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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Prädikat: Super!

Die Mitternachtsrose
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Die amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley reist nach England zu Dreharbeiten in einem alten Herrenhaus. Dort stellt sie verblüfft fest, daß sie der Großmutter des Schloßherrn zum Verwechseln ähnlich ...

Die amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley reist nach England zu Dreharbeiten in einem alten Herrenhaus. Dort stellt sie verblüfft fest, daß sie der Großmutter des Schloßherrn zum Verwechseln ähnlich sieht. Zur gleichen Zeit kommt der junge Inder Ari Malitz dort an. Er sucht in Astbury Hall Spuren seiner Urgroßmutter Anahita, die als junge Frau dort gelebt hat. Sie decken bei ihrer gemeinsamen Spurensuche ein grausames Geheimnis der Familie Astbury auf, das weit in die Vergangenheit reicht und wie ein Fluch über den Generationen lastet.

Ein Buch von Lucinda Riley ist immer wieder für eine Überraschung gut. Der Leser wird jedesmal in eine andere Märchenwelt entführt. Diesmal ist es das traumhafte Indien. Man liest vom unendlichen Reichtum der Maharadschas und von riesengroßen Edelsteinen. Es entstehen beim Lesen herrliche Bilder im Kopf, die man so schnell nicht wieder los wird. Die Geschichte verbindet sich spannend mit der heutigen Zeit. Schade nur, daß hier ein Geheimnis nicht aufgeklärt wird. Darauf hatte ich so gehofft! Aber dieses kleine Manko ist nicht wirklich tragisch.

Das Buch verdient das Prädikat: super!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein wirkklich gelungenes Buch

Der Sommer der Blaubeeren
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Die New Yorker Anwältin Ellen Bradford will kurz vor ihrer prunkvollen Hochzeit mit dem ehrgeizigen Hayden Croft noch schnell einen Brief ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter überbringen. Dazu muß sie ...

Die New Yorker Anwältin Ellen Bradford will kurz vor ihrer prunkvollen Hochzeit mit dem ehrgeizigen Hayden Croft noch schnell einen Brief ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter überbringen. Dazu muß sie nach Maine in die Kleinstadt Beacon fahren. Dort wuchs ihre Großmutter auf. Bei der Suche nach dem Empfänger des Briefes, einem gewissen Chat Cummings, tritt sie in so manches Fettnäpfchen und der gut aussehende Roy muß sie immer wieder retten. So kommt es, daß Ellens Großmutter noch nach ihrem Tod auf das Leben ihrer Enkelin einen großen Einfluß nimmt.

Das Buch ist herrlich! Zu lesen, wie die taffe Anwältin aus der Großstadt in einer Kleinstadt manchmal kläglich scheitert, macht einfach nur Spaß. Aber man sollte nicht erwarten, daß immer nur alles komisch ist. Die Geschichte ist manchmal sehr sensibel geschrieben, vor allem, wenn es um den Tod der Großmutter geht. Auf jeden Fall ist dies ein gelungenes Buch. Hoffentlich gelingen mir die Blaubeer-Muffins genau so gut. Das Rezept werde ich nämlich auf jeden Fall nachbacken.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderschönes Trostbuch

Holunderherzen
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Anne ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, aber sie hat kein gutes Händchen bei der Wahl ihrer Liebhaber. Deshalb muß sie mal wieder eine Trennung verarbeiten. Da kommt ihr die Einladung ihrer Tante Tilly ...

Anne ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, aber sie hat kein gutes Händchen bei der Wahl ihrer Liebhaber. Deshalb muß sie mal wieder eine Trennung verarbeiten. Da kommt ihr die Einladung ihrer Tante Tilly gerade recht. Tilly lebt allein mit ihrem Mops auf einem einsamen Gehöft an der Ostsee. Dort will Anne zur Ruhe kommen. Daraus wird nichts, denn Anne trifft auf merkwürdige Zustände. Tante Tilly ist mehr als grantig und im nächsten Moment wieder freundlich, ihr Mops Hugo ist bissig und der Dorfarzt Carsten Sörensen bringt Annes Entschluß, daß sie keinen Mann mehr um sich braucht, ins Wanken. Das sind keine guten Voraussetzungen, um zur Ruhe zu kommen. Anne versucht, das Beste daraus zu machen, denn aufgeben kommt nicht in Frage!

