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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2025

Spannend wie ein Krimi

Die Frauen vom Rosenhag. Sehnsucht nach Freiheit
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Im Jahr 1910 in Karlskrona: Liv und Marlene haben es geschafft! Aus dem alten Wildhüterhaus haben sie einen Zufluchtsort für in Not geratene Frauen gemacht. Eines Tages erscheint am Rosenhag ein Mann, ...

Im Jahr 1910 in Karlskrona: Liv und Marlene haben es geschafft! Aus dem alten Wildhüterhaus haben sie einen Zufluchtsort für in Not geratene Frauen gemacht. Eines Tages erscheint am Rosenhag ein Mann, der Marlenes auf See gebliebenen Ehemann Bjarne zum verwechseln ähnlich sieht. Was er zu sagen hat, bringt ihr Leben durcheinander und auch ihre Liebe zu Oskar wird auf eine harte Probe gestellt. Liv glaubt sich in Sicherheit, als ihr brutaler Ehemann Sten Boregard ins Gefängnis kommt. Sie verliebt sich und ist endlich glücklich. Doch dieses Glück hält nicht lange an, denn Sten hat mächtige Freunde. Die sorgen dafür, daß der Reeder wieder auf freien Fuß kommt. Liv und auch Marlene sind deshalb in großer Gefahr, denn der will sich rächen. Können die Frauen ihren Traum trotzdem verwirklichen?

Die Geschichte der "Frauen vom Rosenhag" geht weiter mit dem Roman "Sehnsucht nach Freiheit". Corina Bomann erzählt von Frauen, die einen Traum vom selbstbestimmten Leben haben, in einer spektakulären Geschichte. Die Handlung ist so spannend, daß sie auch gut als Krimi durchgehen könnte. Schon damals galt: Wer gute Seilschaften knüpfen konnte, dem wurde einiges nachgesehen. Corina Bomann hat einen ganz besonderen Schreibstil - klar und schnörkellos, aber vor allem sehr einfühlsam. Man liest und es entstehen sofort Bilder im Kopf. Daß einige Charaktere wirklich in Karlskrona gelebt haben, gibt der Geschichte einen ganz besonderen Reiz. Diese Mischung aus Realität und Fiktion ist perfekt abgestimmt. Ein gutes Buch sollte eine interessante Geschichte erzählen und darf nie langweilig werden. Im besten Fall sollte man beim Lesen die Zeit vergessen. Alles das ist hier erfüllt!

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Ein Ausflug in die Welt der Kunst

Der Bildersammler
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Die Kunstrestauratorin Tessa macht in einer einsamen Kapelle eine grausige Entdeckung. Jemand hat eine Leiche dort zur Schau gestellt, welche so drapiert ist, wie der Heilige Sebastian auf Gemälden. Hauptkommissar ...

Die Kunstrestauratorin Tessa macht in einer einsamen Kapelle eine grausige Entdeckung. Jemand hat eine Leiche dort zur Schau gestellt, welche so drapiert ist, wie der Heilige Sebastian auf Gemälden. Hauptkommissar Lennart Wiedmeyer versucht gemeinsam mit Tessa herauszufinden, nach welchem Gemälde hier inszeniert wurde. Der Täter ist bereits auf der Suche nach seinem nächsten Opfer - denn er will sein Werk vollenden.

Liliane Skalecki hat es geschafft, mich mit "Der Bildersammler" in atemlose Spannung zu versetzen. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven. Sie wechselt zu Beginn zwischen dem Geschehen in der Vergangenheit und der Gegenwart. In der Vergangenheit verfolgt man das Geschehen rund um die Mordopfer, erlebt die Morde und die daraus bei den Opfern resultierende Angst hautnah mit. In der Gegenwart begleitet man Tessa und Lennart Wiedmeyer bei ihren Ermittlungen. Hier denkt man sehr schnell, man hätte den Täter identifiziert, jedoch muß man bis zur wahren Auflösung viele Irrwege durchlaufen. Die hier inszenierten Gemälde machen neugierig und ich habe sehr oft recherchiert, wie die Gemälde aussehen. Von daher nimmt man hier auch noch Kunstwissen mit. Mit Tessa und Lennart hat man wirklich sympathische Charaktere. Ich mochte beide sehr gern und gemeinsam waren sie ein gutes Team. Liliane Skalecki schreibt spannend und verständlich, man verliert hier nie den roten Faden. Mir hat dieses Buch sehr spannende Lesestunden bereitet!

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Kater Socke auf weihnachtlichen Pfaden

Vier Pfoten für ein Wunder
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Die 6jährige Darja hat den Tod ihres Vaters noch nicht verkraftet, als sie im Tierheim den Hund Fiete entdeckt und sich in ihn verliebt. Zunächst willigt ihre Mutter ein, Fiete zu Weihnachten ein neues ...

Die 6jährige Darja hat den Tod ihres Vaters noch nicht verkraftet, als sie im Tierheim den Hund Fiete entdeckt und sich in ihn verliebt. Zunächst willigt ihre Mutter ein, Fiete zu Weihnachten ein neues Zuhause zu geben, doch dann verliert sie ihren Arbeitsplatz und erklärt Darja, daß Fiete nun doch im Tierheim bleiben muß. Darja läuft von Zuhause fort. Die Nachbarskatzen Socke und Clooney helfen ihren Menschen bei der Suche. Doch Darja bleibt verschwunden. Hier hilft nur noch ein Weihnachtswunder!

