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Veröffentlicht am 18.11.2019

Zweckehe oder wahre Liebe – eine Regency-Romanze mit Tiefgang

Die hinreißende Lady Charlotte
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Endlich ist Charlottes großer Tag da! Sie ist jetzt endlich eine erwachsene Frau. Als Adelige wird sie am Hof präsentiert. Das ist der Startschuss für die große Liebe, denn nun dürfen heiratswillige Männer ...

Endlich ist Charlottes großer Tag da! Sie ist jetzt endlich eine erwachsene Frau. Als Adelige wird sie am Hof präsentiert. Das ist der Startschuss für die große Liebe, denn nun dürfen heiratswillige Männer um ihre Hand anhalten. Charlotte ist sehr aufgeregt. Bei ihrer Cousine Lavinia beobachtet sie, wie eine liebevolle Ehe aussieht. Wer wird wohl der Richtige für sie sein?

Es mangelt nicht an charmanten, gutaussehenden Verehrern. Aber mit so einer hübschen Tochter hegen Charlottes Eltern große Hoffnungen auf eine besonders gute Partie. Zu dieser Zeit, im Jahr 1814, werden schließlich meistens Zweckehen eingegangen. Es gilt standesgemäß zu heiraten und einen Erben zur Welt zu bringen.

Charlotte ist hin und her gerissen. Soll sie entgegen den Wünschen ihrer Eltern ihren Favoriten wählen? Oder soll sie zustimmen den verwitweten Herzog zu heiraten, den sie unattraktiv und schrecklich langweilig findet?

Dieser Roman spielt in England, in der beliebten Regency Ära. Die Besonderheit dieser Zeit wird sehr gut eingefangen. Zusammen mit Charlotte und ihren Freunden erlebt der Leser aufregende Bälle, eine bunte Parade und anstrengende Kutschenfahrten.

Charlotte ist am Anfang des Buchs etwas selbstsüchtig und oberflächlich. Doch durch das Vorbild ihrer Cousine lernt und reift sie. Sie bemüht sich beispielsweise bewusst nicht eigensinnig zu sein, und sie lernt zu vergeben. Sie überdenkt auch ihre Beziehung mit Gott. Besondern in Schwierigkeiten erweist sich ihr Vertrauen auf Gott als Stütze.

Dem Herzog fällt es schwer sich zu öffnen und zu vertrauen, denn er wurde stark enttäuscht. Auch er findet Trost in seinem Glauben. Obwohl stets präsent, wirkt der Glaube sehr natürlich. Der Leser wird nicht angepredigt, stattdessen spürt er, wie Menschen durch ihren Glauben Kraft finden.

In diesem Buch ist Liebe ein Hauptthema. Dabei geht es nicht um romantische Gefühle, sondern um eine opferbereite Liebe, wie in 1. Korinther 13 beschrieben. Die Szenen, in denen sich die Liebenden näher kommen sind berührend, ohne kitschig zu wirken.

Und nicht zuletzt fliegen die Seiten auch deshalb, weil es Geheimgänge, Übeltäter und Rätsel gibt. Vor allem am Ende des Buchs wird es spannend und dramatisch.

Fazit: Es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen! Die Charaktere wachsen dem Leser schnell ans Herz. Einige Gedanken fordern zum Nachdenken über das eigene Leben heraus. Empfehlenswert für alle, die gern Romane lesen, und besonders wertvoll für junge Erwachsene, die sich fragen, was wahre Liebe auszeichnet.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Alles nur, weil der Körper nicht wertgeschätzt wird

Liebe deinen Körper
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Die Werte in unserer heutigen Zeit haben sich verschoben. Während früher Gott und die Bibel der Maßstab waren, herrscht heute eine humanistische Weltsicht. Falsch und richtig, das ist für viele Menschen ...

Die Werte in unserer heutigen Zeit haben sich verschoben. Während früher Gott und die Bibel der Maßstab waren, herrscht heute eine humanistische Weltsicht. Falsch und richtig, das ist für viele Menschen nicht mehr so klar definiert. Erlaubt ist, was sich gut anfühlt.

