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Veröffentlicht am 26.08.2020

Briefe schreiben und anderen eine Freude machen

Die fast vergessene Kunst des Briefeschreibens
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Für die beiden Autoren dieses Buchs haben Briefe eine besondere Bedeutung. Sie finden es schade, dass das Schreiben von Briefen in unserer Zeit der schnellen Kommunikation in Vergessenheit gerät. Dieses ...

Für die beiden Autoren dieses Buchs haben Briefe eine besondere Bedeutung. Sie finden es schade, dass das Schreiben von Briefen in unserer Zeit der schnellen Kommunikation in Vergessenheit gerät. Dieses Buch enthält inspirierende Gedanken über das Schreiben, Auszüge aus zeitlosen Briefen, Anekdoten rund um die Post und ganz praktische Tipps, von Schreibwerkzeugen bis hin zum Schönschreiben.

Der bekannte Autor historischer Romane, Titus Müller, lässt den Leser in diesem Buch an den Briefwechsel einiger bekannter Persönlichkeiten teilhaben. Dabei überwiegen Liebesbriefe, zum Beispiel von Robert Schumann an seine Clara, oder von Ludwig van Beethoven an die unerreichbare Josephine. Andere Briefe beschäftigen sich mit lebenswichtigen Themen. So schreibt Bonhoeffer berührende Briefe aus dem Gefängnis, Carl Ossietzky sendet einen versteckten Hilferuf aus der Haft und C.S. Lewis tauscht sich mit Freunden über Glaubensfragen aus.

Es gibt viele verschiedene Briefe, wie Titus Müller dem Leser zeigt; heikle und peinliche Briefe, zärtliche, aber auch erboste Briefe, Sonntagsbriefe und lebenswichtige Briefe. Besonders bedeutende Briefe wurden von dem Apostel Paulus geschrieben. Es ist erstaunlich wie aktuell diese Briefe sind, die vor zweitausend Jahren geschrieben wurden.

Neben inspirierenden geschichtlichen Gedanken enthält dieses Buch ganz konkrete Anregungen für das Schreiben. Der Leser erfährt, worauf er beim Einkauf von Papier und Schreibgeräten achten muss, und natürlich geht es auch um die Schrift. So bekommt der Leser ganz praktische Hilfen zur Verbesserung des Schriftbildes.

Fazit: Dieses Buch, das mehrere Liebesbrief enthält, ist wie ein Liebeslied an die langsame Kommunikation durch das Schreiben von Briefen. Empfehlenswert für alle, die diese Kunst nicht in Vergessenheit geraten lassen wollen.

Veröffentlicht am 26.08.2020

Von der Freiheit, die die Wahrheit mit sich bringt

Der silberne Schlüssel und das Geheimnis der Wahrheit
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In dieser beliebten Kinder- und Jugendbuchreihe suchen vier Freunde nach einem lang verschollenen Tempelschatz. In jedem Band decken sie einen Teil des Geheimnisses auf, dabei kommen auch aktuelle und ...

In dieser beliebten Kinder- und Jugendbuchreihe suchen vier Freunde nach einem lang verschollenen Tempelschatz. In jedem Band decken sie einen Teil des Geheimnisses auf, dabei kommen auch aktuelle und lebenswichtigen Themen zur Sprache.

In diesem dritten Teil steht Franky im Mittelpunkt. Seine Familie kommt aus Italien und betreibt eine Pizzeria. Frankys Vater möchte durch seinen Sohn seinen Traum einer Fußballer-Karriere verwirklichen. Franky spielt zwar gern Fußball, doch durch den Druck seines Vater verliert er jede Freude am Spiel. Er möchte aber auf keinen Fall seinen Vater enttäuschen.

Bei einem wichtigen Spiel wird Franky verletzt und muss ins Krankenhaus. Es gibt Komplikationen und seine Familie und Freunde bangen um sein Leben. Im Krankenhaus stoßen die vier Freunde auf merkwürdige Vorkommnisse. Sie spüren, dass etwas nicht stimmt. Sie vermuten, dass Fehler der Pfleger vertuscht werden, doch dann stoßen sie auf ein größeres Skandal, bei dem es um viel Geld geht.

