Cover-Bild Tiefe Schuld
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 10.12.2025
  • ISBN: 9783453443266
Laura Dave

Tiefe Schuld

Roman – »Eine meisterhafte Geschichtenerzählerin. Dieses Buch dürfen Sie nicht verpassen.« Harlan Coben
Stefan Lux (Übersetzer)

Wie gut kennen wir die Menschen, die wir lieben, wirklich?

Der Hotelier Liam Noone stürzt von der Klippe vor seinem Haus in Kalifornien in den Tod. Seine Tochter Nora muss derweil in New York noch den Verlust ihrer kürzlich verstorbenen Mutter verarbeiten, da steht ihr Halbbruder Sam vor ihr. Er drängt sie, mit ihm nach Kalifornien zu fliegen. Sam glaubt nicht an einen Unfall seines Vaters, auch wenn die Polizei keine Hinweise auf ein Verbrechen gefunden hat. Doch wer könnte Liam getötet haben? Zusammen beginnen die Geschwister, in Liams Vergangenheit zu forschen und entdecken dabei ein Geheimnis, das Liams Leben entscheidend beeinflusste. Führt sie diese Spur am Ende auch zu seinem Mörder?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

Potential wurde leider nicht komplett abgerufen

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Ein Mann stürzt von den Klippe vor seinem Haus in Kalifornien in den Tod. Man geht von einem Unglücksfall aus. Doch einer glaubt nicht daran. Sein Sohn Sam geht nicht von einem Unfall aus, obwohl die Polizei ...

Ein Mann stürzt von den Klippe vor seinem Haus in Kalifornien in den Tod. Man geht von einem Unglücksfall aus. Doch einer glaubt nicht daran. Sein Sohn Sam geht nicht von einem Unfall aus, obwohl die Polizei keine Spuren gefunden hat. Seine Halbschwester Nora wohnt in New York. Kurzerhand fliegt er zu ihr und versucht sie zu überzeugen mitzukommen und im Todesfalle Ermittlungen anzustellen? Doch wäre könnte der Mörder sein und was ist das Motiv? Liegen die Spuren in der Vergangenheit oder hatte der Vater sogar ernstzunehmende Feinde. Könnte unter Umständen die ganze Familie bedroht sein?
Die Autorin Laura Dave hat eigentlich mit ihrem neusten Buch „Tiefe Schuld“ eine tolle Ausgangslage geschaffen, die viel potential für einen spannenden und tiefgehenden Thriller hat. Jedoch ist es ihr nicht ganz gelungen, das volle Potential wie in ihrem Debütthriller abzurufen. Es ist eine ziemlich langsam und ruhige Geschichte geworden, die ohne großen Spannungsbogen auskommt. Die Figuren wirken blass und man kann auch nicht richtig mit ihnen mitfiebern, da durch die Beschreibungen keine wirkliche Sympathie aufgebaut werden kann. Wer hier einen großartigen Thriller erwartet, wird enttäuscht. Wer jedoch eine ruhige Geschichte für zwischendurch sucht, findet hier sicherlich seine Lesefreude. Mich konnte persönlich das Buch nur teilweise überzeugen, da meine Erwartungen höher angesetzt waren. Daher gebe ich lediglich 4 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Langsame Erzählung mit Spannungselementen

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Zuerst sollte man wissen, dass es ein Roman mit Spannungselementen ist und kein Thriller. Daher verläuft die Geschichte langsam und intensiv. Die Hauptfigur Nora versucht, ein Geheimnis zu lüften indem ...

Zuerst sollte man wissen, dass es ein Roman mit Spannungselementen ist und kein Thriller. Daher verläuft die Geschichte langsam und intensiv. Die Hauptfigur Nora versucht, ein Geheimnis zu lüften indem sie nachvollziehen möchte, was mit ihrem Vater passiert ist und warum. Dadurch verringert sich die Distanz zwischen ihrem Bruder und ihr, weil sie viel Zeit miteinander verbringen. Sie reisen von der Ostküste nach die Westküste und zurück, sie besuchen Liams Freunde und Bekannte, sie erfahren viel nicht nur über ihren Vater, sondern auch über sich selbst. Nora ist hin und hergerissen, nicht nur über den Tod ihres Vaters. Die Protagonistin kämpft mit ihren persönlichen Gedanken aus ihrem Privatleben. Interessante Familienkonstellation und Beziehungen können am Anfang verwirrend wirken, aber der Leser kann bald in die Story gut reinkommen. Am Ende wird das Geheimnis bekanntgegeben und sogar mit einigen überraschenden Details. Am Finale ergibt sich alles einen Sinn und alle Puzzleteile werden zusammengefasst.
Es ist ein gutes Buch für zwischendurch mit einem roten Faden und ausreichend ausgearbeiteten Charakteren, das ich gerne empfehle würde.

