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Veröffentlicht am 29.06.2026

Freund oder Feind

Broken Dove
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„Broken Dove“ von Dani Francis ist der zweite Band ihrer dystopischen Fantasy Reihe Silver Elite.
Die Rebellin Wren Darlington hatte es bis ins Herz der berüchtigten Silver Elite geschafft, bevor sie enttarnt ...

„Broken Dove“ von Dani Francis ist der zweite Band ihrer dystopischen Fantasy Reihe Silver Elite.
Die Rebellin Wren Darlington hatte es bis ins Herz der berüchtigten Silver Elite geschafft, bevor sie enttarnt wurde und fliehen musste. Hilfe kommt von völlig unerwarteter Seite und so findet Wren Zuflucht in Uprising, der versteckten Festung der Modifizierten. Hier werden ihr auch endlich die Zusammenhänge des Rebellen-Netzwerkes klar, von dem Wren bisher nur sporadische Informationen erhielt. Aber auch wenn sie selbst eine mächtige Modifizierte ist, ist sie hier nicht sicher. Zum Glück weiß niemand, dass Wren immer noch in enger Verbindung zu Cross Redden steht, ihrem Geliebten und dem Bruder des neuen Kommandanten. Aber Cross scheint ebenfalls Geheimnisse zu haben und so stürzt Wrens Herz in ein Gefühlschaos.

Dani Francis lässt die Handlung nahtlos an den wirklich heftigen Cliffhanger des Auftaktbandes anschließen. Mit dem dortigen Twist hätte ich nie gerechnet, aber dies soll nicht die letzte Überraschung gewesen sein. Weder Cross noch Wren bekommen eine Atempause, aber diesmal ist ihnen fast keine gemeinsame Zeit vergönnt, sondern ihre Handlungsstränge laufen parallel.
Wren ist immer noch eine Heldin nach meinem Geschmack, denn sie ist tough und kämpft gegen Ungerechtigkeiten, egal auf welcher Seite. Gleichzeitig ist sie aber auch verletzlich und hat ihre Ecken und Kanten, wobei sie nie naiv agiert. Ihre Entwicklung hat mir gefallen, denn endlich bekommt sie einen Einblick in die echte Welt der Rebellen. Sie ist jedoch niemand, der die Gegebenheiten einfach hinnimmt, sondern sie bildet sich ihre eigene Meinung, die nicht immer konform sein muss.
Cross gerät ein wenig in den Hintergrund, aber umso schöner ist es, wenn man etwas von ihm hört. Er ist immer noch mein Favorit, auch wenn sich langsam ein Love Triangle anbahnt.
Das Setting wechselt vom Silver-Block zur Uprising-Festung, da die Handlung jetzt quasi auf der Gegenseite spielt. Der Wechsel steigert die Spannung und bietet Raum für neue interessante Charaktere. Ich bin jetzt schon neugierig auf das Finale, denn nach dem erneuten Cliffhanger, weiß man nicht, was uns erwarten wird.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2026

Finale Jagd

Redamancy
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„Redamancy“ on H. C. Dolores ist der zweite und abschließende Band ihrer Dark Romance Dilogie Fated Fixation.
Es ist nun schon zehn Jahre her, seit Poppy vor Adrian und seiner Obsession geflohen ist. Bisher ...

„Redamancy“ on H. C. Dolores ist der zweite und abschließende Band ihrer Dark Romance Dilogie Fated Fixation.
Es ist nun schon zehn Jahre her, seit Poppy vor Adrian und seiner Obsession geflohen ist. Bisher hat es nicht den Anschein gemacht, dass er sein Versprechen, Poppy zu jagen, zu finden und für sich zu beanspruchen, wahr machen würde. Inzwischen hält sich Poppy nach ihrem Kunststudium in New York mehr schlecht als recht finanziell über Wasser. Doch gerade als sich eine riesige Chance für einen Durchbruch auftut, taucht plötzlich Adrian auf. Er ist in den letzten Jahren ein berühmter Arzt und Wohltäter geworden, aber Poppy weiß es besser. Sie kennt Adrians dunkle Seiten, von denen sie sich leider immer noch viel zu stark angezogen fühlt. Die alte Anziehung flammt schnell wieder auf, doch das löst Poppys Gefühlschaos nicht auf.

