Stimmungsvolles Ende der Trilogie
Zeit der SchwesternLeider ist die Trilogie um die Schwestern der Familie Hohenhausen nun zu Ende. Mit "Traubenfest" sind wir nicht nur meterologisch, sondern auch buchtechnisch im Herbst angekommen.
Veronika, die älteste ...
Leider ist die Trilogie um die Schwestern der Familie Hohenhausen nun zu Ende. Mit "Traubenfest" sind wir nicht nur meterologisch, sondern auch buchtechnisch im Herbst angekommen.
Veronika, die älteste Schwester des "Dreimäderlhauses", ist die vernünftigste und bodenständigste. Sie liebt ihren Beruf als Winzerin und das Weingut, welches sie gemeinsam mit ihrem Mann Stefan bewirtschaftet. Die Weinlese steht bald an und trotz des Trubels träumt Veri von neuen beruflichen Wegen. Auch am Weingut möchte sie Neuerungen einführen, doch ihr Mann weist alle ihre Pläne rigoros zurück. Zusätzlich bekommt Veri die Chance als Dozentin an der Uni einige Vorträge zu halten, was Stefan ebenfalls sauer aufstößt. Die Ehe der Beiden steht schon seit einiger Zeit auf wackeligen Beinen. Stefan nimmt Veronikas Arbeit als selbstverständlich an, weigert sich neue Ideen zu überdenken und ist generell sehr zurückweisend. Auch Teenagertochter Rosalie wälzt einige Probleme und verliebt sich zum ersten Mal richtig.
Als Veronika ein idyllisches Öko-Weingut entdeckt, ist sie begeistert von der Umsetzung. Die aufmunterenden Worte der Professoren an der Uni, die sie unbedingt als Vortragende dabei haben möchten, lässt sie vieles überdenken. Auch Carolin und Romy unterstützen ihre ältere Schwester - nicht nur beim großen Weinlesefest - sondern auch bei ihren privaten Problemen.
Ich habe mich gefreut, dass der dritte Teil der "Zeit der Schwestern" Reihe so bald nach Band 1 und 2 erscheint. So ist noch vieles im Gedächtnis geblieben und man fühlt sich sofort wieder am Bodensee heimisch.
Es ist sinnvoll die Bücher der Reihe nach zu lesen, weil man sich sonst spoilert und weil es einfach netter zu lesen ist, wie alle ihr Glück finden und wie sich auch die Familienstruktur verändert.
Tanja Huthmacher schreibt sehr bildhaft und atmosphärisch. Auch diesmal hat sie neben der idyllischen Herbststimmung und der wunderschönen Region am Bodensee tiefgreifende Themen, wie Ehekrisen, Ängste und Teenagersorgen miteinbezogen. Dabei spielen ein neuer Praktikant, nebst Vater und Großvater, eine größerer Rolle.
Nebenbei erfährt man auch einiges über den Weinbau und die Arbeit am Weingut. Neben der herbstlichen Atmosphäre in diesem dritten Teil, hat mich auch wieder die Familienbande überzeugt. Nicht nur der geschwisterliche Zusammenhalt, sondern auch die Unterstützung aller Familienmitglieder ist durch die Zeilen spürbar. Dabei steht zwar Veronika diesmal im Mittelpunkt, doch auch Carolin und Romy sind immer wieder präsent, genauso wie der restliche Familienanhang. Man hat das Gefühl alle Charaktere persönlich zu kennen und lebt und fühlt mit ihnen mit.
Fazit:
Ein Wohlfühlroman und eine richtig heimelige Trilogie, die ich sehr gerne gelesen habe. Schade, dass es keine weitere Fortsetzung gibt.