Aber auch die Suche nach der antiken Schale geht weiter. Während Franky vom Krankenhausbett aus nachforscht, wo sie liegen könnte, machen sich seine drei Freunde auf die Suche. Doch dann wird ihre Suche von der Sorge um ihren verschwundenen Freund überschattet.

Dazwischen wird die Geschichte vom jungen Ferdinand erzählt, der im sechzehnten Jahrhundert lebte. Er ist der Vertraute seines Vaters, so erfährt er auch, dass sein Vater sich mit den Schriften Luthers beschäftigt. Das ist zu dieser Zeit lebensgefährlich. Ferdinand möchte das Richtige tun, aber er weiß nicht wem er vertrauen kann.

Dieses Buch ist sehr spannend und verbindet in gewohnt gekonnter Weise geschichtliche Tatsachen mit der Lebenswelt von heutigen Kindern und Jugendlichen. Die beschriebenen Konflikte der Kinder werden realitätsnah erzählt. Die Kinder arbeiten zusammen und sind mit ihren unterschiedlichen Stärken ein gutes Team.

Der Glaube kommt in diesem Buch vor allem in der Sorge der Kinder zum Ausdruck, die sich im Gebet an Gott wenden. Aber auch der biblische Gedanke, dass die Wahrheit freimacht, ist ein wiederkehrendes Motiv. Kinder werden ermutigt nicht nur im Alltag ehrlich zu sein, sondern auch schwierige Themen zur Sprache zu bringen. So lernt Franky wie befreiend es ist seinem Vater offen zu sagen, dass er keine Profi-Fußball Karriere anstreben will.

Sehr positiv an dieser Reihe ist, dass Sprache und Inhalt die Leser herausfordern. Obwohl der Schreibstil gut zur Zielgruppe passt, ist das Buch anspruchsvoll genug, um auch Erwachsene zu unterhalten. Schade, dass vor allem in den ersten Kapiteln einige Fehler beim Lektorat übersehen wurden.

Fazit: Ein spannendes und lebensnahes Buch für Kinder und Jugendliche, das wichtige christliche Werte vermittelt. Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 26.08.2020

Wenn ein Land die Welt regieren will

Die Präsidentin
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Eine Spezialeinheit des amerikanischen Militärs landet im Jemen. Ein amerikanischer Journalist soll in einer nächtlichen Aktion aus dem Gefängnis befreit werden, bevor er von jemenitischen Freiheitskämpfern ...

Eine Spezialeinheit des amerikanischen Militärs landet im Jemen. Ein amerikanischer Journalist soll in einer nächtlichen Aktion aus dem Gefängnis befreit werden, bevor er von jemenitischen Freiheitskämpfern hingerichtet werden kann. Die Präsidentin, ihre Mitarbeiter und die CIA verfolgen die Aktion, die von Drohnenbeschuss begleitet wird, an ihren Bildschirmen. Sie sehen, ihre SEAL-Kämpfer sind in der Falle. Keiner entkommt.

Diese tapferen Männer wurden geliebt. Troy hinterlässt eine Frau und zwei kleine Söhne. Und Patrick hatte gerade erst die Frau seines Lebens gefunden, Paige. Paige ist Anwältin. Sie entscheidet sich für Troys Frau Klage einzulegen. Es spricht nämlich einiges dafür, dass die SEAL-Truppe geopfert wurde, um Sanktionen gegen den Iran zu begründen.

Der Kampf gegen die Regierung wird Paige alles kosten. Sie muss sich mit ihrem einstigen Gegner verbünden. Ihr Ruf wird zerstört und ihr droht selbst ein Prozess. Dabei ist sie immer noch von Trauer überwältigt, hat sie doch ihren Traummann verloren. Wie viel kann ein Mensch aushalten im Kampf gegen ein übermächtiges System?

Der amerikanische Autor dieses Buchs ist Anwalt und Pastor. Die Fragen, die aufgeworfen werden, berühren ihn persönlich. So schreibt er im Vorwort, „Steht der US-Präsident in der Außenpolitik über dem Gesetz? Darf die CIA Schattenkriege mit Drohnen und Spezialeinheiten in Ländern führen, denen die USA nicht den Krieg erklärt haben? Und was ist, wenn das Leben eines Angehörigen der Streitkräfte um politischer Vorteile willen geopfert wird?“ Er hat selbst Freunde, die SEAL-Kämpfer sind und hat als Anwalt Klage erhoben für Menschen, die im Jemen entführt wurden.

Das Buch erinnert an die Justizthriller von John Grisham; ein mutiges kleines Team kämpft gegen die Mächtigen. Als Anwalt kennt sich der Autor im amerikanischen Justizsystem aus, das wird an den ausführlichen Gerichtsszenen und Erläuterungen deutlich. Trotzdem ist das Buch spannend, mit Drohneneinsätzen, einer rasanten Verfolgungsjagd und Geheiminformationen.

Die Hauptfiguren könnten besser ausgearbeitet werden, denn der Leser erfährt nur wenig über ihre Vorgeschichte. Es ist auch schade, dass die aufkeimende Liebesbeziehung schon nach wenigen Seiten zu Ende ist. Es gelingt dem Autor aber trotzdem Figuren zu schaffen, die dem Leser ans Herz wachsen. Eine schöne Beigabe ist der Humor, der in manchen Szenen aufblitzt. Der christliche Glaube zeigt sich vor allem bei den inneren Kämpfen Paiges, die von Sorge und Trauer überwältigt, im Glauben Trost findet.

Fazit: Ein spannender Polit- und Justizthriller, der wichtige Fragen aufwirft. Stehen Regierende über dem Gesetz? Darf ein Land sich als Weltpolizist gebärden? Sehr empfehlenswert, vor allem für Leser, die sich für das aktuelle Weltgeschehen interessieren.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Eine mutige Frau kämpft – für Benachteiligte, aber auch gegen innere Verletzungen

Kämpferseele
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Damaris Kofmehl ist eine ungewöhnliche Schweizerin. Schon als kleines Kind entdeckt sie ihre Leidenschaft für das Schreiben von Geschichten. Mit fünfzehn Jahren ist ihr erstes Buchmanuskript fertig, und ...

Damaris Kofmehl ist eine ungewöhnliche Schweizerin. Schon als kleines Kind entdeckt sie ihre Leidenschaft für das Schreiben von Geschichten. Mit fünfzehn Jahren ist ihr erstes Buchmanuskript fertig, und es wird tatsächlich veröffentlicht. Inzwischen hat sie über vierzig Bücher geschrieben. Die meisten erzählen spannende wahre Geschichten, von Straßenkindern, von Verbrechern und von anderen Menschen mit ergreifenden Lebensläufen. In diesem Buch erzählt sie nun ihre eigene Geschichte.

Als junge Frau unterrichtet sie Missionarskinder im südamerikanischen Dschungel. Anschließend recherchiert sie in Sao Paulo für ein Buch über Straßenkinder. Zurück in der Schweiz weiß sie, sie möchte nicht nur über die Probleme dieser Welt diskutieren, sie will selbst etwas dagegen tun. Sie traut es sich nicht zu, aber weil sie sich von Gott gerufen fühlt, kehrt sie zurück nach Sao Paulo, um unter den Benachteiligten zu arbeiten.

Sie erlebt eine wunderbare Zeit beim Aufbau einer Arbeit unter Straßenkindern. Durch ihre Bücher wächst auch im deutschsprachigen das Bewusstsein für die Not dieser Kinder. So findet sie viele Unterstützer für die Projekte. Als die Missionsorganisation einige Mitarbeiter des Projekts austauscht, endet die schöne Zusammenarbeit. Damaris Kofmehl wird mehrmals getäuscht, bestohlen und betrogen. Sie spürt, wie diese Enttäuschungen Bitterkeit in ihr hervorrufen. Immer wieder schreit sie zu Gott um Hilfe, denn sie möchte nicht verbittert werden.

Ganz unerwartet findet die Autorin in einem Besucher ihres Projekts ihre große Liebe. Demetri ist ein junger Amerikaner, der wie sie ein großes Herz für Benachteiligte hat. Sie heiraten schon nach kurzer Zeit. Gemeinsam können sie viel bewegen, aber ob in Südamerika oder in Europa, sie erleben große Enttäuschungen und schwere Zeiten. Dabei sind es meistens Christen, die das Paar enttäuschen. Versöhnung und der Kampf gegen Bitterkeit bleiben wichtige Themen im Leben der Autorin.