In dieser Dark Romance um Abhängigkeit und Obsession trifft Dunkel auf noch Dunkleres, denn anders kann man Poppy und Adrian nicht beschreiben. Adrian ist noch einen Tick extremer, aber im Grunde genommen spielen beide ihrer Außenwelt lediglich eine bestimmte Rolle vor, mit der sie gesellschaftlich akzeptiert werden. Nur zusammen können sie tief in ihr Inneres blicken und Ruhe finden. Wahrscheinlich sind Poppy und Adrian deshalb wie zwei Magnete, die nicht voneinander loslassen können. Tief in dieser Toxizität steckt auch etwas Romantisches, aber zum Glück handelt es sich hier nur um Buchcharaktere.
Die Handlung setzt zehn Jahre nach der ziemlich abrupten Trennung ein, die offenbar trotzdem nie einen echten Schlussstrich ziehen konnte. Der Schreibstil von H. C. Dolores bleibt mitreißend und man weiß nie, was Wahrheit und was Manipulation ist.
Beide sind Soziopathen und nach den Maßstäben der Gesellschaft Monster. Sie handeln meist zutiefst egoistisch und doch nehme ich ihnen ab, dass sie nur miteinander tiefen Frieden, Sicherheit und sogar echte Liebe finden können. Die ganzen Widersprüche und moralischen Grauzonen machen den Reiz dieser Dilogie aus und einzig der Schluss hätte für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein können.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2026

Traumpaar

Dunbridge Academy - Whoever
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„Dunbridge Academy – Whoever“ von Sarah Sprinz ist der sechste Band ihrer emotionalen Young Adult Reihe, die einen immer wieder mitreißen kann.
Cleo Fantino und Alexander Hallendale waren von Anfang an ...

„Dunbridge Academy – Whoever“ von Sarah Sprinz ist der sechste Band ihrer emotionalen Young Adult Reihe, die einen immer wieder mitreißen kann.
Cleo Fantino und Alexander Hallendale waren von Anfang an das Traumpaar der Dunbridge Academy. Es war Liebe auf den ersten Blick und schon ab der siebten Klasse waren sie einfach unzertrennlich. Aber dann zerbrach ihre scheinbar perfekte Beziehung in der neunten Klasse Stück für Stück. Cleo tat, als wäre alles in Ordnung und Alexander driftete total ab, bis er schließlich die Dunbridge verließ. Für Cleo zerbrach ihre ganze Welt und sie brauchte lange, um die Scherben halbwegs zusammenzusetzen und Abstand zu gewinnen. Aber jetzt, anderthalb Jahre später, ist Alexander plötzlich zurück. Cleo merkt sofort, dass die alten Gefühle nur vergraben, aber nie verschwunden waren. Und auch Alexander kann seine große Liebe nicht loslassen.