"Vier Pfoten für ein Wunder" ist ein herrlicher Weihnachtsroman von Heike Wolpert, der durch wunderschöne Illustrationen von Ann-Kathrin Busse zu einem kleinen Kunstwerk wird. Das Buch wirkt schon äußerlich durch den mit Leinen gestalteten Buchrücken hochwertig, was sich beim Aufschlagen des Buches noch verstärkt wird. Aber auch die Geschichte selbst hat mich begeistert. Socke und Clooney haben sich auf leisen Pfoten in mein Herz geschlichen - obwohl Clooney manchmal gar nicht leise ist, sondern gern lauthals singt. Hier kann man dann richtig gut über sie lachen. Aber auch Hund Fiete und die menschlichen Nachbarn haben einen Platz in meinem Leserherz gefunden. Mit der 6jährigen Darja konnte ich sehr gut mitfühlen. Ihre Verzweiflung wird hier sehr deutlich. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Socke und Fiete erzählt, was das Geschehen noch eindringlicher macht. Fietes Sehnsucht nach Darja rührt fast zu Tränen. Heike Wolpert schreibt auf sehr lockere Art, verliert aber das besinnliche nicht aus den Augen. Mit diesem Buch bekommt man eine lesenswerte und liebevoll geschriebene Weihnachtsgeschichte mit vierbeinigen Hauptdarstellern, die Lust auf mehr Abenteuer mit ihnen machen!

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Urlaubskrimi

Harpunentod: Frau Scholles Gespür für Mord
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Gabriele Scholle reist mit ihrer Hündin Dolores nach Amrum. Dort trifft sie auf das erste Urlaubshindernis: Ihr Vermieter dachte, Dolores wäre ein Mensch. Hunde sind in seiner Ferienwohnung nicht erlaubt. ...

Gabriele Scholle reist mit ihrer Hündin Dolores nach Amrum. Dort trifft sie auf das erste Urlaubshindernis: Ihr Vermieter dachte, Dolores wäre ein Mensch. Hunde sind in seiner Ferienwohnung nicht erlaubt. Doch für Dolores macht er nach einigem zögern eine Ausnahme. Beim abendlichen Spaziergang wird ihr Urlaub dann erneut gestört. Sie findet eine Leiche! Ein Mann sitzt in einem Ruderboot, durchbohrt von einer Harpune. Als Sekretärin bei der Kriminalpolizei kennt sie sich aus und beginnt eigene Ermittlungen. Schließlich hält man sie ja auf der Insel sowieso für eine Kommissarin!

"Harpunentod" ist der erste Fall auf Amrum für Gaby Scholle und Dolores. Sophie Tammen hat mit diesem Krimi eine tolle Strandkorblektüre geschaffen. Sie beschreibt Amrum und die Nordsee so liebevoll, daß man hier wirklich Urlaubsfeeling bekommt. Ihre Charaktere sind ebenso liebevoll beschrieben. Gaby hatte sofort mein Herz erobert, auch wenn ich es nicht so gut fand, daß sie das Missverständnis über ihren Beruf nicht sofort aufgeklärt hat und dies ausnutzt. Auch ihr ständiges "Schatz", wenn sie mit ihrem Hund sprach, war ein wenig nervig. Mein wahrer Lieblingscharakter war jedoch Frerk Behrendsen, von Gaby Käptn Ahab genannt. Ich mochte seine norddeutsche, zunächst distanzierte Art und sein auftauen im Laufe der Handlung. Sophie Tammen hat hier einen Krimi geschrieben, der eher ruhig daherkommt und nicht gerade vor Spannung übersprudelt. Man liest hier sehr entspannt, rätselt zwar mit, aber ist nicht richtig gefesselt. Trotzdem macht dieser Krimi aufgrund seines leicht lesbaren Textes, der sympathischen Charaktere und des wunderschönen Handlungsschauplatzes sehr viel Spaß!

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Wieder sehr gelungen

Lady Hardcastle und der Tod im Theater
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Im November 1911 besucht Lady Hardcastle zu ihrem Geburtstag ein Theaterstück in Bristol. Während der erste Akt gelungen ist, liegt zu Beginn des zweiten Aktes die Leiche eines Schauspielers auf der Bühne. ...

Im November 1911 besucht Lady Hardcastle zu ihrem Geburtstag ein Theaterstück in Bristol. Während der erste Akt gelungen ist, liegt zu Beginn des zweiten Aktes die Leiche eines Schauspielers auf der Bühne. Lady Hardcastle und Flo ermitteln wieder und lüften schockierende Geheimnisse!

"Lady Hardcastle und der Tod im Theater" ist nun bereits der 9. Fall, den Lady Hardcastle und ihre Zofe Flo gemeinsam lösen. Wieder einmal hat T. E. Kinsey es geschafft, mich völlig zu überzeugen. Auch diesmal haben die beiden einen schwierigen Fall auf ihre ganz eigene, erfrischende Art und Weise zu lösen. Dabei kommt es zu einigen humorvollen Szenen. Allein die Dialoge zwischen Lady Hardcastle und Flo sind einfach wunderbar. Man merkt, daß die beiden Freundinnen sind und das Verhältnis kein normales zwischen der Herrin und ihrer Zofe ist. Die Schlagfertigkeit von Flo ist für diese Zeit ungewöhnlich und der gegenseitige Umgang zu dieser Zeit für das Umfeld gewöhnungsbedürftig. Dies macht den besonderen Reiz dieser Serie aus und fehlt auch hier wieder nicht! Der Fall entpuppt sich als äußerst schwierig, mangelt es doch nicht an Verdächtigen. Er ist gespickt mit unvorhersehbaren Wendungen, so daß man selbst oft umdenken muß. Mir hat dieser Krimi wieder sehr viel Spaß bereitet und ich empfehle diese Serie für jeden Freund guter englischer Krimis!

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