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Veröffentlicht am 08.09.2020

Wir fliegen, wenn wir fallen - Ava Reed

Wir fliegen, wenn wir fallen
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Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem ...

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.
(Klappentext)


Vor längerer Zeit habe ich ein Fantasy-Buch von Ava Reed gelesen und jetzt habe ich zum ersten Mal Lesestunden mit einem Contemporary-Jugendbuch von ihr verbracht. Besonders die Idee mit zwei jungen Menschen, die sich überhaupt kennen oder mögen, gemeinsam auf eine Reise gehen, um eine Liste zu erfüllen, hat mich sehr neugierig gemacht.
Zitat Noel : "Ich muss mich verhört haben. Nie im Leben werde ich mit der Lesemaus da drüben zusammen um die Welt reisen und diese abgedrehte Wunschliste erfüllen. Wenn überhaupt, dann mache ich das alleine, für Phil."
Weder Yara noch Noel sind begeistert davon, dass die zusammen die Liste meistern sollen. So hat es sich Phil ausdrücklich gewünscht und nur deswegen entschließen sie sich dazu seinem Wunsch nachzukommen, für ihn und im Gedenken an ihn. Trotzdem können einander so gar nicht leiden und streiten sich ständig. Besonders Noel verhält sich unfreundlich gegenüber Yara und sie hält ihn für einen überheblichen und arroganten Idioten, der sie wahnsinnig nervt. Von ihrem Charakter sind sie total verschieden, fast nie einer Meinung und das fand ich sehr unterhaltsam zu lesen.
Yara mochte ich als Protagonistin ganz gerne, sie liebt Bücher, was ihr natürlich schon mal ein paar Sympathiepunkte eingebracht hat. Durch den Tod ihrer Eltern musste sie einiges mitmachen und seitdem lebt sie eher nur vor sich hin. Lichtblicke waren für sie die Besuche bei Phil im Altenheim, für den sie vorgelesen hat. Anfangs war er für sie ein völlig Fremder, doch schnell ist eine schöne und sehr einzigartige Freundschaft entstanden.
Auch Noels aktuelle Lebenssituation ist nicht besonders toll. Sein Alltag besteht aus seinem Job in einem Fast-Food-Restaurant, wo er es hasst zu arbeiten, und er hat keine guten Aussichten für eine bessere Zukunft, was aber auch an ihm selbst und seiner Art liegt. Er sieht sich als teamunfähiger Einzelgänger und kommt allgemein eher mürrisch und wenig freundlich herüber. Dadurch kam er oft ein wenig unsympathisch rüber.
Total gut gefallen hat mir an dem Buch die gelungene Charakterentwicklung von Yara und Noel. Es war schön zu sehen, wie die Reise sie verändert hat und auch die Botschaft am Ende der Geschichte fand ich super.
Zitat Yara : "Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten die Zeit für sie."
Leider konnte mich die Handlung nur teilweise überzeugen. Zum einen hätte ich mir deutlich mehr Ausführungen bei den Orten gewünscht, die die beide besuchen, um die Liste abzuarbeiten. Das war viel zu kurz erzählt und zu rasch waren die beiden schon an ihrem nächsten Reiseziel. Mehr Seiten wären gut gewesen und ich fand es sehr schade, dass hier das Potenzial meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde.
Und zum anderen hat mich die Liebesgeschichte nicht wirklich begeistern können. Sie war zwar süß gemacht, aber leider passierte sie zu schnell und war dadurch zum Teil unrealistisch und nicht authentisch. Zeitweise haben mich die beiden auch etwas damit genervt, wie sie über ihre Gefühle für den anderen denken.
Den Schreibstil fand ich angenehm und schnell zu lesen, nur hat mich das Buch nicht total fesseln können und ich hatte nicht das Bedürfnis, unbedingt zu erfahren, was als Nächstes geschieht.

Fazit :
Nicht schlecht und nett für zwischendurch, leider aber auch nicht mehr, ich hatte einige Kritikpunkte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Magic Academy - Die Kandidatin - Rachel E. Carter

Magic Academy - Die Kandidatin
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Der Kampf um die Schwarze Robe duldet keine Liebenden …
Die 20-jährige Ryiah hat es geschafft – sie ist Kriegsmagierin von Jerar! Doch sie träumt immer noch von der Robe des Schwarzen Magiers, dem Mächtigsten ...

