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Veröffentlicht am 14.06.2017

Feel Again - Mona Kasten - Sawyers und Isaacs schöne, humorvolle und berührende Geschichte

Feel Again
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Er sollte nur ein Projekt sein - doch ihr Herz hat andere Pläne.
Sawyer Dixon ist jung, tough - und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als ...

Er sollte nur ein Projekt sein - doch ihr Herz hat andere Pläne.
Sawyer Dixon ist jung, tough - und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen.
(Klappentext)


Nachdem Sawyer hatte schon in kleinere Auftritte in "Begin Again" und "Trust Again", wo sie eher unfreundlich, abweisend und cool rüberkam, war ich neugierig auf ihre eigene Geschichte und auf Isaac.
Der Einstieg in das Buch hat mir gut gefallen, wie die beiden sich zum ersten Mal durch Dawn, als ihre gemeinsame Freundin, begegnen und ins Gespräch kommen. Man hat als Leser gleich schon gemerkt, dass die sie gut zusammen passen würden, auch wenn sie selbst wahrscheinlich noch nicht mal darüber nachgedacht hatten.
Ich fand es gut, dass Sawyer Isaac helfen wollte selbstbewusster zu werden, damit ein selbstsicheres Auftreten hat und auch vielleicht eine Freundin findet. Nur mit Sawyers Idee dafür ihn von einem "Nerd" zu einem "Bad-Boy" zu machen. Sie wirkte für mich dabei ein bisschen zu voreingenommen, dass Isaac so auf jeden Fall mehr Erfolg bei Flirten haben würde. Zwar habe ich mir natürlich schon gedacht, dass sie selbst durch das Projekt auch andere Blickwinkel kennenlernen wird, trotzdem hat es mich ein kleines bisschen gestört.
Zitat : "Isaac Theodore Grant war viel mehr, als ich gedacht hatte. So wollte ich ihn auf den Bildern zeigen. Dieses Gefühl von Unbeschwertheit, Zugehörigkeit und Liebe, das er hier versprühte, aber auch den Schmerz und die Traurigkeit in seinen Augen wollte ich dokumentieren."
Dass sie das Ganze mit ihrer Fotografie und ihrem Projekt für das Studium verbunden hat, hat mir gut gefallen. Dabei mochte ich auch die Details, wie sie und wo sie ihre Fotos gerne macht und worauf sie genauer achtet beim Fotografieren und späterem Bearbeiten. Vor allem fand ich toll mit welcher Leidenschaft sie das tut.
Sawyer ist eine etwas andere Art von Protagonistin, die im ersten Moment durch ihr Auftreten vielleicht gar nicht so sympathisch wirkt, wie sie wirklich ist. Sie ist verletzlich durch ihre schwierige Vergangenheit und Angst vor Gefühlen.
Isaac als männlichen Hauptcharakter mochte ich sofort, seine leicht schüchterne und zurückhaltende Art oder wie schnell er rot wird, war echt süß. Und man merkt gleich, was er für ein großes Herz hat, er ist loyal und ein totaler Familienmensch. Dabei fand ich bemerkenswert, dass er obwohl es Probleme gibt, immer zur Stelle ist und die Familie für ihn im Vordergrund steht. Auch wie er mit seinen kleineren Geschwistern umgeht war echt schön.
Zitat : "Allein der Gedanke an Isaac genügte, und schon bekam ich keine Luft mehr vor Schmerz. [...] Ich wollte die Kontrolle über mich selbst zurückgewinnen. Ich wollte nicht das Mädchen sein, das schwach und auf andere angewiesen war. Ich war zwanzig Jahre meines Lebens alleine zurechtgekommen - ich brauchte niemanden. Schon gar nicht Isaac."
Der Schreibstil hat mir wie schon in den ersten beiden Teile richtig gut gefallen. Das Buch ließ sich super flüssig lesen, es gab viele humorvolle Szene, aber auch gefühlvolle und berührende Szenen.
Ein schönes Detail war, dass ab und zu Dawn, Spencer oder Allie und Kaden mal dabei waren. Besonders Dawn, wo ich es total schön fand, was für eine gute Freundin und nicht nur Mitbewohnerin sie für Sawyer ist. Das Ende ging mir persönlich leider ein bisschen zu schnell, aber ich mochte die Geschichte von Sawyer und Isaac sehr gerne und ich hatte damit schöne Lesestunden und viel Lesespaß. Insgesamt hat für mich aber doch etwas für 5 Sterne in der Bewertung gefehlt.

