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teddy15

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2023

Unterhaltsam

Bissle Spätzle, Habibi?
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Ich habe das Buch durchaus genossen und hatte meinen Spaß beim Lesen. Amaya ist ein netter Charakter, dem man gut nachfühlen kann. Ich muss sagen, mir haben es vor allem ihre lieben Geschwister und eigentlich ...

Ich habe das Buch durchaus genossen und hatte meinen Spaß beim Lesen. Amaya ist ein netter Charakter, dem man gut nachfühlen kann. Ich muss sagen, mir haben es vor allem ihre lieben Geschwister und eigentlich auch ihr Baba angetan. Umso weniger verstehe ich, wie die Beziehung zwischen Amaya und ihrem Baba zwischenzeitlich so angeschlagen sein konnte. Daniel ist ein echter Traummann für sie und er tat mir durchgängig leid, weil er sich so um sie bemüht hat und sie ihn dennoch anlog.
Was ich nicht verstehe, ist eine ziemliche Inkonsistenz: Wozu braucht Amaya nun ihren sexy Schlüpfer, wenn sie doch enthaltsam ist? Das hat mich quasi das ganze Buch über gestört.
Ansonsten habe ich mich mit dem Buch gut amüsiert. Ein paar Klischees weniger wären zwar schön gewesen, aber damit konnte ich auch leben. Ich würde es für seichte Lesestunden empfehlen.
Ich habe das Buch durchaus genossen und hatte meinen Spaß beim Lesen. Amaya ist ein netter Charakter, dem man gut nachfühlen kann. Ich muss sagen, mir haben es vor allem ihre lieben Geschwister und eigentlich auch ihr Baba angetan. Umso weniger verstehe ich, wie die Beziehung zwischen Amaya und ihrem Baba zwischenzeitlich so angeschlagen sein konnte. Daniel ist ein echter Traummann für sie und er tat mir durchgängig leid, weil er sich so um sie bemüht hat und sie ihn dennoch anlog.
Was ich nicht verstehe, ist eine ziemliche Inkonsistenz: Wozu braucht Amaya nun ihren sexy Schlüpfer, wenn sie doch enthaltsam ist? Das hat mich quasi das ganze Buch über gestört.
Ansonsten habe ich mich mit dem Buch gut amüsiert. Ein paar Klischees weniger wären zwar schön gewesen, aber damit konnte ich auch leben. Ich würde es für seichte Lesestunden empfehlen.

Veröffentlicht am 18.03.2023

Hart

Young Mungo
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Mungo ist ungewöhnlich, und damit meine ich sowohl das Buch als auch den Protagonisten. Der 15 Jahre alte Junge lebt mit seiner Schwester und manchmal auch mit seiner alkoholabhängigen Mutter ...

Mungo ist ungewöhnlich, und damit meine ich sowohl das Buch als auch den Protagonisten. Der 15 Jahre alte Junge lebt mit seiner Schwester und manchmal auch mit seiner alkoholabhängigen Mutter in Schottland, in einer kleinen Stadt, in der so gut wie niemand eine Perspektive hat. Sein Bruder Hamish und dessen Verbündete liefern sich regelmäßig Kämpfe mit den Katholiken.
Mungo steckt mittendrin in all dem und sehnt sich nach Liebe. Nach der Liebe seiner Mutter, seiner Schwester – und der eines Jungen. Alle fordern von ihm, härter zu werden, um sich im harten Leben seiner rauen Umgebung zurechtfinden zu können. Dass das nicht Mungos Natur entspricht, interessiert niemanden. Der Junge muss Schlimmes durchleben, was niemand durchleben möchte.
Insgesamt ist Mungo ein sehr harter und gleichzeitig berührender und lesenswerter Roman, den ich ans Herz legen kann.

Veröffentlicht am 07.03.2023

Eindringlich

Wir hätten uns alles gesagt
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Judith Hermanns "Wir hätten uns alles gesagt" ist ein relativ kurzes, autobiographisches Buch, das sich in drei Abschnitte gliedert. Der Schreibstil ist poetisch und eindringlich, oft verdichtet und philosophisch. ...

Judith Hermanns "Wir hätten uns alles gesagt" ist ein relativ kurzes, autobiographisches Buch, das sich in drei Abschnitte gliedert. Der Schreibstil ist poetisch und eindringlich, oft verdichtet und philosophisch. Es erfordert eine gewisse Konzentration und Aufmerksamkeit, um all die kleinen Schätze in diesem Buch zu entdecken. Hermann scheint mit Sprache umgehen zu können wie keine andere und ihre Kunstfertigkeit kommt in diesem Werk besonders zur Geltung.

Obwohl das Buch sehr persönlich ist, haben ihre früheren Werke mehr in der Leserin nachgehallt. Es gab Momente, in denen es fast so schien, als ob man heimlich Tagebuch-Gedanken lesen würde. Es gibt jedoch immer ein Fragezeichen, was ist Wahrheit, was ist Fiktion? Das hat mich zeitweise irritiert und erst gegen Ende konnte ich loslassen.

Insgesamt ist "Wir hätten uns alles gesagt" ein Buch, das fordert und kein leichtes Lesevergnügen bietet. Es erfordert eine gewisse Bereitschaft, sich auf die poetische und verdichtete Sprache einzulassen und es mehrfach zu lesen, um alle kleinen Schätze darin zu entdecken. Judith Hermanns Fähigkeit, Sprache zu nutzen, um das Innere ihrer Charaktere zu erforschen, ist bemerkenswert.

Veröffentlicht am 18.02.2023

Verworren

Gleißendes Licht
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Gleißendes Licht ist an sich ein Buch mit einer interessanten Idee, allerdings hat es mich leider nach dem ersten guten Eindruck enttäuscht. Der Schreibstil ist zwar an vielen Stellen sehr künstlerisch ...

Gleißendes Licht ist an sich ein Buch mit einer interessanten Idee, allerdings hat es mich leider nach dem ersten guten Eindruck enttäuscht. Der Schreibstil ist zwar an vielen Stellen sehr künstlerisch und metaphorisch, allerdings insgesamt zu kompliziert und zu wechselhaft. Der Verlauf der Geschichte springt zu sehr und zwar auf eine Weise, die dem Leser das Folgen der Geschichte eher sehr schwer macht. Geschichtliche Fakten werden mit biografischen Erzählungen und ausgeschmückten Details vermischt und ergeben ein Geflecht, das ich einfach nicht gern gelesen habe. Gleichzeitig bleiben auch die Charaktere trotz zahlreicher Details eher undurchsichtig und nicht wirklich greifbar. Trotz des guten Hintergrunds der Geschichte und des ersten guten Eindrucks bin ich also eher enttäuscht und würde die Lektüre daher leider nicht weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Kein Wohlfühlbuch

Macht
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Macht ist die Geschichte einer jungen Frau, die vergewaltigt wurde und diese Vergewaltigung verdrängt hat, bis sie sie Jahre später wieder mit aller Wucht einholt.
Die Geschichte beschreibt die Gefühle ...

Macht ist die Geschichte einer jungen Frau, die vergewaltigt wurde und diese Vergewaltigung verdrängt hat, bis sie sie Jahre später wieder mit aller Wucht einholt.
Die Geschichte beschreibt die Gefühle und Handlungen der jungen Frau auf eine durchaus bildliche Art und stellt dabei gerne nur indirekte Verbindungen her, sodass man sich als Leser seinen Teil denken muss. Vieles an den Geschehnissen erinnert an viele metoo Geschichten, Geschichten von Frauen, denen nicht geglaubt wird und die an ihrem eigenen Verstand zweifeln. Die Sprache des Buchs ist oft bildgewaltig und vermittelt das ein oder andere Gefühl mit einem durchaus heftigen Bild. Das Buch ist definiti kein Wohlfühlbuch (wie man es bei der Thematik wohl vermuten würde). Ich habe es an vielen Stellen nicht geschafft, die Protagonistin zu verstehen. Sie begeht viele merkwürdige Handlungen und hat viele merkwürdige Gedanken, die wohl einfach ihre Art des Copings mit der Situation sind. An manchen Stellen wirken die Gedanken wie ein Hohn gegenüber anderen Vergewaltigten, was ziemlich schwierig ist. Insgesamt ist Macht ein sehr interessantes Buch und zeigt eine ungewohnte Sichtweise, zu meinen Favoriten wird es jedoch nie gehören.