Der Kampf um die Schwarze Robe duldet keine Liebenden …
Die 20-jährige Ryiah hat es geschafft – sie ist Kriegsmagierin von Jerar! Doch sie träumt immer noch von der Robe des Schwarzen Magiers, dem Mächtigsten aller Kriegsmagier. Ry hat ein Jahr, um sich auf das prestigeträchtige Turnier um den nächsten Schwarzen Magier vorzubereiten. Dabei muss sie gegen einen Gegner antreten, den sie noch nie besiegt hat: kein Geringerer als ihr Verlobter Prinz Darren …
(Klappentext)

Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den dritten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht.

Der zweite Band hatte mit einer sehr überraschenden Wendung geendet, dass Darren seine Verlobung mit Ryiah bekannt gegeben hat und sie somit bald eine Prinzessin von Jerar wird. Bis es allerdings soweit ist und die Hochzeit stattfindet, wird Ryiah ihren Dienst als Kriegsmagierin in Ferren's Keep antreten. Dort teilt man sie einem Trupp zu, der aus Magiern, Rittern und Soldaten besteht und hauptsächlich im umliegenden Dienst auf Patrouille geht.
Allerdings muss sie dann damit klar kommen, dass fast alle denken, sie wäre nur an diesem Einsatzort gelandet, weil sie die Verlobte von Prinz Darren ist und nicht wegen ihrer Fähigkeiten. Von großer Bedeutung ist für Ryiah zudem, das Turnier, was in diesem Jahr stattfindet und sie die Chance darauf hat die nächste schwarze Magierin zu werden. Aber dafür muss sie alle anderen Kriegsmagier besiegen, und obwohl sie sich als zweitranghöchste Kriegsmagierin in ihrem Jahrgang von der Akademie bewiesen hat, ist das alles andere als leicht.
In dem Buch geht es zum Teil viel um Kriegsstrategien und einen möglichen Krieg zwischen Jerar und Caltoth, und dabei ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass ich in dieser Buchreihe eine Karte vermisst habe. Es wäre einfacher nachzuvollziehen gewesen, wo die nachbarlichen Kaiser- und Königreiche liegen und dadurch auch zu verstehen, welche Grenzpunkte für Jerar gefährlich sein könnten.
Zitat : "Ich ließ meinen Schild herunter, und meine Magie schoss hervor wie ein Raubvogel, ein flinker, dunkler Schattenwirbel und das Blitzen von Metall in der Sonne."
Wie schon in den ersten beiden Bänden mochte ich Ryiah richtig gerne. Sie hat es durch hartes Training geschafft eine sehr gute Magierin zu werden, was am Anfang der Reihe noch unerreichbar für sie schien. Ich fand es erneut spannend zu lesen, wie sie ihre Magie im Kampf einsetzt, indem sie Waffen heraufbeschwört und damit immer wieder anders auf ihren Gegner reagieren kann. Jedoch wird sich Ryiah auch bewusst, wie viel Macht der König nun über sie hat und gleichzeitig verändert ihre zukünftige Stellung am Hof einiges. Manche Leute denken nur an anders über sie und erwarten von ihr, dass sie Dinge beeinflussen kann und sehen dabei gar nicht, dass sie von dem König und Blayne mehr als nur unerwünscht ist.
Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, Ryiahs Zwillingsbruder Alex, ihre beste Freundin Ella oder auch ihr Ex-Freund Ian, dem sie damals das Herz wegen Darren gebrochen hat, weil sie eigentlich immer nur ihn verliebt war und sich selbst etwas vorgemacht hat. Ryiah ist eine Protagonistin, die sie taff zeigt, aber auch nicht perfekt ist und Fehler macht.
Mich konnte auch überzeugen, dass sie und Darren in ihrer Beziehung Probleme und Meinungsverschiedenheiten hatten. Sie hat ihn anders kennengelernt als alle andere, hat erkannt, was ihn ausmacht und dass ihn sein Leben als Prinz auch in mehrfacher Hinsicht negativ geprägt hat und sein Vater König Lucius einiges von ihm verlangt und fordert. Ich finde es toll, wie super die beiden zusammen passen und einander gut tun. Insgesamt hat mir die Liebesgeschichte klar besser gefallen als noch im zweiten Band, wo ich nicht wirklich begeistert von der Entwicklung war.
Zitat : "»Wünschst du mir kein Glück ?«, flüsterte ich ihm im Vorbeigehen zu. »Hast du nicht nötig.«"
Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist leider, dass es recht langatmig geschrieben war. Eigentlich mochte ich den Schreibstil, ich konnte mir alles schön bildlich vorstellen, aber es hat sich auch sehr gezogen, was ich total schade fand.

