er sich nicht unbedingt in die Karten schauen. Ich mochte die Charaktere und gerade an ihm sieht man, dass auch Helden nicht perfekt sind. Ich fand es reichlich anstrengend, dass er sich schlicht weigert, Rhya mit ihrer Kraft vertraut zu machen und ihr damit aus einem Schutzinstinkt heraus die Möglichkeit nimmt, sich selbst zu verteidigen. Ich fand sein Verhalten an dieser Stelle eher störend, allerdings blitzt auch immer wieder durch, warum er so handelt. Es kommt auch noch ein dritter Verbliebener ins Spiel, Soren, der Rhya eher zutraut mit ihren Kräften gut umzugehen. Im zweiten Band werden wir wohl dann auch ihn näher kennen lernen.

Ich mochte die Geschichte, sie ist lebendig und hat tolle Charaktere. Nicht nur Rhya und Scythe sind differenziert gezeichnet, auch die Nebenfiguren sind es. Das Kopfkino lief von Anfang an und ich freue mich darauf in diese Welt zurückzukehren.

Von mir daher eine Leseempfehlung für diesen gut zu lesenden Fantasy Auftaktband.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein bisschen zu viel, ein bisschen zu wenig

Mathilde und Marie
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Marie ist auf der Flucht vor ihrem Leben in Paris, als sie im Zug Jonina kennenlernt. Die bietet ihr an, mit nach Redu zu kommen, einem Ort, in dem Zeit nicht der Feind ist. Hier kommt Marie zur Ruhe und ...

Marie ist auf der Flucht vor ihrem Leben in Paris, als sie im Zug Jonina kennenlernt. Die bietet ihr an, mit nach Redu zu kommen, einem Ort, in dem Zeit nicht der Feind ist. Hier kommt Marie zur Ruhe und kann entscheiden, was ihr wirklich wichtig im Leben ist.

Torsten Woywod beschert uns mit diesem Roman ein Plädoyer für die Entschleunigung. In Redu gibt es kein Handynetz, Zugang zum Internet nur an einer Stunde am Tag. So bleibt mehr Zeit sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen und Dingen auch beim Werden zuzusehen. Genau das ist schön beschrieben, es gibt hier keine Hektik. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob es mir nicht zu ruhig wäre, um dort dauerhaft zu leben.

Das Buch ist an sich schön geschrieben, auch wenn die Dialoge manchmal etwas sperrig sind. Wer setzt denn heute noch ein „meine Liebe“ ans Ende eines Satzes. Das kam mir gerade bei Marie oft genug zu gestelzt vor. Was mich gegen Ende dann sehr genervt hat, war die ständige Wiederholung der Erkenntnis, wie sehr man in Redu doch entschleunigen kann und wie wunderbar das doch ist.

Was mir außerdem gefehlt hat, war die Dorfgemeinschaft, die im Buch eigentlich gar nicht stattgefunden hat. Neben den beiden namensgebenden Frauen treten nur noch 4 weitere Personen auf. Alle anderen 390 Dorfbewohner tauchen über die Geschichte hinweg, wenn dann nur als Schemen auf. Das fand ich schade, da ich bei den Umständen erwartet hatte, dass es ein reges Dorfleben in Redu gibt. Irgendwie hat das der Geschichte auch die Lebendigkeit entzogen.

So interessant die Geschichte war, am Ende war ich froh, das Buch beendet zu haben. Die Redundanzen haben mich am Schluss wirklich sehr genervt, vor allem da sie die Handlung irgendwann auch nicht mehr vorangebracht haben.

Von mir daher eine begrenzte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

die liebe Familie

Mord im Planetarium
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Ernestine ist es gelungen Karten für eine besondere Veranstaltung im Planetarium zu ergattern. Doch davor beim kleinen Empfang werden sie Zeugen eines erbitterten Streits zwischen den Brüdern Faber, die ...

