Eine gute Idee, die für mich aber an der Umsetzung gescheitert ist
Cruel is the Light – Ihre Liebe ist groß, ihre Macht unendlich (Cruel is the Light 1)Dieses Buch hat mich wirklich herausgefordert, wie kaum ein anderes. Ich lese eigentlich gern Fantasy und komme normalerweise nach ein paar Seiten rein, aber hier war das leider nicht so.
Von Anfang an ...
Dieses Buch hat mich wirklich herausgefordert, wie kaum ein anderes. Ich lese eigentlich gern Fantasy und komme normalerweise nach ein paar Seiten rein, aber hier war das leider nicht so.
Von Anfang an wird man regelrecht mit Namen, Charakteren, Rängen, Hintergrundgeschichten und der komplexen Welt bombardiert. Selbst mit Glossar und Register war ich oft überfordert und wusste nie, welche Infos wirklich wichtig sind. Dazu kommen die Perspektivwechsel, die teilweise innerhalb eines Kapitels ohne Kennzeichnung stattfinden, was mich ständig rausgebracht hat.
Auch die Handlung selbst war oft schwer nachzuvollziehen. Vieles wurde nur angerissen oder angedeutet, Zusammenhänge blieben unklar, und immer wieder hatte ich das Gefühl, dass mir wichtige Informationen fehlen. Die Fantasy-Elemente und das komplexe Worldbuilding haben es zusätzlich schwer gemacht, einen Zugang zur Geschichte zu finden.
Bei den Figuren hatte ich ebenfalls meine Schwierigkeiten. Jules fiel mir leichter, weil er emotionaler gezeichnet ist. Seline blieb lange sehr distanziert und schwer greifbar. Erst gegen Ende konnte ich ein bisschen mehr Zugang zu ihr finden. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden war zwar süß, aber insgesamt zu oberflächlich, um wirklich mitzufühlen.
Was mir jedoch gut gefallen hat, ist die Grundidee und die Kreativität der Welt. Man merkt, dass die Autorin sich viele Gedanken gemacht hat. Leider wird das im Buch selbst nicht ausreichend transportiert, sodass vieles für mich unverständlich blieb und ich oft das Gefühl hatte, dass mir wichtige Informationen fehlen, die ich als Leserin nicht bekomme.
Fazit:
Trotz guter Ansätze bei Charakteren und Welt kann ich mir nicht vorstellen, den zweiten Band zu lesen. Für mich war das Lesen eher anstrengend als unterhaltsam. Hätte ich es nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es sehr wahrscheinlich abgebrochen, obwohl ich normalerweise nie Bücher abbreche.