Nach Wherever war ich so gespannt auf die Geschichte von Cleo und Alexander, denn an diesem Paar kommt man einfach nicht vorbei. Endlich erfahren wir, warum diese große Liebe zerbrach und ob es vielleicht eine zweite Chance geben könnte.
Sarah Sprinz lässt uns gekonnt in das Academy Feeling eintauchen und auch die Gefühlsachterbahn läuft von Anfang an warm. Der gefühlvolle Schreibstil fängt die oft schmerzhaften Emotionen der beiden Hauptcharaktere so treffend ein, dass man förmlich mit ihnen mitleidet.
Im Vorgängerbuch war ich ein Fan von Cleo und ich mag sie immer noch. Das heißt aber nicht, dass ich ihre Entscheidungen und ihr Verhalten immer hundertprozentig unterstützen würde. Eher im Gegenteil, denn manchmal hätte ich sie gern geschüttelt, damit sie die Augen öffnet. Man merkt, dass sie offensichtlich traumatisiert ist und ihr kaltes Elternhaus trägt einen Großteil der Schuld.
Alexander ist mir mit jedem Kapitel stärker ans Herz gewachsen, auch wenn er damals den falschen Weg im Umgang mit seinen Gefühlen gewählt hat. Seine Liebe für Cleo ist so unfassbar groß, dass er sich darin fast selbst verloren hätte. Ich finde seine Entwicklung richtig stark und auch sein mittlerweile erwachsener und reflektierter Umgang mit seinen Emotionen hat mich berührt.
Cleo und Alexander sind von Wolke Sieben hart aufgeschlagen, aber zu ihrer Liebe gibt es keine Alternative. Beide gehen einen schweren, aber hoffnungsvollen Weg und starten den Kampf für eine gemeinsame Zukunft. Sie sind so süß zusammen und haben ihre Second Chance definitiv verdient.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2026

Lüge und Wahrheit

Mornings in Boston - The Games We Play
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„Mornings in Boston – The Games We Play“ von Anna Lane ist der dritte und abschließende Band ihrer New Adult Romance Reihe um das Team der Bostoner Morningshow.
Harper Shaw ist zwar ehrgeizig und engagiert, ...

„Mornings in Boston – The Games We Play“ von Anna Lane ist der dritte und abschließende Band ihrer New Adult Romance Reihe um das Team der Bostoner Morningshow.
Harper Shaw ist zwar ehrgeizig und engagiert, aber ihr Blog dümpelt trotzdem am Rand der Belanglosigkeit. Das Angebot, gemeinsam mit dem Ex-Footballstar Everett Knight ein Football Special für Mornings in Boston zu moderieren, wäre deshalb eine riesige Chance, mehr Reichweite zu bekommen. Leider hasst Harper Everett, seitdem er ihren Bruder Aiden dessen aussichtsreiche Footballkarriere gekostet hat. Damals war Everett Aidens bester Freund und hatte auch mit Harper eine engere Beziehung, aus der leicht mehr hätte werden können. Jetzt ist Everett deprimiert und verbittert, denn nach einem unverschuldeten Unfall ist seine eigene Karriere auf dem Footballfeld zu Ende. Einzig Harper kann einen Funken in ihm entzünden und die Hoffnung, die Vergangenheit endlich zu begraben.

Mit diesem Teil müssen wir uns von der sehr unterhaltsamen Morningshow und ihrem Team verabschieden, aber dafür gönnt uns Anna Lane nochmal eine schöne Lovestory, die den beiden Vorgängern in nichts nachsteht. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, auch wenn die liebgewonnenen Charaktere erneut mitspielen.
Den lustigen und charmanten Everett mochte ich schon immer, aber inzwischen ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Er tat mir so leid, vor allem, da er auch noch unschuldig zum Hassobjekt gemacht wurde. Zum Glück kämpft er sich Stück für Stück aus seiner Verbitterung heraus und vielleicht ist Harper eine zusätzliche Motivation.
Ich konnte Harpers Härte und ihre Schutzmauern verstehen, denn bereits ein Telefonat mit ihrer Familie zeigt, wie toxisch und verletzend diese allesamt sind. Harpers Hunger nach kleinsten Bröckchen der Anerkennung und Liebe ist fast schon verzweifelt und ich hätte sie gern in den Arm genommen und zu ihrer liebevollen Wahlfamilie geschoben.
Zwischen Harper und Everett gab es schon immer diesen kleinen Funken und endlich darf dieser auch zünden. Einzig die Auflösung des damaligen Verrats hat mich gestört und dabei zu hundert Prozent die viel zu nachgiebige Reaktion von Everett. Da gab es auf meiner Seite absolut kein Verständnis.
Insgesamt ist das Buch ein schöner Abschluss, bei dem alle Charaktere nochmals ihren Moment bekommen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Ausbaufähig

Crown of War and Shadow
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„Crown of War and Shadow“ von J.R. Ward ist der Auftakt ihrer düsteren Romantasy Reihe Kingdoms of Compass.
Sorrel gilt aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten in ihrem Dorf als Ausgestoßene. Magie macht ...