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Blasse Figuren, nicht nachvollziehbare Zusammenhänge

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Der Tod eines wohlhabenden Hoteliers wirft Fragen auf und zwingt zwei entfremdete (Stief-) Geschwister, sich einer Vergangenheit zu stellen, die anders ist als erwartet. Was wie ein tragischer Unfall erscheint, ...

Der Tod eines wohlhabenden Hoteliers wirft Fragen auf und zwingt zwei entfremdete (Stief-) Geschwister, sich einer Vergangenheit zu stellen, die anders ist als erwartet. Was wie ein tragischer Unfall erscheint, entwickelt sich rasch zu einer Suche nach Wahrheit, Schuld und verdrängten Geheimnissen.

Schon auf den ersten Seiten liegt eine unterschwellige Unruhe in der Luft – als würde sich gleich etwas Unausweichliches ereignen. Der Roman liest sich flüssig und zieht einen mit leiser Spannung voran, während man unentwegt auf den großen Knall wartet. Doch genau der passiert leider sehr lange nicht.

Die Figuren bewegen sich wie Schatten durch die Handlung und bleiben bis zuletzt seltsam entrückt. Besonders die emotionalen Verbindungen, vor allem die Liebesgeschichte, wirken eher konstruiert als zwingend und lassen einen mit Distanz zurück.

Sehr treffend fasst ein später Gedankengang die Grundstimmung des Romans zusammen:

Zitat S. 226:
„Eine Geschichte kristallisiert sich heraus. Genau das habe ich früh in meiner Ausbildung in Bezug auf die Gestaltung eines Raums gelernt. Eine Säule ist nicht einfach eine Säule. Ein Stützpfeiler ist nicht einfach ein Stützpfeiler. Sie müssen nicht nur mit dem Rest des Gebäudes kommunizieren, sondern auch berücksichtigen, wozu dieses Gebäude dienen soll. Wen soll es beschützen, wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin? Zu welchem Zweck muss es stabil sein? … Wen wollte mein Vater beschützen? Wo wollte er für Stabilität sorgen?“

Diese Metapher zieht sich sinnbildlich durch die gesamte Geschichte. Alles scheint tragend und bedeutungsvoll und doch bleibt lange unklar, was wirklich Gewicht hat.

Eine zweite Erzählebene schleicht sich leise in den Roman, rückblickend, rätselhaft, zunächst kaum greifbar. Erst ganz am Ende fügt sich dieses Puzzleteil schlagartig ein und verleiht dem Geschehen eine neue Bedeutung.

Die Auflösung trifft dann unerwartet und wirft ein anderes Licht auf alles, was zuvor nur vage schien.

Fazit: Trotz nicht immer nachvollziehbarer Zusammenhänge und stellenweise blasser Figuren bleibt ein Roman, der sich gut lesen lässt – getragen von einer dichten Stimmung und der nagenden Frage, wie gut wir die Menschen wirklich kennen, denen wir am nächsten stehen.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Nicht so spannend wie gedacht

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Liam Noone, ein wohlhabender Geschäftsmann, stürzt von der Klippe vor seinem Haus und stirbt. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Sein Sohn Sam ist jedoch davon überzeugt, daß es ein Mord war. Gemeinsam ...

Liam Noone, ein wohlhabender Geschäftsmann, stürzt von der Klippe vor seinem Haus und stirbt. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Sein Sohn Sam ist jedoch davon überzeugt, daß es ein Mord war. Gemeinsam mit seiner Halbschwester Nora will er herausfinden, was wirklich geschah. Sie forschen in der Vergangenheit ihres Vaters und entdecken ein Geheimnis, welches Liams Leben stark beeinflusst hat. Doch finden sie darin auch den Mörder?

Laura Dave konnte mich mit "Tiefe Schuld" nicht vollends überzeugen. So gut, wie sich der Klappentext anhörte, so wenig Spannung kam hier auf. Ich will nicht sagen, daß es gar keine Spannung gab, jedoch fesselt das Buch nicht. Natürlich möchte man wissen, was passiert ist, ob es sich um Mord handelt. Laura Dave schwenkt sehr oft in die Vergangenheit zurück. Diese Kapitel sind dann leider auch eher langatmig und haben meinen Lesefluss stark gestört. Die Ermittlungen von Sam und Nora sind dagegen interessant, laufen jedoch leider auch nicht vor Spannung über. Die Auflösung jedoch hat mich sehr überrascht und war schlüssig erklärt. Die Charaktere Sam und Nora waren sympathisch und es war interessant zu verfolgen, wie Nora ihre Meinung im Laufe der Handlung änderte. Zunächst war ihr alles eigentlich egal, doch dann fing sie plötzlich Feuer und war genau wie Sam der Meinung, daß es sich nicht um einen Unfall handeln konnte. Vom Schreibstil her hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn es ist leicht, locker und gut verständlich geschrieben. Kurzerhand gesagt ist "Tiefe Schuld" ein gut lesbares Buch, aber kein Pageturner.

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