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Veröffentlicht am 23.05.2019

Leider nichts für mich

Sommerglück und Honigduft
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Nells Leben gerät aus den Fugen, ihre Tochter Demi ist als Au Pair nach London gegangen und die Fabrik, in der sie arbeitet, ist abgebrannt. Und zu guter Letzt erwischt sie auch noch ihren Freund mit einer ...

Nells Leben gerät aus den Fugen, ihre Tochter Demi ist als Au Pair nach London gegangen und die Fabrik, in der sie arbeitet, ist abgebrannt. Und zu guter Letzt erwischt sie auch noch ihren Freund mit einer Anderen.
Zeit also, etwas neues zu machen. Sie entschließt sich nach Kreta zu gehen und dort gegen Kost und Logis auf einem Bauernhof mit Imkerei zu arbeiten. Auf Kreta war sie vor 18 Jahren sehr glücklich und sie möchte bei der Gelegenheit auch herausfinden, was aus Stelios wurde, der der Vater ihrer Tochter ist.
Dort angekommen ist aber erst einmal alles anders und Nell muss feststellen, dass es das Kreta aus ihren Erinnerungen nicht mehr gibt.

Ich muss sagen, mich hat das Buch leider ziemlich genervt. Das lag unter anderem daran, dass ich bei Nell immer das Gefühl hatte noch einen Teenager vor mir zu haben, obwohl sie bereits 36 ist und eine Tochter alleine groß gezogen hat. Irgendwie haben hier Verhalten und Alter gar nicht zusammengepasst.

Durch die Ich-Perspektive blieben auch die Nebenfiguren etwas blass. Besonders ihre Gast- und Arbeitgeber auf Kreta kamen mir entsetzlich naiv vor. Sie wollen eine Imkerei wiederaufbauen und dazu die Bienen vom Berg zu ihren Bienenstöcken locken. Das passiert mit Methoden, bei denen ich mir dachte, dass das wohl wenig mit professioneller Imkerei zu tun hat. An vielen Stellen wirkte das Paar eher wie die Kinder.
Zusätzlich kam noch dazu, dass im Ort und auf dem Berg seltsame Machenschaften vor sich gehen, die die Touristen verjagen und damit die Lebensgrundlage des Ortes gefährden. Keiner der Bewohner fragt sich, was da eigentlich vor sich geht und erst Nell fängt an Nachforschungen zu stellen, alle anderen fügen sich dem vermeintlichen Schicksal.

Der Schreibstil war sehr bildhaft und ich konnte Kretas Schönheit vor meinem inneren Auge sehen, das war auf jeden Fall ein Pluspunkt. Allerdings hat das nicht ausgereicht um mich das Buch mit Genuss zu Ende lesen zu lassen.

Von mir daher leider keine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Kindheitserinnerungen

Düsternbrook
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Düsternbrook, ein Stadtteil von Kiel. Hier wächst Axel Milberg in den 50er und 60er Jahren zusammen mit seinen beiden Geschwistern auf. Mit diesem Buch begleiten wir ihn durch seine Jugend, bis er Ende ...

Düsternbrook, ein Stadtteil von Kiel. Hier wächst Axel Milberg in den 50er und 60er Jahren zusammen mit seinen beiden Geschwistern auf. Mit diesem Buch begleiten wir ihn durch seine Jugend, bis er Ende der siebziger Jahre in München an der Otto-Falckenberg Schule aufgenommen wird.

Seine Kindheit verläuft eigentlich vollkommen normal, wenn man mal davon absieht, dass er seinen Vater gelegentlich auf Jagden auf dem Land begleitet und damit einen Ausflug in den Alltag des Landadels macht, aus dem wohl auch sein Großvater stammt.

Das Buch ist toll geschrieben, sehr lebendig und sprachlich dem Alter von Axel angemessen. Dies ist nicht ein Rückblick aus der Sicht des erwachsenen Axels, man hat das Gefühl, der junge Axel berichtet uns aus seinem Leben. Dabei blitzt der Humor des Erwachsenen aber durchaus auf.

In Interviews beteuert Axel Milberg immer wieder, dass dieses Buch keine Autobiographie ist. Ob das so stimmt, weiß Axel Milberg wohl nur alleine. So wie das Buch geschrieben ist, könnte es auf jeden Fall eine sein. An vielen Stellen habe ich auch meine Kindheit, die deutlich später stattgefunden hat, wiedererkannt.

Mir hat das Buch Spaß gemacht und mich ein wenig in die Jugend zurück entführt.Von daher von mir eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 18.05.2019

Leichter Urlaubsroman

Sommerzauber auf der kleinen Insel
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Britta geht es eigentlich gut in ihrem Leben, sie hat einen tollen Job mit Aufstiegsmöglichkeiten und eine schöne Wohnung. Gut, das mit dem Freund hat nicht so gut geklappt, aber eigentlich stört sie das ...