Fazit :
Von der Handlung her fand ich das Buch gut und spannend gemacht, nur leider war dieser Teil der Reihe langatmig zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Ezyln - Im Zeichen der Seherin - Karolyn Ciseau

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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*Kannst du das Schicksal aufhalten?*

Ezlyn hat eine besondere Gabe, sie kann das Ende eines jeden Menschen voraussehen. Tag und Nacht verfolgen sie die schrecklichen Bilder ihrer Visionen. Und eine hat ...

*Kannst du das Schicksal aufhalten?*

Ezlyn hat eine besondere Gabe, sie kann das Ende eines jeden Menschen voraussehen. Tag und Nacht verfolgen sie die schrecklichen Bilder ihrer Visionen. Und eine hat sich unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingebrannt: ihr eigener Tod, verursacht durch die Hand eines Schattenkriegers. Einer jener Männer, die bekannt und gefürchtet sind für ihre Fähigkeit, durch bloße Berührung Leben zu nehmen. Als Ezlyn schließlich in den Dienst einer reichen Adelsfamilie tritt, führt ihr Schicksal sie ausgerechnet an die Seite eines solchen Schattenkriegers. Der schweigsame und unnahbare Dorian könnte der sein, der ihr den Tod bringt – und dennoch bewegt er ihr Herz wie kein anderer ...

(Klappentext)



Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und ich war super neugierig auf das Buch. Ezlyn wächst als Todesseherin in einem Tempel auf, bis zu dem Tag, ab dem sie für einen Lord arbeiten muss und für diesen und seine Gefolgschaft Voraussagen treffen soll.

Für sie ist das eine große Veränderung von nun an einem Lord zu dienen und ihre Freundinnen nie wieder zu sehen. Und vor allem hat sie immer im Hinterkopf, dass sie bald dem Schattenkrieger begegnen könnte, der sie töten wird. Dieser ist ausgerechnet auch am Hof ihres Lords angestellt und Ezlyn lebt in ständiger Angst vor ihm. Ich fand es spannend zu lesen, wie sie sich am Schloss einlebt, Voraussagen treffen muss und ungewollt Dorian öfters über den Weg läuft.

Zitat : "Ich hätte ihn unter Tausenden wiedererkannt. Jeder einzelne seiner Gesichtszüge hatte sich in mein Gedächnis gebrannt."

Als Protagonistin war mir Ezlyn von Beginn an sehr sympathisch mit ihrer Art. Mir hat es richtig gut gefallen, dass sie extra den Umgang mit einem Schwert erlernt hat, um ihrem eigenen Tod zu verhindern. Sie ist nicht tatenlos, sondern kämpferisch und mutig. Nur leider hat sie im Laufe der Geschichte ein paar unkluge, leichtsinnige und unvernünftige Entscheidungen getroffen.

Zunächst weiß man über den Schattenkrieger Dorian nur wenig, durch seine Fähigkeit nur mit der Berührung seiner Hände jemanden zu töten, wirkt er furchteinflößend und unnahbar. Er ist schwer zu durchschauen, auch wenn ich dann nach einer gewissen Weile, eine klare Vermutung zu ihm hatte. Malachi war ein sehr vielschichtiger und interessanter Charakter. Reagiert unerwartet, zeigt sich nett, aber man weiß nicht so ganz, ob man ihm trauen kann.

