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Veröffentlicht am 31.01.2019

Tulpen ohne Ende

Die Tulpenschwestern
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Kelly Murphy und ihr Vater züchten Tulpen. Eigentlich sind sie ganz glücklich mit ihrem Leben, aber dann taucht Olivia wieder auf, Kellys Schwester, die nach dem Weggang der Mutter auf ein Internat geschickt ...

Kelly Murphy und ihr Vater züchten Tulpen. Eigentlich sind sie ganz glücklich mit ihrem Leben, aber dann taucht Olivia wieder auf, Kellys Schwester, die nach dem Weggang der Mutter auf ein Internat geschickt wurde und seitdem kaum mehr Kontakt zu den beiden hat.
Olivia versucht in der Heimat herauszufinden, was sie eigentlich im Leben erreichen will.
Kelly stellt fest, dass Griffith, ihr Highschoolschwarm wohl doch nicht so arrogant ist, wie sie immer dachte und ihre beste Freundin Helen hadert damit, sich in den Vater ihrer besten Freundin verliebt zu haben.
Und ob das nicht schon schwierig genug wäre, kehrt plötzlich Kellys und Olivias Mutter zurück und versucht den Vater wieder für sich zu gewinnen.

Susan Mallery liefert diesmal einen Einzelband, der sich aber um die Geschichte von drei Frauen dreht. Mir hat das Ganze sehr gut gefallen, die Geschichte dreht sich abwechselnd um Kelly, Olivia und Helen. So lernt man jede einzeln kennen und gleichzeitig auch aus der Sicht der anderen beiden.

Ich hatte mit allen am Anfang so meine Probleme, Olivia kommt am Anfang als verwöhnte Zicke rüber, Kelly als jemand, die sich überhaupt nicht für Beziehungen interessiert und bei Helen dreht sich alles darum, dass sie sich zu dick und damit nicht liebenswert findet.
Und trotzdem hat jede Figur ihre Liebenswerten Eigenschaften und alle drei entwickeln sich im Laufe der Geschichte gewaltig weiter.
Einzig Jeff, der Vater bleibt ein wenig flach gezeichnet, obwohl er eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Alles in allem war es eine sehr schöne Liebesgeschichte, die richtig Spaß gemacht hat. Dadurch, dass sie sich um drei Personen dreht, wird es nicht langweilig und durch die unterschiedlichen Missverständnisse, die nach und nach aufgeklärt werden, sind die Beziehungen der Protagonisten zueinander glaubwürdig.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, daher vergebe ich hier eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.01.2019

mir zu flach geblieben

Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende
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Julia ist von ihrem Mann betrogen worden, mal wieder.... Diesmal will sie ihn endgültig verlassen und packt ihre Sachen. Nachdem sie bei einer Wohnungsbaugesellschaft keinen Erfolg hatte auf die schnelle ...

Julia ist von ihrem Mann betrogen worden, mal wieder.... Diesmal will sie ihn endgültig verlassen und packt ihre Sachen. Nachdem sie bei einer Wohnungsbaugesellschaft keinen Erfolg hatte auf die schnelle eine Wohnung zu finden, wird sie von einem jungen Mann angesprochen. Sie könnte eine Villa beziehen, die einzige Voraussetzung wäre eine halbe Stunde Pflege der Besitzerin am Tag, die im Koma im Krankenhaus liegt.


Doch ganz so einfach wie es aussieht ist es nicht, in Frau Simts Haus gehen diverse Menschen ein und aus, die dieses Haus als ihr zuhause ansehen. Unter ihnen die kleine Veronique, die von ihrer Mutter nicht nur vernachlässigt wird, sondern wohl auch geschlagen. Dazu gibt es den jungen Mann, der Frau Smit mit medizinischen Dope versorgt hat, ein depressiver Gärtner, eine illegale Friseuse und diverse Flüchtlinge. Und jetzt ist es an Julia eine Lösung zu finden, wie diese abenteuerliche WG weiter fortbestehen kann. Denn Frau Smits Erbe Berend versucht das Haus eigentlich so schnell wie möglich loszuwerden.


Mich konnte das Buch nicht wirklich überzeugen, irgendwie blieb mir vieles zu oberflächlich. Bis zur Hälfte des Buches erfährt man nicht einmal um was es in diesem Haus eigentlich geht. Julia wird immer nur häppchenweise von den Bewohnern mit Infos versorgt und muss sich den Rest denken. Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, geht es dem Leser genauso.

Dazu kommt, dass Julia scheinbar jemand ist, der sich leicht von anderen Menschen beeinflussen lässt. So wird sie immer wieder in eine Richtung geschubst und sie läuft dann brav in diese Richtung weiter. Eigene Durchsetzungskraft und Ideen habe ich da doch vermisst.


Gut und flüssig lesen ließ sich das Buch dennoch, die 300 Seiten waren wie nichts gelesen und das Kopfkino lief auch. Von daher hat man sich nicht gelangweilt.


