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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2018

Ein solider Thriller, aber kein Chris Carter in Best Form

Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
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Inhalt :

Als Linda Parker ahnungslos, nach einem anstrengenden Arbeitstag als Model, ihr kleines Haus in Los Angeles betritt, scheint alles ganz normal. 
Doch als sie kurze Zeit später, eine neue Fotoapp ...

Inhalt :

Als Linda Parker ahnungslos, nach einem anstrengenden Arbeitstag als Model, ihr kleines Haus in Los Angeles betritt, scheint alles ganz normal. 
Doch als sie kurze Zeit später, eine neue Fotoapp mit ihrer Katze ausprobieren will, geschieht etwas schockierendes. 
Denn was passiert, wenn du kurz davor bist, denn Auslöser zu drücken, doch du feststellen musst, dass die App zwar ein Gesicht erkennt, doch es ist nicht deines, sondern ein fremdes, direkt hinter dir ..... 

Als der berühmte Profiler Robert Hunter kurz drauf zu einem Tatort gerufen wird, ist die Brutalität, die er antrifft, kaum zu übertreffen. 
Die junge Linda Parker wurde verstümmelt, enthäutet und in ihren Rücken eine Botschaft geritzt. Und schon bald wird klar, dass der Serienmörder, der seine Opfer wie Ausstellungsstücke darbietet, noch lange nicht am Ende angekommen ist, denn das war erst der Anfang. 

Meine Meinung : 
Wie jedes Jahr wartete ich absolut gespannt auf den Thriller einer meiner Lieblingsautoren, Chris Carter. 
Und wie gewohnt, geht es auch in dem neunten Fall, rundum das Ermittlerteam Garcia und Hunter von der ersten Seite an, mit Spannung und Brutalität zur Sache. Besonders die erste Szene, in der Linda Parker die Rolle spielt und sie feststellen muss, dass sie sich nicht allein Zuhause befindet, machte mir unsagbare Gänsehaut und ließ mich beunruhigt auf die folgenden Seiten blicken. 

Auch in diesem Thriller lassen sich wieder die großen Stärken des Autors herauskristallisieren, sein absolut gekonnter und flüssiger Schreibstil, der einen förmlich durch die Seiten rennen lässt und der wirklich wiedermal sehr gelungene Spannungsaufbau, der wirklich von Seite eins an konstant bleibt und gerade innerhalb der letzten 50 Seiten, nochmal an Tempo zulegt und gewinnt. 
Und dennoch muss ich sagen, dass mich dieses Buch nicht zu 100% überzeugen konnte, warum ? 

Natürlich bedient Chris Carter auch in diesem Thriller sein bekanntes Schema, nachdem wohl all seine Bücher aufgebaut sind, die Morde sind grausam und an Brutalität kaum zu übertreffen, sodass der Leser vor lauter Spannung und Ekel, auf essen während des Buches und lesen bei Nacht, freiwillig verzichten möchte. 
Doch in diesem Buch schien mir die Brutalität der Kern der Geschichte zu sein und nicht , wie in anderen Fällen Hunters nur der Anfang. Denn bisher schätzte ich Carters Bücher so sehr, da sie dem Leser die Chance des Miträtselns boten, nur um ihn am Ende mit einer grandiosen Auflösung zu schocken und begeistert zurückzulassen. Doch in diesem Buch blieb dieser Aspekt auf der Strecke : 
Das Motiv des Täters blieb mir zu unschlüssig, der Plot gestaltete sich an manchen Stellen als etwas zäh und wiederholte sich, doch vor allem die sonst so grandiose Auflösung, bliebt dieses Mal recht blass und wenig spektakulär. Auch die Ermittler Hunter und Garcia waren für mich in diesem Teil zu wenig im Mittelpunkt des Geschehens, gerne hätte ich mehr Einblicke von ihnen erhalten. 

Dennoch ist auch dieser Fall durchaus solide, und dies auf einem sehr sehr hohen Niveau! 
Auf eines kann man sich bei Chris Carter immer verlassen, Spannung pur und einen Pageturner, den man innerhalb weniger Tage verschlingen wird. 

