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Veröffentlicht am 11.03.2025

Packende Familiensaga

Ritter Sport - Ein Traum von Schokolade
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Liebst du Schokolade genauso wie ich? Dann kennst du sicher auch die Marke „Ritter Sport“. Wir Deutschen lieben sie und vertilgen eine ganze Menge ihrer zarten Schokolade. Umso interessanter finde ich ...

Liebst du Schokolade genauso wie ich? Dann kennst du sicher auch die Marke „Ritter Sport“. Wir Deutschen lieben sie und vertilgen eine ganze Menge ihrer zarten Schokolade. Umso interessanter finde ich es, wie das Unternehmen entstanden ist, was die Hintergründe sind. All das durfte ich im neuen Roman vom Autorenduo Romy Herold nachlesen: „Ritter Sport- Ein Traum von Schokolade“.

Romy Herold sind die Autoren Eva-Maria Bast und Jørn Precht.

Ich habe bereits zwei andere Bücher der Autoren gelesen. Dabei ging es um Lebkuchen und Marzipan. Und jetzt befassen sbeur die Beiden also mit der Geschichte von Ritter Sport.

Clara Ritter ist eine junge Frau- und verliebt sich beim ersten Verkosten in den Geschmack von Schokolade. Sie entschliesst sich, ihre Liebe zu der süßen Sünde beruflich umzusetzen. Ihr Ehemann Alfred unterstützt sie dabei, gemeinsam bauen sie nach und nach eine Schokoladen- udn Zuckerwarenfabril auf. Bald entsteht Claras berühmte quadratische Schokolade, die heute weltbekannt ist. Aber so einfach ist das nicht. Es ist ein langer Weg voller Hindermisse und Widerstände, gegen welche das Paar ankämpfen muss. Doch mit Stärke, Hoffnung, Kraft und Liebe schaffen sie es, dass aus dem Familienunternehmen bald ein beliebter Produzent der Schokolade wird.

Ich war überrascht, wie lange und wie schwierig es damals war, eine Firma zu gründen und sie zum Siegeszug zu führen. „Ritter Sport- Ein Traum von Schokolade“ ist aber mehr, als nur die Geschichte eines Weltunternehmens. Es geht in erster Linie um die Vision einer jungen Frau, die davon träumt, ihre eigene Schokolade zu entwickeln und die Welt damit zu begeistern. Es geht um eine innige Liebe zwischen zwei Menschen. Um Alfred, der seine Clara absolut unterstützt. Um ganz viel Hoffnung und ja, um die Macht der Schokolade.

Der Schreibstil von Romy Herold ist mir bereits bekannt. Sie schaffen es wunderbar, die Geschichte von bekannten Firmen historisch und unterhaltsama aufzuarbeiten. Sie verbinden Geschichte mit Fiktion. Natürlich ist das Unternehmen so entstanden, doch es sind auch die Gefühle der Famile Ritter, welche dieses Buch zu einem Leserlebnis machen.

Es gefällt mir gut, dass es nicht nur um die Ehe von Clara und Alfred geht, sondern auch Claras Familie wird genau beleuchtet. Die junge Frau ist voller Stärke und Empathie. Es hat mich sehr beeindruckt, wie sie sich durchkämpft und für ihre Vision einsteht.

Hinzu kommt der sehr flüssige Schreibstil, der leidenschaftlich und stark ist, der mich absolut überzeugen konnte. Er macht es leicht, ins das Geschehen einzutauchen.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Der zweite Band der Haribosaga

Haribo - Goldene Zeiten brechen an
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Vor einiger Zeit durfte ich den ersten Band der „Haribo-Saga“ lesen. In den beiden Büchern des Autorenduos geht es um die Enstehung des Haribo-Imperiums. Mit „Goldene Zeiten brechen an“ endet die Saga ...

Vor einiger Zeit durfte ich den ersten Band der „Haribo-Saga“ lesen. In den beiden Büchern des Autorenduos geht es um die Enstehung des Haribo-Imperiums. Mit „Goldene Zeiten brechen an“ endet die Saga bereits als Dilogie. Der erste Band „So schmeckt das Glück“ hat mir bereits sehr gut gefallen und dadurch habe ich meine Liebe für Romane mit historischem, echten Hintergrund entdeckt.

