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Veröffentlicht am 23.07.2024

Tilly und Muffin auf Mördersuche

Ein blitzsauberer Mord
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Tilly Blich hat sich endlich eine eigene Reinigungsfirma gekauft. Statt ein beschauliches Leben als Chefin erwartet sie jedoch das pure Chaos. Die Firma ist die reinste Kaschemme, Tilly muß den Wischmopp ...

Tilly Blich hat sich endlich eine eigene Reinigungsfirma gekauft. Statt ein beschauliches Leben als Chefin erwartet sie jedoch das pure Chaos. Die Firma ist die reinste Kaschemme, Tilly muß den Wischmopp selbst schwingen. Außerdem hat sie nicht nur die Firma gekauft, sondern auch noch Muffin, den quirligen Bassetwelpen. Direkt bei ihrem ersten Putzauftrag stolpert Tilly über die Leiche des ortsansässigen Architekten. Leider nachdem sie alles gereinigt hat und das Tatmesser mit Hygienewaschgang in der Spülmaschine steckt. Das macht sie natürlich zur Hauptverdächtigen. Als sie die zweite Leiche findet und alles auf sie deutet, muß Tilly handeln!

Andreas Suchanek hat mit "Ein blitzsauberer Mord" seinen ersten Krimi vorgelegt. Dazu hat er mit Tilly (bei der ich immer an Werbung für Spülmittel denken mußte) eine äußerst chaotische Charaktere geschaffen. Wo sie ist, hat kein Staubkorn eine Chance. Sie wirbelt alles durcheinander und war für mich beim Kauf der Firma schon etwas naiv. Mit Leon und Gerdy hat sie zum Glück Unterstützung, auch wenn auch diese Charaktere für viel Wirbel sorgen. Das Buch ist sehr auf Humor ausgerichtet, was zum Teil Spaß macht, zum Teil jedoch überzogen wirkt. Am Anfang ist es z. B. noch witzig, wenn Bassetwelpe Muffin die Leute zu Fall bringt und sie wahlweise auf die Leiche fallen oder der ständig zu verspeisende Kuchen auf dem Boden und anschließend in Muffins Magen landet. Aber ab der x-ten Wiederholung fragt man sich dann doch, ob Tilly noch lernfähig ist und findet diese Szenen gar nicht mehr witzig. Die Handlung ist zwar spannend, aber auf eher ruhige Art und man kann bei diesem Krimi sehr gut entspannen. Passend zum Buch ist der Schreibstil wunderbar locker und leicht, so daß man das Buch fast nebenbei lesen kann. Wer einen amüsanten Krimi sucht, ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Wieder eine spannende Spurensuche

Wie Spuren am See - Das Juwel
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Chris und Bella haben sich kaum vom Schock über die Turbulenzen mit Heidi erholt, als sie schon wieder mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert werden. Bei ihnen erscheint ein Mann, der behauptet, ...

Chris und Bella haben sich kaum vom Schock über die Turbulenzen mit Heidi erholt, als sie schon wieder mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert werden. Bei ihnen erscheint ein Mann, der behauptet, Adas totgeglaubter Sohn und somit der rechtmäßige Erbe zu sein. Bella hat keine Kraft mehr, um ihr Recht zu kämpfen und will die Ansprüche schon anerkennen, wäre da nicht das eigenartige Gefühl, daß etwas mit dem Mann nicht stimmt. Da bekommt Bella Besuch von ihrer besten Freundin Rita. Ihr Lebensgefährte ist ausgerechnet Bellas Ex Bernd. Wider erwarten verstehen sich Chris und Bernd blendend. Bernd interessiert sich für die alte Legende, daß Napoleon ein kostbares Schmuckstück im Bodensee verloren haben soll. Bald stecken die Männer tief in der Recherche dazu. Sie kommen der Wahrheit ganz nah und decken dabei ein altes Geheimnis auf, das auch das Leben von Chris und Bella auf den Kopf stellen wird

Sibylle Baillon hat ihre Trilogie "Wie Spuren am See" mit der Geschichte "Das Juwel" fortgesetzt. Sie läßt dabei ihrer Phantasie freien Lauf. Es gibt zwar im Bodensee den Hexenstein, aber die Legende dazu hat sie frei erfunden. Das beeinflusst die Spannung aber keineswegs. In der Geschichte geht es turbulent zu. Die Stimmungen schwanken von fröhlich bis dramatisch und für jede dieser Situationen findet Sibylle Baillon die richtigen Worte. Man liest die Geschichte nicht nur, man erlebt sie mit. Dazu kommt die wunderschöne Kulisse des Bodensees, der mir durch die Serie mittlerweile fast vertraut ist, obwohl ich noch nie dort war.

Das Buch ist eine wunderschöne Feriengeschichte. Es wird auf keiner Seite langweilig. Die Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit ergeben am Schluß einen Sinn, der tief berührt. Dieses Buch muß man einfach gelesen haben.

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Veröffentlicht am 20.07.2024

Leider der letzte Fall für die Friesenbrauerin

Leichenstarr an der Bar
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Sünnum steht Kopf, denn die Firma Friesenklima will eine klimaneutrale Ferienanlage bauen und die Dorfbewohner an der Rendite beteiligen. Die Friesenbrauerin hat jedoch ganz andere Probleme - Enno, ein ...

Sünnum steht Kopf, denn die Firma Friesenklima will eine klimaneutrale Ferienanlage bauen und die Dorfbewohner an der Rendite beteiligen. Die Friesenbrauerin hat jedoch ganz andere Probleme - Enno, ein Freund, stirbt in ihren Armen. Es gilt zu klären, ob es sich um Mord handelt und was Friesenklima damit zu tun hat. Mit ihren Nachforschungen bringt sie sich selbst in große Gefahr.

“Leichenstarr an der Bar” ist der dritte und letzte Fall für die Friesenbrauerin. Joost Jensen hat die Bände jedoch in sich geschlossen geschrieben, so daß man sie auch getrennt lesen kann. Auch dieser Krimi fesselt, wobei dies nicht an überbordend spannender Handlung von Beginn an liegt, sondern an den sympathischen Charakteren und der Nähe zu ihnen. Denn Joost Jensen haucht ihnen Leben ein, so daß man sie genauestens vor Augen hat und besonders mit der Friesenbrauerin Gesine leidet, als sie den sterbenden Enno in den Armen hielt. Das war ein wahrer Gänsehautmoment. Der Spannungsbogen braucht bei diesem Buch etwas in der Entwicklung. Der Krimi beginnt langsam, steigert sich jedoch immer mehr. Mir persönlich hat hier wieder das typisch ostfriesische sehr gut gefallen. Der typisch norddeutsche Humor mit seiner derben, aber nicht verletzenden Art ist hier wieder gut getroffen und gibt diesem Buch einen besonderen Touch.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Gelungener Auftakt

Das Paradies war früher schöner
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Die Sommersaison hat gerade begonnen, als im Hotel Villa Paradies am Millstätter See ein Starkoch erstochen aufgefunden wird. Aufgrund von Personalmangel wird Oberst Benedikt Kordesch aus Wien zu den Ermittlungen ...

Die Sommersaison hat gerade begonnen, als im Hotel Villa Paradies am Millstätter See ein Starkoch erstochen aufgefunden wird. Aufgrund von Personalmangel wird Oberst Benedikt Kordesch aus Wien zu den Ermittlungen hinzugezogen. Gemeinsam mit Bezirksinspektor Havran soll er den Fall möglichst schnell aufklären, denn man fürchtet um die Touristen und deren Geld. Jedoch sind die Einheimischen keine Hilfe und auch, daß Kordesch sich in eine Hauptverdächtige verliebt, ist wenig hilfreich. Dann treibt eine weitere Leiche am Seeufer....

Mit "Das Paradies war früher schöner" hat Simon Ammer seine neue Serie gelungen starten lassen. Kordesch ist als Charaktere etwas schwierig. Er hat einige Macken, die ihn seltsam erscheinen lassen und einen Bezug zu ihm zunächst schwierig gestalten. An ihn muß man sich erst einmal gewöhnen. Dann jedoch mag man ihn sehr. Die Tatsache, daß er nun in seiner alten Heimat ermitteln muß und auf seine Vergangenheit trifft, macht die Handlung sehr interessant. Dagegen war mir Havran sofort sympathisch und ich mochte es sehr zu verfolgen, wie er immer mehr auftaute. Die Handlung ist spannend, wenn auch auf eine gemütliche Art. Wer Action sucht, ist hier falsch. Eher bekommt man einen Krimi, bei dem man auch entspannen kann. Simon Ammer schreibt locker und leicht, verwebt dezenten Humor und läßt alles sehr lebendig werden. Der Handlungsort Millstätter See ist natürlich einfach wunderschön. Auch er wird sehr gut beschrieben und man bekommt Lust auf Urlaub. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Rosa und die Kunst

Faule Fische fängt man nicht
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Malkurs auf dem Steffens-Hof! Selbstverständlich ist Rosa dabei. Zur Begrüßung bringen alle Teilnehmer ihr Lieblingsbild mit, Karin Müller ein Ölgrmälde aus der Küche ihrer Oma. Kursleiter Conrad stellt ...

Malkurs auf dem Steffens-Hof! Selbstverständlich ist Rosa dabei. Zur Begrüßung bringen alle Teilnehmer ihr Lieblingsbild mit, Karin Müller ein Ölgrmälde aus der Küche ihrer Oma. Kursleiter Conrad stellt eine Ähnlichkeit zu Gemälden von van Gogh fest. Am nächsten Tag ist Karin tot, ermordet mit einer Überdosis Ketamin. Kurz darauf stirbt auch Conrad. Dies kann kein Zufall sein, da sind sich Rosa, Henner und Rudi einig und schon stecken sie wieder mitten in ihren Ermittlungen!

"Faule Fische fängt man nicht" ist der 11. Band der Serie rund um Rosa, Henner und Rudi. Christiane Franke und Cornelia Kuhnert schreiben aber so, daß man jederzeit in diese Serie einsteigen kann. So gibt es am Buchende ein Personenverzeichnis, mit dem auch Neueinsteiger sich gut in der Familie Steffen und den Neuharlingersielern zurechtfinden werden. Auch dieses Buch macht wieder richtig Spaß. So schreiben die Autorinnen wieder auf ihre gewohnt lockere Art und spicken die spannende Handlung mit einer Prise ostfriesischem Humor, der gut dosiert und nicht albern wirkt. Der Fall ist durchaus spannend und man hat irgendwie nie jemanden, den man wirklich verdächtigt. Umso größer ist die Überraschung, als der Täter gefasst wird. Die Autorinnen punkten auch hier wieder mit ihren bildhaften Beschreibungen Ostfrieslands. Hier sieht man alles genauestens vor sich und bekommt Fernweh nach der Küste Ostfrieslands. Rosa, Henner und Rudi sind mir im Laufe der Jahre schon zu Freunden geworden, die ich in meinem Lesejahr nicht vermissen möchte. Die drei sind so herzlich und sympathisch, daß man sie im echten Leben gern kennenlernen würde.

Dieses Buch hat alles, was mein Leserherz höher schlagen läßt: sympathische Charaktere, Humor, Spannung und eine traumhafte Kulisse. Absolut empfehlenswert!

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