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Veröffentlicht am 28.06.2023

Wunderbarer Sommerkrimi

Siena Carciofine und die Leiche im Hotel Paradiso
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Journalistin Siena erhält einen Anruf ihrer Freundin Sara, die ihr berichtet, daß sie ihren Mann Matteo aufgrund einer Affäre vor die Tür gesetzt hat. Kurz darauf soll Siena einen Artikel über den Mord ...

Journalistin Siena erhält einen Anruf ihrer Freundin Sara, die ihr berichtet, daß sie ihren Mann Matteo aufgrund einer Affäre vor die Tür gesetzt hat. Kurz darauf soll Siena einen Artikel über den Mord an einem Nachtportier im Hotel Paradiso schreiben - dem Hotel, in dem Matteo sich mit seiner Geliebten getroffen hat. Siena findet Hinweise auf die Anwaltskanzlei, in der Matteo gearbeitet hat. Als Matteo kurz darauf spurlos verschwindet, glaubt Siena nicht an einen Zufall!

Mit "Die Leiche im Hotel Paradiso" ermittelt Siena Carciofine zum zweiten Mal. Laura Fione hat diesen Krimi so geschrieben, daß man auch gut ohne Vorkenntnisse einsteigen kann. Die wichtigsten Dinge werden hier kurz angerissen, jedoch auch nicht so intensiv, daß man sich langweilt, falls man den ersten Band kennt. Die etwas chaotische Siena wird hier wieder sehr liebevoll geschildert und wohl jeder wird ihre Art lieben. Sie ist kein Überflieger, sondern einfach die authentisch wirkende Siena mit ihren guten Seiten und leichtem Chaos im Leben. Laura Fiore gibt ihren Kapiteln, die übrigens eine sehr angenehme Länge aufweisen, sehr interessante Überschriften, die sich aus den guten Vorsätzen Sienas zusammensetzen. So manchen Vorsatz könnte ich glatt übernehmen. Ihr Schreibstil ist wunderbar leicht und locker zu lesen, man fliegt hier durch die Seiten. Dabei lernt man auch noch die Gegend rund um Florenz kennen, wird in die Toskana versetzt und bekommt Urlaubsstimmung. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gern sanftere, unblutige Krimis ohne Action liebt. Hier bekommt man einfach alles: sympathische Charaktere, eine wundervolle Landschaft, sanfte Spannung und auch ein wenig Romantik!

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Sehr entspannend

Alles auf Sommer
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Für Fritzy kommt es gerade knüppeldick. Frisch von ihrem Freund getrennt muß sie allein zur Hochzeit ihrer Freundin Meike nach Föhr reisen. Als ob das nicht schon reicht, trifft sie im Zug auf einen nervigen ...

Für Fritzy kommt es gerade knüppeldick. Frisch von ihrem Freund getrennt muß sie allein zur Hochzeit ihrer Freundin Meike nach Föhr reisen. Als ob das nicht schon reicht, trifft sie im Zug auf einen nervigen Passagier, der ihr ihr Stewardessenleben schon oft an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Doch Fritzy merkt schnell, daß dieser Passagier ihr jetzt gut tut und verbringt mit ihm viel Zeit auf Föhr - sie bekommt Schmetterlinge im Bauch!

Mit "Alles auf Sommer" setzt Nele Blohm ihre "Liebe auf Föhr"-Reihe fort. Natürlich begleitet man hier die Charaktere aus Band 1 auf ihrem weiteren Lebensweg. Das macht Spaß und bringt Vertrautheit in die Handlung. Aber auch die neuen Charaktere Fritzy und Fiete sind mir sofort sympathisch gewesen und mich hat es gefreut, daß beide trotz des schweren Starts durch seine nervige Art zueinander gefunden haben. Nele Blohm schreibt auch hier wieder sommerlich-frisch und beschreibt Föhr auf wunderbare Art und Weise, so daß man mitten im Geschehen ist. Dazu schreibt sie streckenweise sehr humorvoll, Gerade bei den Szenen mit Fritzy und Fiete mußte ich oft lachen.
Wer einen leichten Sommerroman sucht ist hier genau richtig!

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Veröffentlicht am 26.06.2023

Kegelturnier mit Mord

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 2)
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St. Peter-Ording im Kegelfieber! Das jährliche Kegelturnier steht an, das ganze Dorf und viele Urlauber machen mit. Doch dann liegt der Favorit ermordet in seinem Wohnwagen. War es Mord aus Eifersucht ...

St. Peter-Ording im Kegelfieber! Das jährliche Kegelturnier steht an, das ganze Dorf und viele Urlauber machen mit. Doch dann liegt der Favorit ermordet in seinem Wohnwagen. War es Mord aus Eifersucht oder wollte jemand einfach den Konkurrenten ausschalten? Dann gibt es plötzlich noch eine zweite Leiche! Lehrerin Ilva Feddersen fühlt sich wieder einmal dazu berufen, ihrem Polizistenbruder Ernie und seinem Kollegen Fred bei den Ermittlungen zu helfen.

Mit "Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording" hat Tanja Janz nun ihren zweiten Krimi aus dem herrlichen Ferienort geschrieben. Hier fühlt man sich direkt wohl, denn die Bewohner sind allesamt sympathisch und man kann sich nicht wirklich vorstellen, daß einer von ihnen zum Mörder wird. Ilva, Ernie und Fred sind mir hier ganz besonders ans Herz gewachsen. Aber auch die Eltern Feddersen sind Herzensmenschen. Die Handlung ist spannend und kommt ohne große Action und Blutvergießen aus. Ich mag es genau so. Tanja Janz arbeitet hier ganz geschickt, indem sie den Verdacht zunächst auf eine Person fokussiert, um dann zum Schluß noch eine Wendung einzubauen. Übrigens merkt man Tanja Janz ihre Liebe zu St. Peter-Ording mit jedem Satz an. Sie beschreibt diesen Ferienort so liebevoll, wie es nur echte Fans können. Hier lebt man durch ihre Beschreibungen mitten im Ort und hat das Gefühl von Sonne, Sand und Meer auf der Haut.

Wer gern leichte Nordseekrimis liest, ist hier genau richtig. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn Tanja Janz wieder in St. Peter-Ording ermitteln läßt!

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Veröffentlicht am 25.06.2023

Wunderschön und bewegend

Eifelfrauen: Das Haus der Füchsin
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Im Jahr 1920 lebt Johanna Fuchs als Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten in Trier. Eines Tages erbt sie von ihrer Tante Lisbeth unerwartet einen alten Bauernhof in dem Eifeldorf Altenburg. Johanna hat ...

Im Jahr 1920 lebt Johanna Fuchs als Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten in Trier. Eines Tages erbt sie von ihrer Tante Lisbeth unerwartet einen alten Bauernhof in dem Eifeldorf Altenburg. Johanna hat bisher gar nicht gewußt, daß sie eine Tante dort hat, denn in der Familie wurde nicht über sie gesprochen. Als Johanna ihr Erbe besichtigt, ist sie begeistert von der Schönheit der Landschaft und beschließt, in das Haus einzuziehen. Ihre Eltern sind entsetzt und es kommt zum Streit. Johanna setzt sich durch und überwindet alle Schwierigkeiten, denn das neue Leben als einfache Bäuerin ist nicht leicht. Sie findet im Dorf neue Freundinnen, aber von einigen Bewohnern wird sie offen angefeindet. Als in den 1930er Jahren die politische Lage eskaliert, bleibt auch das Dorf Altenburg nicht davon verschont. Für Johanna gibt es aber kein Zurück mehr, denn sie hat hier längst ihre Heimat gefunden.

Der Roman "Eifelfrauen - Das Haus der Füchsin" von Brigitte Riebe ist eine wunderschöne Geschichte über eine junge Frau, die aus ihrem vorgezeichnet Leben ausbricht und stattdessen mit der Natur im Einklang leben will. Brigitte Riebe beschreibt dies sehr lebensnah. Das Dorf Altenburg entsteht beim Lesen vor den Augen. Die Bewohner wirken manchmal grantig, aber wenn man genauer hinsieht, meinen sie es nicht böse. Natürlich gibt es auch Typen, auf die man verzichten könnte, aber leider findet man diese in jeder Gemeinschaft. Durch sie wird die Handlung so richtig glaubwürdig. Man erlebt mit den Menschen die unruhige Zeit der 1930er Jahre und kann durch diese Geschichte gut nachvollziehen, wie es vielen von ihnen ergangen ist. Ihre Schicksale gehen sehr zu Herzen. Brigitte Riebe beweist mit diesem Buch wie vielseitig sie ist. In ihrer Reihe "Die Schwestern vom Ku'damm" tobt das Großstadtleben und in diesem Buch stellt sie die Ruhe der Eifel in den Vordergrund. Ich bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt

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Veröffentlicht am 24.06.2023

Urlaubsflair inklusive

Ostseenebel
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Im Garten des Ferienhauses von Alva Dohrmann wird die Leiche des Bürgermeisters gefunden. Die Einwohner von Stüvensee sind nicht wirklich traurig um ihn - war er doch sehr umstritten. Als auch noch Alva ...

Im Garten des Ferienhauses von Alva Dohrmann wird die Leiche des Bürgermeisters gefunden. Die Einwohner von Stüvensee sind nicht wirklich traurig um ihn - war er doch sehr umstritten. Als auch noch Alva Dohrmann spurlos verschwindet und eine weitere Leiche gefunden wird, muß Pia Korittki in einem Dorf voller Geheimnisse ermitteln!

Mit "Ostseenebel" hat Eva Almstädt mich nun bereits zum 18. mal komplett mit dieser Serie begeistert. Ihre Fälle spielen stets an wunderschönen Orten in Schleswig-Holstein, was mich immer wieder in Urlaubsstimmung versetzt. Durch die Detailtreue merkt man, daß Eva Almstädt diese Orte kennt und dort recherchiert hat. Und sie mag ihre Heimat - dies ist überdeutlich zu spüren. So toll kann man sonst diese Landschaft nicht beschreiben. Die Autorin schafft es auch nach nun schon 18 Bänden, noch immer richtig gute Ideen zu haben und daraus spannende Fälle zu kreieren. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Ganz im Gegenteil. Immer wieder wird man ganz geschickt in die Irre geleitet und bekommt einen überraschenden und furiosen Schluß präsentiert. Natürlich entwickelt sich Pias Privatleben mit jedem Band. Aber da hierauf nicht das Hauptaugenmerk der Serie liegt, stellt dies auch kein Problem dar, wenn man mitten in der Serie einsteigt. Die Fälle selbst sind stets in sich abgeschlossen. Begeistern wird wohl jeden der frische Schreibstil von Eva Almstädt. Er ist so frisch wie eine Ostseebrise und macht einfach genauso viel Spaß wie ein Tag an der Ostsee, wohin man mit dieser Serie immer wieder versetzt wird!

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