Im zweiten und finalen Band befinden wir uns im Jahr 1939, natürlich erneut in Bonn. Hans und Gertrud Riegel haben sich mittlerweile einen größeren Namen mit ihren Süßigkeiten gemacht. Aber dann schlägt das Schicksal zu und Getrud muss das Unternehmen fortan alleine führen. Dabei hilft ihr die gemeinsame Tochter Anita. Sie verzichtet darauf, ihr eigenes Leben aufzubauen, und setzt sich nun für die Familie ein. Zusammen sind die beiden Frauen unschlagbar, denn das Geschäft erlebt harte Zeiten. Anitas Brüder Hans und Paul befinden sich in Kriegsgefangenschaft, was alles noch viel schwieriger macht. Aber dann entwickelt die Familie Riegel ein Produkt, welches alles ändert und wodurch Haribo zum Weltunternehmen aufsteigt: den leckeren, legendären Goldbären.

Ich warne euch vor: holt euch eine Tüte Haribo, am Besten Goldbären, während ihr das Buch lest. Ihr werdet totale Lust darauf bekommen 😉

Es fiel mir sehr leicht, in den Storyplott einzutauchen. Ich habe mit den Protagonisten gelitten, gelacht und mitgefiebert. Die Geschichte der Riegels ist vielschichtig, sehr mitreissend und sehr unterhaltsam. Immer wieder stellen sich ihen große Hindernisse in den Weg. Es geht um Verlust, um dem zweiten Weltkrieg, um Kämpfe, welche Getrud und Anita alleine durchstehen müssen. Aber auch um Kraft und Zusammenhalt, um Lichtblicke und um Stärke.

Das Autorenduo hat die Stimmung des Buches wieder wunderbar umgesetzt. Der Schreibstil ist flüssig, nicht überfordernd und hat mich komplett gefangen genommen. Nach Band 1 wollte ich unbedingt auch diesen Teil lesen. Schade, dass es nur eine Dilogie ist. Ein Pageturner, der gezeigt hat, wie hart es ist, ein Unternehmen zu Weltbekanntheit zu bringen.

Beeindruckend, mitreissend & spannend- und historisch. Und damit eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Regency Roman voller Leidenschaft und Humor

Lady in Pink
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Seit „Bridgerton“ bin ich auch literarisch wieder voll im Regency- Fieber. Mit „Lady In Pink“ entführt uns Autorin Erica George nach Wrexford Park im Jahre 1812.

Hauptprotagonistin Blythe Rowley wurde ...

Seit „Bridgerton“ bin ich auch literarisch wieder voll im Regency- Fieber. Mit „Lady In Pink“ entführt uns Autorin Erica George nach Wrexford Park im Jahre 1812.

Hauptprotagonistin Blythe Rowley wurde für einen Sommer von ihren Eltern aufs Land geschickt. Sie soll sich mit einem reichen, vielversprechenden Bräutigam verloben. Aber das passt der jungen Frau nicht, denn sie will nicht heiraten, sondern ihr Leben unabhängig und selbstständig leben. Aber dann begegnet sie ausgerechnet Briggs Goswick. Der Gentleman ist beliebt und seit ihrer Kindheit Blythes absoluter Feind. Er ist auch in Wrexford. Und er regt Blythe einfach nur auf. Ständig begegnet sie ihm auf den Dinnerpartys und bekommt mit, wie charmant er sich gibt. Aber dann schlägt sie Briggs einen Deal vor: er stellt eine Verbindung zu seinen Kontakten her, damit Blythe ihr Geschäft aufbauen kann und nicht heiraten muss. Sie hingegen untersützt ihn dabei, das Herz der reichen Sabrina Dixon zu erobern. Doch während ihres Deals ist es ausgerechnet Blythes Herz, welches sie verrät und immer schneller schlägt, wenn Briggs in ihrer Nähe ist…

Regency trifft auf die Tropes Enemies to lovers (ich liebe diesen Trope), Independent Lady x Regency Bad Boy, Dance and Balls und Historical Romance. Eine unwiderstehliche Mischung?

