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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2019

Super spannend

Zimmer 19
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Zur Eröffnung der Berlinale wird statt des erwarteten Films ein Video gezeigt, in dem eine junge Frau vor laufender Kamera vergewaltigt und ermordet wird. Das Opfer ist die Tochter des Bürgermeisters Otto ...

Zur Eröffnung der Berlinale wird statt des erwarteten Films ein Video gezeigt, in dem eine junge Frau vor laufender Kamera vergewaltigt und ermordet wird. Das Opfer ist die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Tom Babylon und Sita Johanns ermitteln. Als Tom sich die Kameraaufnahmen der Besucher anschaut, trifft es ihn wie ein Blitz: ein Mädchen ist dort mit einem älteren Herren. Sie sieht genauso aus wie seine kleine Schwester, die seit 20 Jahren verschwunden ist.

Ich fand das Buch sehr spannend, ich konnte es nicht weg legen. Wir erfahren in diesem Band mehr über Sita und was ihr in ihrer Jugend passiert ist. Die Ermittlungen von Tom und Sita führen in die Vergangenheit. Die Handlung ist geschickt aufgebaut, der Spannungsbogen von Anfang bis Ende gegeben. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band, denn am Schluss bleibt leider noch etwas offen. Ich hoffe, es dauert nicht so lange bis zur Fortsetzung.

Veröffentlicht am 20.08.2019

unterhaltsamer Krimi

Im Wald der Wölfe (Jan-Römer-Krimi 4)
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Jan Römer macht gerade Urlaub in einer Blockhütte im "Wald der Wölfe" in Thüringen. Der Wald wird so genannt, weil es vor vielen Jahren eine Mordserie gab, bei denen den Opfern ein Wolfskopf in die Stirn ...

Jan Römer macht gerade Urlaub in einer Blockhütte im "Wald der Wölfe" in Thüringen. Der Wald wird so genannt, weil es vor vielen Jahren eine Mordserie gab, bei denen den Opfern ein Wolfskopf in die Stirn gebrannt wurde. Jan ist Redakteur bei der Zeitung "Die Reporter" und für die Rubrik ungelöste Kriminalfälle zuständig. Nach dem letzten Fall nimmt er nun eine Auszeit. Eines Abends klopft eine Frau an die Tür seiner Waldhütte. Sie blutet aus einer Kopfwunde, behauptet aber, nur beim Joggen gestolpert zu sein. Sie kommen ins Gespräch und Hannah erzählt Jan von den alten Mordfällen und dass vor drei Jahren im Frauenwald eine weitere Leiche mit einem Wolfsbrandmal gefunden wurde. Jan beginnt sich ebenfalls für dem Mord im "Wald der Wölfe" zu interessieren, denn der Fall wurde nie aufgeklärt. Am nächsten Morgen ist die Frau verschwunden, ihre Adresse stimmte nicht, wie Jan feststellt...

Das Buch ist gut geschrieben. Von dem Autor hatte ich bisher noch nichts gelesen, das werde ich aber nachholen. Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt. Es ist interessant zu lesen, wie ein Ermittlerteam aus Laien weiter kommt, als die Polizei. Für mich war es daher auch eine gute Abwechslung zu den Krimis, in denen überwiegend Polizisten als Ermittler fungieren. Der Schreibstil liest sich flüssig, die Geschichte ist gut konstruiert, der Spannungsbogen wird bis zum Ende gehalten. Ich hoffe, es gibt weitere Krimis mit Jan Römer und Mütze.

Veröffentlicht am 16.08.2019

ein Krimi aus dem Baskenland

Die Stille des Todes
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Bei Renovierungsarbeiten an einer Kathedrale in Vitoria werden in der Krypta zwei Leichen gefunden. Ein Mann und eine Frau, nackt, die Hand an der Wange des jeweils anderen. Inspektor Unai, genannt Kraken, ...

Bei Renovierungsarbeiten an einer Kathedrale in Vitoria werden in der Krypta zwei Leichen gefunden. Ein Mann und eine Frau, nackt, die Hand an der Wange des jeweils anderen. Inspektor Unai, genannt Kraken, wird trotz des regionalen Feiertags hinzugezogen, denn der Leichenfund erinnert an eine Reihe von Serienmorden vor 20 Jahren. Täter war damals ein angesehener Archäologe. Verhaftet wurde er seinerzeit von seinem eignen Zwillingsbruder, einem ebenso angesehenen Polizisten. Demnächst soll er Hafturlaub bekommen. Wie kann sich nun die Mordserie fortsetzen, wenn er noch in Haft ist?

Ich habe schon die Krimis von Dolores Redondo gern gelesen, die ebenfalls im Baskenland spielen. Auch dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr atmosphärisch und spannend geschrieben mit viel baskischem Lokalkolorit und einer winzigen Prise Esotherik. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, ich habe das Buch geradezu verschlungen. Mir haben vor allem die eigenwilligen Charaktere gut gefallen. Unai, seine Kollegin Esti und der noch super fitte Großvater Unais mit dem Herz am rechten Fleck. Da ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte habe ich mir die beiden Folgebände auch schon auf Wunschliste gepackt.

Veröffentlicht am 04.08.2019

super spannendes Debüt

Opfer
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In einer Scheune findet ein Bauer einen gekreuzigten Mann. Trotz schwerster Verletzungen und Verstümmelungen ist der Mann aber noch nicht tot. Das Verbrechen wurde perfide geplant, anscheinend auch, dass ...

In einer Scheune findet ein Bauer einen gekreuzigten Mann. Trotz schwerster Verletzungen und Verstümmelungen ist der Mann aber noch nicht tot. Das Verbrechen wurde perfide geplant, anscheinend auch, dass das Opfer mit den Verletzungen so lange wie möglich überleben sollte. Nur sprechen wird er nicht mehr können. Carl Edson von der Reichsmordkommission stellt fest, dass das Opfer ein Krimineller war. Er hatte neben vielen anderen Delikten seine Freundin ermordet und war ein Vergewaltiger. Es bleibt nicht bei diesem einen Opfer, weitere folgen, auch sie waren Kriminelle, deren Strafmaß aber anscheinend zu gering ausfiel. Übt der Mörder Selbstjustiz?

Das Buch ist nichts für Zartbesaitete, denn teilweise ist die Beschreibung echt heftig. Aber ich fand es unglaublich spannend. Genial fand ich, dass das Buch nach etwa der Hälfte aus Sicht des Mörders geschrieben wird und in Ich-Form, während man zwar vorher kurze eingeschobene Einblicke in kursiver Schrift in das Seelenleben des Mörders bekommt, das Geschehen aber von Außen und mehr aus der Perspektive der Kriminalpolizei verfolgt. Nach dem man nun aus Tätersicht liest, änderte sich auch meine Meinung über den Täter. Man erfährt nämlich das Warum. Der Schluss wartete noch mit einer Überraschung auf. Tolles Debüt, den Autor muss ich mir unbedingt merken.

Veröffentlicht am 10.07.2019

kein Thriller! Eher historischer Roman, sehr langweilig

Die Magdalena-Verschwörung
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Die Autorin Maureen und ihr Ehemann Berenger haben im Languedoc ein geschichtsträchtiges Château erworben, dort soll einst Marguerite de Navarra gelebt haben. Bei den Umbauarbeiten finden sie in einer ...

Die Autorin Maureen und ihr Ehemann Berenger haben im Languedoc ein geschichtsträchtiges Château erworben, dort soll einst Marguerite de Navarra gelebt haben. Bei den Umbauarbeiten finden sie in einer Wand eine Truhe mit Briefen. Die Truhe hatte einst Marguerite gehört. Die Briefe sind u.a. von Margarete von Österreich und handeln von Anne Boleyn, derer sich Marguerite annehmen sollte. Auch Briefe von Anne selbst sind dabei sowie Tagebücher. Maureen macht sich mit Feuereifer an die Übersetzung der Papiere.

Zudem wird in London auf dem Tower Rasen der abgetrennte Kopf einer Frau gefunden. Der Kopf steckt auf einem Spieß, eine Kette mit großen Perlen im Mund, ein großes B baumelt daran. Eine Nachbildung Anne Boylins berühmter Perlenkette. Es handelt sich bei der Toten um eine Autorin, die über Anne Boleyn ein Buch geschrieben und es gewagt hat, sie als Märtyrerin und Revolutionärin des Geistes darzustellen.

Das Buch besteht aus einem Teil, der zu Anne Boylens Lebzeiten spielt und einem Gegenwartsteil mit Maureen und ihren Entdeckungen im Schloss. Das Buch wurde reißerisch als Thriller beworben, was ich aber leider nicht bestätigen kann. Es ist am ehesten noch ein historischer Roman. Und selbst dafür ist das Buch leider einfach nur langweilig, die Handlung zieht sich wie Kaugummi. Die historischen Fakten vermischt mit Fiktion werden leider nicht sehr fesselnd dargestellt, der Inhalt erinnert an trockenen Geschichtsunterricht. Der Gegenwartsteil ist ebenso langweilig, von Thriller keine Spur. Alles ist von vorn bis hinten einfach nur konstruiert und zusammengeschustert. Ich habe mich sehr gelangweilt und war zeitweilig wirklich angenervt. Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde bis zum Ende lesen müssen, hätte ich es spätestens nach der Hälfte abgebrochen. Für Thrillerfans und Liebhaber von Verschwörungsromanen kann ich das Buch keinesfalls empfehlen, und auch Fans historischer Romane würden eher enttäuscht sein. Mehr als ein Stern ist von mir leider nicht drin.

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