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Veröffentlicht am 29.01.2021

Zurück in der Kleinstadt

Take Me Home
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„Take Me Home“ von Carrie Elks ist der Auftakt ihrer Hartson´s Creek Reihe um die vier Brüder der Familie Hartson.
Den Anfang macht Gray Hartson, der mit zwanzig Jahren der kleine Stadt und vor allem ...

„Take Me Home“ von Carrie Elks ist der Auftakt ihrer Hartson´s Creek Reihe um die vier Brüder der Familie Hartson.
Den Anfang macht Gray Hartson, der mit zwanzig Jahren der kleine Stadt und vor allem seinem strengen Vater den Rücken kehrte und eine steile Karriere als Rockstar machte. Nun ist er nach über zehn Jahren zurück, da ihn seine Familie um Hilfe gebeten hat. Gray gefällt die kleine Auszeit immer besser, denn das rastlose Leben im Scheinwerferlicht hat seine Spuren bei ihm hinterlassen. Zudem geht ihm Maddie nicht mehr aus dem Kopf, die ihn erst im Diner bediente und dann vor einer Horde Groupies rettete.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und sie hat mich mit ihrem warmherzigen Schreibstil von Anfang an eingefangen.
Gray ist ausgebrannt und braucht eine Pause von seinem Rockstarleben, auch wenn dies unter dem konfliktgeladenen Dach seines Vaters schwierig werden könnte. Doch er steht seinem Vater in Sachen Sturheit in nichts nach und so bleibt er in Hartson´s Creek. Ein zusätzlicher Grund könnte aber auch Maddie sein, die seine Gedanken ab der ersten Begegnung beherrscht.
Maddie arbeitet im örtlichen Diner und gibt nebenbei Klavierunterricht. Nach der High School stand ihr ebenfalls eine aussichtsreiche Karriere als Musikerin bevor, aber sie verließ nach einem Jahr das College und kehrte in ihre Heimatstadt zurück. Maddie kann man nur ins Herz schließen, denn sie ist einfach nur liebenswert und fast schon zu nett.
Obwohl die Ausgangskonstellation vielleicht etwas schwierig ist, knistert es heftig zwischen Maddie und Gray. Der Funke springt ganz klar über und ich habe den beiden ganz fest die Daumen gedrückt, dass sie alle Hindernisse überwinden.
Carrie Elks erzählt die romantische Lovestory mit all ihren tragischen, emotionalen und humorvollen Momenten unterhaltsam und mitreißend. Es wird bis zum Schluss nicht langweilig und Hartson´s Creek ist definitiv ein Wohlfühlort, an den ich für die Fortsetzungen gern zurückkehren werde.

Mein Fazit:
Kleinstadtidylle und eine süße Lovestory sorgen für wunderschöne Lesestunden. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.01.2021

Noah & Ellie

Gemeinsam stark in Virgin River
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„Gemeinsam stark in Virgin River“ von Robyn Carr ist ein weiterer Band ihrer Wohlfühlreihe über das idyllische Städtchen und seine Bewohner.
Noah Kincaid ist Pfarrer und auf der Suche nach einer erfüllenden ...

„Gemeinsam stark in Virgin River“ von Robyn Carr ist ein weiterer Band ihrer Wohlfühlreihe über das idyllische Städtchen und seine Bewohner.
Noah Kincaid ist Pfarrer und auf der Suche nach einer erfüllenden Aufgabe, als er auf die Internetversteigerung der Kirche von Virgin River stößt. Spontan beschließt er, die Kirche wieder neu aufzubauen und sich in der kleinen Stadt niederzulassen. Für den Wiederaufbau und die Organisation benötigt er Hilfe und sucht eine Assistentin. Auf die Anzeige meldet sich die eher unkonventionelle Ellie Baldwin, die aus persönlichen Gründen einen respektablen Job sucht. Bald stellt sich heraus, dass Noahs Vorurteile unbegründet waren und Ellie genau das ist, was er schon lange gesucht hat.

In diesem Band geht es einmal nicht um einen ehemaligen Army-Angehörigen, der sich in Virgin River niederlässt, denn davon gibt es dank den Vorgängerteilen schon ausreichend. Das ist eine schöne Abwechslung, denn der junge Pfarrer Noah bringt frischen Wind in die Gemeinde. Die Autorin konzentriert sich diesmal auch fast komplett auf die Story von Noah und Ellie und erzählt nicht wie sonst mehrere Geschichten fast gleichwertig nebeneinander. Lediglich Paul und Vanessa bekommen noch eine Nebenstory, die aber auch mit Ellie und Noah verknüpft ist. Natürlich tauchen die bereits bekannten Figuren trotzdem auf, aber sie bleiben eher am Rande. Das hat mir persönlich besser gefallen, denn bei den vielen gleichzeitig ablaufenden Handlungsfäden verliert man sonst leicht den Überblick oder sie bleiben eben nur oberflächlich. Das ist in diesem Buch nicht der Fall.
Noah und Ellie sind neue interessante Charaktere, die wie alle Einwohner eine problembelastete Vergangenheit mitbringen. Die Chemie zwischen den beiden funktioniert und gerade Ellie und ihre Sprüche muss man einfach mögen. Natürlich gibt die Autorin am Ende eine Portion Weichspüler zur Story, aber dafür ist die Wohlfühlreihe ja bekannt und man erwartet es nicht anders.

