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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2024

Rosa Fink ermittelt

Der frühe Vogel
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Die überall bekannte Heidrun Paulsen aus Varel liegt tot auf dem Bürgersteig. Heidrun, die täglich mit ihrem Lastenrad unterwegs war, um Lebensmittel einzusammeln, um diese später zu verteilen, war bekannt ...

Die überall bekannte Heidrun Paulsen aus Varel liegt tot auf dem Bürgersteig. Heidrun, die täglich mit ihrem Lastenrad unterwegs war, um Lebensmittel einzusammeln, um diese später zu verteilen, war bekannt dafür, den Tag mit einem Sekt zu beginnen. Da liegt der Verdacht eines Unfalles unter Alkoholeinfluss nahe. Jedoch hat Heidrun bereits Wochen zuvor Anschläge auf sie bei der Polizei gemeldet, die jedoch nicht ernst genommen wurden. Ein Fall für die Hobbydetektivin Rosa Fink!

"Der frühere Vogel" war für mich das erste Buch rund um Rosa Fink und ihren Mann Sebi. Manuela Sanne hat einen unterhaltsamen Nordsee-Krimi geschaffen, der zwar nicht viel Spannung bietet, aber gut unterhält. Trotzdem es bereits das vierte Buch dieser Reihe ist, hatte ich keinerlei Probleme mit den Charakteren warm zu werden. Sie waren von Beginn an greifbar und sympathisch. Auch Vorkenntnisse in Bezug auf die Handlung sind hier nicht nötig, die Autorin flicht ganz nebenbei alles Wissenswerte in die Handlung ein. Ebenso toll beschreibt die Autorin die wunderbare Landschaft. Man hat das Gefühl, selbst dort zu sein und die rauhe Nordseeluft auf der Haut zu spüren. Die Handlung ist nicht überbordend spannend, sondern alles geht seinen eher gemütlichen Weg. Wer ruhige Krimis mit Regionalität liebt, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Tilly und Muffin auf Mördersuche

Ein blitzsauberer Mord
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Tilly Blich hat sich endlich eine eigene Reinigungsfirma gekauft. Statt ein beschauliches Leben als Chefin erwartet sie jedoch das pure Chaos. Die Firma ist die reinste Kaschemme, Tilly muß den Wischmopp ...

Tilly Blich hat sich endlich eine eigene Reinigungsfirma gekauft. Statt ein beschauliches Leben als Chefin erwartet sie jedoch das pure Chaos. Die Firma ist die reinste Kaschemme, Tilly muß den Wischmopp selbst schwingen. Außerdem hat sie nicht nur die Firma gekauft, sondern auch noch Muffin, den quirligen Bassetwelpen. Direkt bei ihrem ersten Putzauftrag stolpert Tilly über die Leiche des ortsansässigen Architekten. Leider nachdem sie alles gereinigt hat und das Tatmesser mit Hygienewaschgang in der Spülmaschine steckt. Das macht sie natürlich zur Hauptverdächtigen. Als sie die zweite Leiche findet und alles auf sie deutet, muß Tilly handeln!

Andreas Suchanek hat mit "Ein blitzsauberer Mord" seinen ersten Krimi vorgelegt. Dazu hat er mit Tilly (bei der ich immer an Werbung für Spülmittel denken mußte) eine äußerst chaotische Charaktere geschaffen. Wo sie ist, hat kein Staubkorn eine Chance. Sie wirbelt alles durcheinander und war für mich beim Kauf der Firma schon etwas naiv. Mit Leon und Gerdy hat sie zum Glück Unterstützung, auch wenn auch diese Charaktere für viel Wirbel sorgen. Das Buch ist sehr auf Humor ausgerichtet, was zum Teil Spaß macht, zum Teil jedoch überzogen wirkt. Am Anfang ist es z. B. noch witzig, wenn Bassetwelpe Muffin die Leute zu Fall bringt und sie wahlweise auf die Leiche fallen oder der ständig zu verspeisende Kuchen auf dem Boden und anschließend in Muffins Magen landet. Aber ab der x-ten Wiederholung fragt man sich dann doch, ob Tilly noch lernfähig ist und findet diese Szenen gar nicht mehr witzig. Die Handlung ist zwar spannend, aber auf eher ruhige Art und man kann bei diesem Krimi sehr gut entspannen. Passend zum Buch ist der Schreibstil wunderbar locker und leicht, so daß man das Buch fast nebenbei lesen kann. Wer einen amüsanten Krimi sucht, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Wieder eine spannende Spurensuche

Wie Spuren am See - Das Juwel
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Chris und Bella haben sich kaum vom Schock über die Turbulenzen mit Heidi erholt, als sie schon wieder mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert werden. Bei ihnen erscheint ein Mann, der behauptet, ...