Fazit :
Eine schöne, humorvolle und berührende Geschichte von Sawyer und Isaac, die mir wirklich gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 15.01.2017

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit - Virginia Boecker

Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit
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Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen ...

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?
(Klappentext)


Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht.

Der Beginn diesen zweiten Bandes hat mir gleich gut gefallen. Nach dem Kampf gegen Blackwell und dem Verlust ihres Stigmas hat Elizabeth einige Probleme : Ein Plan erschaffen um Blackwell zu stürzen und ihre neue Situation und ohne ihr Stigma.
Zudem wurde es auch direkt spannend, als die Anhörung vor dem Rat über ihr Schicksal und ihre früheren Taten als Hexenjägerin ansteht.
Richtig gut gefallen hat mir die Darstellung des Konflikts zwischen John und Elizabeth. Die Übertragung des Stigmas hat einiges verändert und beide haben unterschiedliche Vorstellungen, welche Rolle der anderen im weiteren Vorgehen gegen Blackwell spielen soll, weil sie in Sorge um das Leben des anderen sind.
Zitat : "John dagegen weicht seinem Blick aus, während er gleichzeitig meinen einzufangen versucht. Zwischen uns hängt immer noch der Nachhall unseres Disputs : Ich will kämpfen. John will nicht, dass ich es tue. [...] Ich will nicht, dass John kämpft. John ist wütend auf mich, aus Gründen, die ich nachvollziehen kann, und ich bin wütend auf ihn, ohne zu wissen warum."
Dabei mochte ich auch, wie die Autorin das Ganze weiter umgesetzt und zu einem großen Teil der Handlung gemacht hat. Elizabeth hat Identifikationsprobleme ohne zusätzliche Kraft und Stärke im Kampf und hier fand ich ihren Ehrgeiz ihre Fähigkeiten ohne diese neu zu erlernen, wirklich bewundernswert und ein übereugender Aspekt in der Geschichte.
Skyler und Fifer waren wieder coole Nebencharaktere und auch Keagan und Malcolm hatte interessante Charaktereigenschaften.
Die Thematik mit den Wiedergängern hat mir im Zusammenhang von der Story gut gefallen und dass sie eine größere Bedeutung als im ersten Teil hatten und durch ihre Anwesenheit viele Situationen verbessern oder verschlechtern konnten.
Zitat : "Ich hole tief Atem. In mir tobt eine Schlacht zwischen dem, was ich weiß, und dem, was ich nicht weiß, bis alles in Trümmern liegt und ich gar nichts mehr weiß."
Zwischendrin war für mich persönlich das Buch etwas zu ruhig und nicht so viel passiert ist. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte zu wenig vorangekommen ist und die Spannung hat leider auch dann ein bisschen gefehlt. Erst als der endgültige Kampf immer näher gerückt ist und die Vorbereitungen nicht mehr im Vordergrund standen, war es wieder fesselnder und mitreißender.
Insgesamt aber eine empfehlenswerte Reihe, die ich gerne mochte.

Fazit :
Gelungener Abschluss der Reihe mit guten Konflikten und Problemen, aber ich fand die Geschichte leider in der Mitte zu ruhig und zu wenig actionreich.

Veröffentlicht am 28.06.2017

The Score - Mitten ins Herz - Elle Kennedy

The Score – Mitten ins Herz
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Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean ...

