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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Grandios

Tödliches Angebot
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Das war eines meiner absoluten Most-Anticipated-Bücher dieses Jahr und ich bin so froh, dass es meine Erwartungen erfüllt hat.

Vorweg möchte ich anmerken, dass das Buch definitiv kein Psychothriller ist, ...

Das war eines meiner absoluten Most-Anticipated-Bücher dieses Jahr und ich bin so froh, dass es meine Erwartungen erfüllt hat.

Vorweg möchte ich anmerken, dass das Buch definitiv kein Psychothriller ist, und es in meinen Augen falsch vermarktet wurde. Ich hatte so viel Spaß an der Story, dass es mich nicht so sehr gestört hat, aber wer wirklich eine richtigen Thriller erwartet, der wird hier enttäuscht werden.
Die Hauptfigur ist total unhinged und gegen Ende wird die Geschichte ein bisschen düsterer, aber größtenteils liest es sich wie Contemporary Fiction.

Kurz zum Plot der Geschichte: Margo und ihr Ehemann sind schon länger erfolglos auf der Suche nach einem Eigenheim. Ihr Kinderwunsch verstärkt den Druck, und vor allem Margo wird immer verzweifelter. Als sie durch Zufall auf ihr absolutes Traumhaus stößt, ist für sie klar, dass sie alles tun wird, um es zu bekommen…wirklich alles.

Normalerweise bin ich kein Fan von unsympathischen Protagonisten, aber bei Margo habe ich echt mitgefiebert. Vielleicht, weil ich genau weiß, wie es ist, jahrelang nach einem Haus zu suchen und dabei fast durchzudrehen.
Und ja, vielleicht klingt das verrückt, aber Margos Abstieg in den Wahnsinn zu verfolgen und in ihre immer obsessiveren Gedanken einzutauchen, hat einfach richtig Spaß gemacht.

Dank des mitreißenden Schreibstils, der mich förmlich ans Buch gefesselt hat, kombiniert mit wunderbar sarkastischem Humor, scharfer Gesellschaftskritik und einer Handlung, die ich so noch nie gelesen habe, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Ein fantastischer Debüt-Roman und eine klare Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Leider nicht überzeugend

The Exes
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Puh, ich hab’s geschafft.
So fühle ich mich nach dem Beenden des Buches, als hätte ich eine anstrengende Aufgabe endlich erledigt.

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, und die Story klang ...

Puh, ich hab’s geschafft.
So fühle ich mich nach dem Beenden des Buches, als hätte ich eine anstrengende Aufgabe endlich erledigt.

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, und die Story klang richtig vielversprechend:
Nach drei gescheiterten Beziehungen scheint Natalie mit James endlich ihr Glück gefunden zu haben. Als es jedoch erneut anfängt zu kriseln, hat Natalie Sorge, dass James so enden könnte wie auch ihre drei Exfreunde: tot!
Kann sie James trauen? Kann sie sich selber trauen?

Ich hatte mit dem Buch leider wirklich meine Schwierigkeiten.
Ich habe überhaupt nicht in die Story hineingefunden und bin bis kurz vor dem Ende nicht in einen angenehmen Lesefluss gekommen. Vor allem die erste Hälfte des Buches war für mich mehr Arbeit als Vergnügen. Es ist keine Spannung aufgekommen. Die Handlungen haben sich nur sehr schleppend entwickelt, und die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel waren zum Teil einfach nur verwirrend.
Auch die Übersetzung hat sich zwischendurch sehr holprig gelesen.
Am interessantesten fand ich die Einblicke in die Psychotherapie-Sitzungen.

Die letzten 100 Seiten haben mir im Vergleich zum Rest des Buches deutlich besser gefallen, sodass ich trotzdem noch 3 Sterne vergeben kann. Der Ton war plötzlich ein ganz anderer, die Handlung wurde spannender, und es gab ein paar ganz gute, wenn auch nicht unbedingt glaubwürdige, Twists.

Es war definitiv nicht der fesselnde Thriller, den ich mir erhofft hatte. Stattdessen hat es sich eher wie weird girl fiction mit starkem Fokus auf toxischen Beziehungen angefühlt.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Atmosphärisch

Eisnebel
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Eigentlich klingt es nicht schlecht: Zwei Wochen wird Theodora mit ihrem Verlobten Connor auf dessen abgelegenem, luxuriösem Familienanwesen verbringen, umgeben von einer malerischen Winterlandschaft, ...

Eigentlich klingt es nicht schlecht: Zwei Wochen wird Theodora mit ihrem Verlobten Connor auf dessen abgelegenem, luxuriösem Familienanwesen verbringen, umgeben von einer malerischen Winterlandschaft, und dabei seine Familie kennenlernen. Alles andere als gut klingen jedoch die Drohnachrichten, die sie immer wieder erhält. Jemand möchte sie von diesem Ort fernhalten. Als Theo Hinweise entdeckt, die darauf hindeuten, dass sie nicht zum ersten Mal auf Idlewood ist, spitzt sich die Lage weiter zu.

Zu Beginn des Buches hatte ich das Gefühl, dass es ein neuer Favorit werden könnte. Je näher ich jedoch dem Ende kam, desto mehr hat mich die Story verloren.

Das Setting auf dem verschneiten Berg ist definitiv perfekt für den Winter. Die Autorin schafft es, eine wirklich frostige Atmosphäre zu erschaffen, sodass man sich beim Lesen direkt in eine warme Decke einkuscheln möchte.