Von mir gibt es nicht unbedingt eine Leseempfehlung, dafür blieb mir die Geschichte zu flach. Vielleicht hätte es dem ganzen gut getan die Geschichte einfach aus mehreren Blickwinkeln zu erzählen um die Charaktere greifbarer zu machen.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Toller Auftakt!

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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Zera ist eine Herzlose. Ihr Herz wurde ihr von einer Hexe genommen. Um dieses wiederzubekommen würde Zera eigentlich alles tun. Auch das Herz des Prinzen stehlen, wortwörtlich. Doch leider stellt sich ...

Zera ist eine Herzlose. Ihr Herz wurde ihr von einer Hexe genommen. Um dieses wiederzubekommen würde Zera eigentlich alles tun. Auch das Herz des Prinzen stehlen, wortwörtlich. Doch leider stellt sich heraus, dass der Prinz gar kein so unsympathischer Mensch ist, wie Zera ursprünglich dachte.

Zera ist ein starker Charakter, sie lässt sich nichts gefallen, ist schlagfertig und schlau. Aber ihr fehlt die Erfahrung den Intrigen am Hof zu folgen. Das lernt sie bei einer sogenannten Tant, die sich bereit erklärt hat, den Hexen zu helfen, einen weiteren Krieg zu vereiteln.

Das Buch ist aus Zeras Sichtweise geschrieben, so bekommen wir einen guten Einblick in ihr Innenleben. Denn Zera kämpft nicht nur mit ihren eigenen Zweifeln und ihren Wünschen, sondern auch mit der sogenannten Glut, die immer wieder versucht, sie dazu zu bringen über ihre Mitmenschen herzufallen.


Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, Zera ist ein wirklich interessanter Charakter und die Einschränkungen, die sie durch ihre Herzlosigkeit hat sind schwer auszuhalten. Aber auch die anderen Charaktere sind toll gezeichnet, Lucien, der Thronerbe und Zeras eigentliches Ziel. Sowie sein Leibwächter Malachite, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. Und Fione, die Nichte des Erzherzogs, der versucht durch die Verbreitung von Angst die Bevölkerung zu einem Krieg gegen die Hexen aufzustacheln.

Diese vier versuchen gemeinsam gegen dieses Vorhaben vorzugehen und genau diesem Krieg zu verhindern.

An manchen Stellen merkt man dann doch, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, vor allem, wenn Zera plötzlich teenagerhaft errötet, weil sie es nicht gewöhnt ist, Jungs mit nacktem Oberkörper zu sehen. Ein wirklich hübscher Widerspruch zu ihrem sonst eher toughen Verhalten.


Das Ende bringt dann noch einmal eine Überraschung, die einen dazu bringt eigentlich sofort die Fortsetzung lesen zu wollen. Leider ist diese bisher noch nicht einmal angekündigt. Ich hoffe mal sehr, nicht allzu lang darauf warten zu müssen.


Von mir daher eine absolute Leseempfehlung für dieses gut geschriebene Jugend-Fantasybuch!

Veröffentlicht am 24.01.2019

Toller zweiter Teil!

Der Hunger der Lebenden (Friederike Matthée ermittelt 2)
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Friederike Mathée hat sich mit ihrer Arbeit bei der weiblichen Polizei mittlerweile angefreundet, als sie zu einem Tatort gerufen wird, an dem eine ehemalige Kollegin umgebracht wurde. Die Mörderin ist ...

Friederike Mathée hat sich mit ihrer Arbeit bei der weiblichen Polizei mittlerweile angefreundet, als sie zu einem Tatort gerufen wird, an dem eine ehemalige Kollegin umgebracht wurde. Die Mörderin ist auch schon gefasst, es soll eine junge Frau gewesen sein, die von der Ermordeten während des Krieges in ein Jugendschutzlager eingewiesen wurde. Doch Friederike hat den Eindruck, dass hier etwas anderes passiert ist und der schlechte Ruf der jungen Frau nur ausgenutzt werden soll.

Währenddessen wird Richard Davies in England gebeten, einen letzten Fall im Rheinland zu übernehmen, bevor er seinen Dienst bei der Military Police beendet. Widerstrebend kehrt er nach Köln zurück um dort den Mord an drei britischen Soldaten zu klären. Dort trifft er wieder auf Friederike und ermittelt gemeinsam mit ihr in beiden Fällen, die wohl auch miteinander zu tun haben.

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Friederike mittlerweile erkannt, dass ihr die Arbeit bei der Polizei durchaus liegt, auch wenn sie oft an den Restriktionen und den Vorgesetzten scheitert. Auch privat hat sich einiges zum Besseren gewendet, ihre Mutter ist wieder auf dem Damm und sie leben jetzt gemeinsam in einer Schrebergartenkolonie.