Ernestine ist es gelungen Karten für eine besondere Veranstaltung im Planetarium zu ergattern. Doch davor beim kleinen Empfang werden sie Zeugen eines erbitterten Streits zwischen den Brüdern Faber, die handgreiflich werden. Nach der Vorstellung ist Konrad Faber tot und Erich kann vor Ort noch die Ermittlungen aufnehmen. Der Fall scheint verzwickt, denn in der Familie Faber sind sich alle spinnefeind.

In diesem Band der Reihe um Ernestine Kirsch und Anton Böck, sowie seiner Familie sind wir nun im Jahr 1927 angelangt. Erich und Heide sind seit kurzem Eltern des kleinen Juli geworden, der sie auf Trab hält. In der Apotheke gibt es eine etwas schusselige Hilfe namens Irma. Erich muss sich auf der Arbeit weiterhin Beschimpfungen gefallen lassen, weil er Jude ist. Und in Wien kochen die Streitigkeiten zwischen Sozialisten und Christdemokraten unschön hoch, besonders nach den Urteilen zu den Vorfällen in Schattendorf.

Der Fall ist wie gewohnt spannend und undurchschaubar. Doch dieses Mal kommt durch die politischen Ereignisse noch eine weitere Ebene in die Geschichte. Waren es bisher die Anfeindungen bei Erich auf der Arbeit, ist nun die ganze Familie von den Geschehnissen persönlich betroffen. Hier wird dem Leser klar, dass es nicht mehr so gemütlich in Wien ist, wie es bisher oft den Anschein hatte. Daher ist dieser Band auch weniger gemütlich und deutlich nervenaufreibender als die Vorgängerbände.

Ich hoffe sehr, dass es weitere Bände der Reihe geben wird, auch wenn die Zeiten rauer werden. Mir ist die Familie sehr ans Herz gewachsen und ich würde mich freuen sie weiter begleiten zu können.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

emotionales Buch

Versprich mir, dass du tanzt
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Ein Jahr nachdem ihr Mann Adam verstorben ist, ergibt sich für Lily die Gelegenheit ihr letztes Versprechen an ihn zu erfüllen und ihre Jugendliebe Josh zu suchen. Sie soll ihn aufsuchen und sich mit ihm ...

Ein Jahr nachdem ihr Mann Adam verstorben ist, ergibt sich für Lily die Gelegenheit ihr letztes Versprechen an ihn zu erfüllen und ihre Jugendliebe Josh zu suchen. Sie soll ihn aufsuchen und sich mit ihm aussprechen. Denn seit der Hochzeit hatten sie keinen Kontakt mehr, was unter anderem auch an Adam lag.

Wir begleiten Lily durch das Buch, in dem in Rückblenden erzählt wird, was zwischen ihr und Josh alles passiert ist. Die beiden waren als Kinder Nachbarn und haben sich als Studenten wiedergetroffen. Und obwohl Lily immer verliebt in Josh war, wollte dieser immer nur Freundschaft. Bis Lily Adam kennen und lieben gelernt hat und die Hochzeit der beiden bevorstand. Nach einem großen Streit brach damals der Kontakt ab und als Lily Josh findet, sieht es auch zuerst so aus, als hätte er kein Interesse daran mit ihr zu sprechen. Allerdings steckt Lily auf Grund eines Schneesturms ein paar Tage bei ihm fest und dabei kommen die beiden sich wieder näher.

Ich mochte das Buch, auch wenn ich am Anfang Probleme mit den Rückblenden hatte, weil es mich doch immer erst einmal aus dem Lesefluss geholt hat. Aber nach und nach konnte ich in die Geschichte von Lily eintauchen und verstehen, was passiert war.

Das Buch ist schön geschrieben und lies sich gut lesen, besonders als die Geschichte dann in der Gegenwart mehr Fahrt aufgenommen hat. Ich mochte Lily gerne, bei Josh und Adam hat es etwas länger gedauert, einfach weil man die Geschichte ja nur aus Lilys Sicht erlebt.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen. Es war zwischenzeitlich sehr emotional und gerade das Ende mit einem recht ungewöhnlichen Epilog hat mir sehr zugesagt.

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