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Veröffentlicht am 10.02.2019

Sommervogel

Sommervogel
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Claire hat noch ein paar Wochen Zeit, bis sie ihren neuen Job beim Gartenbauamt antreten muss. Ihr Onkel Ben, der in der kanadischen Wildnis lebt, ist krank und braucht Unterstützung. Claires Mutter bittet ...

Claire hat noch ein paar Wochen Zeit, bis sie ihren neuen Job beim Gartenbauamt antreten muss. Ihr Onkel Ben, der in der kanadischen Wildnis lebt, ist krank und braucht Unterstützung. Claires Mutter bittet sie daraufhin, nach Kanada zu fliegen und sich dort um Ben zu kümmern. Claire taucht in die kanadische Landschaft ein und findet durch Nat einen Zugang zu der Spiritualität der Indianer und damit zu einer tragischen Liebesgeschichte...

Ich habe mich durch den Titel, das Cover und den Klappentext sofort angesprochen gefühlt.
Der Schreibstil ist wundervoll leicht und gleichzeitig so intensiv, dass ich geradezu in der Geschichte versunken bin. Die Beschreibungen der kanadischen Landschaft waren so bildhaft und so detailliert, dass ich sie mir problemlos vorstellen konnte und die Atmosphäre, die um Claire herrschte, fühlen konnte.
Die meisten Charaktere finde ich sehr sympathsich, vor allem Claire, deren Entwicklung in Kanada sehr deutlich wird, Ben, der so liebenswert wie verschroben ist und Nat, der einen besonderen Draht zu Claire entwickeln kann.
Spiritualität spielt eine sehr große Rolle und ihre Zusammenhänge werden dem Leser sehr verständlich erklärt und sehr passend in die Handlung integriert.
Die Entwicklungen bilden einen Spannungsbogen, der bis zum Ende stets steigt und einen gelungenen Abschluss findet.
In dem Roman spiegeln sich die Kultur der Natives, die Schönheit der Landschaft und die Machenschaften zwielichtiger Geschäftsmänner wider, die ein tolles Gesamtwerk bilden.

"Sommervogel" ist ein toller Roman, der mich in eine andere Welt mitgenommen und vollkommen gefesselt hat. Mittendrin wollte ich gar nicht weiterlesen, weil ich nicht wollte, dass die Geschichte endet.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Nachtfahrt ins Grauen

Nachtfahrt ins Grauen
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In Häverstädt bei Minden wird im Wald eine Leiche gefunden. Sie wurde an einen Baum gefesselt und durch mehrmaliges Anfahren mit einem Auto brutal ermordet. Es handelt sich um die Rechtsanwältin Pia Baumgarten. ...

In Häverstädt bei Minden wird im Wald eine Leiche gefunden. Sie wurde an einen Baum gefesselt und durch mehrmaliges Anfahren mit einem Auto brutal ermordet. Es handelt sich um die Rechtsanwältin Pia Baumgarten. Wenig später wird eine zweite Leiche gefunden, die auf dieselbe Art und Weise starb. Die Mindener Kommissarin Marlene Borchert und ihr Bielefelder Kollege Benno Erdmann, die einst ein Paar waren, beginnen mit den Ermittlungen...

Der Klappentext verspricht einen spannenden Krimi mit einer brutalen Komponente. - Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist lebhaft, zugleich schlicht und mitreißend und ermöglicht ein flüssiges Lesen, das den Spannungsbogen aufrechthält.
Die Ermittler treten als zwei sehr starke Persönlichkeiten auf, die sich einst sehr nahe standen. Diese Vertrautheit hat bei mir gleich Sympathie hervorgerufen und mich an ihrem Privatleben teilhaben lassen. Schön ist, dass in diesem Krimi das Privatleben auch etwas mit dem Fall zu tun hat und nicht einfach nur so zur Unterhaltung des Lesers berichtet wird. Marlene ist scharfsinnig, aufmerksam und wirkt durch und durch fähig. Benno scheint ihr eine gute Stütze zu sein - privat wie auch beruflich.
Auch die anderen Charaktere werden sehr anschaulich beschrieben. Obwohl es sich um relativ viele Personen handelt, hatte ich zu keiner Zeit Schwierigkeiten mit der korrekten Zuordnung.

Die Ermittlungen werden spannend aufgezogen, die neuen Erkenntnisse sind für den Leser sehr gut nachvollziehbar. Da aus diversen Blickwinkeln berichtet wird (Marlene, Benno, dem Täter, Pias Umfeld, ...), konnte ich mitfiebern und vor allem miträtseln.
Vor allem das Ende hat mich gepackt und in gewisser Weise überrascht, da ich mit einer derartigen Wendung nicht gerechnet hätte.

Insgesamt kann ich sagen, dass es sich hier um einen lesenswerten, mitreißenden Krimi handelt, in dem zwei sympathische Kommissare ermitteln.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Ruhrkälte

Ruhrkälte
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In "Ruhrkälte" ermitteln Kommissar Marius Pérez und Kollegin Melanie in einem Mordfall des jungen Musikers, der auf der Glückauf-Kampfbahn gefunden wird. Ihm wurden das Herz und ein Tattoo entfernt. Wenig ...

In "Ruhrkälte" ermitteln Kommissar Marius Pérez und Kollegin Melanie in einem Mordfall des jungen Musikers, der auf der Glückauf-Kampfbahn gefunden wird. Ihm wurden das Herz und ein Tattoo entfernt. Wenig später stirbt ein Taucher auf einer Unterwasserhochzeit im TauchRevier Gasometer Duisburg. Für Pérez beginnt die Ermittlung in seinem ersten zu leitenden Mordfall...

Der Klappentext lässt auf vielfältige Ermittlungsspuren schließen - und enttäuscht nicht.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und hatte auf mich eine mitreißende Wirkung. Diese entstand wahrscheinlich aus der Kombination der Lesegeschwindigkeit, die der Schreibstil ermöglicht, und der Symphatie zu Kommissar Marius Pérez und seiner Kollegin Melanie. Gerade im Umgang miteinander und Marius' Emphatie- und Urteilsvermögen werden sie mir symphatisch. Melanies Herangehensweise und ihre Weltansichten, die sie an einigen Stellen durchblicken lässt, haben mir gut gefallen.
Der Fall beginnt schon mit einer äußerst spannenden Ausgangssituation: Der Tode wurde geradezu rituell getötet, sodass ein persönliches Motiv vermutet wird. Da in sämtliche Richtungen ermittelt wird und immer mehr Komponenten ins Spiel kommen, konnte ich während des Lesens miträtseln, Fakten abwägen und sämtliche Vermutungen anstellen. DIe Verbindung zu Marius' Privatleben finde ich sehr spannend, vor allem, weil der zweite Tote auf der Hochzeit seiner Exfreundin stirbt. Das eröffnet den wilden Spekulationen ganz neue Möglichkeiten.
Den Verlauf des Geschehens finde ich spannend und gut nachvollziehbar. Das Ende stellt den Höhepunkt der Spannung dar und überrascht durch die Auflösung sämtlicher Zusammenhänge und mitwirkenden Komponenten.

Es handelt sich hier um einen spannenden und mitreißenden Regionalkrimi mit zwei symphatischen Ermittlern, der mein Krimiherz höher schlagen lassen hat.

Veröffentlicht am 10.02.2019

Nicht noch einmal

Nicht noch einmal
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Komissar Bussard ermittelt mit seiner Kollegin Anja Hill im Mordfall eines zwielichtigen Teppichhändlers. Dieser hat Anja kurz vor seinem Tod bedroht. Während Bussards Team mit den Ermittlungen beschäftigt ...

Komissar Bussard ermittelt mit seiner Kollegin Anja Hill im Mordfall eines zwielichtigen Teppichhändlers. Dieser hat Anja kurz vor seinem Tod bedroht. Während Bussards Team mit den Ermittlungen beschäftigt ist, gerät Anja in eine gefährliche Situation. Als sie nicht im Präsidium erscheint, spitzt sich die Lage zu...

Ich habe zuvor noch keinen Fall aus der Bussard-Reihe gelesen, kann also nichts zu der Entwicklung der einzelnen Charaktere sagen.
Mir sind sie in diesem Fall sehr symphatisch, vor allem, da auch Bussards Privatleben eine Rolle spielt. Ich konnte so einen guten Draht zu ihm bekommen und völlig in seinen Ermittlungen versinken.
Sehr gut gefallen hat mir die Erzählung aus den verschiedenen Perspektiven. So hatte ich als Leser verschiedene Blickwinkel auf den zu ermittelnden Fall und konnte einzelne Entwicklungen gut nachvollziehen. Bussards Vorgehen und die gewonnenen Erkenntnisse finde ich schlüssig und den gesamten Krimi somit glaubwürdig.
Obwohl ich ab der Mitte des Buches ahnte, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt, hat sie mich zunehmend gefesselt. Der Spannungsbogen stieg und blieb für mich bis zum Schluss erhalten. Zusätzlich zur gelungenen Spannung bis zur letzten Seite gefällt mir die authentische Thematik sehr gut.

Ich werde mir auf jeden Fall weitere Bussard-Fälle ansehen!

Veröffentlicht am 10.02.2019

Achtung Familienfeier

Achtung Familienfeier
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Eva macht sich von Berlin aus auf den Weg ins heimische Saarland, wo der 80. Geburtstag ihrer Oma Käthe gefeiert wird und sämtliche Verwandten zusammenführt. Als Eva den attraktiven Sandro im Zug kennenlernt, ...

Eva macht sich von Berlin aus auf den Weg ins heimische Saarland, wo der 80. Geburtstag ihrer Oma Käthe gefeiert wird und sämtliche Verwandten zusammenführt. Als Eva den attraktiven Sandro im Zug kennenlernt, wittert sie ihre Chance, nicht als Single im Saarland anzureisen und macht ihm ein "unmoralisches Angebot". Bei der Familienfeier sind Katastrophen vorprogrammiert...

Der Titel und der Klappentext haben mir zunächst sehr gut gefallen, da sie eine gute Portion Witz und Unterhaltung versprechen. Der Inhalt steht dem in nichts nach.
Der Roman ist durch seinen flüssigen Schreibstil sehr unterhaltsam zu lesen. Außerdem gelingt es dem Autor, dem Leser entsprechende mitschwingende Untertöne zu vermitteln.
Die Charaktere sind allesamt mächtig überzogen und stellen jeweils eine bestimmte Position dar. Sie sind sehr authentisch geschildert und haben in meiner Fantasie volle Gestalt angenommen. An Klischees und Vorurteilen, und vor allem dörflicher Naivität fehlt es während der gesamten Geschichte nirgends. Vor allem die naiven Kommentare Evas Mutter und die trockenen Erwiderungen ihres Ehemanns finde ich oftmals sehr gelungen.
Die Wortspiele sind treffend platziert und haben bei mir des Öfteren für ein Schmunzeln gesorgt.
Allerdings finde ich manche Stellen zu sehr überzogen und war eher genervt als amüsiert. Diese Momente kamen allerdings nicht allzu oft vor.
Insgesamt kann ich sagen: Es handelt sich hier um ein amüsantes Buch, das denjenigen ans Herz gelegt werden kann, die über dörfliche Denkmuster und Klischees lachen können.