Britta geht es eigentlich gut in ihrem Leben, sie hat einen tollen Job mit Aufstiegsmöglichkeiten und eine schöne Wohnung. Gut, das mit dem Freund hat nicht so gut geklappt, aber eigentlich stört sie das im Moment nicht. Nur, dass ihr Vater bei einem Autounfall bereits vor ihrer Geburt gestorben ist, nagt hin und wieder an ihr.
Da bekommt sie von ihrer Agentur den Auftrag ein großes Projekt auf der Insel Læsø zu leiten. Als sie dort ankommt, verhalten sich manche der Anwohner seltsam vertraulich ihr gegenüber. Schnell stellt sich heraus, woran das liegt: Britta hat eine Doppelgängerin auf der Insel und diese ist ihre Schwester! Und auch ihr totgeglaubter Vater lebt auf der Insel. So bekommt Britta auf die Schnelle eine ganze Familie. Und als ob das noch nicht genug wäre gerät sie mit ihrem Job auf der Insel auch noch zwischen die Fronten. Wenigstens bei Jan Ole, einem Schreiner vor Ort findet Britta Ruhe.

Das Buch ist ein leichtes und gut zu lesendes Wohlfühlbuch, das Urlaubsstimmung verbreitet. Britta und ihre Familie sind toll beschrieben und auch die Insel ersteht vor dem inneren Auge. Das einzige was man an mäkeln könnte ist, dass manche Dinge einfach zu glatt laufen. Dabei gibt es viele Punkte, an denen sich noch mehr Konflikte hätten entzünden können.
Aber auch so war es ein tolles Buch, das mir einige vergnügte und entspannte Lesestunden beschert hat. Was will man mehr!

Hierfür also durchaus eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 16.05.2019

Enttäuschend

Umkämpfte Zone
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Ines Geipel erzählt in diesem Buch eigentlich drei Dinge: Die Geschichte des Todes ihres Bruders, die Familiengeschichte der Geipels und warum es in Ostdeutschland immer wieder zu rechtsextremen Ausfällen ...

Ines Geipel erzählt in diesem Buch eigentlich drei Dinge: Die Geschichte des Todes ihres Bruders, die Familiengeschichte der Geipels und warum es in Ostdeutschland immer wieder zu rechtsextremen Ausfällen kommt.
Ich muss sagen, ich bin mit diesem Buch nicht wirklich warm geworden. An sich ist das Thema ja nicht uninteressant, ich finde es aber vermessen, die Gründe für ein gesellschaftspolitisches Problem in einer Familiengeschichte zu suchen.
Das Buch ließ sich recht gemischt lesen. Wenn von der Familie erzählt wird, geht es gut, auch wenn die Wortwahl und der Schreibstil etwas sehr intellektuell rüberkommen. Als wäre es nötig sich besonders gewählt auszudrücken, um sich von der Masse abzuheben. Das fällt besonders da auf, wo sie von den letzten Wochen mit Ihrem Bruder erzählt. Irgendwie habe ich dadurch nicht so richtig mit den Betroffenen warm werden können.
Wenn es dann in die Erklärungsansätze ging, bin ich großteils zum Überfliegen übergegangen. Die Dichte an Fremdwörtern und der teilweise eher komplizierte Satzbau machen es nicht einfach der Autorin zu folgen.

Insgesamt hat mich das Buch eher enttäuscht, die Mischung aus einer Familiengeschichte und einem Sachbuch hat für mich nicht zusammengepasst.
Von mir daher keine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 14.05.2019

Ein warmherziges Buch

Die kleine Sommerküche am Meer
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Flora wird von ihrem Boss dazu gebracht zurück auf ihre Heimatinsel Mure zu gehen, um dort die Stimmung bezüglich eines Kunden abzuklären. Leider ist Mure so ziemlich das letzte Ziel wo sie hin möchte, ...

Flora wird von ihrem Boss dazu gebracht zurück auf ihre Heimatinsel Mure zu gehen, um dort die Stimmung bezüglich eines Kunden abzuklären. Leider ist Mure so ziemlich das letzte Ziel wo sie hin möchte, erinnert sie doch alles dort an ihre verstorbene Mutter.
Dort angekommen, stellt sie fest, dass ihre Brüder und ihr Vater nicht wirklich gut alleine zurecht kommen und als sie das alte Kochbuch ihrer Mutter entdeckt und ihre Liebe fürs Kochen und Backen, kommt sie auch endlich besser mit ihrer Trauer klar.

Die kleine Sommerküche am Meer ist wirklich ein herzerwärmendes Buch. Die Insel ist sehr rau, dort wird es auch im Sommer nie richtig heiß. Die Menschen sind eher ruppig als herzlich, doch Flora schafft es dort endlich wieder zu sich selbst zu finden. Ihre Entwicklung hat mir auch besonders gut gefallen.
Aber auch ihre Brüder verändern sich im Laufe des Buches und die Beziehungen in der Familie verbessern sich durch die gemeinsame Zeit.

Schwierig wird es für Flora, als ihr Chef, in den sie heimlich verliebt ist, auf die Insel kommt und sie das erste Mal hautnah mit ihm arbeiten muss. Glücklicherweise ist ihr Kunde, für den sie im Gemeinderat für gute Stimmung sorgen soll, ein vernünftiger Mann, der sich nicht nur von der Insel, sondern auch von der dortigen Lebensart verzaubern lässt.

Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht, ich habe Flora und ihre Familie und Freunde gerne begleitet und freue mich jetzt auf die Fortsetzung des Buches.


Von mir daher eine volle Leseempfehlung!