Mein Fazit:
Dieser Teil hat mir bisher mit am besten gefallen und ich vergebe gern eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 27.01.2021

Packendes Finale

Elbendunkel 2: Kein Weg zu dir
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„Elbendunkel 2 – Kein Weg zu dir“ von Rena Fischer ist der zweite Band ihrer hochspannenden Fantasy-Dilogie.
Die Flucht von Ash hat ein vorläufiges Ende gefunden. Sie findet Unterschlupf im Zuhause der ...

„Elbendunkel 2 – Kein Weg zu dir“ von Rena Fischer ist der zweite Band ihrer hochspannenden Fantasy-Dilogie.
Die Flucht von Ash hat ein vorläufiges Ende gefunden. Sie findet Unterschlupf im Zuhause der Dunkelelben und wird als Tochter von deren Anführer Dusk als künftige Kriegerin ausgebildet. Doch ihr schlagen hauptsächlich Hass und Misstrauen entgegen. Vor allem Darel, für den sie als ihren Halbbruder keine unangemessenen Gefühle mehr haben darf, entpuppt sich als ihr härtester Gegner. Im Kampf gegen die Unterdrückung der Dunkelelben schlagen sie unterschiedliche Wege ein, während Jago und seine Verbündeten zum finalen Schlag gegen die Elben ausholen. Ash weiß nicht, wem sie noch trauen kann und die Zeit drängt immer mehr.

Wer schon den ersten Band spannend fand, der wird diese Fortsetzung gar nicht aus der Hand legen können. Ich musste mich zwar erst wieder in die Geschichte und die Figuren hineinfinden, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Von der naiven und unwissenden Ash ist überhaupt nichts mehr übrig. Der Schock über die Enthüllung ihrer Herkunft sitzt immer noch tief, genau wie der vermeintliche Verrat durch Darel. Bei den Dunkelelben ist Ash ständigen Intrigen und Anfeindungen ausgesetzt, die sie gleichzeitig mit jedem Tag stärker werden lassen. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung ist wirklich hervorragend und vor allem nachvollziehbar beschrieben. Ich mag sie mit jeder Seite mehr.
Darel ist über die neuen Familienverhältnisse ebenso schockiert und er sucht seine eigenen Wege, um damit fertig zu werden. Parallel zu den Ereignissen im Untergrund spitzen sich auch bei den Rebellen der Lichtelben die Ereignisse zu. Mir gefällt besonders, dass auch die Nebencharaktere detailliert und facettenreich ausgearbeitet sind und unverzichtbare Rollen einnehmen. Auch ihre Schicksale berühren deshalb ganz besonders und gehen nicht spurlos vorbei.
Rena Fischer erzählt die packende Story wieder aus verschiedenen Perspektiven und bringt so immer neue Blickwinkel ins Spiel. Das rasante Tempo und die düstere Atmosphäre mit den gesellschaftskritischen Untertönen ziehen sich durch die gesamte Handlung und verleihen dieser Dilogie eine besondere Intensität. Mir hat es beim Lesen stellenweise den Atem verschlagen, so sehr hat mich die Story gefangen. Die Autorin setzt auch keinen Weichzeichner an und zeigt schonungslos, welche Opfer der Kampf um die Freiheit mit sich bringen kann. Dieser Zweiteiler ist von Anfang bis Ende exzellent konstruiert und reißt einen einfach mit.

Mein Fazit:
Ich kann hier nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen und die volle Anzahl Sterne vergeben!

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Veröffentlicht am 24.01.2021

Nettes Landleben

Das kleine Cottage auf dem Hügel
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„Das kleine Cottage auf dem Hügel“ von Emma Davies verdient das Prädikat Feel-Good-Roman.
Maddie wagt einen Neuanfang und zieht von London aufs Land. Doch der vielversprechenden Job, mit dem sie voller ...

„Das kleine Cottage auf dem Hügel“ von Emma Davies verdient das Prädikat Feel-Good-Roman.
Maddie wagt einen Neuanfang und zieht von London aufs Land. Doch der vielversprechenden Job, mit dem sie voller Tatendrang durchstarten wollte, entpuppt sich als ganz anders als erwartet. Statt eines luxuriösen Resorts, dass sie touristisch vermarkten soll, sieht sie sich eher einem Bauernhof mit einigen baufälligen Hütten gegenüber. Der mürrische Eigentümer Seth, gegen dessen Willen sie offenbar engagiert wurde, sprüht auch nicht gerade vor Freude über ihre Anwesenheit. Aber Maddie hat keine große Wahl, denn sie ist nicht ohne Grund aus London weggezogen. Und nach und nach schleicht sich nicht nur die idyllische Umgebung in ihr Herz.