Fazit : 
Für mich der bisher schwächste Teil aus der Reihe, dennoch ist die Qualität des Autors immer noch so außergewöhnlich gut, dass man von meckern auf sehr hohem Niveau reden muss. 
Mir war dieses Buch an einigen Stellen zu brutal, gerade da die Brutalität so im Fokus stand und mir persönlich fehlte die grandiose Auflösung und das Miträtseln des Lesers auf die Lösung hin. 
So ist dieses Buch , ein absolut spannender Pageturner, den man nicht aus der Hand legen kann, dennoch fehlt am Ende das typische "Wow", welches man normalerweise, bei allen Büchern von Chris Carter hat und kennt.

Veröffentlicht am 25.08.2018

Abgebrochen

Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte
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Kurzmeinung :

Leider musste ich dieses Buch nach knapp 70 Seiten zur Seite legen, da mir der Stil der Autorin so gar nicht zusagte... 
Deshalb beruht meine Meinung des Buchs ausschließlich auf den ersten ...

Kurzmeinung :

Leider musste ich dieses Buch nach knapp 70 Seiten zur Seite legen, da mir der Stil der Autorin so gar nicht zusagte... 
Deshalb beruht meine Meinung des Buchs ausschließlich auf den ersten Seiten und ist rein subjektiv. 
Was mich vor allem sehr störte, war der Schreibstil der Autorin, denn dieser ist stets umgangssprachlich und zu einfach gehalten, wodurch im Buch selbst kein richtig Lesefluss entstehen kann, außerdem ist der Erzählstil so verwirrend und insgesamt ohne richtige Struktur oder ohne roten Faden, was mich doch sehr störte. 
Ganz nebenbei ist das Hauptthema des Buchs eigentlich nicht die Alzheimer Erkrankung des Vaters unserer Protagonistin, sonder vielmehr deren Charaktere und die damit verbundenen Probleme ihres Lebens. 
Für mich war in diesem Buch leider der Fokus vollkommen falsch gelegt, nämlich auf eine Protagonistin, die sich förmlich in ihren Problemen wühlt und dabei war mir ihr Charakter stets unsympathisch. 

Fazit : 
Für mich leider eine Enttäuschung, gerade der streckenweise doch sehr unausgereift wirkende Schreibstil und die Protagonistin machten mir das Leben mit diesem Buch nicht leicht. Auch war die Umsetzung für diese Thematik zu belanglos und trivial. . Für mich 2 Sterne, da das Cover sehr schön ist!

Veröffentlicht am 24.08.2018

Jahreshighlight, ein wahres Herzensbuch!

Das rote Adressbuch
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Inhalt :
 
Ausnahmsweise möchte ich dieses Mal kaum etwas über den Inhalt dieses Buches erzählen, denn für mich ist es zu einem wahren Herzensbuch geworden, welches mich tief im Innern berührt und zu ...

Inhalt :
 
Ausnahmsweise möchte ich dieses Mal kaum etwas über den Inhalt dieses Buches erzählen, denn für mich ist es zu einem wahren Herzensbuch geworden, welches mich tief im Innern berührt und zu Tränen gerührt hat, deshalb nur so viel: 


Im Debütroman der schwedischen Schriftstellerin geht es um die 96- jährige Doris, die sich am Ende ihres Lebensweges befindet und genau 86 Jahre später, wird ein Geschenk ihres Vaters zu einem zentralen Punkt der Geschichte. Denn als Doris zehn Jahre alt wurde, bekam sie von ihrem Vater ein kleines rotes Adressbuch geschenkt, im Laufe all der Jahre füllte sie dieses mit Menschen, die von Liebe geprägt waren, doch nach all der Zeit, wurde aus Liebe ,Einsamkeit und aus Lebenden, Tote. 
Doch anhand dieses Notizbuches, beginnt Doris ihre Geschichte niederzuschreiben, ein Leben voller bewegender Momente, von Reisen über Ozeane , der Liebe ihres Lebens und Krieg, der Leben zerstörte und es führt sie zu einem Menschen, den sie für immer lieben sollte.... 

