Profilbild von tigerbea

tigerbea

Lesejury Star
offline

tigerbea ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tigerbea über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Ganz großer Spaß

Oachkatzlkiller
0

Die Freundinnen Doro und Gabi verbringen ihren Wellness-Urlaub im "Oachkatzlhof". Doro will dort über die Trennung von Ehemann Michi hinweg kommen, Gabi über den Auszug ihrer Tochter Tamara. Doch ruhig ...

Die Freundinnen Doro und Gabi verbringen ihren Wellness-Urlaub im "Oachkatzlhof". Doro will dort über die Trennung von Ehemann Michi hinweg kommen, Gabi über den Auszug ihrer Tochter Tamara. Doch ruhig ist es im Oachkatzlhof nicht, wird doch die Hotelleiterin erschlagen in ihrem Büro aufgefunden. Schnell ist ein Hauptverdächtiger gefunden, jedoch fehlen Kommissar Lutz Görke die Beweise. Lediglich Gabi kann mit Sicherheit sagen, daß der Verdächtige unschuldig ist - jedoch darf dieses Alibi nie ans Tageslicht kommen! Somit machen sich die Freundinnen gemeinsam daran, den wahren Täter zu finden und decken ein sündiges Geheimnis hinter den Hoteltüren auf!

Schon lange konnte ich bei einem Krimi nicht mehr so herzhaft lachen wie beim "Oachkatzlkiller" von Marion Wagner. Hier vergeht fast keine Seite, bei der einem nicht die Lachtränen in die Augen schießen. Gabi und Doro sind einfach zu herrlich. Doro läßt hier wirklich kein Fettnäpfchen aus und sorgt für ordentlich Chaos. Sie sitzt durch ihre Tolpatschigkeit wirklich ständig in irgendeinem Schlamassel und benötigt Hilfe. Da kommt ihr Feriengast Cornelius mit Tochter Toni immer gerade recht. Auch Toni sorgt mit ihrer frechen Art für Humor. Hier ist wirklich jeder Charakter sympathisch und herzlich. Bei all dem Humor vergisst man völlig, daß es sich eigentlich um einen Krimi mit brutalem Mord handelt. Dabei ist es durchaus spannend zu raten, wer denn nun der Mörder ist. Dieser wird nämlich erst ganz zum Schluß enttarnt und kam für mich völlig überraschend. Marion Wagner überzeugt hier mit einem herrlich lockeren und vor allem frechen Schreibstil. Sie beschreibt Örtlichkeiten und Gegebenheiten so toll, da wähnt man sich selbst in der Hotelanlage. Mich hat sie mit ihrem Buch komplett überzeugt - ich hatte herrlich lustige Lesestunden!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2026

Huskys, Wölfe und Herz

Alaska Die Fährte der Wölfe
0

Helen beschließt über Weihnachten in den Urlaub nach Alaska zu fahren. Sie freut sich auf Hundeschlittenfahrten und Polarlichter, will dort ihr Leben ordnen. Ihr Hotel wird von der deutschstämmigen Susan ...

Helen beschließt über Weihnachten in den Urlaub nach Alaska zu fahren. Sie freut sich auf Hundeschlittenfahrten und Polarlichter, will dort ihr Leben ordnen. Ihr Hotel wird von der deutschstämmigen Susan und deren Sohn Jack geführt, schnell hat Helen bei ihnen Familienanschluß gefunden. Auch mit Hilda, die sich um die familieneigenen Huskys kümmert, verbindet Helen bald eine Freundschaft. Doch irgendetwas verbirgt Hilda.

Mit "Alaska - Die Fährte der Wölfe" hat Jana Holler einen wunderschönen Roman geschrieben. Durch ihren sehr bildhaften Schreibstil sieht man alles haargenau. Man spürt die geheimnisvolle Welt Alaskas förmlich auf der Haut und wird mitten in diese herrliche Landschaft versetzt. Man ist dabei, wenn Helen ihre Hundeschlittenfahrten unternimmt und fühlt sich den Huskys sehr nah. Fast hört man ihre Atmung aus dem Buch heraus! Hautnah fühlt man die Blicke der Wölfe und automatisch ist man fasziniert von Helens Erlebnissen. Ihre Charaktere hat Jana Holler alle sehr liebenswert dargestellt. Hier war mir jeder sympathisch. Etwas geheimnisvoll kam Hilda herüber, was einen ganz besonderen Reiz ausmachte. Ebenfalls sehr interessant waren die Familiengeheimnisse und der Weg, den Helen nehmen muß, um diese aufzudecken. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich würde gern noch mehr von Jana Holler lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2026

Langatmig

Die glorreiche Rache der Maude Horton
0

Im Jahr 1850 geht Constance Horton als Junge verkleidet an Bord eines Schiffes, welches auf einer Abenteuerexpedition den verschollenen Sir John Franklin finden soll, der mit seiner Mannschaft auf dem ...

Im Jahr 1850 geht Constance Horton als Junge verkleidet an Bord eines Schiffes, welches auf einer Abenteuerexpedition den verschollenen Sir John Franklin finden soll, der mit seiner Mannschaft auf dem Weg in die Antarktis war. Constances Spur verliert sich. Der Kapitän spricht nach der Rückkehr von einem Unfall, jedoch lassen die Einträge in Constances Tagebuch anderes vermuten. Ihre Schwester Maude setzt alles daran, sie zu finden und taucht ab in die dunkle Unterwelt Londons. Sie setzt ihr Leben aufs Spiel - hat jedoch ihre geheimen Fähigkeiten.

"Die glorreiche Rache der Maude Horton" von Lizzie Pook hat mich leider gar nicht überzeugt. Ihr Schreibstil ist zwar sehr detailliert und vermittelt sowohl die Geschehnisse, als auch die dunkle Atmosphäre sehr genau, kommt aber insgesamt als sehr langatmig und sperrig herüber.Ich konnte mich bis zum Schluß nicht an diesen Stil gewöhnen, so daß kein Lesespaß aufkam, sondern Langeweile. Dabei gibt es hier durchaus einige Szenen, die nichts für zartbesaitete Gemüter sind. Wirklich interessant waren hier jedoch lediglich die Tagebucheinträge. Die Charaktere, allen voran Maude, bleiben hier leider blaß. Gerade von Maude hatte ich mehr erwartet. Sie wirkt eher planlos und so, als ob sie einfach alles auf sich zukommen läßt. Irgendwie war sie trotzdem zwar sympathisch, aber richtig Bezug kam zu ihr nicht auf. Von diesem Buch hatte ich eindeutig mehr erwartet - die Enttäuschung war groß!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Das perfekte Winterbuch

Die Frauen von Faraday House
0

Halifax, 1816: Emeline Fitzpatrick lebt nach dem Tod ihrer Eltern im Haus ihres Vormundes. Sie glaubt, dieser lieblosen Atmosphäre entfliehen zu können, indem sie mit einem jungen Marine-Leutnant durchbrennt. ...

Halifax, 1816: Emeline Fitzpatrick lebt nach dem Tod ihrer Eltern im Haus ihres Vormundes. Sie glaubt, dieser lieblosen Atmosphäre entfliehen zu können, indem sie mit einem jungen Marine-Leutnant durchbrennt. Doch der läßt sie sitzen und es kommt zum Skandal. Emeline bleibt jetzt nur noch die Heirat mit dem wohlhabenden Witwer Captain Graves. Sein Herrenhaus Faraday House liegt einsam am Meer und wirkt düster und bedrohlich. Doch die größte Überraschung für Emeline ist, daß Capitain Graves zweite Ehefrau noch lebt. Sie ist schwer krank, aber Emeline kann sich mit ihr anfreunden. Bald stellt sie fest, daß das Haus gefährliche Geheimnisse verbirgt. Emeline ahnt, daß auch sie in Gefahr ist. Doch wem kann sie hier noch trauen?

Wer es dunkel und geheimnisvoll mag, gepaart mit Grusel und Mord, der bekommt mit dem Buch "Die Frauen von Faraday House" von B. R. Myers genau die richtige Unterhaltung geboten. Dieses Buch hat mich ehrlich total begeistert. Die Autorin hat die düstere Atmosphäre dieser Zeit so gut eingefangen, daß man sich darin sofort wiederfindet. Man liest sich in die Handlung hinein und kommt dann nicht mehr davon los. Die Spannung baut sich langsam auf und erreicht zum Ende hin ihren Höhepunkt. Danach kann man dann endlich wieder tief durchatmen. Die Geschichte ermöglicht dem Leser tiefe Einblicke in die Denkweise der Menschen im Jahr 1816. Der Stellenwert einer Frau geht gegen Null. Dieses Buch paßt perfekt in die dunkle Jahreszeit!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Atmosphärisch und psychologisch ausgereift

Das Böse nebenan
0

Anna Brown zieht in die idyllischen Kleinstadt St. Abel's Chapel. Doch die Idylle trügt. Anna fühlt sich beobachtet. Sie erfährt, daß in den letzten Jahren drei 16jährige Mädchen verschwunden sind. Scheinbar ...

Anna Brown zieht in die idyllischen Kleinstadt St. Abel's Chapel. Doch die Idylle trügt. Anna fühlt sich beobachtet. Sie erfährt, daß in den letzten Jahren drei 16jährige Mädchen verschwunden sind. Scheinbar weiß im Dorf jeder darüber Bescheid und versucht, dies zu verheimlichen. Als Anna von einem Mädchen um Hilfe gebeten wird, beginnt sie über das Geschehen nachzuforschen. Dabei ahnt sie nicht, wie dicht ihr das Böse bereits gekommen ist!

Sharon Bolton hat mich mit "Das Böse nebenan" absolut in seinen Bann gezogen. Auch wenn der Spannungsbogen hier etwas braucht, um hoch zu werden, war ich von Beginn an mitten in einer Geschichte, die Fragen aufwirft und fesselt. Man fragt sich dofort, wer die Geschichte erzählt und durch wessen Augen man sie sieht. Interessant war es zu verfolgen, wie die Dorfidylle langsam in sich zusammenfiel. Die Dorfbewohner erscheinen allesamt eher harmlos, fast könnte man sie übersehen. Wenn da nicht immer das Gefühl wäre, daß der Schein trügt und man letztlich dann doch niemandem traut. Anna wird hier sehr gut beschrieben. Ihr Gefühl, beobachtet zu werden, die dadurch resultierende Unruhe werden gut übertragen. Die Rückblenden in ihre Vergangenheit lassen nach und nach einiges ans Tageslicht kommen und machen viel der Spannung aus. Die Autorin schreibt wie gewohnt unheimlich flüssig, hier macht das Lesen Spaß! Sie schafft es, die düstere Atmosphäre und die psychologische Spannung perfekt an den Leser zu vermitteln, so daß man bis zum überraschenden Schluß einfach dranbleiben muß! Ich hatte mich sehr gefreut, endlich wieder etwas von Sharon Bolton lesen zu können - ich wurde nicht enttäuscht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere