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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2020

Gut

Alles so leicht
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Stevie wurde zur Bekämpfung ihrer Essstörung von ihrem Vater in eine Spezialklinik eingewiesen, doch Stevie will gar nicht kämpfen. Sie tut alles dafür, dass sie an dem ersten Todestag ihres Bruders ebenfalls ...

Stevie wurde zur Bekämpfung ihrer Essstörung von ihrem Vater in eine Spezialklinik eingewiesen, doch Stevie will gar nicht kämpfen. Sie tut alles dafür, dass sie an dem ersten Todestag ihres Bruders ebenfalls nicht mehr lebt, denn sie fühlt sich schuldig.

Der flüssige Schreibstil unterstützt den Leser dabei schnell vorwärts zu kommen und Stevie auf ihrem Weg durch Höhen und Tiefen zu begleiten. Durch die Ich-Form, die abwechselnd im "Heute" und "Früher" spielt, erfährt man nach und nach, was in Stevie vorgeht und vor allem auch wieso. Diese Erzählweise fand ich sehr gut gewählt, ich hätte mir hier jedoch gewünscht, dass die einzelnen Absätze irgendwie markiert sind, denn ab und zu musste ich erstmal wieder völlig umdenken und habe gar nicht sofort gemerkt, dass der Absatz nicht mehr im "Heute" spielt.

Das Buch ist wirklich anschaulich und gefühlvoll geschrieben, jedoch ging mir Stevie mit ihren extrem negativen Gedanken manchmal leider sehr auf die Nerven - schon klar, sie ist krank, sie kann nicht ganz klar denken und es muss ihr schlecht gehen, aber irgendwie mochte ich sie einfach nicht - das ist schade. Ihrre Mitbewohnerin in der Klink, war mir da um einiges sympathischer!

Fazit:
Ein gelungenes Jugendbuch mit sich ganz so einfachen Charakteren, das anschaulich erzählt, wie es zu einer Essstörung kommen kann und was in jemandem vorgeht, der eine hat. Ob diese Erklärungen alle so richtig waren, kann ich nicht beurteilen, ich bin nur der Meinung, dass man auch andere Punkte als die im Buch genannten als Gründe wählen könnte. Ich bin froh, dass ich "Alles so leicht" lesen durfte, muss es aber nicht nochmal lese. Es ist für mich weder Hit noch Flop des Jahres und hat somit einen guten Durchschnitt für mich erreicht. 4 Sterne gibt es dafür von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Empfehlenswert!

Wonderland
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Wonderland war für mich wirklich ein Glücksgriff. Irgendwie hatte ich keinerlei Erwartungen, konnte somit also auch nicht wirklich enttäuscht werden. Der Schreibstil war angenehm und man konnte gut dem ...

Wonderland war für mich wirklich ein Glücksgriff. Irgendwie hatte ich keinerlei Erwartungen, konnte somit also auch nicht wirklich enttäuscht werden. Der Schreibstil war angenehm und man konnte gut dem Geschehen folgen. Der Wechsel der Sichtweise hat mir auch gut gefallen, weil man so immer einen Einblick ist die Sicht der anderen hatte und mehr über deren Gefühlswelt erfahren konnte. Ich hätte mir hier nur gewünscht, früher in die Gedanken der "Bösen" schauen zu können. Außerdem habe ich recht viele Schreibfehler und teilweise Verwechslungen entdeckt (Beispielsweise Nummern und Namen vertauscht), was meinen Lesefluss immer kurz unterbrochen hat.

Die Story selbst war spannend und mitreißend und ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weiter geht. Leider fand ich einen Punkt ziemlich vorhersehbar, was sich im Nachhinein auch als richtig herausgestellt hat - hier hätte ich mir mehr Verwirrungen gewünscht. Auch die Begründung fiel für mich etwas flach aus und hätte mehr Erklärung benötigt.

Die Protagonisten waren für mich authentisch und sympathisch, auch wenn ich manche Handlungsentscheidungen nicht nachvollziehen konnte - aber sowas passiert ja auch in der Realität.

Alles in allem fand ich das Buch trotz ein paar kleiner Schwächen wirklich gut und würde es auch jedem empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Anfang top, dann flop

Amrita
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Amrita fängt wahnsinnig spannend an und macht auch ca im ersten Drittel sehr viel Freude beim Lesen. Man lernt die Welt und Protagonisten kennen und inhaliert deren Geschichte förmlich. Es ist spannend ...

Amrita fängt wahnsinnig spannend an und macht auch ca im ersten Drittel sehr viel Freude beim Lesen. Man lernt die Welt und Protagonisten kennen und inhaliert deren Geschichte förmlich. Es ist spannend und liest sich wunderbar bildhaft, sodass man Teil der Geschichte wird.

Der Schreibstil ist okay, allerdings werden teilweise Wörter verwendet, mit denen man nichts anfangen kann. Das kann schön sein, dafür muss man aber verstehen, was genau es bedeutet, das war hier ab und zu nicht so.

