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Veröffentlicht am 14.10.2021

Regenglanz - Anya Omah

Regenglanz
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Verletzlich, aber stark
Kunststudentin Alissa arbeitet neben der Uni als Tätowiererin. Sie ist gut in ihrem Job, ausgesprochen gut. Nur scheint das ihren neuesten Kunden nicht zu interessieren, der sich ...

Verletzlich, aber stark
Kunststudentin Alissa arbeitet neben der Uni als Tätowiererin. Sie ist gut in ihrem Job, ausgesprochen gut. Nur scheint das ihren neuesten Kunden nicht zu interessieren, der sich offenbar kein Tattoo von einer Frau stechen lassen will. Sexistischer Mistkerl.
Entschlossen, aber sanft
Als Sportstudent Simon Alissa das erste Mal sieht, rauben ihm ihre tiefblauen Augen fast den Atem. Er fühlt sich sofort von ihr angezogen – und will ihr auf keinen Fall das extrem peinliche Tattoo zeigen, das eigentlich überstochen werden soll. Aber nun hält sie ihn für ein Arschloch. Und das ist noch schlimmer.
Zusammen, aber verloren
Alissa und Simon. Während der Sitzungen lernen sich die beiden kennen – und mit jedem Treffen knistert es mehr. Doch keiner von ihnen ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass sie mit ihrer beginnenden Beziehung gerade ein Tabu brechen …
(Klappentext)


Bei der Vorstellung des neuen Programms von Kyss bin ich direkt neugierig auf dieses Buch geworden und habe ich mich sehr darauf gefreut es zu lesen.
"Regenglanz" hat sein Setting in Hamburg und als Leser*in lernt man zuerst den Sportstudentin Simon kennen, der endlich für sein Tattoo ein Cover-up möchte, um den Namen seiner Ex plus ein Motiv auf seiner Brust loszuwerden. In dem Tattoo-Studio INKnovation begegnet er zum ersten Mal der Tätowiererin Alissa und ist direkt hin und wenig von ihr. Alissa hat sich eigentlich die Regel gesetzt, nichts mit ihren Kunden anzufangen, aber gleichzeitig fängt sie an ihn zu mögen. Mit seiner liebevollen und freundlichen Art und schönen gemeinsamen Momenten bahnt er sich einen Weg in ihr Herz. Die beiden ahnen aber nicht, dass sie eine verbotene Grenze überschreiten.
Zitat Alissa : "Ich spüre seine Hand an meiner Wange, Finger, die mich streicheln, und seinen Atem auf meiner Stirn, weil wir uns noch immer nah sind. Zu nah. Verboten nah."
Mir hat die Tattoo-Thematik ziemlich gut gefallen, es war mal was Neues und interessant darüber zu lesen. Alissas Liebe zur Kunst war ein passender Aspekt dazu. Im Vordergrund stand neben der Liebesgeschichte die charakterliche Tiefe von Alissa und Simon und dem was sie früher erlebt haben. Besonders Alissa hat mit dem Folgen von einem bestimmten furchtbaren Ereignis zu kämpfen.
Ein wenig schade fand ich, dass Alissas Problem präsenter dargestellt wurde, als Simons Vergangenheit. Meistens zeigt sich Alissa taff, sie hat aber genauso eine verletzliche Seite und es belasten sie Schuldgefühle. Insgesamt geht es in dem Buch auch viel um Familie und Beziehungen zu Eltern und Geschwistern.
Zitat Simon : "»Das Herz hat ein verdammt gutes Gedächtnis, wenn es um Schmerz, Verlust und Trauer geht.« Alissa nickt. »Verdammtes Elefantenherz.« »Elefantenherz ...«, murmele ich vor mich hin, weil der Vergleich so gut passt."
Simon und Alissa wirkten auf mich beide ziemlich sympathisch. Ich mochte die Liebesgeschichte echt gerne, die Chemie von ihnen zusammen, ihre ernsten und humorvollen Gespräche und wie sie füreinander Gefühle haben, jedoch auf einmal alles nicht mehr so einfach für sie ist. Die Handlung hat mich im Großen und Ganzen überzeugt und Anya Omahs Schreibstil fand ich angenehm und flüssig. Calla und Leo - Alissas beste Freundinnen - waren auch oft präsent in dem Buch und ich bin schon gespannt auf ihre eigenen Geschichten in den zwei Folgebänden.

