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Veröffentlicht am 01.11.2025

Familiengeheimnisse

This stupid Thing called Trust
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„This stupid Thing called Trust“ von J. Gerhardt ist der zweite und abschließende Teil ihrer Cambridge Dreams Dilogie.
Clara ist Hals über Kopf aus Cambridge geflohen und sucht Zuflucht in ihrer alten ...

„This stupid Thing called Trust“ von J. Gerhardt ist der zweite und abschließende Teil ihrer Cambridge Dreams Dilogie.
Clara ist Hals über Kopf aus Cambridge geflohen und sucht Zuflucht in ihrer alten Heimat Köln. Die Angst, dass Stellas und ihr Geheimnis ans Licht kommen könnte, versetzt sie in Panik. Sie weiß jedoch nicht, dass Alexander ihren Rollentausch längst durchschaut hat und nicht für Stella Gefühle hat, sondern für Clara. Deshalb reist er ihr auch spontan hinterher, als er erfährt, dass Clara nach Köln zurückgekehrt ist. Alexander will für ihre Liebe kämpfen und nicht mehr die Schachfigur seines Vaters sein. Als dieser jedoch einen schweren Herzinfarkt erleidet und die Familienfirma kurz vor dem Abgrund steht, muss er sich entscheiden, was er zu opfern bereit ist.

Man sollte den ersten Teil unbedingt gelesen haben, denn die Handlung setzt direkt nach dem Ende des Vorgängers an. Ich habe mich sehr gefreut, dass diesmal viel aus der Perspektive von Alexander erzählt wird, teils auch in Rückblenden, so dass man seine Gefühle und Beweggründe besser nachvollziehen kann. Der Schreibstil von J. Gerhardt liest sich leicht und flüssig und man ist schnell wieder in der Handlung drin.
Alexander nimmt in dieser zweiten Hälfte einen größeren Part ein und durch die Enthüllungen, dass er Claras Spiel schon länger durchschaut hat, bekommen die gesamten Ereignisse einen neuen Blickwinkel. Auch Clara mochte ich in dieser Fortsetzung lieber als im ersten Teil, auch wenn sie an die Nachforschungen über ein bestimmtes Geheimnis derart naiv und blind herangeht, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte.
Die Story bekommt einige Wendungen, die absolut konstruiert wirken, vor allem, wenn Fakten direkt vor der Nase komplett ignoriert werden. Der Unterhaltungsfaktor bleibt trotz allem bestehen und natürlich habe ich auch ein wenig mit Clara und Alex mitgefiebert, obwohl ihre Charaktere das sinnlose Drama zu lieben scheinen.

Mein Fazit:
Runder Abschluss und gern eine Leseempfehlung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Engel und Teufel

Anson (Sons of Devil MC Teil 4)
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„Anson“ von Arizona Moore ist der vierte Band ihrer düsteren Biker Romance Reihe Sons of Devil.
Als Baby wurde Brooklyn Heart vor einem Kloster abgelegt und nun, 21 Jahre später, lebt sie als Novizin immer ...

„Anson“ von Arizona Moore ist der vierte Band ihrer düsteren Biker Romance Reihe Sons of Devil.
Als Baby wurde Brooklyn Heart vor einem Kloster abgelegt und nun, 21 Jahre später, lebt sie als Novizin immer noch dort. Sie ist dort glücklich, aber über ihre Herkunft weiß Brooklyn überhaupt nichts und das frustriert sie zunehmend. Als Brooklyn außerhalb des Klosters brutal überfallen wird, kommt ihr Anson Summers zu Hilfe. Anson gehört zu den Sons of Devil und die Täter sind ihm durchaus bekannt. Um die Situation einzuschätzen, schnappt sich Anson die verletzte Novizin und ist alles andere als erfreut, als ihn sein Präsident beauftragt, sich persönlich um Brooklyn zu kümmern. Er hätte nie gedacht, wie sehr er sich zu der unschuldigen Frau hingezogen fühlen könnte, denn bisher lagen seine Interessen beim kompletten Gegenteil.