Überzeugend gemacht war die Grund-Idee mit den Todesseherinnen, die ein unterwürfiges und nicht selbstbestimmtes Leben haben, nach ihrer Zeit im Orden einfach an Lords verkauft werden und dies als ihr Schicksal akzeptieren müssen. Keine Chance zu entscheiden, wie sie leben wollen, sondern werden wie ein Werkzeug benutzt.

Zitat : "Unsere Waffe war nicht das Schwert, sondern unsere besondere Gabe, in die Zukunft blicken zu können. Aber in diesem Augenblick, da sich der Mond hinter den Wolken hervorschob und die Klinge meines Kurzschwertes im Licht glitzerte, war ich mir sicher, dass die sich täuschten."

Die Liebesgeschichte und deren Entwicklung zwischen den beiden mochte ich einerseits total gerne, aber gleichzeitig konnte ich gegen Ende Ezlyns Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehen und ein paar Gewisse Worte kamen viel zu früh.

Insgesamt hat mir die Handlung gut gefallen, besonders wenn es actionreiche Szenen gab. Flüssig, fesselnd und angenehm war der Schreibstil zu der Autorin zu lesen und ich hatte schöne Lesestunden mit dem Buch. Ich würde es toll finden, wenn es einen Folgeband geben würde.

Fazit : Mir hat das Buch richtig gut gefallen, nur ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört. Schön gemachte und spannende Romantasy.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Beautiful Liars - Geliebte Feindin - Katharine McGee

Beautiful Liars, Band 3: Geliebte Feindin
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New York, 2119. Auch ein Jahr nach den tragischen Ereignissen im Tower kehrt im höchsten Wolkenkratzer der Welt kein Frieden ein. Die Polizei nimmt überraschend die Ermittlungen in einem mysteriösen Todesfall ...

New York, 2119. Auch ein Jahr nach den tragischen Ereignissen im Tower kehrt im höchsten Wolkenkratzer der Welt kein Frieden ein. Die Polizei nimmt überraschend die Ermittlungen in einem mysteriösen Todesfall wieder auf, und die Mitwisser drohen aufzufliegen. Um einer Strafe zu entgehen, spinnen sie ihr Netz aus Lügen weiter, und am Ende steht wieder jemand auf dem Dach des Towers, bereit, alles hinter sich zu lassen …
(Klappentext)


Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den dritten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht.

Nachdem das Buch bei mir einziehen durfte, habe ich ein wenig hinein geblättert und den Prolog gelesen habe, hatte ich ein starkes ungutes Gefühl für das Ende und habe deswegen länger gebraucht, bis ich richtig zu dem Buch gegriffen habe.
Dann hat mir aber der Einstieg mit den ersten Kapiteln richtig gut gefallen und mit jeder gelesenen Seite war ich wieder mehr der Geschichte und der von der Autorin erschaffenen Zukunft. Das Geschehen schließt nicht nahtlos an, sondern seit den Ereignissen in Dubai sind mehrere Monate vergangen. So hat Avery einige Monate in Oxford verbracht und hat dort versucht zu verdrängen, dass eine Liebe mit ihrem Adoptivbruder Atlas unmöglich ist und er mit ihr Schluss gemacht hat. Doch nach dem Sommer bleibt ihr keine Wahl als nach New York zurückzukehren, besonders weil ihr Vater das Amt des Bürgermeister erstrebt und seine Tochter als Publicity benutzen möchte.
Zitat Leda : "Sie wollte mit den Fäusten um sich schlagen und schreien, bis der Himmel aufriss. Sie konnte nicht mehr schlafen, wurde verfolgt von traurigen Blicken von Eris auf dem Dach, die sie unheilvoll aus ihren bernsteingefleckten Augen ansah."
Leda hat dagegen ganz andere Probleme, durch Mariel weiß sie, dass Eris ihre Halbschwester war und macht sich deswegen noch mehr Schuldvorwürfe wegen ihrem Tod. Sie gerät in eine dunkle Phase, flüchtet sich erneut in Drogen und ihre Therapeutin rät ihr sich von allen Dingen aus ihrer Vergangenheit zu trennen, weshalb sie ihre Beziehung mit Watt beendet. Als sie jedoch von ihm erfährt, dass Mariel tot aufgefunden wurde und die Polizei Ermittlungen anstellt, bekommt sie große Angst davor, was die Ermittler noch alles herausfinden könnten. Denn ausgerechnet Mariel kannte die Geheimnisse von Watt, Leda, Avery und Rylin.
Währenddessen hat Rylin vor allem eher Liebesprobleme. Eigentlich wollte sie Cord um eine zweite Chance bitten, doch dann sah sie ihn auf der Party in Dubai mit Avery und geht ihm seitdem aus dem Weg. Sie weiß allerdings nichts, dass diese Szene weder für Cord noch für Avery von Bedeutung war und er ihr nur geholfen den Verdacht von ihr und Atlas abzulenken. So wagt Rylin mit ihrem Ex-Freund von Hiral einen Neuanfang, merkt aber auch, dass sie immer noch starke Gefühle für Cord hat, den sie jeden Tag in der Schule sieht.
Für Calliope war es bisher Alltag mit ihrer Mutter als Trickbetrügerin in eine Stadt zu reisen, nur eine Rolle zu spielen, zu täuschen, von dem Geld anderer Menschen zu leben und nach ein paar Monaten wieder zu verschwinden. Doch zum ersten Mal ist alles anders und sie bleibt überraschend in New York, weil ihre Mutter heiratet ernsthaft einen Mann heiratet, der unwissend über deren Vergangenheit ist. Und ausgerechnet ist er sehr streng und korrekt und Calliope muss sich als braves Mädchen zeigt, was sie eigentlich überhaupt nicht ist und will einfach nur sie selbst sein.
Zitat Calliope : "Sie wusste, dass das leichtsinnig war. Es war sogar gefährlich. Aber alle gefährlichen Dinge hatten einen tiefen, aufregenden Unterton, der viel satter und besser und lebendiger klang als alles, was sich auf der sicheren Seite befand."
Zuletzt vermisst Watt vor allem Leda und macht sich Sorgen um sie. Für ihn steht dann bald die Frage im Mittelpunkt, wer Mariel getötet hat und warum. Mit der Hilfe von seinem Nano-Computer Nadia in seinem Kopf, versucht er an Informationen zu kommen, um nicht nur sich und Leda, sondern auch Rylin , Avery und ihre Geheimnisse, besonders ihr gemeinsames, zu beschützen.
Jeden der Hauptcharaktere fand ich auf seine eigene Art und Weise sympathisch und war gefesselt davon zu lesen, was mit ihnen als Nächstes passiert. Die Geschichte wird abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt und als Leser bekommt man dadurch eine tollen Überblick über das gesamte Geschehen.
Ich fand es überzeugend gemacht, wie sich die Handlung entwickelt hat. Viel Drama und Intrigen, aber genau das macht die Reihe gerade aus.
Auch die verschiedenen Liebesgeschichten und ihre Entwicklung in diesem Band haben mir ziemlich gut gefallen. Den Schreibstil mochte ich erneut sehr gerne, über 500 Seiten lang konnte Katharine McGee toll die Spannung aufrechterhalten und mich begeistern.

Fazit :
Gelungenes Ende, ein toller Abschluss der Reihe rund um Avery, Leda, Rylin, Watt und Calliope und ihr Leben in einem New York der Zukunft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Das neunte Haus - Leigh Bardugo

Das neunte Haus
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MORS VINCIT OMNIA
Der Tod besiegt alles
Wahlspruch von Haus Lethe

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss ...

MORS VINCIT OMNIA
Der Tod besiegt alles
Wahlspruch von Haus Lethe

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …
Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.
(Klappentext)


