Tolle Korea Vibes, emotional, mit kleinen Schwächen
Prinzessin der tausend Diebe – BetrayedDer Einstieg ins Buch war genau mein Ding: Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt mitten rein. Die Geschichte bleibt durchweg rasant, was den Lesefluss super unterstützt. Besonders die Begegnung zwischen ...
Der Einstieg ins Buch war genau mein Ding: Kein langes Vorgeplänkel, sondern direkt mitten rein. Die Geschichte bleibt durchweg rasant, was den Lesefluss super unterstützt. Besonders die Begegnung zwischen Ran und Sora hat mich direkt gepackt. Die charakterlichen Gegensätze der beiden bringen Spannung in die Dynamik.
Was mich besonders begeistert hat, sind die vielen kleinen Details aus der koreanischen Kultur – Bilder wie „so rot wie Gochugaru“ oder poetische Beschreibungen wie „Blumen aus Feuer“ schaffen eine besondere Stimmung, mal humorvoll, mal fast lyrisch.
Der Stil wirkt allerdings stellenweise etwas abgehackt, Dialoge manchmal holprig. Sora als Protagonistin war für mich nicht immer leicht greifbar. Oft war sie sehr wütend, impulsiv und wirkte jünger, als sie eigentlich sein sollte. Trotzdem zeigt sie im Verlauf eine spannende Entwicklung. Jia wurde für mich zur Überraschungsfigur. Ihre Entwicklung hat mich überzeugt. Mit Ran gibt es tolle Szenen, aber auch er hat mich nicht ganz überzeugt.
Die Prüfungen waren überraschend grausam und heftig, sehr bildlich beschrieben – auf eine gute Art und Weise. Ganz anders als ich vom Cover oder Klappentext erwartet habe.
Was ich schade fand: Manche Aspekte (z. B. das Worldbuilding, der Clan selbst) bleiben mir zu vage. Das Buch hätte gut ein paar Seiten mehr vertragen, um die die tollen Ideen noch besser auszuschmücken.
Das Finale war kraftvoll, für mich aber tatsächlich zu viel Geschichte in zu kurzer Zeit und hat mich etwas verwirrt zurückgelassen. Trotzdem bleibt die Neugier, wie es weitergeht, denn das Potenzial ist riesig.