Chris und Bella haben sich kaum vom Schock über die Turbulenzen mit Heidi erholt, als sie schon wieder mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert werden. Bei ihnen erscheint ein Mann, der behauptet, Adas totgeglaubter Sohn und somit der rechtmäßige Erbe zu sein. Bella hat keine Kraft mehr, um ihr Recht zu kämpfen und will die Ansprüche schon anerkennen, wäre da nicht das eigenartige Gefühl, daß etwas mit dem Mann nicht stimmt. Da bekommt Bella Besuch von ihrer besten Freundin Rita. Ihr Lebensgefährte ist ausgerechnet Bellas Ex Bernd. Wider erwarten verstehen sich Chris und Bernd blendend. Bernd interessiert sich für die alte Legende, daß Napoleon ein kostbares Schmuckstück im Bodensee verloren haben soll. Bald stecken die Männer tief in der Recherche dazu. Sie kommen der Wahrheit ganz nah und decken dabei ein altes Geheimnis auf, das auch das Leben von Chris und Bella auf den Kopf stellen wird

Sibylle Baillon hat ihre Trilogie "Wie Spuren am See" mit der Geschichte "Das Juwel" fortgesetzt. Sie läßt dabei ihrer Phantasie freien Lauf. Es gibt zwar im Bodensee den Hexenstein, aber die Legende dazu hat sie frei erfunden. Das beeinflusst die Spannung aber keineswegs. In der Geschichte geht es turbulent zu. Die Stimmungen schwanken von fröhlich bis dramatisch und für jede dieser Situationen findet Sibylle Baillon die richtigen Worte. Man liest die Geschichte nicht nur, man erlebt sie mit. Dazu kommt die wunderschöne Kulisse des Bodensees, der mir durch die Serie mittlerweile fast vertraut ist, obwohl ich noch nie dort war.

Das Buch ist eine wunderschöne Feriengeschichte. Es wird auf keiner Seite langweilig. Die Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit ergeben am Schluß einen Sinn, der tief berührt. Dieses Buch muß man einfach gelesen haben.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Leider der letzte Fall für die Friesenbrauerin

Leichenstarr an der Bar
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Sünnum steht Kopf, denn die Firma Friesenklima will eine klimaneutrale Ferienanlage bauen und die Dorfbewohner an der Rendite beteiligen. Die Friesenbrauerin hat jedoch ganz andere Probleme - Enno, ein ...

Sünnum steht Kopf, denn die Firma Friesenklima will eine klimaneutrale Ferienanlage bauen und die Dorfbewohner an der Rendite beteiligen. Die Friesenbrauerin hat jedoch ganz andere Probleme - Enno, ein Freund, stirbt in ihren Armen. Es gilt zu klären, ob es sich um Mord handelt und was Friesenklima damit zu tun hat. Mit ihren Nachforschungen bringt sie sich selbst in große Gefahr.

“Leichenstarr an der Bar” ist der dritte und letzte Fall für die Friesenbrauerin. Joost Jensen hat die Bände jedoch in sich geschlossen geschrieben, so daß man sie auch getrennt lesen kann. Auch dieser Krimi fesselt, wobei dies nicht an überbordend spannender Handlung von Beginn an liegt, sondern an den sympathischen Charakteren und der Nähe zu ihnen. Denn Joost Jensen haucht ihnen Leben ein, so daß man sie genauestens vor Augen hat und besonders mit der Friesenbrauerin Gesine leidet, als sie den sterbenden Enno in den Armen hielt. Das war ein wahrer Gänsehautmoment. Der Spannungsbogen braucht bei diesem Buch etwas in der Entwicklung. Der Krimi beginnt langsam, steigert sich jedoch immer mehr. Mir persönlich hat hier wieder das typisch ostfriesische sehr gut gefallen. Der typisch norddeutsche Humor mit seiner derben, aber nicht verletzenden Art ist hier wieder gut getroffen und gibt diesem Buch einen besonderen Touch.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Gelungener Auftakt

Das Paradies war früher schöner
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Die Sommersaison hat gerade begonnen, als im Hotel Villa Paradies am Millstätter See ein Starkoch erstochen aufgefunden wird. Aufgrund von Personalmangel wird Oberst Benedikt Kordesch aus Wien zu den Ermittlungen ...

Die Sommersaison hat gerade begonnen, als im Hotel Villa Paradies am Millstätter See ein Starkoch erstochen aufgefunden wird. Aufgrund von Personalmangel wird Oberst Benedikt Kordesch aus Wien zu den Ermittlungen hinzugezogen. Gemeinsam mit Bezirksinspektor Havran soll er den Fall möglichst schnell aufklären, denn man fürchtet um die Touristen und deren Geld. Jedoch sind die Einheimischen keine Hilfe und auch, daß Kordesch sich in eine Hauptverdächtige verliebt, ist wenig hilfreich. Dann treibt eine weitere Leiche am Seeufer....

Mit "Das Paradies war früher schöner" hat Simon Ammer seine neue Serie gelungen starten lassen. Kordesch ist als Charaktere etwas schwierig. Er hat einige Macken, die ihn seltsam erscheinen lassen und einen Bezug zu ihm zunächst schwierig gestalten. An ihn muß man sich erst einmal gewöhnen. Dann jedoch mag man ihn sehr. Die Tatsache, daß er nun in seiner alten Heimat ermitteln muß und auf seine Vergangenheit trifft, macht die Handlung sehr interessant. Dagegen war mir Havran sofort sympathisch und ich mochte es sehr zu verfolgen, wie er immer mehr auftaute. Die Handlung ist spannend, wenn auch auf eine gemütliche Art. Wer Action sucht, ist hier falsch. Eher bekommt man einen Krimi, bei dem man auch entspannen kann. Simon Ammer schreibt locker und leicht, verwebt dezenten Humor und läßt alles sehr lebendig werden. Der Handlungsort Millstätter See ist natürlich einfach wunderschön. Auch er wird sehr gut beschrieben und man bekommt Lust auf Urlaub. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht!

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