Amrita ist sympathisch und verhält sich mutig und man wünscht ihr und Arjun, dass sie es schaffen. Das Ganze hält ungefähr bis zu Amritas Flucht, denn plötzlich wird diese ängstlich - was ja nicht schlimm ist, aber die Angst ist nur in so sinnlosen Momenten der Fall, beispielsweise hat sie furchtbare Angst, durch einen engen Tunnel zu kriechen, aber weniger, als es um das Leben geht o. Ä. Sie wird launisch, streitet sich mit Thala für Kleinigkeiten und fängt an, einem weniger sympathisch zu werden. Versteht mich nicht falsch, ich mochte sie an keiner Stelle überhaupt nicht, aber eben weniger. Auch die Geschichte wird plötzlich viel weniger interessant. Ungefähr 90 % der Handlungen waren wirklich vorhersehbar und man wusste direkt, was Sache ist, wohingegen Amrita nicht mal auf eine Idee kommt. Als dann "die große Wendung" kommt, akzeptiert sie das so einfach und irgendwie fehlt hier eindeutig etwas.

Die Liebesgeschichte fängt für mich zwar nicht wunderschön an, aber zumindest okay, wird schließlich aber zu einem Desaster. Arjun wird plötzlich nur noch am Rande erwähnt und die große Liebe der beiden scheint es nicht mehr zu geben. Dann hätte man sich diese bitte gleich sparen können. Auch andere hierzu passende Teile der Geschichte fand ich einfach sehr unpassend dargestellt und ich habe mehrfach die Augen verdrehen müssen. Allgemein ist die Gefühlsbasis dieses Buches zu groß geschrieben, man spricht von großer Liebe, teilweise nach nur ein paar Stunden, man spricht davon, dass man sein ganzes Leben leiden wird, wenn man diese nicht mehr hat und ich fand es einfach nur viel zu kitschig.

Teilweise sind die Redensarten auch blöd gewählt und die Sätze ergeben keinen Sinn. Beispielsweise macht sie sich auf einer Seite ganz klar Gedanken um etwas bestimmtes und drei Seiten später heißt es plötzlich "das erste Mal machte ich mir nun Gedanken darüber, dass..". Das ist einfach falsch und kam mehrfach so oder ähnlich vor. Auch die Zeitangaben erwecken unterschiedliche Gefühle. Ganz oft wird von "damals" gesprochen, dabei ist das ganze maximal eine Woche, teilweise weniger, her, was an anderen Stellen auch wieder klar wird.

Allgemein ist diese Geschichte einfach zu gehetzt, sodass Ungereimtheiten entstehen und Szenen, die man sich vorher als wichtig vorstellt, nur kurz angerissen werden.

Fazit: großartiger Anfang mit viel Spannung, der sich nach dem ersten Drittel leider in Luft auflöst, was bleibt sind Ungereimtheiten, vorhersehbare Handlungsstränge und eine kitschige Liebesgeschichte. Für manche sicherlich ein nettes Buch, für mich aber leider nicht.

2 1/2 Sterne, eher in Richtung 2, mehr geht hier nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2020

Naja

Schatten
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Der vierte und aktuell letzte Teil dieser Reihe, hat mir leider am wenigsten gefallen.

Es fängt schon damit an, dass Beatrice MAL WIEDER in Schwierigkeiten gerät. Irgendwie ist mir das auf Dauer zu viel. ...

Der vierte und aktuell letzte Teil dieser Reihe, hat mir leider am wenigsten gefallen.

Es fängt schon damit an, dass Beatrice MAL WIEDER in Schwierigkeiten gerät. Irgendwie ist mir das auf Dauer zu viel. In jedem Buch passiert irgendwas mit ihr und sie ist in Gefahr, das gefällt mir so leider nicht. Auch die Zusammenhänge fand ich so lala. Es war auf jeden Fall interessant, passte für mich aber teilweise einfach nicht. Alleine schon, weil Bea alles überhaupt nicht verarbeitet hat und man vorher aber nie was von den einzelnen Aspekten hörte.

Auch der Täter war für mich so "mhh". Es ist schon ein großer Zufall, muss man hier sagen.

Dass man hier auch mal die Einblicke in Florins Sichtweise bekommt, ist auf jeden Fall mal ganz nett und hat der Geschichte etwas Besonderes verpasst - für mich hat das aber leider trotzdem nicht gereicht.

Schade! Nach "Stimmen" habe ich gehofft, dass es hier genauso gut weiter geht.

  • Cover
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Veröffentlicht am 31.01.2020

Spannend

Stimmen
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Teil 3 dieser Reihe gefiel mir tatsächlich wieder gut und hier fand ich auch das Setting allgemein besser, als bei "blinde Vögel". Eine Psychiatrie als Ausgangspunkt zu verwenden, ist für mich absolut ...

Teil 3 dieser Reihe gefiel mir tatsächlich wieder gut und hier fand ich auch das Setting allgemein besser, als bei "blinde Vögel". Eine Psychiatrie als Ausgangspunkt zu verwenden, ist für mich absolut interessant und ein gut gewählter Ort.

Was ich etwas schade fand, ist, dass der Titel in meinen Augen etwas irreführend ist. So hätte ich mir viel mehr über das Thema "Stimmen" gewünscht, stattdessen wurde viel mit Tarotkarten kommuniziert, was ich zwar auch sehr interessant finde, aber wenn man sich nicht auskennt, kann man nicht sehr gut miträtseln.

Andrea Sawatzki hat es wieder super gesprochen, sodass man sich in die einzelnen Charaktere gut hineinversetzen konnte und dauerhaft Spannung erzeugt wurde.

Die Auflösung am Ende gefiel mir nicht ganz so gut. So fand ich ein paar Aspekte, die ich nicht nennen kann, etwas übertrieben und auch unglaubwürdig, aber es war zumindest etwas, womit ich niemals gerechnet hätte.

Wer nach Teil 2 überlegt, ob er weiter lesen / hören sollte, macht hier meiner Meinung nach aber nichts falsch!

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere