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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2022

Eine erschreckend interessante Geschichte, doch nicht ganz meins!

Das Parfum
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Ein deutscher Literaturklassiker, der auf der einen Seite fasziniert, aufgrund der Idee auf der die Geschichte basiert, andererseits aber auch ziemlich schockierend ist, was die Handlung und das Verhalten ...

Ein deutscher Literaturklassiker, der auf der einen Seite fasziniert, aufgrund der Idee auf der die Geschichte basiert, andererseits aber auch ziemlich schockierend ist, was die Handlung und das Verhalten von Grenouilles, dem Protagonisten, angeht!
Vom Schreibstil her war das Buch flüssig zu lesen, es war angenehm, ich habe nicht übermäßig gestockt bei Wörtern, die mir nicht ganz geläufig waren und bin nicht aus dem Lesefluss geworfen worden, obwohl ich das Buch heute nach vier Wochen Pause beendet habe!😅
Generell war es einfach die Handlung und der Protagonist, der mich etwas abgeschreckt hat, weil sein Verhalten sehr heftig ist und die Taten, die er begeht, nicht leicht zu verdauen sind!
Ich bin mir sicher, dass das Buch für andere ein Meisterwerk ist und gerne gelesen wird, ich habe mich die meiste Zeit aber wirklich durch die Geschichte durchquälen müssen!
3/5⭐

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2022

Bedeutsam, bunt und einfach wunderschön!

Fünfzehn Tage sind für immer
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Ein unheimlich süßes, wichtiges und aussagekräftiges Buch, was einen über seinen eigenen Schatten springen lässt, Mut macht und zum Nachdenken anregt!

Durch den locker leichten Schreibstil bin ich sehr ...

Ein unheimlich süßes, wichtiges und aussagekräftiges Buch, was einen über seinen eigenen Schatten springen lässt, Mut macht und zum Nachdenken anregt!

Durch den locker leichten Schreibstil bin ich sehr flüssig und gut durch die einzelnen Abschnitte des Buches gekommen.
Das Besondere hierbei ist auch, dass der Protagonist Felipe immer auch ein wenig Kommunikation mit den Lesern betreibt, er spricht sie direkt an, wenn er über manche Dinge redet.
So kommt direkt noch einmal mehr das Gefühl auf, das Felipe selbst seine ganz eigene Geschichte erzählt, er sie wirklich teilen möchte und es ihm wichtig ist, dass sie gehört wird. Außerdem schafft es so direkt eine Verbindung vom Leser zum Buch und zu Felipe.

Die Geschichte war unheimlich liebevoll gestaltet. Das Buch war nicht übermäßig lang und es wurde auch eine total normale Teenager-Geschichte erzählt, doch trotzdem war sie auch so bedeutend. Denn die Themen, die angesprochen wurden, sind sehr wichtig und leider immer noch zu wenig vertreten in der Gesellschaft. In diesem Buch wird offen über die Figur des Körpers gesprochen, Felipe bezeichnet sich selbst als dick und es braucht ungeheuren Mut, um das zu sagen, denn "dick" ist immer ein Wort, das in der Kritik steht. Das sollte es aber gar nicht, denn es ist etwas komplett Normales nicht so zu sein, nicht so auszusehen, wie andere.
Und das bringt diese Geschichte in den verschiedensten Situationen auch genauso rüber, man merkt deutlich, dass sie den Standpunkt vertritt, dass jeder so sein sollte, wie er ist und mit dem, was er zu geben hat.
Die Handlung besteht aus Gesprächen zwischen Felipe und seiner liebenswürdigen Mutter, Spielen, die sich Caio und Felipe abends im Bett ausdenken, um ihre eigenen Ängste zu überwinden und sich mehr anzuvertrauen, Musical-Mittwochs, Lachen, Familie, Freude, Glücklich-sein, Hoffnung verspüren, die erste Party, der erste Alkohol, sich endlich wie sich selbst zu fühlen, sich endlich besser und ganz und als liebenswert und akzeptiert und respektiert zu fühlen. Das, was man über sich selbst lernt, auch an andere abzugeben.
Eine wirklich schöne und berührende Geschichte über zwei Jugendliche, die äußerlich vielleicht total verschieden sind, dennoch so viel gemeinsam haben, dass es sogar Liebe sein könnte.

Felipe ist, wie oben schon erwähnt, dick. Und das gibt er auch zu. Aber nur weil er es sich selbst eingesteht, weil er keine Ausreden für sein Aussehen findet, heißt das nicht, dass er deswegen auch das größte Selbstbewusstsein hätte.
Denn eigentlich ist er ziemlich schüchtern und nachdenklich, hält sich lieber bedeckt als laut zu sein und gesehen zu werden. Denn zu seinem Körpergewicht kommt auch noch, dass er schwul ist. Und deshalb empfindet er sich als nicht liebenswert. Das Buch ist eine stete Entwicklungsreise für Felipe, er lernt unheimlich viel durch den Feriengast Caio, durch Kinder in einem Malkurs, durch neue Freunde, die auch nicht in die Norm passen und durch seine Familie, die ihn immer unterstützt. Felipe lernt immer mehr aus sich herauszukommen, sich selbst wertzuschätzen und zu erkennen, dass er sich selbst lieben darf und muss, damit andere sehen wie großartig er sein kann.

Caio ist zwar schlank und deshalb nicht so auf dem Radar der Mobber, die Felipe sein Leben zur Hölle machen, doch auch er ist schwul, was er zwar versteckt hält, ihn aber nicht weniger liebenswert macht.
Seine Beziehung zu Felipe und wie er ihn immer unterstützt, sich nicht daran stört, dass er dick oder sehr zurückhaltend ist, ist so wunderschön anzusehen, weil man wirklich mitbekommt wie die beiden zu Freunden werden, zu Vertrauten, die endlich jemanden gefunden haben, mit dem sie offen über alles sprechen können, was ihnen auf dem Herzen liegt.
Die beiden lernen sich durch abendliche immer wieder neu ausgedachte Spiele im Bett immer besser kennen, lernen, dass sie sich vor dem jeweils anderen oder auch vor sonst niemanden zu schämen brauchen, wer sie sind und wie sie aussehen und dass sie zusammen ihre Ängste und Zweifel überwinden können.

Keine allzu lange Rezension diesmal, da auch das Buch recht kurz gehalten wurde. Trotzdem ist es eine wirkliche Empfehlung. Zwar ist es ein Jugendbuch und deshalb vielleicht nicht für jeden etwas, doch allein schon die Themen, die darin behandelt werden (Homosexualität, das eigene Aussehen) betreffen so unheimlich viele Menschen, dass man sich nicht davor verschließen kann.
Der Autor leitet uns in einem sehr angenehmen Schreibstil durch die humorvolle aber auch ernsthaft tiefgründige und zum Nachdenken anregende Geschichte und lässt uns Charaktere kennenlernen, die man eigentlich nur ins Herz schließen kann, mit ihren Eigenheiten und Besonderheiten, Ecken und Kanten, Hoffnungen und Träumen!
Eine ganz klare Leseempfehlung✨

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.06.2022

Queer, quirlig, bunt und einzigartig!

I Kissed Shara Wheeler
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Ich muss sagen, dass es unheimlich Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen!
Jedes Mal, wenn ich ein Buch von Casey McQuiston lese, empfinde ich so, denn sie hat einfach diese besondere und einzigartige ...

Ich muss sagen, dass es unheimlich Spaß gemacht hat, dieses Buch zu lesen!
Jedes Mal, wenn ich ein Buch von Casey McQuiston lese, empfinde ich so, denn sie hat einfach diese besondere und einzigartige Art Geschichten zu erzählen!

Sie schreibt einnehmend, fesselnd, unglaublich humorvoll und das auf so ungezwungene Art und Weise, dass man sich zwischen den Seiten verliert und gar nicht mehr auftauchen möchte. Sie kombiniert Witz und Schlagfertigkeit mit Tiefe und ehrlichen Gefühlen.

Ihre Geschichten sind jedes Mal aufs Neue so laut und bunt, queer und quirlig, freudestrahlend, aufregend aber auch ernst und wichtig. Sie erzählt nicht nur eine einzige Geschichte, sondern viele, aber jede ist mit den anderen verbunden, sodass zum Schluss ein wunderschönes Gesamtpaket entsteht.
Dieses Buch hatte so unheimlich viele verschiedene Facetten, ich konnte gar nicht genug von den beiden Rivalinnen bekommen, die sich selbst noch nicht richtig entdeckt hatten und deshalb nicht wussten, was sie vom Leben wollen. Ich konnte nicht genug von den beiden ehemaligen Freunden bekommen, die zu sich selbst gefunden haben und dadurch sahen, was wirklich zählt.
Ich konnte nicht genug von der Suche bekommen, auf dessen Reise sich alle besser kennengelernt haben und erkannten, wer sie eigentlich wirklich sind und was sie bewirken können, wenn sie sie selbst sind.

Chloe ist unheimlich ehrgeizig, schreibt super Noten und konkurriert mit jedem, der ihr den Platz als Jahrgangsbeste streitig machen will. So natürlich auch mit ihrer Erzfeindin Shara Wheeler, die etwas Unvorhergesehenes tut, wodurch Chloe plötzlich mehr als verwirrt ist. Und danach ist Shara wie vom Erdboden verschluckt und Chloe begibt sich auf die Suche nach ihr. Auf dieser Reise lernt sie vieles über sich selbst, was sie möchte und von ihrer Zukunft erwartet, aber auch, dass sie sie selbst gestalten kann, dass sie sich nicht dafür zu schämen braucht, queer zu sein oder nicht dem Ideal anderer Menschen zu entsprechen. Sie macht eine Entwicklung durch, die einfach nur wundervoll zu verfolgen ist.

Shara ist genauso wie Chloe unglaublich schlau, kämpft um den Thron der Jahrgangsbesten und ist sehr von sich und ihrem Können, ihrem Ruf und ihrer Stellung in der Schulgemeinschaft überzeugt. Aber als sie verschwindet, lernt man ihre ziemlich mysteriöse Seite kennen, die Shara, die Angst davor hat, was die anderen über sie denken könnten, wenn sie wüssten, wie es in ihr aussieht, was sie empfindet und denkt. Mit der Hilfe von Chloe lernt auch sie viel über sich selbst und was sie sein will, wie sie sich zeigen möchte und dass sie keine Angst zu haben braucht, der Mensch zu sein, der sie sein möchte.

Die Spannung zwischen Shara und Chloe war vom ersten Moment an zu spüren, es lag eine ungeheure Energie in der Luft und man dachte sich die ganze Zeit: gehen sie sich jetzt an die Gurgel oder küssen sie sich endlich???
Es war wirklich spannend ihre Geschichte mitzuverfolgen und mitzufiebern, wie sich das zwischen den beiden entwickelt, ob es ein Happy End gibt und wie sie es in der Zukunft hinbekommen, sich nicht direkt gegenseitig umbringen zu wollen.

Auf Chloes Suche nach Shara wird sie unterstützt durch die ehemals besten Freunde Rory umd Smith.
Während Rory der totale Draufgänger, Außenseiter und scheinbarer "Freak" der Schule ist, wird Smith als beliebter Footballer und Freund von Shara angesehen. Die beiden lernen sich während der Reise neu kennen, erkennen was sie auseinander gebracht hat und sehen, dass sie eigentlich gar nicht so verschieden sind, dass das, was sie auseinander gebracht hat, sie doch auch wieder näher zusammen schweißt.

