Warum musste Marcello Ferretti sterben?
Salute - Das letzte GebetZum Inhalt:
Auf dem Weg zur Beerdigung seiner Vermieterin möchte Paul Zeitler in der Kirche von Bardolino eine Kerze für die Verstorbene anzünden. Dabei erfährt er, dass genau in dieser Kirche ein junger ...
Zum Inhalt:
Auf dem Weg zur Beerdigung seiner Vermieterin möchte Paul Zeitler in der Kirche von Bardolino eine Kerze für die Verstorbene anzünden. Dabei erfährt er, dass genau in dieser Kirche ein junger Mann über dem Taufbecken gefunden wurde. Da keiner helfen will und nicht klar ist, ob der Mann noch lebt oder bereits tot ist, nimmt Paul die Dinge in die Hand. Leider stellt er fest, dass der Mann bereits tot ist und überlässt die Ermittlungen Commissario Lanza. Dieser stellt sehr schnell die Identität des Toten fest. Doch was wollte Marcello Ferretti in der Kirche? Und wer hat ihn auf dem Gewissen? Commissario Lanza beginnt mit seinen Ermittlungen und stellt schnell fest, dass die neue Entwicklung des Opfers, die dafür sorgen soll, dass die Wasserqualität sich verbessert, nicht bei jeder Person auf Fürsprache gestoßen ist.
Meine Meinung:
Die Handlung wird aus der Sicht von Hauptkommissar Paul Zeitler geschildert und diesmal auch zu einem größeren Teil aus der von Commissario Lanza. Was daran lag, dass diesmal fest ausschließlich Commissario Lanza ermittelte und Paul eher durch ihn etwas von den Ermittlungen mitbekam. So wirkte Paul in diesem Band eher wie ein Berater für Commissario Lanza, der es zwar nicht mag, wenn Paul selbst ermittelt, seinen Rat diesmal aber dennoch zu schätzen weiß. Zumindest kam es mir so vor. Ich fand es ehrlich gesagt sehr schade, dass Paul so gut wie gar nicht ermittelte. Hat es doch den Charme der vorherigen Bände ausgemacht. Die Spurensuche an sich war durchaus spannend. Zumal es einige Verdächtige gab und das Motiv nicht ganz eindeutig war, wodurch die Ermittlungen nicht so einfach waren. Ich habe Commissario Lanza gerne auf dieser begleitet und versucht, dem Täter und seinem Motiv auf die Schliche zu kommen.
Paul ist ein vielschichtiger Protagonist, der seine Ecken, Kanten und kleinen Marotten hat, durch die er mir umso sympathischer war. Zudem merkt man ihm an, wie viel ihm das Café bedeutet und wie gut er sich inzwischen in Bardolino eingelebt hat. Ich habe ihm voll und ganz abgenommen, dass er sich kein Leben außerhalb von Bardolino vorstellen kann. Ebenso wie sehr er sich zum einen darüber ärgert, dass Commissario Lanza ihm immer noch nicht ganz vertraut und wie sehr er es dennoch schätzt, dass er ihn bei den Ermittlungen zurate zieht. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden Ermittlern in Zukunft weitergehen wird und ob sich nicht doch langsam eine zarte Freundschaft entwickelt.
Für Humor war ebenfalls gesorgt. Paul bringt sich nicht nur wieder einige Male in missliche Situationen, sondern alle liebgewonnenen Personen mit ihren kleinen und großen Macken sind ebenfalls wieder mit dabei und sorgen für lustige Situationen und Wortgefechte. Zudem stellt Paul einen jungen Mann ein, der im Café für viel Wirbel sorgt. Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert.
Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, in dem diesmal hauptsächlich Commissario Lanza die Ermittlungen übernimmt und der ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler eher die Rolle des Beraters hat, was ich schade fand. Dennoch habe ich Commissario Lanza gerne bei seinen Ermittlungen begleitet, die spannend waren. Was daran lag, dass es nicht nur einige Verdächtige gab, sondern das Motiv nicht eindeutig war, was die Ermittlungen ziemlich erschwerte. Zudem kommt der Humor auch in diesem Band nicht zu kurz. Denn nicht nur, dass Paul sich in einige missliche Situationen bringt, sind auch alle anderen liebgewonnenen Personen mit ihren kleinen und großen Macken mit dabei, um für lustige Wortgefechte und Situationen zu sorgen.