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Veröffentlicht am 07.01.2022

mitreissendes Buch

Revolution der Träume
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Der erste Weltkrieg ist gerade so eben vorbei als sich Carl, Isi und Artur in Berlin wiederfinden. Artur und Isi schlagen sich mit Gaunereien durch, Artur eröffnet zwei Etablissements und geht auch sonst ...

Der erste Weltkrieg ist gerade so eben vorbei als sich Carl, Isi und Artur in Berlin wiederfinden. Artur und Isi schlagen sich mit Gaunereien durch, Artur eröffnet zwei Etablissements und geht auch sonst allerlei nicht legalen Geschäften nach. Carl erfüllt sich seinen Traum und wird Kameramann bei der UFA. Doch immer wieder geraten sie in die Wirren der Revolution und am Ende bedrohen diese ihr neu aufgebautes Leben.

Das Buch ist unglaublich spannend und bildhaft geschrieben, die Geschichte hat mich gleich in ihren Bann gezogen. Trotzdem gibt einen Punkt, der mich ein wenig gestört hat. Die Geschichte wird zu großen Teilen aus Carls Sicht erzählt, der immer wieder feststellt, dass er kein politischer Mensch ist. Trotzdem gibt es immer wieder Passagen, in denen er über die allgemeine politische Lage in Deutschland referiert. Irgendwie hatte ich da nicht mehr das Gefühl, dass das zu Carl passt. Und auch, dass die drei bei allen Revolten immer mitten im Geschehen waren, fand ich manchmal ein wenig zu viel.

Trotzdem war es ein mitreißendes Buch, das ich gerne gelesen habe. Das Ende ist auch wieder so gestaltet, dass es durchaus noch einen weiteren Band geben könnte. Mich würde es auf jeden Fall freuen zu erfahren, wie es mit den dreien weitergeht.

Von mir daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.01.2022

tolles Buch!

Fräulein Gold: Die Stunde der Frauen
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Hulda Gold könnte zufrieden sein mit ihrem Leben. Im Krankenhaus ist sie mittlerweile Oberhebamme und genießt dort auch einige Freiheiten und mit Johann ist sie eigentlich glücklich. Wenn da nicht immer ...

Hulda Gold könnte zufrieden sein mit ihrem Leben. Im Krankenhaus ist sie mittlerweile Oberhebamme und genießt dort auch einige Freiheiten und mit Johann ist sie eigentlich glücklich. Wenn da nicht immer die Zweifel wären, ob das mit Johann und ihr wirklich gut gehen kann.

Wir begleiten in diesem vierten Band der Reihe Hulda durch den Herbst 1925. Sie hat mittlerweile ein sicheres Auskommen und mit Johann verlebt sie schöne Stunden. Im Krankenhaus konnte sie durchsetzen, dass zu mindestens ein Teil der Geburten nur von Hebammen betreut wird. Aber es wird ein neuer Chef kommen und so wie es aussieht, wird der sich nicht unbedingt auf solche Kompromisse weiter einlassen. Und in ihrer Beziehung mit Johann zweifelt Hulda immer wieder, ob der Standesunterschied wirklich zu überwinden ist.

Auch Karl North hat wieder einen kurzen Auftritt, er ist mittlerweile aus dem Polizeidienst ausgeschieden und hat sich als Privatdetektiv selbstständig gemacht.

Mir hat das Buch wieder gut gefallen, es werden die Probleme der Frauen dieser Zeit angesprochen. Der leidige Paragraf 218, das ewige bestimmen wollen der Männer über die Frauen, die Standesdünkel der sogenannten höheren Gesellschaft. Am Ende überrascht uns die Autorin mit einer Wende, die ich so nicht erwartet hätte und die die Spannung auf den nächsten Band, der wohl im September erscheinen soll, dramatisch erhöht.

Ich kann diese Reihe und auch diesen Band wieder nur empfehlen und freue mich auf September!

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Veröffentlicht am 02.01.2022

Physikgeschichte

Das Zeitalter der Unschärfe
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Tobias Hürter stellt in Das Zeitalter der Unschärfe die Geschichte der Physik in der Zeit von 1895 bis 1945 vor. Beginnend mit der Entdeckung der Radioaktivität durch die Curies bis zum Abwurf der ersten ...

Tobias Hürter stellt in Das Zeitalter der Unschärfe die Geschichte der Physik in der Zeit von 1895 bis 1945 vor. Beginnend mit der Entdeckung der Radioaktivität durch die Curies bis zum Abwurf der ersten Atombombe am Ende des zweiten Weltkriegs. Dabei bezieht er sich nicht nur auf die wissenschaftlichen Entdeckungen, sondern stellt auch die Leben der beteiligten Physiker vor. So treffen wir auf die schon erwähnten Curies, Albert Einstein, Niels Bohr, Ernest Rutherford, Werner Heisenberg und Erwin Schrödinger, sowie viele andere, die damals in der Physik Rang und Namen hatten.

Auch die zeitgeschichtliche Einordnung bleibt nicht aus, die Politik hat immer wieder Einfluss auf die Forschung und natürlich auch andersherum. So bekommt man als Leser einen guten Einblick in die damalige aufregende Zeit großer physikalischer Entdeckungen.