Fazit :
Ich habe die Geschichte von Alissa und Simon total gerne gelesen. Für mich war es aber kein Highlight und ein sehr gutes 4 Sterne Buch.

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Vielleicht passiert ein Wunder - Sara Barnard

Vielleicht passiert ein Wunder
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Steffi spricht nicht.
Rhys kann nicht hören.
Doch die beiden verstehen einander auch ohne Worte.
Steffi ist so lange still gewesen, dass sie das Gefühl hat, unsichtbar zu sein. Doch dann kommt Rhys an ...

Steffi spricht nicht.
Rhys kann nicht hören.
Doch die beiden verstehen einander auch ohne Worte.
Steffi ist so lange still gewesen, dass sie das Gefühl hat, unsichtbar zu sein. Doch dann kommt Rhys an ihre Schule. Er ist gehörlos und schert sich nicht darum, ob jemand redet oder nicht. Steffi und Rhys finden eine ganz besondere Art, miteinander zu kommunizieren. Schnell brauchen sie nicht mehr als einen Blick, um zu wissen, was der jeweils andere gerade fühlt. Durch Rhys lernt Steffi, dass ihre Stimme etwas wert ist, dass sie gehört werden will, Rhys gibt ihr den Mut, wieder zu sprechen. Und dann passiert … ein Wunder.
(Klappentext)


Als ich zum ersten Mal gelesen habe, worum es in dem Buch geht, war die besondere und einzigartige Idee dahinter für mich ausschlaggebend, dass es auf meine Wunschliste gewandert ist. Steffi und Rhys kommunizieren beide nicht über gesprochene Worte und genau deswegen hält es der Jahrgangsleiter ihrer Highschool für toll die beiden einander vorzustellen.
Zitat : "Unauffälligkeit ist meine Tarnung, Schweigen ist mein Schutzschild. Deshalb bleibe ich stumm."
Steffi beschreibt den Grund dafür, dass sie kaum redet, selbst als "selektiven Mutismus" - eine schwere soziale Angststörung in Kombination mit großer Schüchternheit. Rhys ist taub und nutzt hauptsächlich die Gebärdensprache, die auch Steffi mal gelernt, darin jedoch eher unsicher und ungeübt ist. Weil ihre beste Freundin Tem jetzt nicht mehr die Schule besucht, wird das neue Schuljahr für Steffi eine besondere Herausforderung. Aber noch etwas ist jetzt anders für sie, denn zum ersten Mal nimmt sie Medikamente um ihre psychische Krankheit besser in den Griff zu kriegen. Bei Leuten, die ihr vertraut sind, fällt es Steffi deutlich einfacher zu reden.
Das Buch wird aus der Perspektive von Steffi erzählt und ich fand es sehr interessant durch die Buchseiten mitzuerleben, wie sich für sie der Alltag und ihr Problem mit dem Sprechen anfühlt. Ab und zu gibt es kleine Liste von Steffi, z.B. "Die fünf Schlimmsten Situationen für Stummsein". Mir gut gut gefallen, wie die Autorin dies herübergebracht und ich habe Steffi schnell in mein Herz geschlossen.
Zitat : "Er ist ein genauso großer Feigling wie ich selbst. Also wisst ihr was ? Ich beschließe, es einfach auszusprechen. Ein einziges Mal in meinem klitzekleinen, angsterfüllten Leben die Wagemütige zu sein."
Auch Rhys ist ziemlich schüchtern und es war so süß zu lesen, wie sich ihre Liebesgeschichte ganz zart entwickelt hat, und genauso waren ernste und berührende Momente Teil der Handlung. Ich fand es überzeugend gemacht, wie Situationen, in denen es kompliziert und gefährlich sein kann, nicht durch gesprochenen Worte kommunizieren zu können, thematisiert wurden. Die Autorin hat es gelungen dargestellt, dass es wichtig ist, über sich hinauszuwachsen.
Im großen und ganzen mochte ich die Handlung gerne, nur ich habe einen Wow-Effekt vermisst. Mit dem Schreibstil von Sara Barnard hatte ich auch eine schöne Lesezeit. Und auch wenn mich gerade der Klappentext neugierig gemacht hat, finde ich die deutsche Inhaltsbeschreibung und den Titel nicht ganz so passend und im Englischen ist es besser gewählt.

Fazit :
Mochte ich richtig gerne, super niedliche Liebesgeschichte, aber es hat der Wow-Effekt gefehlt.

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Die Ring-Chroniken - Begabt - Erin Lenaris

Die Ring-Chroniken - Begabt
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Wie schmerzhaft sind Lügen? Was, wenn du sie fühlen könntest? Von ihnen umringt wärst? Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als ...

Wie schmerzhaft sind Lügen? Was, wenn du sie fühlen könntest? Von ihnen umringt wärst? Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, der mörderischen Hitze und dem quälenden Durst zu entkommen – Emony muss eine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert. Rasch kommt sie dahinter, dass ihr Arbeitgeber die Wüstenbewohner betrügt. Der einzig ehrliche Mensch scheint ihr Ausbilder Kohen zu sein, für den sie bald mehr empfindet. Kann sie ihm im Kampf gegen den übermächtigen Gegner vertrauen? Und sind die Lügen noch viel größer als vermutet?
(Klappentext)


Die erschreckende Zukunftsvision der Autorin von unserer Welt, in der Wasser ein kostbares Gut und die Erde flächendeckend hauptsächlich nur noch eine Wüstenlandschaft besteht, fand ich eine spannende Ausgangssituation für eine Dsytopie. Emony und ihre Mutter müssen jeden einzelnen Tropfen Wasser genau dosieren und rationieren. Das Leben in der Rauring-Wüste ist ein harter Kampf ums Überleben und die einzige Möglichkeit das zu ändern kann nur eine Ausbildung bei dem Unternehmen WERT sein und die spätere Arbeit in einem Kraftwerk.
Zitat : "Die Firma versorgt uns nicht nur mit Wasser, Energie und revolutionärer Technologie, sondern ermöglicht uns auch ein besseres Leben."
Bereits die erste Prüfung bestehen nur wenige und danach ist die Chance erfolgreich alles zu überstehen gering. Jeder Tag ist für Emony eine Herausforderung, im Training fällt es ihr schwer mit anderen mitzuhalten, aber sie hat keine andere Wahl als ihre Leistung zu verbessern, um ihr Ziel zu erreichen. Glücklicherweise hat sie ihren besten Freund Felix an ihrer Seite und findet in Mila während der Ausbildungszeit eine neue Freundin.
Zitat : "Immer tiefer versinke ich in meiner Träumerei, bis ich abrupt daraus aufschrecke. Plötzlich erkenne ich, was sich über Tage hinweg in mein Unterbewusstsein geschlichen hat : Ich habe mich in Kohen verliebt !"
Leider war mir Emony als Protagonistin insgesamt eher unsympathisch. Einige ihrer Handlungen waren unüberlegt und zu unbeherrscht. Bei der Liebesgeschichte fand ihr Verhalten oft nicht nachvollziehbar und nervig. Total schnell himmelt sie ihren Ausbilder Kohen an und verliebt sich in ihn. Dabei verliert sie ihr eigentliches Ziel aus den Augen und sucht immer wieder unbedingt seine Nähe. Kohens Gefühle für sie dagegen kamen aus meiner Sicht nicht so richtig herüber, wirkten wenig authentisch und konstruiert.
Nicht gut gemacht fand ich, dass es klischeehaft einen guten und einen bösen Ausbilder gab. Die Handlung insgesamt hat mich auch nicht richtig überzeugt und ich habe nicht den Wunsch zu erfahren, wie es weitergeht. Der Schreibstil von Erin Lenaris okay, ab und zu leicht langatmig und mich hat die Geschichte nicht toll fesseln können. Spannend war Emonys Fähigkeit Lügen zu erkennen, ein gut gemachtes Detail.
Eine Szene ist mir besonders negativ aufgefallen, wo technische Vorgänge in einem Kraftwerk beschrieben wurden und ich dies nicht gut verständlich erklärt fand. Für mich persönlich sind genaue Technik-Details einer Bohrung nur wenig interessant.

Fazit :
Nicht überzeugend mit der Liebesgeschichte, der Protagonistin und das Buch konnte mich als Gesamtpaket leider eine Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts - Sophie Jordan

Königreich der Schatten - Rückkehr des Lichts
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Seit Jahren herrscht Finsternis über dem Königreich Relhok. Doch Luna, die wahre Königin des Reiches, ist es mithilfe des Waldläufers Fowler gelungen, aus Relhok zu fliehen. Der Mörder ihrer Eltern droht, ...

Seit Jahren herrscht Finsternis über dem Königreich Relhok. Doch Luna, die wahre Königin des Reiches, ist es mithilfe des Waldläufers Fowler gelungen, aus Relhok zu fliehen. Der Mörder ihrer Eltern droht, auch sie zu töten. Auf der Flucht wird ihr Verbündeter lebensgefährlich verletzt. Nur die fremden Soldaten des Königs Lagonia können ihnen helfen. Doch kann sie ihnen vertrauen? Um endlich der Dunkelheit zu entkommen und ihre Feinde zu besiegen, müssen sich Luna und Fowler ihrer Bestimmung stellen.
(Klappentext)


Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht.

Vor ein paar Jahren habe ich den ersten Teil dieser Dilogie gelesen und viel zu lange damit gewartet, endlich zu erfahren, wie es mit Luna und Fowler weitergeht.
Relativ schnell habe ich mich in der Welt voller Dunkelheit, in der es nur eine Stunde Helligkeit am Tag gibt, den Finsterirdischen und dem grausamen König Cullan zurechtgefunden und war nach nur wenigen Seiten wieder total gefesselt. Um den Thron von Rehfolk besteigen zu können, hat Cullan vor siebzehn Jahren Lunas Eltern ermordet und ist seitdem an der Macht. Auf der Suche nach Luna lässt er Mädchen in seinem Königreich töten, ihre Existenz eine Gefahr für seine Herrschaft ist.
Zitat Luna : "Ich hatte eine Mission. Ich würde sie nicht vergessen. Ich konnte nicht. An jedem Tag, den ich hier verbrachte, in jedem Augenblick, der verging starben Mädchen. Cullan musste Einhalt geboten werden."
Luna möchte diese Tode verhindern und sich ihm ausliefern, was Fowler überhaupt nicht passt. Er will sie nicht verlieren und am liebsten mit ihr sich weiter nach Allu durschlagen, Gerüchten zu folge, der einzige Ort, an dem man vor den Finsterirdischen komplett sicher ist. Auch seinem Vater möchte er nie wieder begegnen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass Luna erneut als starke und mutige Protagonistin dargestellt wurde. Sie lässt sich nicht unterkriegen und auch ihre Blindheit beeinträchtigt sie nicht, mit ihrem geschärften Gehör und ihrem Geruchssinn kann sie sich orientieren und ist nicht hilflos. Fowler weiß das, trotzdem ist es im wichtig Luna zu beschützen.
Zitat Fowler : "»Lass nicht zu, dass sie dich brechen. Sei stark, sei das mutige Mädchen, als das ich dich kenne. Du wirst das hier überstehen. Du weißt, wie man überlebt.«"
Bei ihrer Liebesgeschichte haben die beiden mit Vertrauensproblemen wegen den Lügen über ihre Herkunft zu kämpfen. Von Fowler fühlt sich Luna verraten, weil er ihr verschwiegen hat, wer sein Vater ist. Auch sie selbst hat ihn über ihre Eltern belogen. Ich mochte es, wie das thematisiert wurde und dass Luna und Fowler Meinungsverschiedenheiten haben, gleichzeitig aber tiefe Gefühle für einander haben.
Dieser finale Band der Reihe war eine gute Abwechslung mit dem Handlungsort und dem Geschehen insgesamt zum vorherigen Band. Der Fokus lag eher weniger auf dem Fantasy-Aspekt und das Königreich Lagonia und sein Hof waren mehr im Vordergrund. Es gab auch neue Nebencharaktere, wie Chasan oder Maris und mich konnte die Handlung insgesamt begeistern. Durch den sehr flüssigen Schreibstil der Autorin flogen die Seiten nur so dahin.

Fazit :
Hat mir richtig gut gefallen, ich habe den Abschluss der Reihe von Luna und Fowler sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Long Distance Playlist - Tara Eglington

Long Distance Playlist
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Isoldes Herz ist gebrochen: Eben noch war sie mit dem coolsten Jungen aus ihrer Ballettgruppe zusammen. Doch dann erwischt sie ihren Freund beim Fremdknutschen - und vermasselt prompt das für sie so wichtige ...