Okay, das Buch befasst sich mit einem typischen Regency-Storyplott: junge Frau will unabhängig bleiben und geht auf einen Deal mit einem Gentelman ein. Doch die Lady hat die Rechnung ohne ihre aufkeimenden Gefühle gemacht. Das habe ich bereits gelesen- aber ich liebe es. Daher war ich neugierig auf „Lady In Pink“.

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin. Sie schafft es, einen modernen, aber trotzdem überzeugenden Regency- Liebesroman zu verfassen. Sie schreibt sehr flüssig, erfrischend und humorvoll, aber auch voll Gefühl und Emotion. Mit Blythe hat sie sich eine starke , interessante Lady als Hauptprotagonistin ausgesucht, die ich wirklich sehr mag. Hinzu kommt Briggs, ein typischer, attraktiver Gentleman, doch hinter seiner Fassade steckt noch so viel mehr.

Der Trop Enemies to lovers ist das große Element des Romans. Und die Autorin setzt ihn wunderbar um. Die Dialoge zwischen Blythe und Briggs sind einfach herzerwärmend, teilweise scharfzüngig, humorvoll, diese gewisse Energie zwischen den beiden Protagonisten bringt Erica George wirklich perfekt rüber.

Es hat mir großen Spass gemacht, zu erleben, wie diese ungleichen. und sich doch so ähnlichen Menschen zueinander finden. Das Cover finde ich gelungen, es gibt die Vibes des Buchs gut wieder.

Ein herrlich unterhaltsamer Regency-Roman, der mich großartig unterhalten hat und der sich sehr flüssig und erfrischend lesen lässt.

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Veröffentlicht am 04.03.2025

Tiefgründig & spannend

Open Heart
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Grace ist traumatisiert und stürzt sich zur Bewältigung eines schlimmen Ereignis in die Arbeit, ins Training und umgibt sich nur mit oberflächlichen Bekanntschaften. Das ist der für sie beste Weg, um mit ...

Grace ist traumatisiert und stürzt sich zur Bewältigung eines schlimmen Ereignis in die Arbeit, ins Training und umgibt sich nur mit oberflächlichen Bekanntschaften. Das ist der für sie beste Weg, um mit allem umzugehen. Im Klappentext zu „Open Heart“ wird Grace als „Eine Eiskönigin, die niemanden an sich heranlässt.“ bezeichnet. Und das trifft es wirklich gut. Aber dann lernt sie Logan kennen, einen Immobilienmogul. Er ist dominant und zieht Grace damit stark an. Sie wird von ihrer Vergangenheit getriggert und muss sich ihr stellen.
Aber Logan ist auch kein unbeschriebenes Blatt und hat Geheimnisse, die Grace nicht erfahren darf.
Zwischen den Beiden lodert vom ersten Moment an ein Feuer, sie verbringen intensive Nächte miteinander und riskieren viel. Doch bald wird daraus mehr und es geht nicht mehr nur um Lust und Leidenschaft, sondern um echte Gefühle. Können diese beiden Menschen, die immer wieder von ihrer Vergangenheit beeinflusst werden, sich aufeinander einlassen? Haben sie genug Vertrauen zueinander, ist die Liebe stark genug?

Mein erster Roman von Julia Krieger- und garantiert nicht mein letzter. Die Geschichte hat großes Potential, der Klappentext hat mir wirklich gut gefallen. Und die Autorin hat mit „Open Heart“ einen absolut mitreissenden Roman geschrieben, der mir viel Lesespaß bereitet hat.

Julias Schreibstil ist leicht und sehr, sehr flüssig, was dazu geführt hat, dass ich mich mental schnell mitten im Storyplott wieder gefunden hat. Das liegt auch an dem Aufbau der beiden Hauptprotagonisten. Gerade mit Grace konnte ich mich identifizieren. Ich kann verstehen, dass sie nach allem, was sie durchmachen musste, ihr Herz verschlossen hat und nichts an sich heran kommen lässt. Und deshalb konnte ich auch ihre Gedanken, ihre Gefühle so gut nachempfinden.

