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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2017

Spannend

Am Ufer der Träume
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Irland im Jahre 1846. Molly, ihre Schwester Fanny und deren Mutter erleben schon das zweite Jahr einer Hungersnot. Als der englische Landbesitzer sie von ihrem Land jagt, bleibt ihnen nur noch eine Höhle ...

Irland im Jahre 1846. Molly, ihre Schwester Fanny und deren Mutter erleben schon das zweite Jahr einer Hungersnot. Als der englische Landbesitzer sie von ihrem Land jagt, bleibt ihnen nur noch eine Höhle im Wald. Beim Versuch Fische zu fangen, begegnet Molly Bryan. Auch er ist ein Vertriebener. Er hilft Molly ihre Familie durchzubringen. Als der harte Winter kommt, bleibt ihnen nur noch der Weg ins Arbeitshaus. Sie verabreden sich aber für den Frühling. Dann wollen sie gemeinsam nach Amerika. Sie überleben die Schikanen im Arbeitshaus, auch durch Fannys Einsatz, und finden Bryan. Gemeinsam gehen sie an Bord eines Auswandererschiffes nach New York. Unterwegs stirbt Mollys Mutter und als die Schwestern an Land gehen, ist Bryan verschwunden. Fünf Jahre vergehen in New York, bis Molly ihren Bryan wiederfindet. Sie beschließen, nach Texas zu reisen. Vorher hacht Bryan aber einen großen Fehler, so daß Molly alleine reisen muß. Auf ihrer Reise erlebt sie große Abenteuer, trifft auf einige Männer, die ihr ein gutes Leben bieten könnten, aber sie wartet unbeirrt auf ihren Bryan. Das Warten wird schießlich belohlnt.

Das Buch beschreibt schonungslos, wie sehr die Iren um 1845 unter der Herrschaft der Engländer gelitten haben. Die Szenen der Hungersnot und der Seuchen werden hier ohne Schönfärberei beschrieben. Zart besaitete Leser werden hier schon schlucken müssen. Aber es werden ja Tatsachen wiedergegeben, die zur Geschichte Irland gehören. Auch das Leben der Auswanderer in Amerika wird ehrlich geschildert. Wer eine romantische Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Alle anderen Leser wird das Buch begeistern. Ich hatte Probleme, das Buch wegzulegen. Am liebsten hätte ich es in einem Zug durchgelesen, so spannend war es!

Veröffentlicht am 28.01.2017

Zunächst verwirrend

Bruderschatten
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Julie, aufgewachsen in Solthaven in der DDR, verliert im Jahr 1989 ihren Freund Charles. Ihr Bruder Leo hat ihn und angeblich auch seine Freundin Claudia. Leo ist danach geflüchtet, seine Familie führt ...

Julie, aufgewachsen in Solthaven in der DDR, verliert im Jahr 1989 ihren Freund Charles. Ihr Bruder Leo hat ihn und angeblich auch seine Freundin Claudia. Leo ist danach geflüchtet, seine Familie führt im Dorf ein Außenseiterdasein.
Eines Tages wird Julie, die mittlerweile in Hamburg als Gerichtsreporterin arbeitet, gebeten, den Sexualstraftäter Roland Koslowski zu interviewen. Koslowski hat damals den Mord an Leos Freundin gestanden. Doch dies Interview ist mit dem Versprechen gekoppelt, es nie zu drucken. Julie reist in ihre Heimat und kommt der Wahrheit Stück für Stück näher.
Bruderschatten ist keine leichte Kost, sondern hat viel Hintergrund. Der Krimi ist gut geschrieben, liest sich sehr fließend und hält die Spannung durch ständig neu dazukommende Details bis zum Schluß. Einziges Manko: Am Anfang ist es durch die vielen Personen, die alle untereinander "verwickelt" sind, sehr verwirrend.

Veröffentlicht am 28.01.2017

Wunderschön

Der himmlische Weihnachtshund
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Santa Claus muß dringend renovieren. Dabei findet er beim Umräumen einen alten Wunschzettel unter seinem Schrank. Geschrieben vor 20 Jahren von Michael Sahler. Sein Wunsch: seine beste Freundin Fiona soll ...

Santa Claus muß dringend renovieren. Dabei findet er beim Umräumen einen alten Wunschzettel unter seinem Schrank. Geschrieben vor 20 Jahren von Michael Sahler. Sein Wunsch: seine beste Freundin Fiona soll nicht mit ihren Eltern weit weg ziehen und auch ein Hund ist von seiner Mutter verboten worden. Santa Claus beschließt, daß er Michael noch etwas schuldet und beschließt, diesen Wunschzettel noch zu erfüllen. Die Elfen ziehen los und befreien einen Labradorwelpen aus dem Tierheim. Dieser wartet nun in einer Mülltonne darauf, daß Michael beim täglichen Jogging vorbei kommt. Der Plan geht auf. Michael nimmt sich des Hundes an, geht direkt zur Tierärztin. Und genau diese Tierärztin ist Fiona, die vor kurzem die Praxis übernommen hat. Beide kommen sich mit Hilfe von Welpe Keks näher. Doch Michael ist fast mit Linda verlobt und diese nicht gewillt, ihren reichen Fastverlobten kampflos aufzugeben. Sie spinnt Intrigen....

Dieser Hundeweihnachtsroman von Petra Schier ist wunderbar schön. Er ist leicht zu lesen, geht ans Herz und sehr romantisch! Schön finde ich die Einspielungen der Gedanken von Hund Keks. Das gibt der Geschichte den gewissen Pep. Ein Roman, der sowohl für Hundefreunde als auch für Freunde von anrührenden Geschichten geschrieben ist!
Dieses Buch verleitet dazu, sich in der Adventszeit unter eine Decke zu kuscheln, einen heißen Kakao zu trinken, die Seele baumeln lassen und das Buch genießen!

Veröffentlicht am 28.01.2017

Macht Spaß

Immer Ärger mit Opa
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Herrmann Lüttjens macht sich auf den Weg, seine Enkelin Nele in München zu besuchen. Doch vor ihrer Wohnungstür bricht er tot zusammen. Nele läßt ihn einäschern und macht sich mit der in eine Tupperdose ...

Herrmann Lüttjens macht sich auf den Weg, seine Enkelin Nele in München zu besuchen. Doch vor ihrer Wohnungstür bricht er tot zusammen. Nele läßt ihn einäschern und macht sich mit der in eine Tupperdose gefüllten Asche auf den Weg zu ihrer Familie in die Lüneburger Heide. Alles könnte gut sein, wenn sie nicht die Dose bei ihrer Mitreisenden im ICE vergessen würde. In der Lüneburger Heide trifft sie nicht nur auf ihre Familie, sondern auch auf alte Bekannte. Unter anderem auf ihre Jugendliebe Karl Küpper, der sie sitzen gelassen hat. Als auch noch der gutaussehende Anwalt von Opa, Paul Liebling auftaucht, wird es turbolent in Neles Liebesleben. Und zu allem Überfluß bringt die Mitreisende auch noch Opas Asche nach Hause, so daß Nele ziemlich in der Klemme steckt.

Ein herrlich lustiger Roman, der aber nicht ins alberne abgleitet und an keiner Stelle langweilig wird. Der Schreibstil ist schön flüssig. Insgesamt ein wunderbar zu lesendes Buch, das für Unterhaltung sorgt!

Veröffentlicht am 28.01.2017

Alles schon einmal da gewesen

Ashby House
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Die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott, die, nach einem schweren Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, und ihre Schwester Laura ziehen in Ashby House ein. Kurz nach ihrer Ankunft erscheinen auch ...

Die weltberühmte Fotografin Lucille Shalott, die, nach einem schweren Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, und ihre Schwester Laura ziehen in Ashby House ein. Kurz nach ihrer Ankunft erscheinen auch eine Köchin und Butler Steerpike. Laura und Steerpike dringen in den zweiten Stock des Hauses vor und erwecken Ashby House zum Leben. Kurz darauf verschwindet Lucille. Laura und Steerpike machen sich auf die Suche nach ihr. Doch Ashby House weiß sich zu wehren.

Dieser Roman hat mich nicht überzeugt. Er ist sehr leicht zu lesen (ziemlich der einzigste Pluspunkt), aber es kommt nicht wirklich Spannung auf. Es dauert bis ca. zum letzten Drittel des Buches, bis wenigstens etwas Spannung entsteht. Dazu ist die Story durch das ständige Aufzählen irgendwelcher Berühmtheiten für meine Begriffe übertrieben. Ein ganz großes Minus für die nicht zu übersehende Ähnlichkeit zu dem alten scharz-weiß-Film "Das Geisterschloß"!!!