Dieses Buch ist so unheimlich viel: Selbstfindung, Freundschaft, Liebe, Erfahrungen sammeln und sich über die eigene Sexualität gewiss werden.
Mit authentischen Charakteren, die auf so wundervolle aber auch queere Weise viel über sich selbst und andere und über das Leben im Allgemeinen lernen, einer Handlung, die auch die Leser unheimlich viel lehrt und wichtige Werte ausdrückt und einem Schreibstil, der einen alles vergessen lässt, der dich in die Geschichte abtauchen und so schnell nicht wieder auftauchen lässt.
Eine ganz klare Leseempfehlung, da dieses Buch so wichtig, wunderschön, besonders und inspirierend ist!💛

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2022

Einzigartig, gefühlvoll, Highlight!!!

The Truest Thing - Jeder Moment mit dir
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5+⭐ und absolutes Highlight!
Kennt ihr das, wenn ihr schon auf den ersten Seiten eines Buches wisst, dass es großartig wird?
Genau das war bei diesem Buch der Fall. Ich habe mich auf den ersten Seiten ...

5+⭐ und absolutes Highlight!
Kennt ihr das, wenn ihr schon auf den ersten Seiten eines Buches wisst, dass es großartig wird?
Genau das war bei diesem Buch der Fall. Ich habe mich auf den ersten Seiten sofort in die Charaktere, die Handlung, das Setting und die Atmosphäre verliebt:)

Und das wäre alles nicht passiert, wäre dieses Buch nicht so unheimlich toll geschrieben worden. Ich bin wortwörtlich durch die Seiten geflogen, immer tiefer in die Geschichte hinabgetaucht und erst zum Ende hin musste ich schmerzlichst wieder auftauchen. Samantha Young schreibt nicht nur über große Gefühle und die einzig wahre Liebe, sie erzählt es auf eine ganz besondere Art und Weise, sodass der Leser alles, wirklich ALLES fühlt, was gesagt und gedacht wird...💭
Wie sie Emotionalität mit Witz und Charme verknüpft ist bemerkenswert, ebenso wie die vielen verschiedenen und vor allem sehr wichtigen Themen, die sie anspricht!

Das Setting, der Küstenort Hartwell, hat mir auf Anhieb gut gefallen und wäre ich nicht gerade mit meinem Leben noch so beschäftigt gewesen, hätte ich auf der Stelle meine Koffer gepackt und wäre hingefahren!
Es ist ein absoluter Wohlfühlort, ein kleines Träumchen von einem richtigen Zuhause. Nicht nur hat sich Emery unheimlich schnell willkommen dort gefühlt, sondern ich auch! Meine Lieblingsplätze in Hartwell sind definitiv der Strand, Coopers Bar und natürlich Emerys Buchhandlung und Café, wo man sich einfach nur wohlfühlen kann!💛

Die Handlung war wundervoll aufgebaut. Wir starten in der Gegenwart direkt mit einem Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten, doch es ist erst ziemlich verwirrend, da sie beide eine Vergangenheit gemeinsam haben, die wir in den folgenden Kapiteln kennenlernen, in denen nämlich Geschehnisse aus den Jahren zuvor erzählt werden, wodurch man den roten Faden findet und es mehr als Spaß macht der Geschichte zu folgen!
Auch wenn es New Adult ist und dieses Genre nicht immer für die größten Wendungen und Überraschungen bekannt ist, muss ich doch sagen, dass ich hier in diesem Buch mit so einigem nicht gerechnet hätte...
Die Handlung überzeugt mit einer tollen Atmosphäre, Tiefgründigkeit wenn es um manche Entscheidungen der Charaktere geht, Humor und Leichtigkeit in den Dialogen zwischen Freunden, Ehrlichkeit und Authentizität in vielen Bereichen des Lebens der Personen, wenn Themen angesprochen werden, die in der Gesellschaft viel zu wenig angesprochen werden... Muss eine Frau schwanger werden, wenn sie einen Mann gefunden hat? Wie geht man mit sexueller Gewalt um, wenn man nicht selbst oder auch selbst betroffen ist? Heißt introvertiert sein gleich, dass man sich anderen überlegen fühlt?... Ich finde es bewundernswert, wie solch wichtige Themen in diesem Buch mit Wahrheit in den Worten und keiner Angst vor dem Unaussprechlichen behandelt werden.🥺
Und natürlich fehlt es auch nicht an Romantik oder ein paar Spannungen hier und da, die die Geschichte erst zu dem machen, was sie ist!

Emery führt praktisch einen Traum von einem Leben: wundervolle Freundinnen, reich, eine eigene Buchhandlung mit Café... Doch dann gibt es dort noch Jack Devlin!
Sie ist introvertiert und schüchtern, doch ein absolut und rundum sympathischer Mensch, den man einfach ins Herz schließen muss. Sie trägt eine so umwerfende Freundlichkeit tief in sich drinnen und selbst beim Lesen hatte ich jedes einzelne Mal ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn von Emery die Rede war. Sie ist ein authentischer Charakter, denn sie hat Ängste und Zweifel, Ecken und Kanten, durchlebt Höhen und Tiefen. Fragt sich, ob sie jemals genug für jemanden sein kann, akzeptiert werden kann, so wie sie ist...
Emery macht eine wundervolle Entwicklung durch, vor allem durch Jack erkennt sie auch, zu was sie fähig ist, denn er hilft ihr, aus ihrem Kokon zu schlüpfen und zu zeigen, wer sie ist...
Und dann ist er plötzlich so anders und Emery erkennt, dass nun er ihre Hilfe braucht...

Jack Devlin ist ein Aufreißer wie er leibt und lebt! Und ja, er tut vielleicht so, als wäre er der unnahbare Bad Boy von Hartwell, doch wenn man hinter seine Fassade blickt, erkennt man einen gebrochenen Mann, der diejenigen, die er liebt, beschützen möchte und deshalb abweisend wirkt.
Man lernt ihn zum Teil als freundlichen, empathischen, hilfsbereiten und gutmütigen Mann kennen, der eine Frau liebt und respektiert, die er für viel zu gut für sich erachtet.
Doch durch eine Entwicklung in der Handlung lernt man ihn auch von einer kalten Seite kennen, die er einnehmen muss, um die Leute, die ihm so viel bedeuten vor jemandem zu schützen, der ihm alles nehmen könnte, was er liebt.
Ich habe die ganze Zeit mit Jack mitgelitten und mitgefühlt, weil er so vieles einfach nicht verdient hat und so anders ist, als er eigentlich auf den ersten Blick scheint!

Die Verbindung zwischen Emery und Jack war von Anfang an spürbar und wären sie sichtbar gewesen, hätte man die Bläschen voller Chemie zwischen den beiden beobachten können. Es herrscht eine enorme Anziehungskraft zwischen den beiden, doch nicht nur auf körperlicher, sondern vor allem auch auf emotionaler Ebene.
Sie haben beide ihre eigenen Ängste, Träume, Hoffnungen und Zweifel und helfen sich gegenseitig diese zu meistern oder zu erreichen. Sie sind nicht nur Partner, sondern vor allem auch beste Freunde, die einander respektieren und Liebende, die alles füreinander tun würden.
Natürlich gibt es die ein oder andere Krise bei den beiden, doch sie sind ebenfalls beide Kämpfer, die nicht aufgeben und das beste aus dem jeweils anderen hervorholen, da sie wissen, was sie einzeln aber auch zusammen sein und bewirken können!

Die Nebencharaktere, vor allem die Paare, die man schon in den vorherigen Bänden kennenlernt, die Freunde von Jack und Emery, sind auch ganz wundervoll geschrieben und lassen diese Geschichte noch einmal mehr aufleben, sie machen sie rund, weil jeder Protagonist gute Freunde braucht, die einen unterstützen und an dessen Seite sind. Deshalb habe ich Jess und Cooper, Bailey und Vaughn, Dahlia und Michael, Ivy und Jeff, Sebastian und Cat, Iris und Ira und Rebecca und noch so viele mehr in mein Herz geschlossen, weil ohne sie diese Geschichte nicht das wäre, was sie ist.

