Hat Julian ein Auge auf Bentje geworfen?
Das Glück liegt am MeerZum Inhalt:
Bentje und Jasper wollen endlich den nächsten Schritt wagen und zusammenziehen. Zumal Jasper eh die meiste Zeit bei Bentje im „Lüttje Glück“ übernachtet. Doch dann checkt ein neuer Gast ein. ...
Zum Inhalt:
Bentje und Jasper wollen endlich den nächsten Schritt wagen und zusammenziehen. Zumal Jasper eh die meiste Zeit bei Bentje im „Lüttje Glück“ übernachtet. Doch dann checkt ein neuer Gast ein. Der gutaussehende Pomologe Julian weiß eine Menge über die alten Apfelsorten. Bentje ist natürlich sofort begeistert und kommt immer wieder mit Julian ins Gespräch. Das sieht Jasper nicht so gerne. Denn für seinen Geschmack schleicht Julian ein wenig zu sehr um Bentje herum und flirtet mit ihr. So kommt es nicht nur einmal zum Streit zwischen Bentje und Jasper. Wäre das noch nicht genug, beschließt Jasper, ein Boot zu kaufen, um es wieder auf Vordermann zu bringen. Doch dies ist Bentje ein Dorn im Auge. Erinnert es sie doch zu sehr an Lasse und was damals geschah.
Meine Meinung:
Wir steigen direkt in die Handlung ein und erleben mit, wie sich die Situation zwischen Bentje und Jasper wegen des neuen Gastes, des Pomologen Julian, immer weiter zuspitzt. Denn Jasper ist fest davon überzeugt, dass Julian ein Auge auf Bentje geworfen hat. Ich konnte Jaspers Reaktionen und seine Vermutung, dass Julian mit Bentje flirtet, schon zu einem gewissen Grad nachvollziehen. Dennoch fand ich seine Reaktionen stellenweise schon überzogen. Dennoch spürt man als Leser die Anspannung in der Luft, wenn es um Julian geht, ebenso wie Jaspers Feindseligkeit ihm gegenüber. Ich finde, der Autorin ist es mit dem sich immer weiter aufbauschenden Streit zwischen Bentje und Jasper wegen Julian, ebenso wie dem wegen Jaspers Bootskauf, gelungen, deutlich zu machen, was Missverständnisse und nicht vorhandenes Einfühlungsvermögen und Verständnis bewirken können.
In einer Nebenhandlung lernen wir Julian ein wenig besser kennen und erfahren, was ihn in die Pension Lüttje Glück geführt hat. Mir war Julian gleich sympathisch. Zwar schmiss er sich für meinen Geschmack ein wenig zu sehr an Bentje heran. Je mehr man aber über ihn erfährt und darüber, wie es wirklich in ihm aussieht, desto besser konnte ich sein Verhalten Bentje gegenüber verstehen. Da ich nicht zu viel verraten will, sei nur so viel gesagt. Bentje mit ihrer Freundlichkeit ist für ihn so etwas wie ein kleiner Rettungsanker. Zudem erfahren wir auch, wie es Imke geht und was sie für ein tolles Projekt am Start hat. Imke hat mir mit ihrer überschwänglichen Art und positiven Einstellung immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Man merkt, wie tief Bentjes und Imkes Freundschaft geht.
Die Autorin hat es geschafft, die Atmosphäre des Orts nicht nur einzufangen, sondern auch spürbar zu machen. Durch ihre detaillierten und lebhaften Beschreibungen hatte ich das Gefühl, den Wind auf der Haut zu spüren und den Duft von frischem Apfelkuchen zu riechen.
Fazit:
Eine wunderbare Wohlfühlgeschichte, in der wir miterleben, wie falsche Annahmen dazu führen, dass die Beziehung von Bentje und Jasper auf der Kippe steht. Ich konnte Jaspers Reaktionen und Handlungen wegen Julian schon verstehen. Da man Julians Verhalten durchaus missverstehen kann. Dennoch fand ich Jaspers Reaktionen und Handlungen stellenweise überzogen. Man sieht aber daran und auch an Bentjes Reaktionen wegen des Bootkaufs, was Missverständnisse und nicht vorhandenes Verständnis und Einfühlungsvermögen bewirken können. Zum Schmunzeln hat mich immer wieder Bentjes Freundin Imke mit ihrer überschwänglichen Art und positiven Einstellung gebracht. Zudem hatte ich durch die lebhaften Beschreibungen der Autorin das Gefühl, den Wind auf der Haut zu spüren und den Duft von frischem Apfelkuchen zu riechen.