Tod, Folter und Verderben
Eric
Um es gleich vorwegzunehmen, ERIC von Marco Monetha ist ein echter Hardcore-Thriller. Bei dieser Geschichte geht es sofort und heftig zur Sache. Kaum zu glauben, dass es sich um einen Debütroman handelt. ...
Um es gleich vorwegzunehmen, ERIC von Marco Monetha ist ein echter Hardcore-Thriller. Bei dieser Geschichte geht es sofort und heftig zur Sache. Kaum zu glauben, dass es sich um einen Debütroman handelt. Worum geht es?
Erics Mutter wurde bestialisch ermordet und ihre Leiche nach einem Gemälde in Szene gesetzt. Eric glaubt, dass sein Freund Buck, ein Psychopath, der Mörder ist. Denn er kennt dessen Modus Operandi. Dabei hat Eric selbst eine dunkle Seite. Doch bald ist klar, dass es jemand auf die beiden abgesehen hat. Ein Racheakt? Wenn ja, warum? Edmund Peters und seine Kollegen aus Bad Bederkesa ermitteln…
Gleich zwei Handlungsstränge gilt es zu verfolgen, einer in der Gegenwart, ein weiterer in der Vergangenheit, beginnend mit dem Jahr 1988. Gekonnt verbindet der Autor die beiden Erzählstränge, wobei er mit fiesen Cliffhangern seine Leser voran treibt. Erzählt wird die Geschichte teilweise in der Ich-Perspektive aus Sicht von Eric. Es geht um Gewalt gegen Kinder, sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung und Mord.
Marco Monetha ist mit ERIC ein ungewöhnlicher Mix aus Lebensgeschichte, Psychogramm und Thriller gelungen. Eric ist ein Mörder. Und trotzdem ein Held. Oder gerade deswegen. Man liebt ihn und findet ihn abstoßend. Aber nie ist er einem gleichgültig.
Der Autor lässt uns in tiefe menschliche Abgründe blicken. Die Morde werden brutal und detailliert beschrieben. ERIC bietet morbide, extreme, zuweilen grenzwertige Unterhaltung mit lokalem Bezug und besticht durch eine klare, oft derbe Sprache.
Fazit: Ein Buch mit einem hohen Ekelfaktor, das harte und bizarre Szenen beinhaltet, die als abstoßend empfunden werden können, somit nichts für zartbesaitete Gemüter.