Das Buch ist tatsächlich ein Wohlfühlroman, der einen beim Lesen in die malerischen englischen Landschaften entführt und für unterhaltsame Lesestunden sorgt.
Maddie flieht vor einem beruflichen Desaster, dessen Hintergründe erst nach und nach enthüllt werden. Sie setzt all ihre Hoffnungen in den neuen Auftrag und wird zunächst bitter enttäuscht. Trotzdem gibt sie nicht gleich auf, obwohl sie auf zahlreiche Hindernisse und die abwehrende Meinung von Seth stößt.
Seth hat persönliche Gründe für sein Verhalten, aber Maddie beeindruckt ihn trotz allem und er will sie nicht verletzten. Also raufen sich die beiden zusammen und merken schnell, wie gut sie als Team funktionieren. Dabei kommen sie sich auch privat langsam näher und die Großstadtpflanze Maddie entdeckt ganz neue anziehende Seiten des Landlebens.
Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig und die warmherzigen Charaktere sorgen für eine entspannte Stimmung. Bis zum erwarteten Happy End sind noch einige Hindernisse zu überwinden und die teils traurige Vergangenheit der Protagonisten rückt in den Fokus der Handlung. Von der kleinen Gemeinschaft unterschiedlicher Menschen, die sich hier zusammengefunden haben, hat jeder seine eigene Geschichte.

Mein Fazit:
Ein traumhaftes Setting und nette Charaktere sind die Pluspunkte dieser netten Lovestory, die von mir gern eine Empfehlung bekommt.

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Veröffentlicht am 23.01.2021

Alles auf Null

Never Never
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„Never Never“ von Colleen Hoover und Tarryn Fisher ist eine packende und herzzerreißende Lovestory, die mich tief berührt hat.
Charlie und Silas sind schon seit Kindertagen engste Freunde und seit vier ...

„Never Never“ von Colleen Hoover und Tarryn Fisher ist eine packende und herzzerreißende Lovestory, die mich tief berührt hat.
Charlie und Silas sind schon seit Kindertagen engste Freunde und seit vier Jahren ein Paar. Doch alles was sie ausmacht, ist von einer auf die andere Sekunde komplett aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Die eigene Identität, Freunde, Familie und Erinnerung an ihre Beziehung, alles ist aus ihrem Kopf verschwunden. Das einzig Beruhigende ist, dass sie Leidensgenossen sind und gemeinsam nach den Erinnerungen und den Ursachen für das Verschwinden suchen können. Aber gerade als sie einige Informationen zusammentragen haben, geschieht genau 48 Stunden später das Gleiche und wieder ist alles weg.

Diese Geschichte kann man entweder lieben oder man kann mit der Idee nichts anfangen. Ich würde mich definitiv zur ersten Gruppe zählen, denn ich bin immer noch hin und weg.
Colleen Hoover hat ein unglaubliches Talent dafür, die Gefühle und Emotionen ihrer Charaktere so einzufangen, dass sie einen beim Lesen mitten ins Herz treffen. Gemeinsam mit ihrer Co-Autorin ist ihr eine fesselnde und tiefgründige Lovestory gelungen, die wichtige Fragen aufwirft und diese auf ihre eigene Art beantwortet. Ich persönlich finde diese Idee wunderschön, aber das muss jeder beim Lesen selbst entscheiden.
Charlie und Silas sind geschockt von ihrer plötzlichen Amnesie und gleichzeitig erleichtert, dass sie damit nicht allein sind. Gemeinsam ermitteln sie, suchen kleine Hinweise und setzen das Puzzle ihrer Vergangenheit wieder zusammen. Dabei entdecken sie einige Teile, die ihnen nicht gefallen und die eher verstörend sind. Aber sie merken auch, dass die gegenseitigen Gefühle offenbar nicht nur an Erinnerungen geknüpft sind. Die Chemie zwischen den beiden ist unglaublich stark und hat mich immer wieder mithoffen lassen.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die jeweils mit einem kleinen Cliffhanger enden. Mit jeden Teil hat mich die Geschichte noch mehr gefesselt und ich habe mit Charlie und Silas mitgefiebert. Die Grundidee und die Auflösung sind für mich vollkommen überzeugend und absolut gelungen. Mein Highlight sind die außerordentlich romantischen Liebesbriefe, die sie auf der Suche nach ihrer Vergangenheit erneut lesen, und die wohl jedes Herz zum Schmelzen bringen.

Mein Fazit:
Die Autorinnen erzählen eine außergewöhnliche Lovestory, auf die man sich einlassen muss und die dann umso länger nachwirkt. Von mir gibt es hierfür eine ganz klare Leseempfehlung und die volle Sternchenzahl!

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