Das Buch ließ sich gut lesen, gerade durch die Ausflüge ins Leben der Beteiligten oder in die Zeitgeschichte. Ich hatte nur zwischendrin einen Hänger, als Einstein und Bohr immer wieder die Quantenphysik diskutieren. Da bin ich geistig einfach ausgestiegen, weil ich mit meiner Vorstellungskraft nicht mehr folgen konnte. Spannend fand ich aber am Ende auch, wie sich das Wettrennen um die Atombombe gestaltete, eine Entwicklung, die ja unser aller Leben nachhaltig beeinflusst hat.

Ich kann dieses Sachbuch durchaus empfehlen, es ist gut lesbar und man bekommt einen guten Überblick was sich damals in der Physik alles verändert hat.

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Veröffentlicht am 02.01.2022

klasse Romanbiographie

Vor Frauen wird gewarnt
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Vor Frauen wird gewarnt ist eine Romanbiografie über Vicky Baums Jahre in Berlin, als sie die Starautorin des Ullstein Verlags wurde. Man begleitet sie von 1925 an bis ins Jahr 1932, als Menschen im Hotel ...

Vor Frauen wird gewarnt ist eine Romanbiografie über Vicky Baums Jahre in Berlin, als sie die Starautorin des Ullstein Verlags wurde. Man begleitet sie von 1925 an bis ins Jahr 1932, als Menschen im Hotel in den USA Premiere am Broadway hat.

Heidi Rehn schafft es die Autorin Vicky Baum ganz wunderbar zu beschreiben. Vicky Baum lebte am Anfang ihrer Zeit bei Ullstein allein in Berlin, ihre Familie blieb vorerst noch in Mannheim. So führt sie einerseits ein Leben in Freiheit, in dem sie abends das Berliner Nachtleben unsicher macht und tagsüber unermüdlich bei Ullstein im Verlag das Mädchen für alles wird. Dort schreibt sie nicht nur Artikel für diverse Zeitschriften, sondern leitet die Literaturbeilage der Dame und schreibt kurze Lückenfüller und Bildunterschriften für alle Zeitschriften. Dieses Leben ändert sich als ihre Familie dann zu ihr zieht und sie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bei Ullstein ankommt.

Mich hat dieses Buch überzeugt, man hatte das Gefühl den Menschen Vicky Baum kennenzulernen mit allen ihren Wünschen und Zweifeln. Einerseits ist sie die scheinbar taffe Autorin, die im Verlag ihre Vorstellungen durchsetzt, anderseits aber auch die unsichere Frau, die ihre Familie liebt und sich manchmal auch fragt, ob die Entscheidungen in ihrem Leben so richtig waren. Für mich war das ein rundum gelungenes Bild dieser Autorin, deren Werk ich mir jetzt doch einmal genauer anschauen muss.

Von mir daher eine Leseempfehlung für dieses wirklich gut zu lesende und interessante Buch.

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Veröffentlicht am 22.12.2021

schönes Weihnachtsbuch

24 gute Taten
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Emma graut es vor der Weihnachtszeit. Vor knapp zwei Jahren ist ihr Mann an Heiligabend gestorben und sie trauert immer noch und hat Schuldgefühle. Als ihre Schwester mit lauter Ideen ihren Laden pushen ...

Emma graut es vor der Weihnachtszeit. Vor knapp zwei Jahren ist ihr Mann an Heiligabend gestorben und sie trauert immer noch und hat Schuldgefühle. Als ihre Schwester mit lauter Ideen ihren Laden pushen will, fühlt sie sich komplett überfordert. Sie hat eigentlich kein Interesse an Veränderung, weder in ihrem Laden noch in ihrem Leben. Um ihre Schwester zu beschwichtigen, lässt sie sich dann aber auf das Projekt 24 gute Taten ein. Schnell merkt sie, dass es auch ihr gut tut, anderen zu helfen und so hilft ihr diese Weihnachtszeit endlich zu heilen.

Emma fand ich am Anfang etwas anstrengend. Sie hat sich sehr in ihrer Trauer eingerichtet und macht nicht den Eindruck, irgendetwas an ihrem Leben ändern zu wollen. Aber auch Magda, ihre Schwester fand ich etwas anstrengend. Es ist zu erkennen, dass sie helfen will, aber aus lauter Rücksicht auf Emma hält sie sich dann doch wieder zu sehr zurück. Erst als die beiden endlich mit offenen Karten spielen gelingt es Emma sich aus ihrer Resignation zu befreien.

Gut gefallen haben mir die ganzen Nebencharaktere, deren Geschichten miterzählt werden und denen Emma dann nach und nach helfen kann. Je mehr sich Emma auf andere Menschen einlässt, desto sympathischer wurde sie mir auch.

Alles in allem ist es ein schönes Weihnachtsbuch, dass ich gerne an einem Nachmittag gelesen habe. Es hat alles, was man von so einem Buch erwartet und die Entwicklungen der Hauptcharaktere war absolut glaubwürdig und gelungen. Von mir daher eine Leseempfehlung.

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