Richard hingegen hadert sehr mit sich und seinem Lebe. Er schafft es nicht Friederike den versprochenen Brief zu schreiben, als er in England ist. Er schafft es nicht als überlebender Jude sein Verhältnis zu den Deutschen zu klären. Oft fragt er sich was wohl die Leute, mit denen er zu tun hat, während des dritten Reichs getan haben. Sind die schuldig oder haben sie einfach nur ihr Leben gelebt.

Friederike hat mir wieder sehr gut gefallen, auch wenn sie sich immer noch oft einschüchtern lässt, andererseits ist sie aber auch sehr hartnäckig und handelt manchmal auch bewusst gegen die Vorschriften. Besonders, wenn ihr etwas wichtig ist.
Mit Richard hab ich mir ein wenig schwer getan, aber er schafft es im Laufe des Buches doch wieder mich zu beeindrucken.

Beate Sauer gelingt es auch in diesem Buch wieder die Zeit einzufangen. Die Beschreibungen der Entbehrungen nach dem Krieg und der Doppelmoral, die oft herrschte, werden gut rübergebracht. Es gelingt ihr auch immer wieder die unterschiedlichen Positionen der Überlebenden des Krieges gut darzustellen. Da gibt es die ausgebombten Kölner, die im Schrebergarten über die Runden kommen und die Flüchtlinge aus dem Osten, die es wegen ihrer Herkunft und ihres protestantischen Glaubens im katholischen Rheinland nicht einfach haben. Das Leben auf dem Land, dass sich komplett von dem in der Stadt unterscheidet und dann natürlich die, die den Krieg dank ihrer Beziehungen gut überstanden haben und auch jetzt wieder ganz oben stehen.
Auch das Thema Gräuel der Wehrmacht im Osten und der Jugendschutzlager wird beleuchtet.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen, ich fand es wieder sehr spannend und die persönlichen Entwicklungen haben mir gut gefallen. Ich hoffe sehr, dass es ein weiteres Buch aus der Reihe geben wird.
Von mir eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 22.01.2019

schöner Hamburgroman

Die Villa an der Elbchaussee
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Hamburg, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die Familie Hannemann handelt in ihrem Kontor mit Kakao, auch wenn die wirtschaftliche Lage so kurz nach dem Krieg eher schwierig ist. Tochter Frieda hat von ihrem ...

Hamburg, kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die Familie Hannemann handelt in ihrem Kontor mit Kakao, auch wenn die wirtschaftliche Lage so kurz nach dem Krieg eher schwierig ist. Tochter Frieda hat von ihrem Vater die Möglichkeit bekommen in einer kleinen Manufaktur mit Schokoladenrezepten zu experimentieren. Dafür brennt sie, das möchte sie auch für eine Ehe nicht aufgeben. Doch leider sind die Zeiten schwierig und auch Frieda soll ihren Beitrag leisten um die Firma am Leben zu erhalten. Und zwar nicht mit neuen Rezepten, sondern mit einer reichen Heirat.


Wir begleiten Frieda durch die schwierigen Jahre vom Ende des Krieges bis nach der Währungsreform. Frieda hat großes Glück mit ihrem Vater, der ihre Hochzeit tatsächlich nur als letzten Ausweg sieht, wenn es gar nicht anders geht und ihr auch nicht unbedingt irgendjemanden aufdrängen will. Er erkennt auch, dass ihr tatsächlich mehr an der Firma liegt als ihrem Bruder Hans, der verwundet aus dem Krieg zurück kommt und sich im Nachkriegsleben so gar nicht zurecht findet.


Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, es liest sich flüssig und das Kopfkino läuft von Anfang an. Frieda ist am Anfang tatsächlich sehr Ich-bezogen und setzt durch ihre Art auch die Freundschaft zu ihrer Freundin Clara aufs Spiel. Aber im Laufe der Geschichte wird sie erwachsener und beginnt nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere, bedürftigere Menschen Verantwortung zu übernehmen. Das Verhältnis zu ihrem Bruder ist tatsächlich nicht einfach, liebt sie ihren großen Bruder doch sehr, muss aber sehen, dass er sein Leben nicht nur nicht auf die Reihe bekommt, sondern auch noch bewusst zerstört.


Auch die Liebe stellt sie vor schwierige Entscheidungen. Einerseits möchte sie sich verlieben, andererseits möglichst unabhängig bleiben und am liebsten die Firma des Vaters übernehmen. In den damaligen Zeiten alles nicht so einfach. Aber sie reift an diesen Entscheidungen und lernt Kompromisse zu machen.


Das Buch beleuchtet grob die Verhältnisse im Hamburger Gänge-Viertel und in den Waisenhäusern. Allerdings bleibt das alles recht oberflächlich, da Frieda in ihrem Alltag nur selten Berührungspunkte dorthin hat und sich eher theoretisch damit auseinandersetzt. Allerdings muss man ihr zu Gute halten, dass sie versucht im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen. Und ihr ist durchaus bewusst, dass sie großes Glück mit ihrer Herkunft hat.


Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses sehr gut lesbare interessante Buch!