Weißte alles, weißte nichts
Poppers - Das Handbuch zur schwulen Sex-Droge33 / 100
Um das Prinzip der „Legal Highs“ ranken sich einige Mythen und trotz ihrer Verbreitung sind Anwender heute fast genauso schlau wie vor 20 Jahren.
Dass das Buch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel ...
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Um das Prinzip der „Legal Highs“ ranken sich einige Mythen und trotz ihrer Verbreitung sind Anwender heute fast genauso schlau wie vor 20 Jahren.
Dass das Buch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat, wird stilistisch als auch inhaltlich deutlich. Dass eine Produktpalette abgebildet ist, die in dieser Form eigentlich nicht mehr existiert – nun ja. Dass es eigentlich keinerlei wissenschaftlichen Mehrwert oder Konsens gibt – was soll das dann?
Im Buch gibt es lange Interviewpassagen, die sich nur peripher um das Hauptthema drehen – und wenn, dann nur mit schwammigen Formulierungen wie „Mir gefällt das“, „Mir gefällt das nicht“, „Ich habe gehört, dass...“ und „Ich glaube, dass...“. Fundierte Analysen, die wirklich Aufklärung gebracht hätten? Fehlanzeige. Selbst wenn klar wird, dass auf Herstellerseite niemand offen reden möchte, hätte man diese sehr wahllos zusammengeschriebene Oberflächlichkeit auch gleich sein lassen können.
Ich nehme an, dass es damals wie heute ungefähr keinen der Anwender interessiert, ob man mit dem Zeug den Videokopf seines Recorders sauber bekommt. Also: Wenn Infos gesucht werden, wendet man sich dann doch lieber an einschlägige bzw. unabhängige Seiten im Netz. Dieses heftartige Buch hilft mittlerweile jedenfalls gar nicht mehr weiter.