Auch Logan mag ich. Er ist zwar dominant, aber hinter seiner Fasade steckt ein Mann, der verletzlich ist und mit seinen Geheimnissen zu kämpfen hat. Aber er ist auch ein starker Charakter.
Es sind die Gefühle der Beiden füreinander, welche sie wachsen lassen. Sie entwickeln sich weiter, trotz ihrer Vergangenheit oder vielleicht auch gerade wegen ihr. Wir Leser erleben ihre Geschichte hautnah, die so tiefgründig und emotional, aber auch verdammt spannend ist. Denn es gibt den einen oder anderen Storytwist, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Es geht um Vergangenheitsbewältigung, um Leidenschaft, die zur Liebe wird- aber auch um Hoffnung, Vertrauen und den Weg zur Heilung.

Ein starker Roman, der Spannung und zeitgleich ganz viel Gefühl beinhaltet. Die Geschichte zweier Menschen, die durch Liebe lernen, wieder zu vertrauen. Absolut mitreissend!

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Interessant.

Tatort Villa Rustica
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Dies ist der neue Fall für Uschi Lämmle. Dieses Mal geht es um einen ominösen Römerschatz, einen geheimnisvollen Faken sowie eine Fluchtafel aus der Antike- was genau hat das jetzt mit dem Mord an einem ...

Dies ist der neue Fall für Uschi Lämmle. Dieses Mal geht es um einen ominösen Römerschatz, einen geheimnisvollen Faken sowie eine Fluchtafel aus der Antike- was genau hat das jetzt mit dem Mord an einem Schauspieler beim Römerfest zu tun? Uschi hat nur zwei Tage Zeit, um die Tat aufzuklären- genauer gesagt: ein Wochenende.

Im Rahmen eines bunten Spekatels, bietet Uschi Führungen durch die „Villa Rustica“ an- sie lernt somit die Alamannen, Römer und Kelten kennen. Fans der Antike, die Spaß an diesen Festen und Spektakeln haben. Aber die ausgelassende, bunte Veranstaltung bleibt nicht so. Denn plötzlich fließt Blut.

Beim Schaukampf der Römer verliert der Fürst der Alamannen sein Leben. Es wirkt zunächst wie ein natürlicher Tod- aber Uschi findet heraus, dass es Mord war. Doch wer ist der Täter und warum musste er sterben? Aus Eifersucht? Steckt die Mafia dahinter? Oder wollte ich jemand rächen.

Uschi steckt bald tiefer in einem Wirrwarr aus Geheimnissen und mysteriösen Ereignissen fest, als ihr lieb ist. Und natürlich kommt es so, wie es sich in einem gelungen Krimi gehört: sie ist plötzlich selbst in Gefahr.

Die Atmosphäre des Buches ist wirklich besonders! Heutzutage sind diese Spektakel keine Seltenheit. Begeisterte feiern miteinander, lassen es sich gut gehen und gehen ihrer Leidenschaft nach: der Antike. Schwertkämpfe, Gladiatoren und natürlich dunkle Magie sind das Thema. Und so werden wir Leser in eine vollkommen andere Welt entführt. Ein Krimi, der modern ist, trifft auf die Antike samt den Römern.

Ich habe mich ein wenig schwer mit der Hauptprotagonistin getan, zumindest am Anfang. Aber dann mochte ich sie doch recht gerne. Und ich liebe das Setting, es ist mal was anderes.

In meiner Stadt findet einmal im Jahr das Mittelalterspektakel statt. Das kann man zeitlich nicht mit der Antike vergleichen, aber ich kenne die besondere Stimmung. Und daher konnte ich schnell ins Geschehen eintauchen. Das Buch ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich. Ich habe noch nie so viel über die Antike gewusst, wie nach der Lektüre.

Kommen wir zum Schreibstil. Dieser ist wirklich sehr gut. Er ist gut verständlich, ich als Nichtschwabin habe alles verstanden und habe trotzdem den lokalen Bezug der Autorin sehr gemocht. Der Schreibstil ist spannend, kurzweilig, aber auch angenehm flüssig.

Isabel Holocher-Knosp, die übrigens auch unter dem Pseudonym Isabel Klink arbeitet, hat einen fein konstruierten Krimi sozusagen im Kreis der modernen Römer geschrieben, der mich sehr gut unterhalten hat.

Ich habe mitgefiebert, wer den Fürst der Alamannen wirklich getötet hat und konnte mich gut auf den Schreibstil und den Storyplott einlassen.

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