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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2019

Spannend

Krähenmädchen
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Wenn man dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre dies "Spannung"! Erik Axl Sund versteht es, den Leser völlig ist seinen Bann zu ziehen. Er schreibt die verschiedenen Sichten der Charaktere ...

Wenn man dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre dies "Spannung"! Erik Axl Sund versteht es, den Leser völlig ist seinen Bann zu ziehen. Er schreibt die verschiedenen Sichten der Charaktere so, dass man immer das nächste Kapitel lesen will und wieder das nächste und wieder das nächste, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit gewissen Handlungssträngen weiter geht. Dabei zeigt er einem, sowohl die verstörenden Handlungen der Mörderin, auf die man schon im ersten Kapitel trifft, als auch Hintergrundinformationen der verschiedenen Personen. Es geht teilweise um das Jetzt und teilweise um die Vergangenheit und ist trotz wirklich vorhersehbarer Punkte einfach spannend. Es gibt für mich durch die Vorhersehbarkeit keinen richtigen Plottwist, für den einen oder anderen dürfte dieser aber auf jeden Fall gegeben sein!

Für Thrillerfans auf jeden Fall ein spannender Auftakt und Band 2 sollte möglichst schon im Regal liegen, damit es sofort gelesen werden kann, denn das möchte man! Aber Achtung, wer ein Problem damit hat, dass es auch in verschiedenen Arten um Kinder geht, der sollte um dieses Buch einen Bogen machen.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Story schwach, Schreibstil super

Lucian
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"Lucian" von Isabel Abedi lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück, manche Teile, wie zum Beispiel der Schreibstil an sich, gefallen mir wirklich gut, manche jedoch gar nicht.

Aus der Ich-Perspektive ...

"Lucian" von Isabel Abedi lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück, manche Teile, wie zum Beispiel der Schreibstil an sich, gefallen mir wirklich gut, manche jedoch gar nicht.

Aus der Ich-Perspektive erfährt man nach und nach mehr zu dem Geheimnis, welches Rebecca und Lucian verbindet. Mit dieser Perspektive konnte ich in dem Fall leider nicht so viel anfangen. Rebeccas Gefühlswelt und ihre Handlungen konnte ich immer nur bedingt nachvollziehen, wodurch ich mich nicht ordentlich in sie hineinversetzen konnte. Sie reagiert wütend auf Punkte, bei denen ich mich frage, was mit ihr nicht stimmt, weil sie einfach nicht im Recht ist. Sie handelt oft egoistisch, denkt überhaupt nicht an ihre Mitmenschen und wie es diesen wohl mit bestimmten Situationen geht und sitzt irgendwie in ihrem eigenen Gefühlskarussel fest. Selbst wenn sie stellenweise merkt, dass sie falsch reagiert, handelt sie im nächsten Moment wieder genau so und das macht sie mir teilweise einfach wirklich unsympathisch.

Suse hingegegen mochte ich wirklich total gern und ich fand es schade, dass sie nicht die Hauptfigur war. Mit ihrer quirligen Art und Weise hat sie mir die Szenen mit ihr meist sehr versüßt.

Lucian selbst kann ich überhaupt nicht einschätzen. Teilweise verhält auch er sich egoistisch und denkt einzig und allein an das Wohl von Rebecca, aber auch nicht daran, wie es ihren Mitmenschen geht. Er bringt sich selbst innerhalb von kürzester Zeit Autofahren bei, stiehlt und schafft Dinge, die andere Leute niemals schaffen würden. Natürlich ist er was besonderes, das ist mir schon klar. Aber so etwas ist mir zu leicht dargestellt. Alles funktioniert einfach, weil es das muss. Ein Zufall trifft den nächsten. Solche Stellen sind nicht so meins, kommen aber noch in anderen Situationen vor.

Das Liebesdreieck zu Sebastian und Lucian ging mir besonders in der ersten Hälfte einfach nur auf die Nerven. Ich hab auch gar nicht verstanden, wieso dieses Dreieck unbedingt sein muss, denn Rebecca und Sebastian waren von Anfang an bereits getrennt. Auch hier hat sie sich wieder furchtbar unfair verhalten und Sebastian Hoffnungen gemacht, die so nicht hätten sein müssen.

Auch der Dreh- und Angelpunkt, der dieses Buch so spannend machen soll, wurde für mich nicht so toll gelöst. Ich finde die finale Begründung für sämtliche Knotenpunkte und kuriose Handlungen dieses Buches irgendwie total übertrieben und dachte mir nur "und deshalb passiert das alles?" durch einfaches Reden hätte das Problem gelöst werden können.