Frostig ist auch die Familie selbst – es gibt jede Menge unsympathische Charaktere, und alle scheinen Dreck am Stecken zu haben. Wer auf toxische Familiendynamiken steht, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich bin mit den Charakteren leider nicht wirklich warm geworden und hatte durchweg das Gefühl, dass sie auf Distanz gehalten wurden.

Zudem hat für mich nach dem starken Start einfach der Spannungsbogen gefehlt. Zwar gab es immer wieder interessante Momente, dazwischen plätscherte die Handlung jedoch vor sich hin. Leider wirkten auch einige der Twists sehr konstruiert und gewisse Aussagen wurden so oft erwähnt, dass es langweilig wurde.

Alles in allem war es zwar bei weitem kein totaler Flop für mich, aber es war auch nicht der Pageturner, den ich mir erhofft hatte. Ein sehr atmosphärischer und ruhiger Thriller, der einem leider nicht das Blut in den Adern gefrieren lässt.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Atmosphärisch

Mumpelmoff und das Wunder am Schloss
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„Mumpelmoff und das Wunder am Schloss“ ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit viel Fantasie und Wärme von Freundschaft, Mut und dem Glauben an sich selbst erzählt. Im Mittelpunkt steht der kleine ...

„Mumpelmoff und das Wunder am Schloss“ ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit viel Fantasie und Wärme von Freundschaft, Mut und dem Glauben an sich selbst erzählt. Im Mittelpunkt steht der kleine Mumpelmoff – ein sympathisches, pelziges Wesen, das gemeinsam mit seinem treuen Begleiter Kleinsmeins auf eine zauberhafte, manchmal auch melancholische Reise geht.

Die Geschichte vermittelt wichtige Botschaften: dass man sich nicht verstellen muss, um gemocht zu werden, und dass wahre Freundschaft auf Ehrlichkeit und Vertrauen beruht. Besonders die detailreichen Illustrationen fallen sofort ins Auge – sie sind wunderbar atmosphärisch, leicht düster, aber zugleich von einer märchenhaften Schönheit. Dadurch passt es perfekt in der Herbst- und Winterzeit.

Allerdings konnten uns nicht alle Aspekte vollständig überzeugen. Der Text ist stellenweise etwas verschachtelt, und die vielen Wortneuschöpfungen, so kreativ sie auch sind, erschweren den Lesefluss beim Vorlesen ein wenig. Obwohl das Buch für einige Lacher gesorgt hat, hat gerade mein jüngeres Kind viele der Worte nicht verstanden.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Interessant

Die drei Leben der Cate Kay
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Cate Kay, die Autorin einer internationalen Bestseller-Trilogie, ist ein Mysterium. Niemand kennt ihr Gesicht oder ihren echten Namen – doch jetzt ist sie endlich bereit, ihre Geschichte zu erzählen.

Dieses ...

Cate Kay, die Autorin einer internationalen Bestseller-Trilogie, ist ein Mysterium. Niemand kennt ihr Gesicht oder ihren echten Namen – doch jetzt ist sie endlich bereit, ihre Geschichte zu erzählen.

Dieses Buch ist ihre Autobiografie: Wir lernen Cate als Annie kennen, ein Mädchen aus einer Kleinstadt, das davon träumt, gemeinsam mit ihrer besten Freundin berühmt zu werden. Doch Cate ist schon lange nicht mehr Annie, sie lebt unter dem Namen Cass Ford ein völlig anderes Leben.
Und wir erfahren nun, warum.

Was mich, abgesehen vom Klappentext, neugierig gemacht hat, war der Vergleich mit „Die sieben Männer der Evelyn Hugo“, einem Buch, das ich geliebt habe. Und ja, gewisse Ähnlichkeiten sind definitiv spürbar, doch Evelyn Hugo ist Cate Kay letztlich doch um einiges voraus, vor allem, weil sie sich viel realer angefühlt hat und mich stärker in den Bann gezogen hat.

Statt nur Cate selbst zu Wort kommen zu lassen, wird ihre Geschichte aus der Sicht vieler verschiedener Personen erzählt, die zu unterschiedlichen Zeiten in ihrem Leben eine mehr oder weniger wichtige Rolle gespielt haben. Dieses Konzept hat mir gut gefallen, auch wenn es an manchen Stellen etwas verwirrend war.

Die Kapitel sind allgemein recht kurz gehalten, was mir grundsätzlich sehr zusagt. An einigen Stellen wirkte der Wechsel zwischen ihnen jedoch etwas abrupt, vor allem, weil die zahlreichen Perspektivwechsel ohnehin dafür sorgen, dass man sich immer wieder neu orientieren muss.

Ein absoluter Pluspunkt für mich war die queere Repräsentation, die mir wirklich gut gefallen hat.

Worauf ich mich nicht so ganz einlassen konnte, ist ein zentraler Teil der Handlung (genauer benennen kann ich ihn nicht, das wäre ein Spoiler), auf dem der gesamte Rest der Geschichte aufbaut. Er passt zwar dazu, dass Cate insgesamt eher passiv wirkt – und natürlich reagiert jeder anders auf traumatische Erlebnisse –, aber für mich war das einfach nicht glaubwürdig.
Und ich hätte mir generell ein bisschen mehr Schwung und Spannung gewünscht.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was die Autorin als Nächstes schreiben wird, denn ihr Schreibstil war an sich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich sehe durchaus Potenzial, dass mich ein zukünftiges Buch der Autorin voll und ganz überzeugen könnte.

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