„Crown of War and Shadow“ von J.R. Ward ist der Auftakt ihrer düsteren Romantasy Reihe Kingdoms of Compass.
Sorrel gilt aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten in ihrem Dorf als Ausgestoßene. Magie macht den Menschen Angst, vor allem, als das Fulcrum zusammenbricht und Dämonen in ihre Welt eindringen. Eine Schuldige ist schnell gefunden und so bleibt Sorrel nichts anderes übrig, als den zwielichtigen Söldner Merc anzuheuern, damit er sie ins weit entfernte Ödland bringt. Leider offenbart sich ausgerechnet jetzt Sorrels wahre Herkunft und ihr vorbestimmtes Schicksal. Sie ist die Einzige, die die Krone der Königin zurückholen und die grausamen Dämonen und ihren König erneut in die Schatten verbannen kann. Merc willigt ein, aber der Preis ist eine Nacht mit Sorrel. Dabei verbirgt er seine eigenen Geheimnisse, von denen die verzweifelte Sorrel noch nichts ahnt.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und so kannte ich ihren Stil überhaupt nicht. Der Einstieg ist mir schwerer gefallen, als bei anderen komplexen Fantasybüchern, was wahrscheinlich am etwas schwerfälligen Schreibstil liegt. Die Grundidee klang aber definitiv spannend und so habe ich mich weiter mit Sorrel und Merc durch die Handlung gekämpft.
Ich liebe ja starke Heldinnen, die auch nicht unbedingt Superkräfte haben müssen. Und anfangs mochte ich Sorrel auch wirklich gern. Sie bewegt sich im Schatten und hilft völlig selbstlos, wodurch sie wirklich liebenswert erscheint. Ihre wahre Identität kommt überraschend, doch sie bleibt weiterhin meist passiv hinter Merc. Ihren Crush auf ihn konnte ich vielleicht anfangs noch nachvollziehen, aber je mehr wir ihn kennenlernen, desto mehr Fragezeichen hatte ich. Sorrel macht sich die ganze Zeit viel zu klein und spricht Dinge nicht klar an. Es fehlen funkensprühende Schlagabtausche oder irgendeine mitreißende Dynamik, wie ich es aus anderen Romantasy kenne. Man kann es auch nicht Slow Burn nennen, außer man versteht darunter permanente plumpe Anspielungen.
Die laut Klappentext unvergessliche Nacht ist wirklich unvergesslich, da sie so dermaßen unpersönlich, gefühllos und furchtbar ist, dass sie nur noch von dem darauffolgenden Gespräch getoppt wird, welches in die Top Ten der übelsten Beziehungsgespräche gehört. Wobei ich zwischen Sorrel und Merc weder eine Beziehung noch echtes Knistern erkennen konnte, geschweige denn Liebe. Eigentlich hätte man ihn an dieser Stelle mit seinem Breitschwert erschlagen und einen neuen Überraschungscharakter einführen können. Das hätte viel gerettet.
Die Reise von Sorrel und Merc umfasst eigentlich die gesamte Handlung. Es gibt viele Mini-Quests, die alle mehr oder weniger schnell gelöst werden. Erst auf den letzten Seiten spitzt sich Handlung und es kommt nochmal ein unerwarteter Twist, der gar nicht so schlecht ist.
Für die Fortsetzung kann ich nur hoffen, dass Sorrel endlich ein Rückgrat wächst und sie Merc in den Wind schießt.

Mein Fazit:
Die Bewertung fällt mir schwer, aber wenn ich Unsympath Merc und die fehlende Romance ausblende, bleiben für die eigentliche Story, den Aufbau und die wunderschöne Aufmachung des Buches wohlwollende drei Sterne!

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