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean Di Laurentis kann sie – zumindest in dieser Nacht – nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will. Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt?
(Klappentext)


Ich liebe die "Off-Campus"-Reihe und auch dieser Teil konnte mich total überzeugen und begeistern.
Allie und Dean waren mir als Protagonisten beiden gleich sympathisch, sie waren auch schon mal kurz in den vorherigen Bänden aufgetaucht, aber erst jetzt hat man sie richtig kennen gelernt.
Allie gerade die Beziehung mit ihrem langjährigen Freund Sean beendet und versucht damit klar zukommen, weil sie ihm auf keinen Fall noch mal eine Chance geben will. Sie studiert Schauspiel am College und ich fand es super, wie man eine kleine Einblicke dazu bekommen hat, z.B. wie sie von ihrem allersten Casting erzählt hat.
Dean halten für viele arrogant und sehen nur, dass seine Familie reich ist, und er deswegen nichts zu tun braucht. Sie sehen oft nicht, dass viel mehr dahintersteckt. Er ist nämlich witzig, humorvoll und loyal, und ein guter Zuhörer. Seine Leidenschaft steckt im Eishockey, er will zwar kein Profi nach dem College werden, aber liebt diesen Sport und alles was dazu gehört. Er strebt schon ein Jura-Studium in Harvard an und hat diese, von seiner Familie auch teilweise erwartete, Zukunft nie wirklich in Frage gestellt.
Zitat Dean : "»Noch so eine Regel im Leben des Dean. Sag , was du meinst, und meine was du sagst.«
»Und tu, was du willst.«
»Und tu, was du willst«, wiederhole ich.
»Ich denke, das Leben des Dean gefällt mir wirklich.«
Ich denke, du gefällst mir wirklich, entfährt es mir fast."
Beiden wollen von Anfang an, nachdem sie gemerkt haben, dass eine starke Anziehungskraft zwischen ihnen besteht, keine feste Beziehung. Allie ist zwar eher der Beziehungsmensch, kann sie aber eine richtige Beziehung mit Dean, der viel was mit anderen Frauen hat, gar nicht vorstellen. Dean hat dagegen auch überhaupt kein Bedürfnis dazu. So haben die beiden dann eine Affäre miteinander und halten diese vor ihren Freunden geheim, weil sie nicht wollen, dass diese eine Meinung mit Vorurteilen darüber bilden.
Der Schreibstil von Elle Kennedy war wie gewohnt super, humorvoll und flüssig geschrieben. Die Seiten flogen einfach nur so dahin. Ein schönes Detail war, dass Hannah und Garrett und auch ein paar andere bekannte Charaktere, kleinere Auftritte hatten.
Zitat Allie : "Ich presse meine Lippen zusammen. Selbst wenn ich wollte, könnte ich nicht abstreiten, was letzte Nacht passiert ist. Mein erstes Bedürfnis war, Deans Arme um mich zu spüren, denn ich hatte das Gefühl, dass es mir gleich danach besser gehen würde."
Insgesamt hat mir das Buch total gut gefallen. Allie und Dean waren echt süß zusammen und es toll zu sehen, wie gut die beiden sich tun. Es gab viele witzige, aber auch ernste Momente. Die Handlung war gut gemacht und ich fand die Umsetung der Probleme überzeugend gemacht. Für mich eine super gelungene Geschichte der beiden.
Ich freue mich schon sehr auf den letzten Teil der Reihe.

Fazit :
Das Buch hat mir total gut gefallen, Allie und Dean waren tolle Protagonisten und die Handlung war überzeugend mit humorvollen, schönen und ernsteren Momenten.

Veröffentlicht am 11.06.2017

Dreh dich nicht um - Jennifer L. Armentrout

Dreh dich nicht um
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Samantha ist schön. Sie ist mit dem coolsten Jungen der ganzen Schule zusammen. Sie hat alles, wovon die anderen Mädchen träumen. Dann verschwindet sie für vier Tage. Als sie wieder auftaucht, ist nichts ...

