Umwerfend gut
Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen ScheinIm Jahr 1906: Die junge Adelheid kann ihr Glück kaum fassen. Sie, Tochter eines armen Tagelöhners, hat auf Schloss Liebenberg eine Stelle als Stubenmädchen bekommen. Mit ihrem Verdienst kann sie ihre Familie ...
Im Jahr 1906: Die junge Adelheid kann ihr Glück kaum fassen. Sie, Tochter eines armen Tagelöhners, hat auf Schloss Liebenberg eine Stelle als Stubenmädchen bekommen. Mit ihrem Verdienst kann sie ihre Familie unterstützen. Doch ihr Glück beschert ihr auch viele Neider. Besonders das Hausmädchen Lydia macht Adelheid das Leben auf Schloss Liebenberg schwer. Nur zum Diener Viktor fühlt Adelheid sich hingezogen, obwohl der sehr zurückhaltend ist. Durch eine Intrige wird Adelheid zum Hausmädchen herabgesetzt und muß sich nun mit Hedda ein Zimmer teilen. Das erweist sich bald als großes Glück, denn die beiden Mädchen werden Freundinnen. Gemeinsam erleben sie einen Skandal, der das Kaiserreich erschüttern wird.
Die Idee von Hanna Caspian, ihren Roman "Schloss Liebenberg - Hinter dem hellen Schein" aus der Sicht der Bediensteten zu schreiben, erweist sich als genial. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende total gefesselt. Auf der einen Seite ist das Luxusleben der Herrschaften und auf der anderen Seite erlebt man die bittere Not der Bevölkerung. Das Personal im Schloss arbeitet bis zum Umfallen und bleibt trotzdem immer arm. Es muß ständig Angst haben, die Stellung zu verlieren. Deshalb wagt niemand, daß System in Frage zu stellen. Die historische Geschichte um Schloss Liebenberg wurde von Hanna Caspian geschickt mit den fiktiven Schicksalen der Hausangestellten kombiniert. Daraus entstand ein packender Roman, der so schnell keinen Leser kalt lassen wird. Ein unbedingtes Muß für alle Fans von Downton Abbey!