Meinung : 
Es fällt mir wirklich nicht leicht, meine Gefühle zu diesem Buch, wiederzugeben, denn dieses Buch ist ein ganz besonderes. 
Nicht nur, dass die Autorin Sofia Lundberg, mit Doris einen herausragenden, emotional tiefgründigen, charmant humorvollen und lebensklugen Charaktere erschaffen hat, den wir uns wohl alle an unserer Seite wünschen würden! 
Nein ganz nebenbei, hat die Autorin, ein so wahres Abbild des Lebens erschaffen, dass mir nicht nur einmal die Tränen kamen. 
Denn mit einer feinfühligen und so nachvollziehbaren Sprache, begleitet uns der Schreibstil durch eine Geschichte, ja durch Doris Leben, das von jeder Emotionalität geprägt ist, eine Geschichte , die aufzeigt, welch eine Achterbahnfahrt das Leben sein kann, im positiven als auch negativen Sinne, und dass trotz aller Widrigkeiten immer die Liebe und Freude im Vordergrund stehen sollte. Und genau aufgrund dieser so wundervoll zu Papier gebrachten Botschaft, ist dieses Buch ein wahrer Schatz im Bücherregal! 
Wir fliegen durch die Seiten und erleben mit Doris ein Leben, durch die Geschichte, durch persönliche und politische Kriege, über Kontinente hinweg und dabei bekommen wir als Leser so viel Emotionen geschenkt, Wärme, Trauer, Wut, Einsamkeit, eben das wahre Leben. 

Fazit : 
Sofia Lundberg ist mir ihrem Debüt "das rote Adressbuch " ein Roman gelungen, dessen Protagonistin menschlich tief beeindruckt und einen als Leser so schnell nicht mehr loslassen wird. Eine Protagonistin, voller Weisheit, Tapferkeit, Scharfsinn und Humor, Chapeau;! 
Ganz nebenbei ist diese Geschichte einfach wundervoll, erwärmend und voller Emotionalität, sodass bei mir am Ende alle Tränen flossen und durchaus ein Schluchzen für Doris aus meiner Seele kam, für eine Geschichte, die nun ein wenig in meine Erinnerungen eingedrungen ist und dort verweilen wird. 
Eine Autorin, die es versteht mit ihrem Schreibstil, so zu spielen, dass Emotionen nie überladen wirken, sondern stets nahbar und echt wirken. Wie ich finde, ein großes Talent! 
Ein beeindruckendes Debüt, ja ein perfektes ! 

Veröffentlicht am 19.08.2018

Eine Märchenwelt, die ihr Potential verschenkt !

Hazel Wood
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Inhalt :
Alice Leben ist seit nunmehr 17 Jahren ein endloser Strudel aus ständigen Umzüge und Ruhelosigkeit. Denn jedes Mal, wenn das Unheil sie und ihre Mutter auf mysteriöse Weise verfolgt, ergreifen ...

Inhalt :
Alice Leben ist seit nunmehr 17 Jahren ein endloser Strudel aus ständigen Umzüge und Ruhelosigkeit. Denn jedes Mal, wenn das Unheil sie und ihre Mutter auf mysteriöse Weise verfolgt, ergreifen sie die Flucht. 
Doch als eines Morgens, Alice und ihre Mutter ein Brief erreicht, in dem der Tod ihrer Großmutter, der Märchenerzählerin Althea Proserpine erklärt wird, scheint die Freiheit ganz nah. 
Bis ihre Mutter spurlos verschwindet und Alice allein zurück bleibt, nur mit einer Botschaft. 
" Halt dich fern von Hazel Wood" der Ort,an dem all die Märchen ihrer Großmutter ihren grausamen Anfang fanden. 
Doch was, wenn die Märchenwelt ihrer Großmutter wirklich existiert....? 
Eine grausame und märchenhafte Reise beginnt. 

Meinungen: 
Leider konnte mich dieses Buch bedeutend weniger überzeugen, als ich es erhofft hatte. 

Zunächst einmal ist der Schreibstil sehr ungewöhnlich und an einigen Stellen zu wenig ausgefeilt oder zu umgangssprachlich gewählt, sodass ich große Probleme hatte, in die Geschichte zu finden. 
Außerdem fand ich diese märchenhafte Geschichte an einigen Stellen, wirklich sehr grausamen und böse erzählt, was ich für ein Jugendbuch an der ein oder anderen Stelle, als ein wenig zu viel empfand. Denn die Erzählweise ist nicht nur brutal, sondern moralisch so hinterhältig böse erzählt, dass ich Gänsehaut bekam, und da kommen wir auch schon zum großen Pluspunkt der Geschichte, die Atmosphäre,diese dringt perfekt zum Leser über und das in sehr vielen Szenen . 