Das Buch ist wirklich wunderschön! Zuerst einfach nur witzig, aber man kann das aufziehende Unheil richtig spüren. Die Selbstzweifel, mit denen Anne sich rumplagt, geraten dabei schnell in den Hintergrund. Ich finde es sehr schön, wie Brigitte Janson mit dem Thema Demenz umgeht. Sie beschreibt sehr sensibel die Ängste, die die betroffenen Menschen bewältigen müssen. Auch die Angehörigen müssen damit ja fertig werden. Dieses Thema so schön zu beschreiben, daß die Stimmung im Buch heiter bleibt, stelle ich mir nicht einfach vor. Es wird in keiner Zeile zu heftig auf die Tränendrüse gedrückt. Irgendwie vermittelt dies Buch den Eindruck: Das Schicksal kann hart mit einem umgehen, aber mit ein paar guten Freunden und viel Liebe kann man vieles schaffen!

"Holunderherzen" ist ein schönes Trostbuch, wenn es mal nicht so gut läuft.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Bloß die Finger von lassen

Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
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Rachel, Alkoholikerin, die von ihrem Freund verlassen wurde und nun bei ihrer Freundin wohnt, muß jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit nach London fahren. An einer Stelle muß der Zug jeden Tag einen Stop einlegen, ...

Rachel, Alkoholikerin, die von ihrem Freund verlassen wurde und nun bei ihrer Freundin wohnt, muß jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit nach London fahren. An einer Stelle muß der Zug jeden Tag einen Stop einlegen, dort beobachtet sie täglich ein junges Paar. Sie nennt es Jess und Jason. Eines Tages beobachtet sie etwas ungewöhnliches. Kurz darauf ist Jess verschwunden.

Aufgrund des großen Hypes um dieses Buch habe ich es mir nun auch gekauft. Und diesen Kauf bitter bereut. Was sich nach einem spannenden Thriller anhört, ist nichts anderes als eine große Luftblase. Es kommt einfach keine Spannung auf. Bei diesem Buch bin ich regelmäßig "weggedämmert". Es ist einfach nur langweilig. Schon alleine der Schreibstil sorgt für eine einschläfernde Wirkung. Rachel als Hauptperson ist absolut unsympathisch und man entwickelt eigentlich nur Haß für sie. Die Handlung des Buches ließ mich aufgrund der genannten Kriterien absolut kalt und plätschert vor sich hin.

Kurz gesagt, ich habe das Buch sehr schnell abgebrochen und werde es mit Sicherheit nicht noch einmal zur Hand nehmen - geschweige denn, jemandem empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schönes Buch zum Entspannen

Alles eine Frage der Technik
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In der Beziehung von Paul und Nella kriselt es gewaltig, denn Paul hat nur seine Praxis im Kopf. Als er auch noch Nellas Geburtstag vergißt, kocht es bei Nella über. Sie schlägt einen gemeinsamen Urlaub ...

In der Beziehung von Paul und Nella kriselt es gewaltig, denn Paul hat nur seine Praxis im Kopf. Als er auch noch Nellas Geburtstag vergißt, kocht es bei Nella über. Sie schlägt einen gemeinsamen Urlaub vor. Paul scheint begeistert und übernimmt die Buchung. Doch statt des romantischen Urlaubes macht er aus der Überraschung einen Golfurlaub. Sein Ziel: Neue Patienten zu finden. Nella ahnt nichts und das Chaos beginnt...

Das Buch beginnt wirklich sehr lustig. Man kommt schon auf Seite 1 aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Jedoch verliert sich der Humor mit jeder Seitenzahl und es wird immer eintöniger. Geschrieben ist dies Buch aus zwei Perspektiven. Die Kapitel wechseln sich aus den Sichtweisen von Nella und Paul ab und man erfährt wechselseitig, wie die beiden, jeder für sich, über die aktuelle Situation denken. Dies macht zunächst noch Spaß, nutzt sich jedoch schnell ab. Die Charaktere selbst sind sehr schön dargestellt. Man sieht den Karrieremensch Paul und das Modepüppchen Nella richtig vor sich und weiß eigentlich sofort, daß diese Konstellation nicht paßt. Da dies ein richtiger Frauenroman im Stile von Sophie Kinsella ist, weiß man ja auch schon zu Beginn des Buches, wie es endet...

Ein schönes Buch, um einfach mal auszuspannen.