Also als Fazit kann ich eigentlich nur sagen, dass ihr ALLE dieses absolut geniale, emotionale, tiefgründige, herzerwärmende und herzzerreißende Buch lesen müsst, weil es verdammt noch mal ein absolutes Highlight ist!!!
Charaktere zum Verlieben, eine authentische Storyline mit unheimlich wichtigen Themen, ein umwerfend schönes, gemütliches, heimeliges Setting, das Wohlfühlen und Zuhause schreit und natürlich ein Schreibstil, der mit so vielem punktet aber vor allem, dass er dieses Buch zum dem gemacht hat, was es ist und zwar ein verdammtes Herzensbuch!💛

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 17.05.2022

Konnte nicht vollends überzeugen!

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
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Regency Romance, Liebe, Leidenschaft und der ein oder andere Skandal ist auch dabei...
Als ich das gehört habe, war ich Feuer und Flamme und dachte, dass mich dieses Buch absolut nicht enttäuschen könnte... ...

Regency Romance, Liebe, Leidenschaft und der ein oder andere Skandal ist auch dabei...
Als ich das gehört habe, war ich Feuer und Flamme und dachte, dass mich dieses Buch absolut nicht enttäuschen könnte... Doch ich muss ganz ehrlich sagen, dass meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, vielleicht waren sie nach Bridgerton etc. auch zu hoch!🥺

Doch fangen wir mit den guten Aspekten an, die die mir wirklich gut gefallen haben:

Der Schreibstil von Emma Hunter ist wirklich angenehm zu lesen und man kommt sehr leicht durch das Buch. Zwar spielt das Buch in einer früheren Zeit und die Sprache wurde natürlich ein wenig angepasst, aber das hat den Lesefluss nicht erschwert. Zudem wurden ein paar wirklich humorvolle Gespräche inszeniert, doch auch Tiefgründigkeit war (vor allem bei den Gesprächen von Alexander und Isabella oder letzterer, Rebecca und Betty) zu spüren, was ich wirklich sehr mochte.

Und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Isabella ist eine aufgeweckte, junge Frau, die unübliche Interessen für die damalige Zeit hat. Sie liebt die Medizin und würde am liebsten Ärztin werden, doch aufgrund der Gesellschaft und der Ansprüche hat sie keine Chance diese Leidenschaft frei auszuleben. Doch dadurch lässt sie sich absolut nicht unterkriegen. Sie sagt ihre Meinung, ist entschlossen und weiß was sie will und sucht...
Bis sie nach Bath kommt und auf Alexander trifft. Da sie in einer echten Misere steckt, muss sie dringend einen reichen Mann heiraten... Was also, wenn man sich für einen reichen Mann interessiert, alles perfekt scheint, doch derjenige nie heiraten möchte?
Genau das geschieht ihr und sie muss dringend eine Lösung finden, weil ebenfalls der Ruf ihrer Familie auf dem Spiel steht und das sie zum Wohle ihrer Familie entscheiden will zeigt auch, wie sehr sie sich um andere sorgt und wie entschlossen sie ist, für das oder die zu kämpfen, die sie liebt.

Alexander war zuerst ein sehr undurchsichtiger und verschlossener Charakter, der mürrisch erscheint, eigentlich aber ein Herz aus Gold hat.
Er hatte kein einfaches Leben bis er es zu dem gebracht hat, was er sich aufgebaut hat: sein Tuchgeschäft, das so gut läuft, dass er sich wohlhabend nennen darf. Doch darauf ruht er sich nicht aus. Nur weil er genug Geld hat, hört er nicht einfach auf zu arbeiten und legt sich auf seine faule Haut. Er liebt das, was er tut wirklich und würde es nicht anders wollen.
Doch als er Isabella trifft, merkt er, dass ihm etwas fehlt, das da ein Loch in ihm ist, dass nicht heilt, weil er in seiner Vergangenheit ziemlich heftig verletzt wurde. Isabella reißt alte Wunden auf, heilt diese aber auf ihre Art auch wieder und die beiden haben eine wirklich besondere Verbindung...

Dachte ich zumindest. Ab der zweiten Hälfte des Buches hat Isabella ein paar sehr naive Entscheidungen getroffen, meiner Meinung nach, und Alexander hat sie nicht abgehalten, sondern in seiner Unentschlossenheit noch weitergemacht, sodass Isabella ein falsches Bild bekommen hat. Die Beziehung der beiden war nicht mehr ganz so glaubwürdig und hat mich zum Ende hin ehrlich gesagt etwas genervt, weil ein immenses Kommunikations- und Wahrheitsproblem vorlag. Die beiden haben irgendwie gar nicht mehr miteinander gesprochen und wenn doch, haben sie sich gestritten, was auch nicht ganz nachvollziehbar war, denn hätten sie sich ein einziges Mal ausgesprochen, hätten sie gewusst, dass sie eigentlich dasselbe wollen und brauchen.

Den spannenden Kick in der Story hat zum Teil auch der Skandal, den Isabella verursacht hat und weshalb sie nach Bath gekommen ist, veranlasst, weil das natürlich nicht einfach ruht wenn sie in eine andere Stadt kommt, sondern es immer einen Twist gibt. Der war auch durch das Auftauchen des Skandals namens "Ashbrooke" gegeben, welcher wiederum recht gut gelungen war, weil man bis zum Ende nicht wusste, was der skrupellose Ashbrooke genau vorhatte und was er tun würde, um seinen Plan zu erreichen.

Der andere Bestandteil der Handlung hat mir zum Teil ganz gut gefallen.
Ich hatte angenommen, dass dies eine humorvolle, leichte Regency Romance-Geschichte für Zwischendurch wird, aber dafür waren die Themen viel zu ernst und gewichtig.
Themen wie Feminismus, Gerechtigkeit und Frauen in der Politik fand ich sehr interessant und ich habe mich gefreut, dass diese so umfassend behandelt wurden, vor allem durch den Charakter Rebecca, die eine große Verfechterin der Frauenrechte ist.
Der Handlungsstrang des Schmuggels wird ebenfalls groß behandelt und hat einen frischen Wind in die Geschichte gebracht, weil er nicht oft in Büchern Bestandteil ist und für weitere Spannung gesorgt hat... Vorerst. Ab der zweiten Hälfte wurde die Geschichte durch dieses Thema aber viel viel dunkler und düsterer und der Charme ist irgendwie verloren gegangen. Die Auflösung war auch ziemlich verworren, ich habe nicht gänzlich verstanden, wie oder ob die Sache nun gelöst wurde.
Zuletzt gab es noch vieeeeele Informationen bezüglich Mode und Umgebung. Ich fand es schön etwas über die damalige Kleidung und den Stil zu erfahren, aber auf gefühlt jeder dritten Seite wurde es mir dann auch too much, genauso wie wenn über Bath gesprochen wurde.

Generell muss ich sagen, basiert die Geschichte auf einer wirklich schönen Idee, doch ich verbinde Regency Romance immer auch mit Leichtigkeit und einem gewissen Charme und beides ist hier etwas zu kurz gekommen oder ab der zweiten Hälfte verloren gegangen.
Viele Themenstränge waren gut überlegt, aber vielleicht wurde ZU viel gewollt, sodass es am Ende auch wirklich ZU viel war.
Im Gegensatz zu den Kritikpunkten kann ich aber sagen, dass der Schreibstil und die Charaktere wirklich ein postivies Gefühl bei mir hinterlassen haben. Isabella und Alexander waren beide sehr aussagekräftig und eigen, ihre Beziehung manchmal etwas unverständlich und zum Aufregen, aber die beiden als Einzelpersonen waren mir super sympathisch.
Ich kann das Buch empfehlen, da jeder sich eine eigene Meinung schaffen sollte, doch mir hat definitiv etwas gefehlt.
3/5⭐

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