Cover-Bild Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern

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14,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Penhaligon
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 09.05.2017
  • ISBN: 9783764531447
Kendare Blake

Der Schwarze Thron 1 - Die Schwestern

Roman
Charlotte Lungstrass-Kapfer (Übersetzer)

Düster und unglaublich fantasievoll: Der Fantasy-Bestseller aus den USA!

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …



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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2017

Interessanter Auftakt

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Schon als ich den Klappentext zu "Der Schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake gelesen habe, war ich wirklich interessiert an der Story. Und eigentlich ist die Geschichte um Katharine, Arsinoe ...

Schon als ich den Klappentext zu "Der Schwarze Thron - Die Schwestern" von Kendare Blake gelesen habe, war ich wirklich interessiert an der Story. Und eigentlich ist die Geschichte um Katharine, Arsinoe und Mirabella auch wirklich gut. Aber eben nur eigentlich... Was ich damit meine?

Im Klappentext wird von Katharine, Arsinoe und Mirabella erzählt, drei Schwestern, Drillinge, mit interessanten Gaben, die jede einen Anspruch auf den Thron der Insel haben. Allerdings wird daraus wahrscheinlich ein Blutbad, denn nur die Stärkste von ihnen, eben diejenige, die ihre anderen Schwestern besiegt, kann rechtmäßige Königin werden. Die Kurzbeschreibung verspricht Spannung und theoretisch ist diese auch vorhanden, wenn leider auch erst gegen Ende des Buches.

Beim Anfang des Buches hatte ich das Gefühl, ich beweg mich auf der Stelle. Natürlich ist es komplex, die Schwestern, ihre Umgebung und ihre Familien vorzustellen, und natürlich spielt sich alles wahrscheinlich zur selben Zeit ab, aber man kommt nicht weg, zumindest kam ich mir so vor. Nebenbei fühlte ich mich auch irgendwann erschlagen von Personen und Orten, denn durch die abwechselnde Sicht in jedem Kapitel kam man gerade am Anfang wirklich kaum mit. Außerdem passierte es immer wieder, dass ich mich endlich in das Leben der im Kapitel beschriebenen Schwester eingefunden habe, da endete es auch schon wieder und ich fand mich auf einmal wieder ganz woanders.

Etwas, das ich auch als etwas störend empfand und der Geschichte wahrscheinlich nicht Gutes getan hat: Die Erzählweise. Mir gefiel, dass ich wirklich in das Leben jeder Schwester einblicken konnte, allerdings waren manche Kapitel dann doch auch echt unnötig, denn es wurde eben nicht nur über Katharine, Mirabella und Arsinoe erzählt, sondern auch über ihre Familien, aber mal ehrlich, vielleicht mag es für gewisse Situationen nötig gewesen sein, wenn ich allerdings ein solches Buch schreibe, dann muss ich nicht wissen, welche Nebenfigur sich wie fühlt oder ähnliches. Für mich war es schwierig, mich mit den wichtigen Situationen auseinander setzen zu können, denn ich hatte das Gefühl, dass die Nebencharaktere und ihr Hintergrund viel wichtiger waren als die Hauptstory.
(dazu kommt, dass ich Bücher in Präsens als so unglaublich schwer zu lesen empfinde.. aber das ist etwas persönliches und sollte nicht allzu groß im Fokus sein ^^)

Zum Ende des Buches wurde es zum Glück dann doch noch einigermaßen spannend. Die Kapitel konzentrierten sich dann doch wieder mehr auf das Wesentliche und hielten sich kurz, die Handlung war gezielter. Ein Cliffhanger durfte dann natürlich auch nicht fehlen, allerdings habe ich mir da doch mehr versprochen, denn überrascht war ich schon, aber wirklich umgehauen ala "Oh mein Gott, wie soll ich es bis zum nächsten Band aushalten" hat er mich nicht.

An und für sich war die Geschichte nicht schlecht, die Idee ist interessant und auf den letzten knapp 100 Seiten wird es auch endlich ein wenig actionreicher. Allerdings verspricht das Buch von sich selbst zu viel und wird sich selbst nicht gerecht. Fehlende Spannung, wenig Tiefe in den Figuren und zu viele Nebenhandlungen machen es doch schwer, sich voller Begeisterung für den nächsten Band zu erwärmen. (wobei ich mich kenne und gar nicht anders kann, als den zweiten Band zu lesen :D)

Veröffentlicht am 11.02.2018

Fantasievolle Grausamkeit

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Cover:
Ich mag die Cover sehr. Sie sind schlicht gehalten und schaffen es trotzdem, sofort die Neugier des Lesers zu bewirken. Für mich passen sie auch sehr gut zur Geschichte, weil sie einen essentiellen ...

Cover:
Ich mag die Cover sehr. Sie sind schlicht gehalten und schaffen es trotzdem, sofort die Neugier des Lesers zu bewirken. Für mich passen sie auch sehr gut zur Geschichte, weil sie einen essentiellen Punkt der Geschichte zeigen.

Inhalt:
Inhaltlich ist die Story auf jeden Fall interessant und zum Großteil auch spannend gestaltet. Der Anfang zog sich etwas, bis die Spannung gemächlich hochgezogen wurde, doch irgendwann war ich mitten drin in der Geschichte und konnte sie nicht mehr aus der Hand legen.
Ich verfolgte sehr neugierig die drei Handlungsstränge um die Königinnen, die erst nach und nach miteinander verflochten werden.
Prinzipiell fand ich alle ganz interessant, aber ich muss sagen, dass sich die Handlung um Katharine für mich ziemlich zog. Der Spannungsbogen des Buches war damit etwas schwierig, weil ich mich auf manche Abschnitte immer wieder freute und mich wiederrum durch andere etwas quälte, weil es nicht wirklich voran ging, vor allem an Anfang.
Doch die Geschichte konnte mich immer mehr begeistern, sodass ich richtig mitfieberte und vor allem nach dem Ende sofort weiterlesen wollte.



Charaktere:

Kendare Blake (Quelle)
Der Schwerpunkt der Geschichte liegt vor allem auf den drei Königinnen. Ich empfand sie als sehr unterschiedlich, was mir persönlich sehr gefiel. Während Katharine eher ruhig und zurückhaltend, ja geradezu unterwürfig ist, erschien mir Arsinoe als ein purer Wildfang. Sie hat Energie, liebte die Natur und war gleichzeitig schwach wie auch eine Kämpferin. Mirabelle war das Herz der Geschichte mit ihrem emotionalen Charakter.
Jede der Königin tickte in gewisser Weise gänzlich anders und faszinierte auf ihre Weise.
Mir gefiel es auch besonders gut, dass neben den Königinnen auch einige Nebenfiguren sehr viel Raum bekamen.Zum Beispiel konnte mich auch Julies, Arsionoes Freundin sehr begeistern.
Hinsichtlich der Charaktere konnte mich die Autorin auf jeden Fall überzeugen.

Schreibstil:
Ich mochte den Schreibstil der Autorin sehr gerne. Insgesamt fand ich, dass die Autorin eine angenehme Waage zwischen Beschreibungen und Dialog und fortschreitender Handlung gehalten hat.
Besonders der Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven gefiel mir richtig gut. Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf den Königinnen, aber auch andere Figuren bekommen sehr viel Raum.
Das einzige, was mir stilistisch nicht zusagte, waren die Kapitelüberschriften.
Die folgten für mich keiner sinnvollen Struktur, was ich sogar als störend empfand.

Fazit:
"Der schwarze Thron - Die Schwestern" ist der Auftakt einer fantasievollen wie grausamen Reihe rund um die drei Königsschwestern.
Die Grundidee des Buches ist auf jeden Fall spannend und unterhaltsam. Der Anfang zog sich etwas und rund herum gab es kleine minimale Schwächen aus meiner Sicht, aber dennoch empfand ich das Buch als sehr spannend, sodass ich das Buch sehr schnell durchgelesen habe.
Ich kann es auf jeden Fall jedem empfehlen, der ein Fan von verstrickten Fantasygeschichten mit Verschwörungen und Intrigen ist!

Veröffentlicht am 26.01.2018

Die Schwestern

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Der Schreibstil von Kendare Blake ist einfach toll. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mich super in Arsinoe, Mirabella und Katharine hineinversetzen. Man hat das Gefühl, selber an der Story ...

Der Schreibstil von Kendare Blake ist einfach toll. Ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mich super in Arsinoe, Mirabella und Katharine hineinversetzen. Man hat das Gefühl, selber an der Story teilzuhaben und alles selber zu erleben. Kendare Blake schreibt so, dass man wirklich alles, also die Charaktere, das Setting und alles drumherum, wirklich vor seinem geistigen Auge sieht und es sich einfach realistisch vorstellen kann. Und dabei schreibt sie auch noch so flüssig, dass man sehr schnell durchkommt; ich glaube ich habe circa vier Stunden für das Buch gebraucht. Also ein großes Lob für diesen großartigen Schreibstil!

Die Charaktere sind total unterschiedlich! Die drei Schwestern sind in fast jeder Hinsicht das genaue Gegenteil und haben nur eines gemeinsam: Sie kennen das Gefühl, das eigen Fleisch und Blut töten zu müssen oder selber sterben zu müssen! Doch welche ist stark genug dafür? Als erstes haben wir Kharine, die Giftmischerin, die aber ihre Gabe noch nicht beherrscht. Dafür kann sie die besten und stärksten Gifte zusammenmischen. Die zweite Königin ist Arsinoe, die Naturbegabte, deren Gabe sich auch noch nicht gezeigt hat. Sie kann keine Blume erblühen lass, ganz zu schweigen davon, dass ihr Familiaris also ihr Tier sich noch nicht gezeigt hat. Und die letzte Königin ist Mirabella, deren Gabe schon lange vorhanden und sehr stark ausgeprägt ist. Sie ist eine Elemantwandlerin, kann also die Elemente beherrschen.

Die Handlung beginnt mit Katharine und wechselt dann immer zwischen den Dreien. Man erfährt erstmal wer die wichtigsten Personen für die Königinnen sind und wo sie leben. Dann erfährt man immer mehr über die „Wahl“ der nächsten Königin. Amn Beltane, einem Fest, werden sich die Königinnen begegnen und mit dem gesamten Volk Fennbirns feiern und sie müssen die Menschen davon überzeugen, dass sie die nächste Königin sein wird. Also muss jede eine überzeugende Vorführung ihrer Gabe bieten, was für Katharine und Arsinoe schon mal ein großes Problem darstellt. Und zu dem Umstand, dass ab dem 16. Geburtstag der Königinnen die Jagd aufeinander, die ein Jahr lang dauern kann, beginnt, kommen noch viele größere Probleme. Zum Beispiel Liebe, Hass und Verrat… Doch werden die Königinnen überhaupt bis Beltane überleben?

Fazit: Ein großartiges Fantasybuch, dass mit tollen Charakteren, einem beeindruckenden Setting und einem schönen Schreibstil überzeugt! Das Ende hat mich fassungslos stehen lassen und ich bin so gespannt auf den zweiten Teil!!! Wenn ihr euch das Buch wenigstens mal anseht, macht ihr nichts falsch ?

Veröffentlicht am 19.01.2018

ein solider Auftakt zu einer interessanten, düsteren Serie

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Der schwarze Thron – Die Schwestern ist der gelungene Auftakt einer düsteren Geschichte, die weniger mit atemloser Spannung und vielmehr mit einer Vielzahl an mitreißenden Handlungssträngen, hinterlistigen ...

Der schwarze Thron – Die Schwestern ist der gelungene Auftakt einer düsteren Geschichte, die weniger mit atemloser Spannung und vielmehr mit einer Vielzahl an mitreißenden Handlungssträngen, hinterlistigen Intrigen und vielschichtigen Figuren zu überzeugen vermag.
Kendare Blake hat eine gleichermaßen interessante wie grausame Welt erschaffen, in der eine Königin in der Regel Drillinge gebärt, die schon als Kinder voneinander getrennt werden und Jahre später gezwungen sind einander bis auf den Tod zu bekämpfen, da nur eine von ihnen letztlich gekrönt werden kann. Von Kindesbeinen an wird ihnen somit unermüdlich eingeschärft, dass entweder sie ihre Schwestern töten müssen oder ansonsten selbst früher oder später von ihnen getötet werden.

Auf eine gewisse Weise muss den Inselbewohnern bewusst sein, dass es falsch ist Schwestern zu so etwas zu zwingen, schließlich würde niemand mit einer Königin tauschen wollen. Trotzdem käme offenbar nie jemand auf die Idee aktiv etwas dagegen zu unternehmen, weil sich traurigerweise schon längst alle damit abgefunden haben. Ebenso traurig und erschreckend ist, dass sich anscheinend niemand vorstellen kann, dass eine Königin ihre Schwestern trotz ihres aufgezwungen Schicksals lieben könnte und einen reinen Akt der Liebe daher partout nicht als solchen erkennen, sondern stets Berechnung oder andere schlimme Beweggründe dahinter vermuten.

Das Leben auf der Insel wirkt eher altertümlich und ursprünglich. Die feinen, gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Fennbirn und der Realität fallen meistens aber erst durch den Vergleich mit dem so genannten Festland auf, beispielsweise wenn der Festland-Junge irgendetwas seltsam findet. Die Menschen vom Festland kommen ohnehin nur selten und ausschließlich aus einem von zwei Gründen auf die Insel: Handel oder Brautwerbung. Sie sind also entweder Händler oder Freier, die um die Gunst der künftigen Königin buhlen, deren Gemahl stets vom Festland stammt.

Der größte Unterschied zwischen Fennbirn und dem Festland ist jedoch die Magie, die in verschiedenen Formen auf der Insel zweifellos existiert. Viele Bewohner haben bestimmte Begabungen und sie alle glauben an eine Göttin, die ihnen diese Gaben verleiht, die Insel am Leben erhält und der jeweiligen Königin zu gegebener Zeit die nächste Generation an Drillingen schenkt. Sie ist es auch, die jede Flucht unmöglich macht und verhindert, dass eine der angehenden Königinnen die Insel vor der Inthronisierung einfach verlässt.

Die meisten Bewohner der Insel gehören entsprechend ihrer Gabe einem von drei großen Clans an: Giftmischer, Elementwandler und Naturbegabte. Die Bezeichnung gibt zugleich Auskunft über ihre Fähigkeiten: Sie sind immun gegen Gifte, können ein oder mehrere Elemente beherrschen oder die Natur beeinflussen, wobei letztere zusätzlich über einen Familiaris verfügen, einen tierischen Gefährten, mit dem sie geistig verbunden sind. Zwischen diesen Clans herrscht eine große Rivalität, denn jeder von ihnen will die eigene Königin auf dem Thron sehen und die Positionen im Schwarzen Rat einnehmen, der herrscht bis die nächsten Königinnen erwachsen sind.

Daneben gibt es noch den Tempel als eine Art religiöse Institution, der auf die Einhaltung aller Regeln und Rituale achtet. Eigentlich sollte er allen drei Königinnen neutral gegenüber stehen, doch stattdessen gibt es inzwischen auch einen Machtkampf zwischen dem Tempel und dem Schwarze Rat, die beide die Kontrolle über das Volk erlangen wollen, weshalb die Hohepriesterin des Tempels zum ersten Mal in der Geschichte klar Stellung bezogen hat und nur eine der Königinnen unterstützt.

Alle drei Königinnen der aktuellen Generation sind sehr unterschiedliche Figuren mit verschiedenen Talenten und Charaktereigenschaften. Nachdem sie voneinander getrennt wurden, ist jede von ihnen bei einem anderen Clan mit abweichenden Gaben und vor allem völlig andersartigen Erziehungsmethoden aufgewachsen. Im Verlauf der Handlung macht jede von ihnen eine große Entwicklung durch.

Katharine ist von den Drillingen am meisten zu bemitleiden. Anfangs ist sie sehr schwach und kränklich, da sie wegen ihrer kaum ausgeprägten Giftmischer-Gabe permanent von ihrem eigenen Clan vergiftet wird, in der Absicht irgendwann vielleicht eine gewisse Immunität zu erwirken, bisher allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Dass Giftmischer aus Prinzip nur vergiftete Nahrung servieren, ist somit alles andere als hilfreich und aufrichtige Zuneigung wurde ihr ebenfalls so gut wie nie entgegen gebracht. Stattdessen wird sie ständig dafür bestraft, dass sie auf Grund der schädlichen Wirkungen der Gifte klein, dürr und blass ist. Weil die letzten drei Königinnen vor ihr Giftmischerinnen waren und von ihr erwartet wird die nächste zu sein, steht sie unter großem Druck. Sie hat aber immerhin ein Händchen für das Mischen von Giften und kann es scheinbar kaum noch erwarten diese Fähigkeit bei ihren Schwestern zur Anwendung zu bringen.

Die Elementwandler-Gabe von Mirabella ist hingegen ausgesprochen stark ausgeprägt, was sie zur mächtigsten der drei Schwestern macht. Ihre Gabe hat sich schon sehr früh gezeigt, weshalb sie seit ihrer Kindheit unter der strengen Aufsicht des Tempels steht, der für sie seine Neutralität aufgegeben hat und andauernd versucht sie im Hinblick auf seine Zwecke zu beeinflussen und zu kontrollieren. Dennoch ist Mirabella die einzige, die sich heftig dagegen wehrt ihre Schwestern ausschließlich als Feinde zu betrachten, was vor allem daran liegt, dass sie als einzige noch Erinnerungen an Arsinoe und Katharine sowie ihre gemeinsame Zeit mit ihnen hat. Während der Tempel darin eine Schwäche sieht und die Priesterinnen alles tun, um die Schwestern gegeneinander aufzuhetzen, will Mirabella einfach niemanden töten. Dieser Wunsch lässt sie mit der Zeit immer aufmüpfiger werden und gegen den Tempel aufbegehren, der ihre Freiheit daraufhin immer stärker einschränkt und sie mehr und mehr unter Druck setzt.

Arsinoe steht im krassen Gegensatz dazu am wenigsten von allen Schwestern unter Druck und genießt sämtliche Freiheiten, denn wegen ihrer scheinbar ebenfalls kaum erwachten Gabe gehen ohnehin fast alle Mitglieder ihres Clans davon aus, dass sie nach dem Beltanefest von einer der anderen Königinnen getötet wird. Das ist mit Sicherheit kein schönes Gefühl, zumal Arsinoe natürlich nicht sterben möchte. Sie ist zwar nicht sonderlich erpicht darauf ihre Schwestern umzubringen, wird sich aber auch nicht kampflos geschlagen geben. Deshalb wendet sie sich schließlich der niederen Magie zu, die jedoch nicht ganz ungefährlich und dazu noch bei den Inselbewohnern verpönt ist, da sie sogar von Menschen ohne Gabe genutzt werden kann.

Die drei Königinnen sind allerdings nicht die einzigen erwähnenswerten Charaktere. An ihrer Seite gibt es zahlreiche interessante Nebenfiguren, wie Arsinoes beste Freundin Jules, deren Familiaris ein Berglöwe ist, was sie womöglich zur stärksten Naturbegabten macht, die die Insel je gesehen hat; Pietyr, der gleich zu Beginn viele Sympathiepunkte sammeln kann, weil er einer der wenigen liebenswerten Giftmischer zu sein scheint; Joseph, den man anfangs sehr mag, der später aber leider sämtliches Wohlwollen ihm gegenüber einbüßt; Natalia Arron, die voller Widersprüche steckt und Katharine trotz ihres meist kühlen Verhaltens zu lieben scheint; Billy, der Festlandjunge, der Arsinoe ein guter Freund wird; die junge Priesterin Elizabeth, die Mirabella eine loyale Freundin ist und eher auf ihrer Seite als auf der des Tempels steht.

Generell lebt die Geschichte vor allem von den verschiedenen Figuren, ihren Beziehungen zueinander und den Entwicklungen, die sie durchleben. Die Handlung beginnt ziemlich ruhig und wird erst im späteren Verlauf wirklich spannend und ereignisreich. Dank der vielen Intrigen und Machtspiele, der düsteren Welt, in der es immer wieder Neues zu entdecken gibt, der unterschiedlichen Perspektiven und der verschiedenen Handlungsstränge, die ebenfalls erst zum Ende hin zeitweilig ineinander übergehen, ist das Buch jedoch trotzdem durchgängig fesselnd.

Die letzten Kapitel sind noch einmal besonders packend, die Lage spitzt sich eindeutig zu und ab einem gewissen Punkt kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen bevor die letzte Zeile gelesen ist. Und die hat es in sich, denn mit einer solch überraschenden Wendung hätte man nie und nimmer mehr gerechnet. Man ist unheimlich gespannt auf die Konsequenzen dieser ungeahnten Enthüllung und kann es daher kaum noch erwarten die Fortsetzung zu lesen. Der zweite Band verspricht nämlich nach den letzten Ereignissen und nun, da man die Figuren und die Welt bereits kennt, noch um einiges spannender zu werden.

Der Schreibstil lässt sich flüssig und angenehm lesen, zwischen dem Leser und den einzelnen Charakteren bleibt allerdings immer eine gewisse Distanz bestehen, die leider verhindert, dass man sich den Figuren wirklich verbunden fühlt. Die düstere, zum Teil fast schon trostlose Atmosphäre, die Kendare Blake erzeugt, passt dafür umso besser zur Handlung. Zwischendurch wird die Stimmung aber ab und an durch eine notwendige Prise Humor aufgelockert.


FAZIT
Mit Der schwarze Thron – Die Schwestern hat Kendare Blake einen soliden Auftakt zu einer interessanten, düsteren Serie geliefert, die zwar nicht unbedingt mit nervenaufreibender Spannung, dafür jedoch mit anderen Qualitäten überzeugen kann: Intrigante Figuren, packende Handlungsstränge und ein Ende mit einer absolut unerwarteten Erkenntnis, die einen vollkommen sprachlos zurücklässt.

Veröffentlicht am 13.01.2018

Wow!

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Schon letztes Jahr wurde mir das Buch auf Englisch empfohlen.
Als es dann endlich den Erscheinungstermin für Deutschland gab, konnte ich es kaum noch erwarten.

Eigentlich lese ich nicht im Bereich High ...

Schon letztes Jahr wurde mir das Buch auf Englisch empfohlen.
Als es dann endlich den Erscheinungstermin für Deutschland gab, konnte ich es kaum noch erwarten.

Eigentlich lese ich nicht im Bereich High Fantasy, nur Young Fantasy konnte mich bisher immer begeistern.
Aber dieses Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen.
Und viel zu schnell war es dann auch schon wieder vorbei.

Selbst für so eine Romantikerin wie mich, die sonst eigentlich viel Wert auf ein Happy End liegt, gab es auch was zum schwärmen.
Es ist also für jeden was dabei.

Anfangs hatte ich noch ein paar Bedenken, weil die Story abwechselnd von den Schwestern erzählt wird. Da dachte ich, dass mir dann viel Kontext fehlen wird und wenn jedes Mal die Handlung dann plötzlich wechselt, kann natürlich auch mal was verloren gehen.
Aber das war hier nicht der Fall.
Durch die ganzen Sichtwechsel kam nie Langeweile auf und ich flog nur so durch das Buch.
Permanent passiert etwas. Und man lernt die drei Schwestern sehr gut kennen.
Das gefiel mir mit am meisten. Obwohl drei Leben in ein Buch gepackt wurden, erfährt man alles.
Die Vergangenheit, das was momentan passiert und man lernt die Charakter der Mädchen zu verstehen.
Besonders Katharine hat es mir angetan.
Aber jede Schwester ist auf ihre Art besonders. Mirabella hat es, entgegen jeder Meinung, gar nicht so einfach wie alles denken. Eigentlich ist sie die friedliebende, die mit ihren Schwestern nie richtig abschließen konnte.
Arsinoe konnte mich dagegen nicht so sehr begeistern. Sie wirkte gegen ihre Ziehschwester und ihren Jugendfreund recht blass.

Aber am Ende ändert sich nochmal alles komplett.
Ich fand das Buch ja bis dahin schon mega aufregend und toll. Aber das was am Ende passeirt...absolut WOW!

Ich will jetzt unbedingt wissen wie es weitergeht, weil der Cliffhanger schon ganz schön fies war.