Was diese Geschichte aber wirklich gut gemacht hat, ist der Schreibstil! Isabel Abedi schreibt wirklich klasse und mit viel Humor, sodass ich an einigen Stellen laut lachen musste und viele Klebezettelchen verwendet habe. Das Buch war dadurch auch nicht langweilig und ich hab es trotz vieler Kritikpunkte irgendwie genossen! Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen und schauen, ob mir diese vielleicht besser gefallen.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Verschenkte Zeit

Vox
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Tja, was soll ich hier sagen? Das Buch klang wirklich richtig gut und wichtig und rausgekommen ist dabei leider trotzdem nichts. Die ganze Geschichte war abhekackt, immer wieder habe ich mich gefragt "Wieso ...

Tja, was soll ich hier sagen? Das Buch klang wirklich richtig gut und wichtig und rausgekommen ist dabei leider trotzdem nichts. Die ganze Geschichte war abhekackt, immer wieder habe ich mich gefragt "Wieso denn jetzt das?" Oder "wann ist das denn passiert?". Ich weiß dabei nicht, ob es daran lag, dass ich die verkürzte Version des Hörbuches gehört habe oder ob das Buch allgemein so ist, aber gestört hat es sehr.

Man hat nicht wirklich erfahren, wieso die Situation ist, wie sie ist, obwohl man genau das unter Anderem wissen möchte. Es ist einfach so und damit muss man leben. Die Autorin verrät einem zwar sogar Teile aus der Vergangenheit, aber diese sind weitestgehend unwichtig und sollen einem nur ein paar Personen näher bringen, ansonsten lässt sie einen ziemlich im Unklaren darüber, wie es dazu kam, dass Frauen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen dürfen und vor allem wieso.

Die Personen sind im Übrigen für mich leider auch nicht viel besser. Offenbar geht kaum einer mal so richtig gegen das System an, die meisten akzeptieren es einfach und besonders einige Männer finden es sogar gut. Für mich unvorstellbar. Und nur weil Jean zufällig den Job hatte, den man nun benötigt, wird es plötzlich anders. Das ist mir leider zu zufällig, auch im Hinblick auf die Personen, mit denen sie dann zusammen arbeitet. In Jean selbst konnte ich mich nur bedingt hineinversetzen und habe beispielsweise nicht verstanden, wieso sie nicht viel größere Forderungen stellt. Auch das vorhandene Liebesdreieck war nichts für meinen Geschmack.

Leider konnte auch das Ende mich absolut gar nicht überzeugen. Es bleibt völlig leer und man erfährt quasi nichts. Auch hier gibt es Sprünge von Situation A zu Situation B, sodass man nicht mitbekommt, wie es im Endeffekt tatsächlich zu dem Ende kommt. Alles was bleibt ist ein großes "?" und Verwirrung. Leider kann ich dieses Buch wirklich gar nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 14.02.2019

Mittelmäßig

Dämonentage
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Dieses Buch ist für mich irgendwie schwierig zu rezensieren, da ich gar nicht weiß, wo genau ich am besten anfangen soll. Ich fange mal bei den Protagonisten an:

Adriana, die Hauptfigur, finde ich ganz ...

Dieses Buch ist für mich irgendwie schwierig zu rezensieren, da ich gar nicht weiß, wo genau ich am besten anfangen soll. Ich fange mal bei den Protagonisten an:

Adriana, die Hauptfigur, finde ich ganz nett, jedoch erscheint es mir, als versuche sie erwachsener zu sein, als sie eigentlich ist. Zwischendurch hat sie wirklich gute Momente und dann ist sie wieder so unfassbar kindisch. Sagt beispielsweise über Dakota, die sich wirklich total komisch verhält und die ich nicht mag, sie sei ihre „ehemalige beste Freundin“, weil man sich einmal streitet und sie gerade ein paar Tage komisch ist. Okay. Eine andere Person wird nach zwei Tagen nahezu zur besten Freundin (Zitat: „ …war dabei Adrianas neue beste Freundin zu werden“), ich meine – sind beste Freundinnen jetzt beliebig austauschbar? Ja, sie ist noch nicht erwachsen und natürlich darf sie auch noch teilweise Kind sein, aber das fand ich dann doch etwas krass und irgendwie konnte ich hier nicht anders, als die Augen zu verdrehen. Ihr Freund Rick ist wirklich lieb! Bei ihm konnte ich zwar die angebliche Verliebtheit in Dakota absolut nicht spüren, aber das habe ich einfach ausgeblendet. Er ist hilfsbereit und loyal und ich mag ihn sehr gern, was ich bei Eloy nicht sagen kann, denn er bleibt für mich komplett undurchsichtig. Da bleibt noch Cruz. Tja, was soll man zu ihm sagen? Auch ihn mag ich, kann ihn aber noch nicht ganz einordnen. Er scheint ebenfalls hilfsbereit und irgendwie mit Adriana verbunden zu sein. Auch er hat ganz klar seine zickigen Momente – allgemein sind die Protagonisten ganz schön zickig! – ich bin mir aber relativ sicher, dass ich ihn auch im nächsten Band mögen werde.

Die Idee dieser Geschichte finde ich wirklich gut! Die Vorstellung, dass es Dämonentage gibt und man eben nicht allein ist auf dieser Welt, finde ich gruselig und spannend. Die Umsetzung fand ich mittelmäßig, denn Teile haben sich widersprochen, ergaben für mich nur wenig Sinn oder wurden einfach ignoriert. Beispielsweise müssen ja auch irgendwo die Eltern sein, Ricks Eltern wurden sogar einmal erwähnt – machen diese sich keine Sorgen um die Kinder? Können sie während der Dämonentage einfach so wegbleiben, ohne dass man nach ihnen fragt? Unwahrscheinlich. Außerdem gibt es Maßnahmen, womit man es vermeiden kann, dass Adriana gefunden wird - komischerweise funktioniert das aber offenbar nicht bei allen Dämonen, denn es wurde nicht bedacht, dass sie von einem anderen genau aufgrund dieser Sache, die eigentlich eben nicht mehr sein solle, gefunden wurde (möchte nicht spoilern, deshalb so kryptisch). Mit dem Ende habe ich in dieser Form kein bisschen gerechnet, es lässt mich aber trotzdem nur halb zufrieden zurück. Es war für mich ein bisschen zu viel des Guten.

Den Schreibstil fand ich gut, jedoch wurde mir durch die Protagonisten viel der Lesefreude genommen und ich fand ein paar Szenen etwas zu wenig gefühlvoll und zu schnell abgewiegelt, wohingegen der Hund einfach in fast jeder möglichen Szene erwähnt wurde. Da fand ich das Verhältnis etwas unpassend.

Ich werde auf jeden Fall mehr von NinaMacKay lesen und auch Band zwei ist für mich ein Muss! Ich erhoffe mir, dass die Protagonisten von Band zu Band wachsen und mir somit der zweite Teil besser gefallen wird.

Veröffentlicht am 11.02.2019

Gefühlvoll

Die Antwort auf Vielleicht
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In "Die Antwort auf Vielleicht" erzählt Hendrik Winter auf gefühlvolle Weise die Liebesgeschichte von Jessi und Adam.

Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick unfair, schließlich lernen sie sich kennen, ...

In "Die Antwort auf Vielleicht" erzählt Hendrik Winter auf gefühlvolle Weise die Liebesgeschichte von Jessi und Adam.

Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick unfair, schließlich lernen sie sich kennen, weil Adam das "Krebstaxi" fährt, wie es im Buch immer wieder genannt wird. Jessi geht es nicht gut, vielleicht lebt sie nicht mehr lange und trotzdem verliebt Adam sich ausgerechnet in sie. So unfair ist das aber gar nicht, denn nur durch Jessi lernt er eine sehr wichtige Sache: verschiebe deine Träume nicht auf morgen! Die Zeit ist zwar ewig, aber dein Leben leider nicht. Diese Moral finde ich richtig, richtig gut, denn wer neigt nicht auch mal dazu, Dinge auf morgen zu verschieben? Und das sind nicht nur Dinge, auf die man keine Lust hat, sondern auch schöne Dinge, für die man aber "zu müde ist" oder "keine Zeit hat" oder ähnliches. Dabei vergisst man, dass es morgen vielleicht zu spät ist.

Jessi und Adam mochte ich beide richtig gern! Zwar konnte ich nicht jede Entscheidung, jeden Satz und jede Handlung komplett nachvollziehen, trotzdem erschienen sie mir total sympathisch und absolut authentisch. Auch Oma Olga war sehr herzlich und ich habe niemanden so gar nicht leiden können. Bei Vero ging mir der Berliner Dialekt ein bisschen auf den Keks, sonst mochte ich aber auch sie (nichts gegen Berliner! Ich finde nur, dass es in einem Buch irgendwie meinen Lesefluss unterbricht).

An manchen Stellen des Buches gab es kleine Widersprüche und manche Reaktionen fand ich zu heftig, aber das ist nur ein kleiner Makel in einem ansonsten tollen Buch.

Der Schreibstil liest sich angenehm fließend und berührt einen an vielen Stellen - beispielsweise durch passend gesetzte Poetry-Slam-Texte - auch tief im Inneren. Ich selbst habe bei diesem Buch zwar im Gegensatz zu vielen anderen nicht weinen müssen, aber trotzdem fand ich es emotional und ich hatte zumindest zwischendurch Gänsehaut.

Fazit: eine berührende Geschichte mit bedeutender Moral, die ich zwar kein zweites Mal lesen muss, aber das eine Mal gern gelesen habe!