Es gibt viele Debatten und Diskussionen über moralische Themen. Dabei wird Christen oft Lieblosigkeit und Engstirnigkeit vorgeworfen. Nancy Pearcey zeigt in diesem Buch, was das wahre Problem ist. Ob bewusst oder unbewusst, die meisten Menschen trennen heute zwischen Körper und Geist, Mensch und Person. Das wirkt sich auf viele ethische Themen aus.

So weiß man inzwischen, dass ein Embryo bereits ein Mensch ist. Wie lassen sich da Abtreibungen rechtfertigen? Indem man sagt, dass das Ungeborene zwar ein Mensch ist, aber keine Person. Das ist ein gefährlicher Weg, denn wenn Menschsein nicht reicht, um das Recht auf Leben zu haben, muss jemand definieren, was eine Person ausmacht. Wer das festlegt, bestimmt über Leben und Tod.

Das könnte erschreckende Auswirkungen haben. Angefangen bei Abtreibungen, wird es fraglich, ob Behinderte, seelisch Kranke und demente alte Menschen Personen sind, und somit das Recht haben zu leben.

Die Abwertung des Körpers wirkt sich aber auch auf andere ethische Fragen aus. Zwangloser Sex ist keine Befreiung, sondern schlechter Abklatsch einer erfüllenden Sexualität. Homosexualität und Transgenderismus verstärken die Festschreibung von Männer- und Frauenrollen. Das, was den Menschen als Freiheit und Fortschritt verkauft wird, zerstört eigentlich. Das belegt Pearcey mit vielen Fallbeispielen. Einige Entwicklungen deuten außerdem darauf hin, dass die Rolle von Familien eines Tages vom Staat übernommen werden könnte.

Die Lösung liegt in einer Wertschätzung des Körpers. Pearcey schreibt, „Nur das Christentum bietet die Grundlage für ein Verständnis, das dem Körper einen hohen Wert beimisst und ihn als ein gutes Geschenk Gottes ansieht.“

Auf über 400 Seiten bietet dieses Buch eine Fülle von Informationen und Argumenten zu den genannten aktuellen Themen. Man spürt, dass die Autorin eine Expertin auf ihrem Gebiet ist. Aber sie schreibt auch mit überzeugender Leidenschaft. Sie macht deutlich, wie unlogisch und zerstörerisch manche heutigen Trends sind. Umfangreichen Beispiele und Literaturangaben ergänzen den überzeugenden Inhalt. Auf den letzten Seiten des Buchs finden sich Fragen zu den einzelnen Kapiteln, die entweder alleine oder in einer Gruppe bearbeitet werden können, und den Inhalt vertiefen.

Die Aussagen in diesem Buch richten sich niemals gegen Menschen, die eine andere Sichtweise von Abtreibung, Euthanasie, Homosexualität oder Transgenderismus haben. Immer wieder betont die Autorin, wie wichtig es ist, dass Christen stets liebevoll handeln und anderen helfen. So ist der Gesamteindruck von diesem Buch und der Antwort auf ethische Fragen, die vermittelt wird, sehr positiv.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch, mit tiefgehenden Informationen über ethische und moralische Fragen, das betont, wie positiv der Körper im Christentum bewertet wird. Die Hintergrundinformationen, Beispiele und Argumente können eine wertvolle Hilfe sein, um aktuelle Trends zu verstehen und richtig damit umzugehen.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Ob du deine Ziele erreichst, liegt allein an dir

Schmink's dir ab
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Welche Frau würde ein Bild von ihren Schwangerschaftsstreifen öffentlich ins Netz stellen? Und welche Frau würde zugeben, dass sie manchmal in die Hose macht? Es liegt wohl vor allem an Rachel Hollis‘ ...

Welche Frau würde ein Bild von ihren Schwangerschaftsstreifen öffentlich ins Netz stellen? Und welche Frau würde zugeben, dass sie manchmal in die Hose macht? Es liegt wohl vor allem an Rachel Hollis‘ unverblümter Ehrlichkeit, dass sie so erfolgreich und bekannt geworden ist.

Die hübsche Autorin dieses Buchs hat vier Kinder, drei leibliche Söhne und eine Adoptivtochter. Dazu hat sie ein großes Medienunternehmen aufgebaut. Ihre Bücher sind in Amerika auf den Bestsellerlisten zu finden. Es scheint, dass alles, was sie anfasst, zu Gold wird.

In diesem Buch möchte sie ihre Leserinnen ermutigen sich auch für ihre Träume einzusetzen. Ob es um das Abnehmen, den Kampf mit einer Sucht, ein erfülltes Sexleben oder den Aufbau einer großen Firma geht, Rachel Hollis ist überzeugt, Frauen können alles erreichen, was ihnen wichtig ist.

Was Frauen davon abhält erfolgreich ihren Weg zu gehen, sind Lügen, die sie immer wieder hören und oft selbst glauben. Auf zwanzig dieser Lügen geht die Autorin ein. Dabei erzählt sie schonungslos offen aus ihrem eigenen Leben.

Ihr erfolgreiches Leben hat seinen Preis. Sie steht oft vor dem Rest der Familie auf, um alles zu schaffen. Der Stress macht sich bei ihr manchmal auch gesundheitlich bemerkbar. Aber sie baut sich auf, indem sie sich immer wieder ihre Ziele vor Augen hält. Sie möchte erfolgreich und reich sein.

Ein Höhepunkt für sie ist, als sie sich eine sehr teure Designertasche leisten kann. Aber mit den steigenden Einnahmen, wachsen auch ihre Träume. Und ein solches Leben, so rät sie ihre Leser, kann jeder erreichen, der aufhört die Schuld für gescheiterte Träume bei anderen zu suchen. Jede Frau könnte viel mehr erreichen, wenn sie endlich aufhören würde sich von Lügen niederdrücken zu lassen; Lügen wie, „Morgen fange ich an“, „Ich bin nicht gut genug“, „Ich muss mich kleiner machen, als ich bin“, oder „Ich muss so sein wie die anderen“.

Dieses Buch ist schnell gelesen, weil es wirklich gut geschrieben ist. Der Leser leidet bei den vielen Schicksalsschlägen Rachels mit. Jedes Kapitel endet mit einigen guten Ratschlägen, damit neue Ziele schnell verwirklicht werden können. Der Anstoß sein Leben selbst in die Hand zu nehmen kann genau das sein, was eine Leserin braucht. Aber es gibt auch eine Schattenseite.

Beim Lesen stellt man schnell fest, welche Werte für die Autorin Bedeutung haben. Erfolg und Reichtum sind auf jeden Fall ganz vorne dabei. Sie stellt auch immer wieder ihre Leistungen heraus. Das könnte ein Ansporn sein, aber eigentlich macht es schon müde von ihrem rasanten Lebensstil zu lesen. Sie scheint immer gehetzt zu sein, denn jeder Augenblick muss perfekt genutzt werden, um weitere Ziele zu erreichen. Für den christlichen Leser stellt sich die Frage, ob diese Ziele zu der Botschaft von Jesus passen.

Fazit: Gut geschrieben, enthält dieses Buch unterhaltsame Bekenntnisse und motivierende Gedanken. Doch mit einer großen Betonung auf ein Leben auf der Überholspur, ist es fraglich, ob dieser Lebenshilferatgeber die besten Werte vermittelt.

Veröffentlicht am 12.11.2019

Zurück zum eigentlichen Islam

Die Reform des Islam
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Kurt Beutler ist Theologe und Islamkenner. Er lebte mehrere Jahre in verschiedenen arabischen Ländern und seine Frau stammt aus Ägypten. Er kennt den Koran, und er weiß wie Moslems denken. In diesem Buch ...

Kurt Beutler ist Theologe und Islamkenner. Er lebte mehrere Jahre in verschiedenen arabischen Ländern und seine Frau stammt aus Ägypten. Er kennt den Koran, und er weiß wie Moslems denken. In diesem Buch geht er Unstimmigkeiten des Islams auf den Grund.

Das beginnt mit dem Gottesbild. Unter den 99 Namen Allahs finden sich mehrere widersprechende Eigenschaften. Das wird mit der geheimnisvollen Größe Allahs erklärt. Den Gott des Islams kann man weder erfassen noch kennen. Er handelt wie er will, und er kann Gesagtes widerrufen.

Auch im Koran finden sich widersprüchliche Aussagen. Das geben selbst Moslems zu, die auf verschiedene Weisen versuchen die Unstimmigkeiten zu erklären. Das Leben Mohammeds, die Stellung der Frau und das rituelle Gebet geben weitere Rätsel auf.

Die Eigenschaften Allahs spiegeln sich in seinen Anhängern wider. „Allah kann keine Schwäche zeigen und das führt dazu, dass auch seine Diener das nicht können.“ Der Versuch sich als Starker zu erweisen ist ein Grund für die großzügige Gastfreundschaft in der muslimischen Kultur, ein Grund warum Ehen geschlossen werden, und ein Grund warum Schwache und Behinderte nicht geschätzt werden.

Der Autor sucht in einem zweiten Teil eine Lösung für die genannten Rätsel und Unstimmigkeiten des Islams. Zunächst prüft er Erklärungsversuche anderer Autoren. So werden, zum Beispiel, nur bestimmte Suren aus dem Koran berücksichtigt, um einen friedvollen, barmherzigen Islam aufzuzeigen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass die anderen Aussagen im Koran und den Hadithen stehen. Ein weiterer Lösungsversuch schlägt vor sich nur auf den Koran zu berufen, und nicht auf andere Schriften des Islams. Auch dadurch wird die Spannung nicht aufgelöst, denn es finden sich genügend Unstimmigkeiten im Koran selbst.

Der Autor sieht das Problem darin, dass neben jüdischem und christlichem Gedankengut, Mohammed zusätzlich das Gottesbild und andere Impulse der heidnischen Araber übernahm. Beutler schreibt, „Es gilt, die Widersprüche im Islam dadurch aufzulösen, dass der eine wahre Gott wieder sichtbar wird, statt zu verleugnen, dass zwei Göttervorstellungen miteinander verschmolzen wurden. Nur wer das versteht, wird in seinem Herzen eine ganz persönliche Reformation durchführen können.“ Islam bedeute Unterwerfung, und laut dem Autor ist der ursprüngliche Gedanke des Islams der biblischen Lehre ähnlich. Darum müssen Moslems sich von allen Einflüssen befreien, die aus dem Heidentum stammen, und zurückkehren zum ursprünglichen Islam. Das wäre eine wahre Reform des Islams.

Dieses Buch ist sehr hilfreich für Menschen, die den Islam verstehen wollen. Die vielen Informationen und Quellenangaben zeigen einige Aspekte des Islams, die weniger bekannt sind. Der Vergleich mit dem christlichen Glauben macht die Besonderheit eines liebenden, gnädigen Gottes deutlich. Die Schlussfolgerung des Autors jedoch, dass der ursprüngliche Islam gut und richtig ist, wird nicht jeden überzeugen. Für einen Moslem würde das bedeuten den Koran und die Achtung für den Prophet Mohammed aufzugeben. Es spricht einiges für den Ansatz des Autors, aber es ist fraglich, ob Moslems bereit sind sich auf eine Reformation einzulassen, die sich auf die Bibel, und nicht auf den Koran und Mohammed beruft.

Fazit: Ein informatives Buch über Lehren des Islams, die teilweise wenig bekannt sind. Die Grundgedanken helfen die islamische Denkweise zu verstehen. Die aufgeworfenen Fragen sind gut und wichtig. Empfehlenswert für Menschen, die Grundgedanken des Islams in ihrer Widersprüchlichkeit verstehen wollen.

Veröffentlicht am 09.11.2019

Warnung und Aufruf

Die weltweit wachsende Krise
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Der amerikanische Pastor Mike Bickle geht in diesem Buch auf Trends in unserer heutigen Zeit ein, die er als Vorboten der Endzeit ansieht. Er möchte wachrütteln, damit Christen die Zeichen der Zeit erkennen, ...

Der amerikanische Pastor Mike Bickle geht in diesem Buch auf Trends in unserer heutigen Zeit ein, die er als Vorboten der Endzeit ansieht. Er möchte wachrütteln, damit Christen die Zeichen der Zeit erkennen, sich zusammentun, und beten.

Im amerikanischen Raum ist er bekannt für sein Haus des Gebets (IHOP, International House of Prayer). Er ist ein beliebter Redner auf den IHOP-Konferenzen. Seine Themen sind Intimität mit Gott, Gebet und die letzten Tage der Erde.

In diesem Buch beginnt er, indem er verschiedene bedenkliche Entwicklungen in unserer Zeit aufzeigt. Im Zentrum seiner Überlegungen stehen vor allem moralische Themen, wie die Homosexualität oder Abtreibung. Er befürchtet, dass die Herrschenden immer mehr Gesetze durchsetzen werden, die den Christen jegliche Freiheit nehmen moralische Entscheidungen im Sinne Gottes zu treffen.

Er geht ausführlich auf den zweiten Psalm ein, in dem es um die Mächtige dieser Erde geht, die sich von der Herrschaft des Sohn Gottes befreien möchten. Vers für Vers legt er diesen Psalm aus. Die Antwort auf die Krise in Psalm 2 sieht er in einer Ausgießung des Geistes, von der in Joel 2 zu lesen ist, und die ihre Vollendung in der Verwirklichung von Apostelgeschichte 2 zeigt. Nach Aussage des Autors, kann das göttliche Gericht durch gemeinsames Gebet abgewendet werden. Darum ist ihm dieses Anliegen so wichtig, er möchte das Bewusstsein der Christen für die Krise unserer heutigen Zeit wecken, damit sie vermehrt beten, und so Gottes Zorn abwenden.

Auch wenn der Autor vom Zorn Gottes schreibt, möchte er damit nicht ein einseitiges Bild von Gott vermitteln. Er betont auch Gottes Liebe. Es geht ihm um eine ausgewogene Sicht von Liebe und Zorn, denn Gottes Zorn ist ein Ausdruck seiner Liebe, die sich an Ungerechtigkeit stört.

Das Thema dieses Buchs ist wichtig, und der Leser bekommt einige wertvolle Impulse, vor allem wenn es um das Gebet und die Gottesbeziehung geht. Trotzdem sind manche Inhalte bedenklich.

Formal gesehen, ist es stellenweise schwer zu lesen. Einige Sätze sind lang und verworren, und man muss sie mehrmals lesen, bis man den Inhalt erfasst. Teilweise haben sich scheinbar auch kleinere Übersetzungsfehler eingeschlichen, denn der Text wird an manchen Stellen auch bei mehrmaligen Lesen nicht klarer. Die Inhalte könnten außerdem insgesamt kürzer zusammengefasst werden, das Geschriebene wirkt stellenweise wie ein wortreicher Aufruf.

Für den deutschen Leser von Nachteil ist auch, dass dieses Buch, das eine „weltweite Krise“ beschreiben möchte, doch in erster Linie auf amerikanische Entwicklungen eingeht. Erstmals 2016 erschienen, sind außerdem die Beispiele nicht mehr aktuell.

Doch neben diesen formalen Problemen, wiegen die inhaltlichen Bedenken schwerer. Bibelverse werden so gebraucht, wie sie zu den Aussagen des Autors passen. Die Situation und Intention des Verfassers dieser Bibeltexte tritt dahinter zurück. Besonders deutlich wird das bei der Auslegung von Psalm 2. Aus „die Mächtigen“ wird beispielsweise „alle Mächtigen“, denn das passt besser zur Aussage des Autors. Aus einer kurzen Wiederholung einer Aussage Gottes im Psalm, wird eine Lehre entwickelt, nach der wir Gottes Wort nachbeten sollen. Das mag eine gute Praxis sein, aber sie lässt sich nicht mit Psalm 2 begründen.

Inwieweit Christen Gottes Plan für die Endzeit ändern können, ist sicher auch eine Frage, auf die es unterschiedliche Ansichten geben wird. Es zeigt sich außerdem beim Lesen, dass für den Autor prophetische Aussagen und persönliche Offenbarungen in unserer Zeit eine große Rolle spielen. Auf solche Aussagen gründen sich manchmal die teils eigenwillige Theorien des Autors, und nicht auf der Bibel.

Fazit: Dieses Buch vermischt biblische Aussagen mit der persönlichen Theologie des Autors. Auch wenn es einige gute Gedanken enthält, sollten Prophezeiungen und Offenbarungen anhand der Bibel überprüft werden, denn schließlich wollen Christen Jesus selbst nachfolgen, und nicht einer menschlichen Lehre.