Dieses spannende Buch erzählt nicht nur von der missionarischen Arbeit unter Straßenkindern und im Gemeindedienst, sondern auch von den inneren Kämpfen der Autorin. Schonungslos offen berichtet sie von ihrem Bestreben nach innerer Heilung. Sie hat verbitterte Missionare kennengelernt, darum weiß sie, wie wichtig es ist zu vergeben und heil zu werden. Das ist aber gar nicht einfach, vor allem wenn eine Enttäuschung auf die nächste folgt. Trotz allem hält die Autorin an Gott fest.

Fazit: Damaris Kofmehl lässt den Leser in diesem Buch nicht nur an ihrem spannenden Leben teilhaben, sie berichtet auch ehrlich von Enttäuschungen und inneren Kämpfen. Ein fesselnd geschriebenes Buch über ein ungewöhnliches Leben, das viel Stoff zum Nachdenken bietet. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Menschen, die gern Lebensgeschichten lesen.

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Veröffentlicht am 19.08.2020

Glaube kontra Wissenschaft

Richard Dawkins, C.S. Lewis und die großen Fragen des Lebens
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Der Autor dieses Buchs ist Wissenschaftler und Theologe. Der ehemalige Atheist setzt sich hier mit den gegensätzlichen Argumenten eines atheistischen Naturwissenschaftlers und eines gläubigen Christen ...

Der Autor dieses Buchs ist Wissenschaftler und Theologe. Der ehemalige Atheist setzt sich hier mit den gegensätzlichen Argumenten eines atheistischen Naturwissenschaftlers und eines gläubigen Christen auseinander.

C.S. Lewis lebte von 1898 bis 1963. Er lehrte Literaturwissenschaft an der britischen Universität Oxford. Der 1941 geborene Naturwissenschaftler und Atheist Richard Dawkins war Jahre später ebenfalls Professor in Oxford. In diesem Buch vergleicht McGrath, der auch Professor in Oxford ist, die Positionen der beiden Männer und kommentiert sie.

In fünf Kapiteln geht der Autor den großen Fragen des Lebens auf den Grund. Es beginnt mit „dem großen Ganzen“, dem Grund unseres Daseins. Im zweiten Kapitel geht es um Wissenschaft und Beweise, und im dritten Kapitel wird die Frage gestellt, ob es einen Gott gibt. Im vierten Kapitel geht der Autor der Frage nach, wer wir Menschen sind, Zufallsprodukte oder Geschöpfe. Mit dem letzten Kapitel schließt sich der Kreis, denn es geht wieder um die wichtige Frage nach dem Sinn unseres Daseins.

Der Schreibstil in diesem Buch ist gut verständlich, aber auch anspruchsvoll. Der Autor zitiert bei seiner Suche nach der Wahrheit nicht nur Lewis und Dawkins, sondern auch viele andere Autoren. Dadurch werden die Aussagen deutlicher und greifbarer. Obwohl McGrath Christ ist, versucht er sich in die Denkweise Dawkins hineinzuversetzen und stellt seine Position objektiv dar. Der Autor hat nicht fertige Antworten parat, sondern er hinterfragt, prüft und erwägt. Dabei zeigt er auf, wo Denkschlüsse unlogisch oder unsachlich sind.

Dieses kurze Buch lässt sich schnell lesen. Die Argumente können, unabhängig von Lewis und Dawkins, Klarheit bringen in der Frage wie sich Glaube zur Wissenschaft verhält. Es wird deutlich, dass manche Aussagen von Naturwissenschaftlern von unbegründeten Annahmen ausgehen. Dabei werfen Wissenschaftlern gerade das den Glaubenden vor. Vor allem wird deutlich, dass die Wissenschaft die tiefsten Fragen des Menschen nicht beantworten kann.

Fazit: McGrath vergleicht in diesem kurzen Buch die Positionen eines Christen und eines Atheisten. Die Suche nach Wahrheit ist sachlich und fundiert. Hilfreich und empfehlenswert für denkende Menschen, die verstehen wollen, wo die Argumentation von Atheisten lückenhaft ist.