Doch leider hat sich die Autorin Melissa Albert, in meinen Augen zu viel vorgenommen. Denn die Erklärungen, wie diese Welt genau funktioniert, den Aufbau der Märchenwelt, kamen für mich eindeutig zu kurz, weshalb es mir schwerfiel mir diese Welt wirklich bildlich vorzustellen. 
Auch die Charaktere und deren Entwicklungen in vielen Punkten, waren für mich weder nachvollziehbar, noch besonders sympathisch, wodurch ich leider auch mit der Protagonistin nicht warm wurde. 

Doch ganz besonders das Ende, war für mich eine Enttäuschung, denn dieses kam für mich viel zu übereilt daher und ohne große Logik. 

Fazit : 
Leider ist dieses Buch für mich eher eine Enttäuschung. 
Da der Aufbau, der Märchenwelt für mich zu ungenau beschrieben wurde und die Erklärungen an den meisten Stellen fehlten oder unklar erschienen, konnte ich mir die Welt rundum Hazel Wood und das Hinterland nicht vorstellen, da es nicht plastisch erzählt war. Auch der Schreibstil war nicht flüssig oder spektakulär genug, um mir einen leichten Einstieg in die Geschichte zu ebnen. Einzig und allein die schaurige Atmosphäre konnte mich sehr begeistern, denn diese ging perfekt auf den Leser über. 
Für mich leider nur ein 2 Sterne Buch, dessen Geschichte viel Potential hatte, welches kaum genutzt wurde! 

Veröffentlicht am 17.08.2018

Für alle Fans von Chris Carter!

Todeskäfig (Ein Sayer-Altair-Thriller 1)
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Inhalt :
Als Officer Wilson Tooby vom D.C. Police Department gemeinsam mit seinem Partner zu einem Einsatz gerufen wird, können sie erst nicht erahnen, welches Ausmaß dieser Fall nehmen würde. 
Doch als ...

Inhalt :
Als Officer Wilson Tooby vom D.C. Police Department gemeinsam mit seinem Partner zu einem Einsatz gerufen wird, können sie erst nicht erahnen, welches Ausmaß dieser Fall nehmen würde. 
Doch als kurz darauf, die verwesende Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, die in einem Tierkäfig verdurstet ist, ist dies erst der Anfang. Schnell findest sich FBI Special Agent Sayer Altair in einem Fall wieder, der ihr alles abverlangt und sie an emotionale Grenzen bringt. Als dann ein weiteres Mädchen verschwindet und der Täter ihnen immer einen Schritt voraus scheint, stellt sich nur eine Frage... wie lässt sich ein Täter aufhalten, der um jeden Preis, sein Werk vollenden will, ein Werk des Todes....?! 

Meine Meinung : 
Dies ist für mich, das wohl überraschendste Thriller- Debüt ,der letzten Jahre. Die Geschichte schafft es auf fast 500 Seiten, den Leser auf jeder Seite zu fesseln und zu begeistern, sodass man dieses Buch an einem Tag verschlingen muss. Neben dem detaillierten Plot und der versierten und klugen Aufmachung der Handlung, wird einen bewusst, dass hier eine Autorin am Werk ist, die ihr Handwerk versteht und weiß wovon sie schreibt. Denn Ellison Cooper war Mordermittlerin in Washington D.C und genau das merkt man auf jeder Seite. Die Geschichte baut von Seite eins an, eine Spannung auf, die voller Wendungen erscheint, die einem als Leser Gänsehaut bereiten und dennoch wirkt die Geschichte nie überzogen, sondern stets gut recherchiert und glaubhaft. 
Ganz nebenbei, haben wir eine Ermittlerin, die einfach wundervoll ausgearbeitet wurde und dem Leser sehr viel Spaß bereitet und vor allem merkt man das Potenzial, das in diesem Charakter steckt, sodass man sich definitiv auf weitere Fälle mit Sayer Altair freut und diese kaum erwarten kann. Der Schreibstil ist flüssig und einfach gehalten, und überzeugt vor allem, mit unfassbarer Atmosphäre! 

Mein Fazit: 
Ellison Coopers Buch "Todeskäfig" ist einer der spannendsten Thriller, der letzten Jahre, dessen Auflösung definitiv nicht vorhersehbar ist. 
Für mich ist Ellison Cooper, das weiblichen Pendant zu Chris Carter, genauso spannend  mit vielen Wendungen und einer klasse Protagonistin. In meinen Augen der perfekt Thriller !