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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2022

Ermutigende Texte für Mädchen und junge Frauen

Hope & Love
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Die britische Filmmacherin und Autorin Meg Cannon will mit Wort und Bild Hoffnung wecken und positive Veränderungen herbeiführen. In diesem bunten Andachtsbuch schreiben sie und sechs ihrer Freundinnen ...

Die britische Filmmacherin und Autorin Meg Cannon will mit Wort und Bild Hoffnung wecken und positive Veränderungen herbeiführen. In diesem bunten Andachtsbuch schreiben sie und sechs ihrer Freundinnen ermutigende Texte für Mädchen und junge Frauen. Für jeden Tag des Jahres gibt es eine wunderschön gestaltete Seite. Manchmal stehen da nur ein paar Worte, manchmal ein Bibeltext, ein Gedicht oder ein Erlebnis. Teilweise geht es über mehrere Tage um ein Thema, zum Beispiel die Waffenrüstung Gottes oder Heldinnen der Bibel.

Besonders interessant sind die Fragen, die an manchen Tagen beantwortet werden, zum Beispiel, „Wenn Gott alles vergibt, spielt es dann eine Rolle, was ich tue?“, oder, „Wie kann Gott Leid zulassen?“ Schwierige Themen werden angesprochen, wie sexuelle Belästigung oder die Sucht nach Anerkennung. Insgesamt ist die Vielfalt der Themen, die in diesem Buch behandelt werden, beeindruckend. Neben alltäglichen Problemen, wie zum Beispiel Handysucht, geht es auch um geistliche Fragen, wie das Gebet.

Fazit: Ein Andachtsbuch, das mit seinen fröhlichen Farben und abwechslungsreichen Seiten einfach Spaß macht! Mit ermutigenden Texten und persönlichen Geschichten ist dieses Buch ein richtig gutes Geschenk für Teenager und junge Frauen. Sehr empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2022

Ob Liebe überwinden kann?

Die wundervolle Miss Winthrop
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Catherine muss nicht nur mit dem Verlust ihres Vaters zurechtkommen, nach seinem Tod müssen sie und ihre Mutter aus dem Herrenhaus ausziehen, da das Erbe einem männlichen Verwandten zufällt. Zudem stellt ...

Catherine muss nicht nur mit dem Verlust ihres Vaters zurechtkommen, nach seinem Tod müssen sie und ihre Mutter aus dem Herrenhaus ausziehen, da das Erbe einem männlichen Verwandten zufällt. Zudem stellt sich heraus, dass der Vater hohe Schulden hinterlassen hat.

Der Erbe, ein entfernter Verwandter, ist ein Mann, den Catherine nur zu gut kennt. Drei Jahre ist es her, dass Catherine und Jonathan jede freie Minute miteinander verbracht haben. Doch wegen einem Missverständnis sind sie einander nun entfremdet. Nicht nur das, jeder wirft dem anderen innerlich vor, an dem Zerwürfnis schuld zu sein.

Catherine kümmert sich liebevoll um ihre Mutter, die mit dem gesellschaftlichen Abstieg gar nicht zurechtkommt. Dazu fehlt im neuen Zuhause jeglicher Komfort. Trost und Ermutigung findet Catherine in ihrem Andachtsbuch. Die Worte, die sie morgens liest, geben ihr Kraft für den Tag. Ihr Leben empfindet sie als inhaltslos, darum ist sie froh, wenn sich eine Gelegenheit ergibt notleidenden Nachbarn zu helfen.

Als eine Verwandte Catherine und ihre Mutter einlädt, begeben sie sich nach Bath für einen ausgedehnten Aufenthalt. Allerdings gibt es dort einige Damen, die großes Interesse an den vermeintlichen Fehlern anderer haben. Da kommt es ihnen gerade recht, dass Catherine so viel Zeit mit einem Mann verbringt, der alt genug ist, um ihr Großvater zu sein. Die Klatschtanten wittern einen Skandal. Catherine ist nirgends vor den bösen Zungen sicher.

Jonathan sucht mittlerweile eine Braut, doch obwohl die Auserwählte nett und hübsch ist, zögert er. Er kann die eine, die er geliebt hat, einfach nicht vergessen. Doch eine Versöhnung erscheint aussichtslos.

In diesem Roman wird die beliebte Regency Ära sehr gut wiedergegeben, nicht nur was die Beschreibung der Häuser, Gärten und Veranstaltungen betrifft, sondern auch in Bezug auf die Stellung der Frau und die gesellschaftlichen Konventionen. Catherine und Jonathan, die beide einen festen Glauben haben, sind dem Leser schon bald sympathisch. Auch Charaktere, die eine Nebenrolle spielen, wachsen schnell ans Herz, zum Beispiel Catherines Tante und der General, ihr älterer Freund.

Im Vergleich zu den anderen Bücher dieser Reihe gibt es hier einige Längen. Die Romanze zieht sich so lange hin, dass es beim Lesen manchmal frustrierend ist. Sehr schön hingegen sind die vielen Bezüge zum Glauben.

Fazit: Ein unterhaltsamer Regency Roman im Stil von Jane Austen. Gut geschrieben und mit sympathischen Charakteren, ist diese Geschichte sehr empfehlenswert.

Veröffentlicht am 22.01.2022

Die Geheimnisse eines alten Schlosses

Das Lied der Grünen Insel
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Laines Herz ist zerbrochen, als sie nach Frankreich zur Hochzeit ihrer Freundin reist. Weil sie ihre Nichte adoptiert hat, hat ihr Mann sie verlassen. Nach der Hochzeit erfährt Laine, dass ihre Freundin ...

Laines Herz ist zerbrochen, als sie nach Frankreich zur Hochzeit ihrer Freundin reist. Weil sie ihre Nichte adoptiert hat, hat ihr Mann sie verlassen. Nach der Hochzeit erfährt Laine, dass ihre Freundin mit ihrem Mann nach Irland reisen wird, um dort nach einem Schloss zu sehen, das die Familie geerbt hat. Da sie nichts zurück nach Amerika zieht, nimmt sie die Einladung der Freundin, sie zu begleiten, gerne an. Bei der Sichtung des Schlosses lernt sie den Bruder des Ehemanns kennen und schätzen, doch sie kann sich nicht vorstellen so bald nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Mann neu zu vertrauen.

Issy ist eine starke Frau. Sie erlebt die 1916er Osteraufstände nicht nur mit, sie versucht wichtige Ereignisse mit ihrer geliebten Kamera festzuhalten. Dazu muss sie Männerkleidung anziehen und sich in gefährliche Teile der Stadt begeben. Neben ihrer Leidenschaft für das Fotografieren, wird ihr mehr und mehr klar, dass sie den Mann liebt, den sie abgewiesen hat.

Maeve erlebt im Jahr 1798 die irische Rebellion. Auch sie ist eine starke Frau. Sie setzt sich aufopfernd für das Familiengut ein, da ihr Vater sich nicht für die Belange des Anwesens interessiert. Zu traurig ist er über den Tod seiner Frau und seines Sohnes. Als Maeve einen vermeintlichen Verbrecher von einem gegnerischen Clan rettet, befindet sie sich auf einmal mittendrin in dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten.

Dieses Buch erzählt abwechselnd die drei Geschichten dieser Frauen. Kapitel für Kapitel wechselt Zeit und Geschichte. Das ist teilweise spannend, teilweise aber auch frustrierend, denn die Geschichten werden oft an spannenden Stellen abgebrochen, doch bis die zwei anderen Geschichten gelesen sind, hat die Spannung deutlich nachgelassen. Der andere Nachteil dieser Erzählweise ist, dass die Identifikation mit den Charakteren kaum gelingt. Dadurch entsteht wenig Interesse für das Schicksal der drei Frauen.

In jeder Geschichte gibt es eine Liebesbeziehung, doch leider sind sie recht vorhersehbar. Die Beschreibungen der historischen Geschehnissen sind gut und interessant, allerdings fällt es manchmal schwer zu folgen, wenn man wenig über die Geschichte Irlands weiß. Das Land, die Stadt, das Schloss – das sind alles wunderbare Kulissen, die so beschrieben werden, dass man am liebsten dorthin reisen würde. Die Charakterstärke und Hingabe der männlichen Hauptprotagonisten können zum Schwärmen verführen, ebenso die Stärke und Unabhängigkeit der beiden weiblichen Protagonisten aus vergangenen Zeiten.

Obwohl dieses Buch das zweite in einer Serie ist, kann es gut ohne Vorwissen aus dem ersten Band gelesen werden. Das Buch erscheint in einem christlichen Verlag, doch der Glaube spielt keine große Rolle.

Fazit: Eine historische Erzählung auf drei Zeitebenen, die über wichtige Ereignisse in der Geschichte Irlands erzählt. Trotz einiger Mängel empfehlenswert!

Veröffentlicht am 11.01.2022

Motortuning für mehr Leistung im Leben

Hubraumerweiterung
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Glaube scheint oft eher etwas für Frauen zu sein. Unzählige Bücher mit rosafarbenen Buchdeckeln erklären, wie man als christliche Frau lebt. Wie gut, dass mit diesem Buch auch Männer ein auf sie zugeschnittenes ...

Glaube scheint oft eher etwas für Frauen zu sein. Unzählige Bücher mit rosafarbenen Buchdeckeln erklären, wie man als christliche Frau lebt. Wie gut, dass mit diesem Buch auch Männer ein auf sie zugeschnittenes Buch bekommen. Von der Aufmachung bis zum Inhalt passt alles an diesem Buch perfekt zur Zielgruppe.

Der Autor, der eine christliche Männerarbeit leitet, erklärt wichtige Glaubensinhalte aus männlicher Sicht. Dabei wird seine Leidenschaft für Kettensägen, Radladern und Motoren sehr deutlich. Es ist beeindruckend, wie gut sich diese männlichen „Spielzeuge“ als Vergleich für geistliche Wahrheiten eignen.

In acht Kapiteln werden alle wichtigen Lebensbereiche angesprochen. Es geht mit dem Motor los, den man am besten vom Hersteller warten lässt, denn sonst droht ein Motorschaden. Wie gut, dass es eine Mobilitätsgarantie gibt! Anschließend geht es um Motorsägen, und wie sie am besten das Ziel erreichen, für das sie geschaffen wurden. Danach wird das geistliche Leben mit der Wartung eines Häckslers verglichen. Das vierte Kapitel geht der Frage nach, was typisch männlich ist. Das wird deutlich, wenn man überlegt, was einen Bagger von einem Radlader unterscheidet. Im fünften Kapitel wird die Gemeinde mit einem Zahnrad verglichen. Im nächsten Kapitel geht es um den Mann als Zugfahrzeug der Familie. In einem weiteren Kapitel werden Spannungen angesprochen, denn wie leicht kippt alles um, wenn ein Hochlagerregal falsch beladen ist. Schließlich klärt der Autor über den Schub eines Triebwerks auf, denn der Glaube soll weitergegeben werden.

Dieses Buch ist leicht verständlich geschrieben und begeistert mit eingängigen Beispielen. Die Gestaltung, mit vielen Bildern und Zwischenüberschriften, sorgt für ein angenehmes Lesen. Trotz der unkomplizierten Schreibweise sind die Inhalte wertvoll und tiefschürfend. Am Ende einiger Kapitel gibt es ergänzende Gedanken zum „Tiefergraben“. Dabei geht es vor allem um Themen, die Männer- und Frauenrollen betreffen. Dabei werden auch schwierige Fragen, wie das Patriarchat oder Emanzipation angesprochen.

Fazit: Das perfekte Geschenk für lesefaule Männer. Mit einer ansprechenden Gestaltung, kurzen, doch tiefsinnigen Texten, und vielen Vergleichen, die Männerherzen höher schlagen lassen, ist dieses Männer-Handbuch ein wertvoller Begleiter auf der geistlichen Reise. Sehr empfehlenswert - ein Buch, dass auch Frauen mit Gewinn lesen können!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2022

Ein kraftvolles Leben für hochsensible Menschen

Von empfindsam bis hochsensibel
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Die Autorin dieses Buchs schreibt als Betroffene, aber auch als psychologische Beraterin und Leiterin eines Instituts für Hochsensibilität. Ihre Leidenschaft für das Thema Hochsensibilität und ihr Fachwissen ...

Die Autorin dieses Buchs schreibt als Betroffene, aber auch als psychologische Beraterin und Leiterin eines Instituts für Hochsensibilität. Ihre Leidenschaft für das Thema Hochsensibilität und ihr Fachwissen werden auf jeder Seite deutlich. Dabei bewegt sie vor allem das Thema, wie hochsensible Menschen das meiste aus ihrem Leben machen können, und wie sie ihre Hochsensibilität als Gabe nutzen können.

Das Buch beginnt mit einem Streifzug durch die Geschichte, der beweist, dass Hochsensibilität nicht eine Erfindung der Moderne ist. Danach geht es um eine genauere Abklärung dieses Wesenszugs. Doch dieses Buch enthält nicht, wie die meisten Bücher zu diesem Thema, einen Test, da eine solche Vereinfachung der Hochsensibilität nicht gerecht wird. Stattdessen werden vier Kriterien beschrieben, die hochsensible Menschen auszeichnen. Der nächste Abschnitt ist das Herz des Buchs. Hier geht es darum, wie die Hochsensibilität als Gabe genutzt werden kann. Der letzte Abschnitt ist eine Aufforderung sich aus der Komfortzone herauszuwagen und die Gabe der Hochsensibilität zu nutzen.

Dieses Buch ist für Betroffene sowohl tröstlich als auch herausfordernd. Hochsensible Menschen begegnen bei ihren Mitmenschen oft Unverständnis, wenn ihnen beispielsweise alles zu viel wird oder sie eine reizarme Umgebung brauchen. Die Autorin versteht das und gibt alltagstaugliche Ratschläge. Auf der anderen Seite fordert sie aber ihre Leser auf, ihre Hochsensibilität nicht als Krücke zu benutzen, um sich vor Herausforderungen zu verstecken. Es ist oft viel mehr möglich, als man sich zuerst zutraut.

„Meine Überzeugung ist, dass jeder Mensch, ganz gleich, welche Ausgangslage er hat, mehr Kraft entwickeln kann, als ihm bis jetzt bewusst ist. Da ich diese Erfahrung auch in meinem Leben machen durfte, möchte ich Sie sehr gerne darin unterstützen, mehr Würde, Haltung und Freude in Ihrem Leben zu erfahren, sodass Sie aus dieser Fülle heraus etwas zur Gesellschaft beitragen können.“

Fazit: Ein aufschlussreiches Buch, das hochsensible Menschen ermutigt das Beste aus ihrer Veranlagung zu machen. Mit einer Mischung aus leichtverdaulichem Fachwissen und vielen persönlichen Erfahrungen ist dieser Ratgeber gut verständlich und sehr hilfreich. Empfehlenswert!