Im vierten Band der unterhaltsamen Reihe treffen nun die wirklich absoluten Gegensätze aufeinander. Unschuldiger als eine Novizin geht wohl kaum und ein Son of Devil mit kriminellem Hintergrund ist dazu der krasse Gegenpart. Arizona Moore schafft es aber überzeugend, die Annäherung der beiden nicht total unglaubwürdig wirken zu lassen, eher im Gegenteil. Dieser Band ist von allen Teilen mein Favorit geworden, denn Anson und Brooklyn sind einfach total süß zusammen.
Brooklyn ist bisher abgeschirmt von allen weltlichen Versuchungen aufgewachsen und hat anfangs auch kein Interesse, daran etwas zu ändern. Ihre Entwicklung passiert nicht über Nacht, sondern genau im richtigen Tempo, so dass es auch zu ihrem Charakter passt.
Das gleiche gilt für Anson, der bisher sein Club- und Singleleben total ausgelebt hat. Mit Brooklyn hat er plötzlich etwas Echtes und fühlt sich angekommen. Dafür ist er bereit Opfer zu bringen und ich nehme ihm seine Gefühle absolut ab.
Vor das Happy End wird erfahrungsgemäß das Drama gesetzt und hier gibt es Drama und Spannung zugleich. Ich habe gegen Ende richtig mitgefiebert und Anson und Brooklyn die Daumen gedrückt.

Mein Fazit:
Hier gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Verflucht

House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1
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„House of Ash and Shadow – Die Goldene Stadt“ von Leia Stone ist der spannende Auftakt ihrer neuen Fae-Fantasy, in der ein dunkler Fluch das Schicksal der Heldin bestimmt.
Fallon ist seit ihrer Geburt ...

„House of Ash and Shadow – Die Goldene Stadt“ von Leia Stone ist der spannende Auftakt ihrer neuen Fae-Fantasy, in der ein dunkler Fluch das Schicksal der Heldin bestimmt.
Fallon ist seit ihrer Geburt verflucht und lebt Tag für Tag damit, dass sie niemals jemand berühren darf, denn sonst leidet sie unerträgliche Schmerzen. Selbst ihr Ziehvater kann Fallon nie umarmen, aber trotzdem verbindet beide eine tiefe Liebe. Als er bei einem Unfall verletzt wird und zu sterben droht, reist Fallon auf eigene Faust in die verbotene Goldene Stadt, um einen Heiler zu finden. Ariyon Madden kann ihren Vater tatsächlich retten und bei einer zufälligen Berührung stellt sich heraus, dass er Fallon auch ohne Schmerzen berühren kann. Als er jedoch von ihrem Fluch und ihrer geheimnisvollen Herkunft erfährt, flieht er, und wenig später wird Fallon von Soldaten an die magische Akademie der Goldenen Stadt verschleppt. Hier erfährt sie ihre wahre Abstammung, die nicht nur Fallon in einen tödlichen Abgrund stürzen könnte.

Ich habe schon mehrere Fantasy Reihen der Autorin gelesen und bisher konnte sie mich immer klar überzeugen. Der Auftakt ihrer neuen Reihe steckt ebenfalls voller Potenzial, denn schon der Klappentext hat mich richtig neugierig gemacht. Fallon ist eine großartige Hauptfigur, deren Facetten wir im diesem ersten Teil noch gar nicht alle aufdecken können. Die gesamte Handlung wird aus ihrer Perspektive erzählt, was auch völlig ausreicht. Vielleicht hätte ich gern auch mal in Ariyons Kopf und Gedanken geschaut, aber es reicht, denn Fallon im Fokus steht.
Fallon hat ein unglaublich schweres Schicksal und man mag sich gar nicht vorstellen, wie ein Leben ohne Berührungen aussieht. Leider ist dieser Fluch noch gar nicht die Spitze der furchtbaren Enthüllungen um ihr Schicksal und ich glaube, in den Fortsetzungen wartet garantiert noch mehr.
Das Worldbuilding hat mir gefallen und man kann sehr schnell in die Handlung eintauchen. Die magische Atmosphäre und die liebenswerten Nebencharaktere sorgen zwischen den düsteren Momenten für Wohlfühlstimmung, während die Story immer wieder unerwartete Wendungen nimmt. Dazu gehört auch der Cliffhanger am Ende, der alles auf den Kopf stellt.

Mein Fazit:
Hier gebe ich eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Magisches Aschenputtel

Bearbind Lyceum - Thilda
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„Bearbind Lyceum - Thilda“ von Annina Safran ist eine düstere Dark Academy Fantasy mit Hexen, Dämonen und jeder Menge Geheimnissen.
Die sechzehnjährige Thilda hat es seit dem frühen Tod ihrer Mutter nicht ...

„Bearbind Lyceum - Thilda“ von Annina Safran ist eine düstere Dark Academy Fantasy mit Hexen, Dämonen und jeder Menge Geheimnissen.
Die sechzehnjährige Thilda hat es seit dem frühen Tod ihrer Mutter nicht leicht. Aber als ihr Vater wieder heiratet und ihre Stiefmutter noch zwei neue Töchter in die Ehe mitbringt, wird es noch viel schlimmer. Nach und nach zerstören die drei ihre einst enge Beziehung zu ihrem Vater und sorgen dafür, dass Thilda in das abgelegene Bearbind Lyceum in England abgeschoben wird. Abgeschottet von ihren Freunden muss Thilda durch ihre Mitschülerinnen und die strenge Direktorin unzählige Schikanen erleiden, bevor sie realisiert, dass das Lyceum eigentlich eine Hexenschule ist. Inzwischen hat sie unfreiwillig einen Schutzgeist und einen Dämon, die an sie gebunden sind und ihr Leben nicht unbedingt einfacher machen. Dabei will Thilda nur weg von hier und die Wahrheit über ihre Stiefmutter aufdecken.

In dieser düsteren Fantasy begleiten wir Thilda auf ihrem ziemlich ungemütlichen Weg, deren Ausgangssituation ein wenig an Aschenputtel erinnert, böse Stiefmutter und toxische Stiefschwestern inklusive. Die finstere und mystisch angehauchte Dark-Academia-Atmosphäre ist richtig gut gelungen und man kann die Spinnweben und Geister an jeder Ecke des Lyceums praktisch spüren. Dies ist auch mein größtes Highlight im Buch.
Der Schreibstil von Annina Safran liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus Thildas Perspektive erzählt.
Thilda tat mit an vielen Stellen einfach leid und ihre Hilflosigkeit ist nachvollziehbar. Die Situation ist ziemlich ausweglos und sie muss einfach Tag für Tag mit den ungewohnten Herausforderungen und dem permanenten Mobbing klarkommen. Für Thilda ist dies eine völlig fremde Welt, auch wenn sie erkennen muss, dass es in ihrer Familiengeschichte einige gravierende Geheimnisse gibt.
Irgendwelche romantischen Handlungsfäden gibt es überhaupt nicht, was man vielleicht vorher wissen sollte. Es geht allein um Thilda, die ihre Rolle in der magischen Welt noch finden und akzeptieren muss.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Tödlicher Wettkampf

Shadow Games. Spiele aus Blut und Schatten
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„Shadow Games“ von Lisa Schubert ist eine düstere Enemies-to-Lovers Romantasy, in der Vampire über Menschen herrschen.
Die talentierte Tänzerin Fayna träumt eigentlich von einer Karriere als Ballerina, ...

„Shadow Games“ von Lisa Schubert ist eine düstere Enemies-to-Lovers Romantasy, in der Vampire über Menschen herrschen.
Die talentierte Tänzerin Fayna träumt eigentlich von einer Karriere als Ballerina, aber die Ausbildung ist teuer und so muss sie in einem zwielichtigen Club als Kellnerin arbeiten. Auf dem Nachhauseweg wird Fayna eines Nachts überfallen und die Situation eskaliert. Dabei greift sie einen Vampir an, worauf die Todesstrafe steht. Fayna landet in einer Zelle im Tower, aber sie bekommt die Wahl. Entweder den Tod oder die Teilnahme bei den Shadow Games, einer tödlichen Fernsehshow, bei der die Kandidaten gegeneinander um die Chance kämpfen, in einen Vampir verwandelt zu werden. Für Fayna ist beides gleichbedeutend, aber sie sieht in der Show wenigstens die geringe Möglichkeit, zu entkommen. Leider ist der oberste Juror ausgerechnet Nicholas, der Vampir, den Fayna angegriffen hat und der in ihr ziemlich widersprüchliche Gefühle hervorruft, die sie nicht haben will.

Die Story kommt mir schon ein wenig bekannt vor, aber ich schätze, sie ist eine Mischung aus verschiedenen Inspirationsquellen. Auf jeden Fall hat sie mich positiv überrascht, denn sie konnte mich von Anfang bis Ende mitreißen. Lisa Schubert hat die düstere Atmosphäre und das unausgewogene Verhältnis zwischen Menschen und Vampiren ziemlich gut eingefangen.
Die Gesellschaft hat sich in eine üble Richtung entwickelt, in der die Menschen teils nur noch Beute und Nahrungsquelle sind. Auch Fayna hat dies auf schmerzhafte Weise erfahren müssen und so ist es kein Wunder, dass sie Vampire zutiefst hasst.
Nicholas ist zwar schon sehr alt, aber er geht an manche Sachen viel zu gutgläubig und fast schon naiv heran. Das sorgt dafür, dass Fayna seinen Worten nur bedingt Glauben schenken kann, denn die hässliche Wahrheit sieht oft anders aus.
Die Chemie zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren ist von Anfang an spürbar und es hat mich gefreut, dass Fayna aufgrund der Anziehung zu Nicholas nicht sofort jegliche Hirntätigkeit einstellt. Und auch Nicholas respektiert Faynas Wünsche, obwohl sie ihm nicht immer gefallen.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und die Charaktere waren rundum gelungen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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