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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2025

Wunderschön

Das Glück wohnt nebenan
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George hat seine Frau Mary sehr geliebt. Sie ist gestorben und damit ist auch der Sinn seines Lebens gestorben. Er weiß nicht, wie er ohne sie weiterleben soll. Aber dann, im letzten Moment seiner Lebenskraft, ...

George hat seine Frau Mary sehr geliebt. Sie ist gestorben und damit ist auch der Sinn seines Lebens gestorben. Er weiß nicht, wie er ohne sie weiterleben soll. Aber dann, im letzten Moment seiner Lebenskraft, findet er einen Brief, den Mary ihm hinterlassen hat. Damit hat er nicht gerechnet. Sie stellt ihm im Brief sieben Aufgaben, eine Art To-Do-Liste. Diese soll er abarbeiten, was George natürlich macht. Und durch die einzelne Realisierung der Punkte, lernt er seine Nachbarn kennen. Sie sind auch einsam, was ihm vorher nicht bewusst war. Die drei Frauen haben alle ein Schicksal zu bewältigen. Kirsty hat eine riesige Aufgabe vor sich, verzweifelt daran fast. Gloria hängt noch immer an ihrer alten Liebe und Sonia weiß nicht, was das Leben von ihr eigentlich will. Die 4 ungleichen Nachbarn lernen sich nach und nach kennen, wachsen zusammen- und aus Bekanntschaft wird eine Freundschaft fürs Leben…

Wie schön kann man das Thema Trauer bitte aufgreifen? Der Autorin gelingt dies auf sensible, einfühlsame und sehr unterhaltsame Art. Ich habe George so gut verstehen können, Trauer ist ein brutales Gefühl und kann alles in Frage stellen, woran man geglaubt hat. Er bekommt einen Brief seiner geliebten Frau. Und hat eine To-Do-Liste abzuarbeiten. Dabei merkt er, dass er mit seinen Gefühlen und der Einsamkeit nicht alleine ist.

Das Buch handelt vom Weitermachen im Leben, wenn man die Kraft verloren hat. Wenn ein Mensch von uns gegangen ist, der uns so viel bedeutet hat. Wenn er eine Lücke ins Leben gerissen hat, die niemand mehr füllen kann. Es handelt aber auch von Trost, von leiser Hoffnung und von Freundschaft. Vier ungleiche Menschen, die nah beisammen wohnen, werden zu Freunden, die sich auffangen, sich austauschen, einander gut tun. Das Schicksal kann manchmal um die Ecke auf uns warten.

Der Schreibstil ist hochemotional, mitreissend und angenehm flüssig. Die Autorin schafft es, das schwierige Thema aufzugreifen, aber ein positives Gefühl zu hinterlassen. Sie zeigt, dass es trotz tiefster Trauer immer einen Lichtblick gibt. Sie erzählt uns davon, dass man nicht aufgeben sollte, erzählt uns von überraschender Freundschaft und der Tatsache, dass unser Leben weitergelebt werden möchte. So einfühlsam und spannend, so angenehm und unterhaltsam. Der ältere George findet Rückhalt, wo er ihn niemals vermutet hätte. Die Kraft der Freundschaft kann so viel ändern.

4,5/5*

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Bunt und wundervoll

Ella Freundlich und die Farben des Glücks
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Die beiden Autorinnen Christin-Marie Below und Anne Barns kennt man durch ihre Bücher. Ihre Romance-Werke sind sehr beliebt, doch dieses Mal haben sich die Beiden zusammen getan und haben mit „Ella Freundlich ...

Die beiden Autorinnen Christin-Marie Below und Anne Barns kennt man durch ihre Bücher. Ihre Romance-Werke sind sehr beliebt, doch dieses Mal haben sich die Beiden zusammen getan und haben mit „Ella Freundlich und die Farben des Glücks“ in wundervolles Kinderbuch veröffentlicht!

Ella Freundlich lebt in Miesdorf. Die Ortschaft ist grau- grau in allen Facetten. Ob Blumen, Bäume, Autos, Gebäude, Tiere- oder die Bewohner selbst. Alles ist grau, wenn auch in verschiedenen Nuancen. Ella fällt mit ihrem positiven Gemüt auf. Denn die anderen Einwohner sind missmutig, oft schlecht gelaunt und denken an sich selbst. Nettigkeiten kennt Ella von ihnen nicht. Sie kennt ihre Welt in Miesdorf nicht anders.

Aber dann ändern sich die Dinge, denn Ella findet im Fußboden ihres Zimmers einen Brief ihrer Ururgroßmutter- und dazu ein Foto. Sie berichtet von einem Miesdorf, wie es einst war. Voller Farbe, Fröhlichkeit, Liebe und bunter Lebhaftigkeit. Ella kann es kaum fassen. Sie kennt keine Farben und ist erstaunt, was für tolle Farben die Verwandte ihr auf dem Foto zeigt. Es muss in Miesdorf irgendwas vorgefallen sein, dass die Farben und das bunte Leben von dort vertrieben worden sind. Ella entschließt sich, dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Mit ihrem Freund, den Nachbarsjungen Lio, findet sie heraus, was einst passiert ist. Und die Beiden fangen an, die Freundlichkeit und Herzlichkeit zurück zu bringen nach Miesdorf. Schnell zeigen sich erste Erfolge- aber es gibt Menschen, die etwas dagegen haben und wollen, dass Miesdorf für immer grau und trostlos bleibt. Allen voran der seltsame Bürgermeister… doch was haben die Eltern der Kinder mit allem zu tun? Und schaffen es Ella und ihre Freunde, die Farben dauerhaft nach Miesdorf zurückzuholen? Nur durch ein Herz aus Gold?

Ich liebe dieses Buch. Was für eine wunderbare Geschichte! Ella ist ein großartiges Kind, die im grummeligen Miesdorf positiv auffällt. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ein so positives Gemüt. Sie ist mutig, wissbegierig und klug. Gemeinsam mit ihrem Freund Lio geht sie den Dingen auf den Grund, kämpft nicht nur für die Farben- sondern somit auch für Menschlichkeit, Nettigkeit und Herzlichkeit. Alles Werte, die Ella sehr leicht fallen.

Der Schreibstil der Autorinnen ist ganz toll. Er ist bildhaft und zielgruppengerecht. Ich habe mich mit meinen fast 40 Jahren auch sehr gut unterhalten gefühlt. Es hat mir so großen Spaß gemacht, Ella zu erleben. Zu erfahren, was einst mit Miesdorf passierte und zu erleben, wie die Farben dank ihr wieder zurück kommen.

Das Buch hat mich überzeugt. Es ist sehr liebevoll geschrieben, die Illustrationen auf dem Cover und im Buch finde ich sehr passend.

Kurz gesagt: ein großartiges Kinderbuch voller positiver Energie!

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Gruselig und spaßig

Die Halloween-Bande
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Tom hat echt andere Sorgen! Erst kürzlich ist er mit seiner Mutter nach Grünhausen gezogen. Ein Ort, mit dem er nichts anfangen kann. Und er trauert noch immer um seinen Vater. Und natürlich reicht das ...

Tom hat echt andere Sorgen! Erst kürzlich ist er mit seiner Mutter nach Grünhausen gezogen. Ein Ort, mit dem er nichts anfangen kann. Und er trauert noch immer um seinen Vater. Und natürlich reicht das nicht: Halloweens teht vor der Tür. Tom braucht diesen Tag nicht, er öffnet daher den Kindern missmutig und schlechtgelaunt die Tür. Aber dann gerät er an drei Leute, mit denen er nicht gerechnet hat! Sie klingeln nicht nur wegen Süßigkeiten bei ihm, sondern sie freunden sich mit ihm an. Damit könnte das Leben in Grünhausen doch einfacher werden, oder?
Gemeinsam mit seinen neuen besten Freunden ruft er die Halloween-Bande ins Leben…
Die Bande steht vpr einer ersten Aufgabe: in Gründhausen gibt es das „Geisterhaus“, ein altes, verlassenes Gebäude, um den sich viele Geschichten und Mythen ranken. Die Halloween-Bande besucht das Haus- und erlebt dort, wie erwartet, echte Nervenkitzel. Aber nicht nur das- sie stossen auf erschreckende, aber auch faszinierende Geheimnisse…

Als ich das doch schlichte Cover betrachtet habe und den Klappentext gelesen habe, war mir nicht klar, was mich erwartet! Und das ist ein gruselig-gutes Abenteuer für die ganze Familie.
Autorin Anja Sengebusch hat mich mit ihrem Buch begeistert. „Die Halloween-Bande“ ist angenehm gruselig und sehr, sehr unterhaltsam. Das Setting mit Grünhausen und seinem Geisterhaus finde ich total klasse. Ich habe mich voll in die Geschichte fallen lassen, hatte wirklich tolle Gruselmomente und musste immer weiterlesen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, gut verständlich und mitreissend! Die Autorin weiß, wie man Spannung erzeugt und den einen oder anderen gruseligen Moment, der Gänsehaut bereitet. Sie hat eine unterhaltsame Geschichte geschrieben, die ich so gerne gelesen habe. Ich bin durch die Seiten geflogen und war gespannt, welche Geheimnisse das Geisterhaus offenbaren würde. Dazu finde ich den Erzählbogen rund um Tom und seine Freunde, die er neu findet, sehr gelungen.
Die Geschichte ist überraschend dunkel, finster und mysteriös.
Ein herrlich gruseliger, spannender Lesespaß für die ganze Familie. Wunderbar!
5/5 *

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  • Cover
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Veröffentlicht am 06.02.2025

Warmherzig

Liebe braucht keine Hexerei
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„Liebe braucht keine Hexerei“- bei diesem Buch ist der Name Programm. Denn der Roman von Sabine Richling ist richtig schön- schön magisch!

Hauptprotagonistin Jenny beginnt einen Job auf einem Gutshof. ...

„Liebe braucht keine Hexerei“- bei diesem Buch ist der Name Programm. Denn der Roman von Sabine Richling ist richtig schön- schön magisch!

Hauptprotagonistin Jenny beginnt einen Job auf einem Gutshof. Obwohl sie keine Ahnung von ihren Aufgaben hat, kann sie den Besitzer überzeugen, ihr die Stelle zu geben. Dieser ist der reiche, attraktive David Barclay. Er gibt ihr die Chance. Bald merkt Jenny, dass er eine cholerische Ader hat- mit der sie erstaunlich gut umgehen kann.

Und nach und nach gefällt er ihr immer besser. Und auch er ist verwirrt. Jenny bringt sein Leben gehörig durcheinander. Aber diese Anziehung hat keine Kraft. Denn David ist vergeben- und sogar verlobt. Damit hat Jenny keine Chance, egal wie verliebt sie auch in ihn ist.

Aber da ist noch Jennys Tante, die magische Maßnahmen ergreift, um David und Jenny zusammen zu bringen. Jenny nimmt diesen natürlich an- und gerät bald in ein Chaos aus Magie, Liebe und lustigen Momenten… kann sie David für sich gewinnen? Und ist das alels nur Magie- oder doch mehr?

Doch Jennys Tante hat einen magischen Plan, wie ihre Nichte den Auserwählten für sich gewinnen kann …

Mich hat „Liebe braucht keine Hexerei“ auf jede Art begeistert. Fangen wir mal beim Schreibstil der Autorin an. Dieser ist locker-leicht, humorvoll und bildhaft. Und auch magisch. Der Storyplott ist genial. Natürlich ist das nicht neu: Magie trifft auf Liebe. Aber Sabine Richling schafft es, uns Leser:innen sehr gut zu unterhalten.

Die Geschichte rund um Jenny und ihren Hofbesitzer ist einfach toll. Fantasievoll, herrlich unterhaltsam, witzig und spannend, aber auch die Emotionen kommen nicht zu kurz.

Eine wunderbar warmherzige, humorvolle Geschichte. Zauberhaft und absolut überzeugend!

Hexerei und Liebe? Genau mein Ding!

5/5 *

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Ein wenig weird...

Zimmer 752
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Autorin A.S. Dowidat hat mit „Zimmer 752“ einen Roman verfasst, der meinen ersten Eindruck nicht bestätigen konnte. Denn wenn man sich das Cover anschaut, denkt man, das Buch gehört dem Genre „Thriller“ ...

Autorin A.S. Dowidat hat mit „Zimmer 752“ einen Roman verfasst, der meinen ersten Eindruck nicht bestätigen konnte. Denn wenn man sich das Cover anschaut, denkt man, das Buch gehört dem Genre „Thriller“ an. Aber das ist „Zimmer 752“ nicht. Es ist ein kurzer Roman, fast schon eher eine Novelle…

Bellaqui arbeitet als kleines Licht in einer öffentliche Behörde. Dann taucht ein neuer Kollege namens Sarafaki auf- und es passieren Dinge, die anders sind. Die Behörde ist im Begriff, aufgelöst zu werden, denn da ist ein großer Energiekonzern namens Aquasol, der die Behörde im bestehen bedroht. Und dann wird plötzlich in der Behörde ein sonst immer nicht besetztes Zimmer belegt. Der neue Kollege beginnt seinen Job. Aber was sind seine Aufgaben? Was führt er wirklich im Schilde? Sarafaki passt nicht rein in die Kollegschaft, er arbeitet gefühlt gegen sie- und gegen die Behörde. Bellaqui spürt ebenfalls eine Bedrohung von ihm ausgehen- oder ist Sarafaki gar nicht der skrupellose Kollege?

Wer hier Trivialliteratur erwartet, den muss ich enttäuschen. „Zimmer 752“ ist anspruchsvoll und lädt zum Nachdenken ein. Der Schreibstil der Autorin ist anders. Er ist ehrlich, recht nüchtern, aber genau auf den Punkt. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, aber habe mich recht schnell eingelesen.

Wer am Anfang ratlos ist, dem empfehle ich, einfach weiterzulesen. Nach und nach offenbart sich das Rätsel dieses Buches, die Kernaussage. Und die hat es in sich. Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt, was ihm Tiefe und bessere Verständlichkeit verleiht.

Ich bin ehrlich. „Zimmer 752“ war nicht sofort ein Highlight. Es ist ein vollkommen anderes Buch, welches nicht mit dem Mainstream mitschwimmt- und es ist einfach gut und sehr gelungen. Skurril, anders, aber mitreissend, auf den Punkt und sehr unterhaltsam.

Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Wenn du Interesse an anspruchsvollem Lesestoff hast, lege ich dir „Zimmer 752“ ans Herz. Dieses Buch hat seinen ganz eigenen Charakter und ich hatte ein großes Lesevergnügen, aber hatte auch viel zum Nachdenken.

Ein brillianter Schreibstil, ein sehr gelungener Roman, der fast schon eine Novelle ist.

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