Samantha ist schön. Sie ist mit dem coolsten Jungen der ganzen Schule zusammen. Sie hat alles, wovon die anderen Mädchen träumen. Dann verschwindet sie für vier Tage. Als sie wieder auftaucht, ist nichts mehr, wie es einmal war: Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Und ihre beste Freundin Cassie wird vermisst. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Und trägt Samantha etwa die Schuld daran?
Samantha bleibt nur wenig Zeit, ihre Erinnerungen zurückzugewinnen. Denn jemand hat es auf sie abgesehen. Jemand, der genau weiß, was passiert ist …
(Klappentext)


Ich habe schon einige Bücher von der Autorin gelesen und so war ich gespannt auf ihren ersten Thriller.
Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen und ich fand die Umsetzung überzeugend gemacht, wo Samantha wiederauftaucht, und zurück zu ihrer Familie und ihr Zuhause kommt. Es war auch ein bisschen unheimlich, wie alles neu für sie ist und sie sich in ihrem Leben wie eine Fremde führt. Sie kennt nichts von ihren eigenen Sachen oder Gewohnheiten, und weiß nicht welche Dinge sie mag oder welche Hobbys sie hat.
Zitat : "Überhaupt nichts war gut, und es würde auch nicht gut werden. Ich steckte hier in einem Leben fest, an das ich mich nicht erinnern konnte, steckte in der Schale dieses Mädchens - dieser Samantha Jo Franco -, und je mehr ich über sie erfuhr, umso mehr begann ich sie zu hassen."
Relativ schnell merkt man, wie verändert ihre Persönlichkeit ist. Vor ihrem Verschwinden war sie fies, kalt und eher berechnend zu den Menschen in ihrem Umfeld. Sie hatte keine gute Beziehung zu ihrem Bruder, ihre Freundinnen und ihr Freund sind unfreundlich, oberflächlich und geben in der Schule mit Beleidigungen und Schikanierungen den Ton an.
Doch nach ihrer Rückkehr wirkt Samantha überhaupt nicht so. Sie versucht sich in ihrem Leben zurechtzufinden und kann gar nicht nachvollziehen, warum sie sich vorher so verhalten hat. Sie merkt, dass sie ihre Freunde unsympathisch findet und bemüht sich um alte Freundschaften, die davor keine Rolle mehr gespielt haben.
Einerseits hat mir dieser Charakterwandel wirklich gut gefallen, leider fand ich diese Aspekt im Buch gleichzeitig aber auch sehr vorhersehbar. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, wie sich die Geschichte in Bezug auf Freundschaften und Beziehungen entwickeln wird. Und dadurch ich war dann an manchen Stellen nicht mehr so überrascht. Besonders war das bei der Liebesgeschichte, bei einem Moment wusste gleich sofort, dass es in eine bestimmte Richtung gehen würde.
Ich glaube die Vorhersehbarkeit dabei hätte mich gar nicht so gestört, wenn das Buch insgesamt mehr Spannung gehabt hätte. Doch für einen (Jugendbuch-)Thriller war es mir nicht spannend genug.
Es konnte mich in dieser Hinsicht nicht richtig fesseln und es ist auch recht wenig passiert. Samantha hat öfters kurze Visionen und fühlt sich verfolgt, aber ich hätte mir definitiv mehr Action gewünscht. Zwar gab es zwischendrin auch mal eine wenig actionreichere Szene, aber für mich, kam die Geschichte doch etwas schleppend voran. Im Vordergrund stand hauptsächlich, wie Samantha mit der Situation versucht umzugehen und ihre fehlenden Erinnerungen.
Zitat : "»Ich kann mich an gar nichts erinnern.« Meine Stimme war ein trockenes Flüstern. [...] Ein Zittern lief durch meinen Körper, und ich hasste es. Ich war schwach. Hilflos. Verloren. Ich fuhr zu Carson herumn und strich mir die losen Strähnen aus dem Gesicht. »Was, wenn die Erinnerungen nie mehr wiederkommen ? Muss ich dann den Rest meines Lebens so verbringen ? Mit einem Fuß in der Vergangenheit, an die ich mich nicht erinnern kann ?«"
Den Schreibstil der Autorin fand ich bis auf die Spannung wie gewohnt richtig gut. Die Seiten sind nur so dahin geflogen und das Buch ließ sich sehr flüssig lesen.

Fazit :
Gute Idee, aber es war für mich nicht spannend genug und teilweise fand ich andere Aspekte in der Geschichte doch sehr vorhersehbar.

Veröffentlicht am 04.06.2017

Stormheart - Die Rebellin - Cora Carmack

Stormheart. Die Rebellin
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Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. ...

Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.
(Klappentext)


Das Buch hatte mich vom Klappentext her total angesprochen und neugierig auf Roras Geschichte gemacht.
Den Einstieg in die Welt von Pavan und ihr Leben im Palast und die bevorstehende Hochzeit mit Cassius hat mir gleich gut gefallen. Vor allem auch die Sturmmagie-Thematik fand ich spannend und sich Roras Leben durch ihre Flucht verändern wird.
Zitat : "Rora verbrachte den Tag damit, den anderen etwas vorzuspielen, was keinen großen Unterschied zu ihren sonstigen Tagen machte, nur dass dieses Mal Hoffnung hinter den Lügen lag. Während sie ihre Vorbereitungen traf, konnte sie noch gar nicht richtig realisieren, was sie da plante. Sie war eine Prinzessin, die nicht die Macht besaß, ihr Königreich zu halten, ein Mädchen, über dessen Zukunft andere entschieden hatten. Das war die bittere Wahrheit. Aber es musste nicht so kommen."
Leider hatte ich dann doch relativ schnell einen größeren Kritikpunkt. Denn Rora fand ich nicht so überzeugend als Protagonistin. Sie wächst behütet, gebildet und abgeschottet als Prinzessin auf und ihre Handlungen und ihr Denken wirkt dadurch recht naiv und weltfremd. Gleichzeitig hat sie aber einfache kämpferische Fähigkeiten und will unbedingt mutig sein. Und sich vor den Sturmjägern unbedingt beweisen, um deren Fertigkeiten zu erlernen. Charakterlich war sie leicht klischeehaft, aber vor allem, wirkte sie mit diesen unterschiedlichen Eigenschaften widersprüchlich und ihre öftere Leichtgläubigkeit fand ich schon etwas nervig.
Richtig gut gefallen hat mir an dem Buch die Sturmmagie-Thematik, ich fand es spannend und interessant mit den Stürmen und den vielen Details. Dabei war auch der Weltenaufbau und der immer präsenten Gefahr durch einen möglichen Sturm überzeugend umgesetzt.
Den Schreibstil von Cora Carmack mochte ich sehr gerne. Sie schreibt schön flüssig und erzählt dabei aus verschiedenen Sichten, wie der von Rora oder Lock. Ich konnte mir die Geschichte schön bildlich gut vorstellen, eine Karte für die Reise der Sturmjäger wäre aber toll gewesen.
Zitat : "Roar wirbelte zu Lock herum und blitzte ihn wild und entschlossen an. Wäre er ein anderer gewesen, wäre er vielleicht eingeknickt. Aber das tat er nicht. Nie. [...] Er hatte heute schon mehr an sie gedacht, als er zugeben wollte, hatte sich gefragt, zu was für einem Zuhause, falls es überhaupt eins gab, sie wohl gegangen war. Aber jeder Ort in dieser Stadt war sicherer für sie als ein Leben im Wildland."
Was mir an dem Buch überhaupt nicht gefallen hat, war die Liebesgeschichte. Lock war mir als männlicher Love-Interest leider deutlich zu klischeehaft. Er ist der erfolgreiche Sturmjäger, der auf keinen Fall eine Beziehung eingehen will, aber trotzdem dann Gefühle für Roar entwickelt, die er sich aber nicht eingestehen will. Insgesamt wirkte die Liebesgeschichte auch gekünstelt, wie sich die beiden oft streiten, aber den anderen gleichzeitig toll finden, und passierte viel zu schnell.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, das nicht so wirklich viel passiert ist und kleinere Handlungselemente waren ein bisschen vorhersehbar. Und erst gegen Ende nahm die Geschichte richtig an Fahrt auf und wurde actionreicher. Das Ende war dann vielversprechend, insgesamt hatte ich meine Kritikpunkte an dem Buch, aber ich glaube, dass sich die Reihe in den Folgebänden noch deutlich steigern kann. Es gab auch einige interessante Nebencharaktere, vor allem bei Nova und Cassius bin ich gespannt, was als Nächstes passieren wird.

Fazit :
Eine interessante und spannende Sturmmagie-Thematik, aber mir war das Buch teilweise zu klischeehaft, die Protagonistin und die Liebesgeschichte fand ich leider nicht wirklich überzeugend.