Isoldes Herz ist gebrochen: Eben noch war sie mit dem coolsten Jungen aus ihrer Ballettgruppe zusammen. Doch dann erwischt sie ihren Freund beim Fremdknutschen - und vermasselt prompt das für sie so wichtige Vortanzen. Voller Liebeskummer zieht sie sich zurück - bis sie eine Mail von Taylor erhält, ihrem ehemals besten Freund. Sie haben sich aus den Augen verloren, als er vor Jahren weggezogen ist. Isolde ist sich unsicher: Will sie den Kontakt überhaupt wieder? Doch dann nähern sich die beiden durch endlose Chats und Musikplaylisten erneut an ...
(Klappentext)


Ich mag Romane super gerne, in denen die Hauptcharaktere miteinander chatten, telefonieren etc. und sich über die Ferne eine Liebesgeschichte entwickelt. Genau deswegen wollte ich dieses Buch lesen und war gespannt auf Isolde und Taylor, die früher beste Freunde waren, aber es dann eine jahrelange Funkstille gab.
Zitat E-Mail von Isolde an Taylor : "Tay, du weißt, dass mir unsere Gespräche auch die Welt bedeuten, oder ? [...] Mir geht es genauso wie dir. Mir fehlen auch die Worte, um meine Gefühle zu beschreiben, die nach unserem Telefonat empfunden habe."
Isolde lebt in Australien und Taylor in Neuseeland, und durch die Freundschaft ihrer Eltern kennen die beiden sich seit Kindestagen und haben sich regelmäßig gesehen. Ein großer Streit zwischen den beiden hat dies verändert und der Kontakt entsteht erst wieder durch Isoldes Mutter, die wegen dem großen Liebeskummer ihrer Tochter Taylor kontaktiert, weil ihm selbst das Herz schon stark gebrochen wurde. Davon ist Isolde gar nicht begeistert, es ist ihr peinlich, aber von da an haben sie und er wieder Kontakt und nähern sich wieder an.
Sie haben sich viel zu erzählen, Isolde nicht nur von ihrem blöden Ex-Freund, sondern von dem enormen Leistungsdruck beim Ballett und der Stimmung bei ihr zu Hause in der Familie. Das Tanzen nimmt fast ihre ganze Freizeit ein und sie möchte unbedingt an der National Ballett School angenommen werden, um professionelle Balletttänzerin zu werden. Alles andere rückt für Isolde neben dem Ballett in den Hintergrund und ihr Leben ist komplett danach ausgerichtet. Sie musste so viel dafür aufgeben und je näher die entscheidende Prüfung rückt, kommen ihr Zweifel, ob es das wert ist.
Vor etwas mehr als einem Jahr erlitt Taylor einen Unfall, woraufhin sein Bein amputiert werden musste und sein Traum von einer Karriere als Snowboarder zerbrochen ist. Mit seiner Prothese fühlt er sich unter Menschen immer noch nicht wohl, hat Probleme, weil sie manche ihn anders behandeln oder verurteilen. Und seit dem verheerenden Unfall hat er sich nicht mehr auf ein Board getraut.
Mir waren Isolde und Taylor beide sympathisch und ich fand es sehr interessant einen Einblick in die Welt vom Leistungssport Ballett und Snowboarder und dem Wunsch von Sportlerinnen beruflich erfolgreich damit zu werden. Welchen Herausforderungen ihnen begegnen können und der Umgang damit.
Die Handlung des Buches wird chronologisch mit Datum und zum Teil auch der Uhrzeit aus zwei Sichten erzählt. Es gibt Messenger-Unterhaltungen, Skype-Gespräche, E-Mails oder Telefonate - hauptsächlich zwischen Isolde und Taylor, aber es gab auch Chats mit ihren jeweils besten Freunden Ana und Finn. Gegenseitig fangen die Protagonist
innen an sich Playlists zu schicken, extra erstellt für spezielle Momente, z.B. gegen Liebeskummer.
Zitat Taylor : "Sie ist nur ein Mädchen. Sie ist DAS Mädchen. [...] Deshalb bin ich nervös, sie im Juni zu sehen. Es wird mich zerstören, wenn sie sich komisch verhält oder mich anders behandelt als früher."
Schon lange ist Taylor in Isolde verliebt und ihr geht es genauso. Sie wissen jedoch nichts von den Gefühlen des anderen und haben Angst den anderen zu verlieren. Das war zwar etwas klischeehaft, hat mich aber nicht gestört und vor allem hat die die geografische Entfernung ihre Liebesgeschichte besonders gemacht. Auch ein geplantes Wiedersehen macht sie und ihn unglaublich nervös.
Mit dem total angenehmen Schreibstil der Autorin sind die Seiten nur so dahin geflogen und ich hatte eine schöne Lesezeit.

Fazit :
Süße Liebesgeschichte über zwei ehemals beste Freunde, die sich über eine geografische Entfernung online wieder annähern. Leistungssport und Karriere-Träume spielen ebenfalls eine große Rolle und geben dem Buch Tiefe.

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