Für mich war "Das neunte Haus" eine meiner meist erwarteten Neuerscheinungen in diesem Jahr und ich war super neugierig auf das Buch.
Den Anfang fand ich dann leider nicht ganz so gut gelungen, wie erhofft. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis mich die Geschichte richtig packen konnte. Nach circa 200 Seiten hat sich das geändert, aber auch jedes Mal, wenn ich zu dem Buch gegriffen habe, hat es ein paar Seiten gebraucht und erst dann war ich total gefesselt.
An der elitären Universität Yale gibt es acht magische Studentenverbindungen und zusätzlich eine neunte, nämlich das Haus Lethe, das für die Überwachung derer zuständig ist. Von Lethe wird Alex Stern angeworben, wegen ihrer Fähigkeit Geister - Graue - sehen zu können, und deswegen für sie einen unschätzbaren Wert hat. Denn bisher konnten die Mitglieder von Lethe Graue nur durch spezielles Trank wahrnehmen, der auf Dauer den Tod bringen kann. Alex hatte vorher nichts mit Magie zu tun und muss sich nun am Campus von Yale zurechtfinden.
Von ihrem Mentor Darlington wird sie angelernt als neuer Dante. Er zeigt ihr, worauf sie achten muss, wenn sie bei einem Ritual einer der Geheimverbindungen ist und sie dort aufpassen muss, dass nichts aus dem Ruder läuft. Lethe wurde extra nur dafür ins Leben gerufen die anderen Häuser zu überwachen, aber gleichzeitig sind sie abhängig von diesen. Daneben will das neunte Haus erforschen, was hinter dem Schleier liegt und mehr über die Grauen herausfinden.
Zitat : "»Ehrlich Alex«, sagte Sandow gerade, »welches Motiv sollte einer dieser Leute haben, ein Mädchen auf solche Art zu ermoden ?« Das wusste sie nicht. Sie wusste nur, dass es so war."
Plötzlich ist auf einmal Darlington verschwunden und es geschieht ein Mord an einer jungen Frau, wobei der auf den ersten Blick wie eine Beziehungstat wirkt, jedoch hat Alex ein ungutes Gefühl und stellt Nachforschungen an. Dekan Sandow, der zuständig für das Haus Lethe ist, findet das nicht so toll und unterstützt sie dabei überhaupt, was tatsächlich aber seine Aufgabe wäre. An ihrer Seite ist aber Dawes, die ihr als Oculus von Lethe eine große Hilfe ist.
Alex ist keine gewöhnliche oder typische Protagonistin und genau das mochte ich total gerne. Eigentlich passt sie gar nicht nach Yale und ist nur dort, weil Dekan Sandow sie unbedingt für Lethe haben wollte. Im Gegensatz zu den meisten anderen Studenten kommt sie aus eher einfachen Verhältnissen und es fällt ihr zudem schwer die Anforderungen in den Fächern zu genügen. Früher dachte Alex, sie wäre verrückt, weil sie Graue sehen konnte und dies war schließlich der hauptsächliche Grund dafür, warum ihre Vergangenheit sich in einer bestimmten Weise ereignet hat und Alex so ist wie sie ist.
Zitat : "Alex spürte, wie die Schlange in ihr sich entspannte, zufrieden, als hätte sie den perfekten, sonnengewärmten Stein gefunden, auf dem sie sich den Bauch wärmen konnte."
Sie und Darlington sind grundverschieden und obwohl er anfangs nicht gerade begeistert ist, dass sie seine Nachfolgerin werden soll, entsteht zwischen den beiden eine ganz besondere und einzigartige Verbindung. Das Buch wird in zwei Zeitsträngen erzählt, einmal die Zeit mit Darlington im Herbst zuvor und die Gegenwart, wo er verschwunden ist und Alex unbedingt möchte, dass er wieder zurückkommt.
Dunkle Magie, Voraussagen, die tote Studentin Tara Hutchins, Graue und die Aktivitäten der Geheimverbindungen und ihre magischen Machenschaften ergeben zusammen eine düstere und komplexe Geschichte, die durch Alex als großartige Protagonistin echt überzeugend gemacht ist.
Mir hat der Schreibstil von Leigh Bardugo gut gefallen, auch wenn mir gewünscht hätte, dass ich die ganze Zeit durchweg total gefesselt gewesen wäre. Und mir ist aufgefallen, dass ich noch nie bei einem Buch so oft eine Suchmaschine benutzt habe. Es gab einige Begriffe, die ich überhaupt nicht kannte, z.B. Haruspex, Abdomen oder Beinecke.

Fazit :
Schwieriger Einstieg und es hat immer ein wenig gedauert, bis ich richtig gefesselt war. Aber die Geschichte so komplex, düster, voller dunkler Magie und im Mittelpunkt die magischen Studentenverbindungen und Alex Stern, die einen Mord aufklären will, haben mir unglaublich gut gefallen.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere