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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2019

Hochzeit auf italienisch

Aber bitte für immer
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„Aber bitte für immer“ ist ein etwas ungewöhnlich gestalteter Liebesroman von Meg Cabot.
Ich mag die Autorin sehr, und deshalb war ich neugierig auf ihren neuen Roman.
In früheren Zeiten hätte man wohl ...

„Aber bitte für immer“ ist ein etwas ungewöhnlich gestalteter Liebesroman von Meg Cabot.
Ich mag die Autorin sehr, und deshalb war ich neugierig auf ihren neuen Roman.
In früheren Zeiten hätte man wohl Briefroman dazu gesagt, aber heute tauschen sich die Protagonisten in diesem Buch hauptsächlich per Mail und Blackberry untereinander aus. Das lockert den Stil ziemlich auf und hat oft eine gewisse Situationskomik.
Die Hauptfigur Jane Harris ist eine bekannte Comiczeichnerin aus New York. Sie begleitet ihre beste Freundin Holly nach Italien, wo diese im Geheimen ihren Freund Mark heiraten will. Leider ist auch Marks bester Freund Cal mit von der Partie. Der Kriegsjournalist und bekennende Ehehasser ist kein Freund dieser heimlichen Hochzeit. Da kann er sich sogar hinten anstellen, denn die Eltern der beiden Lovebirds versuchen alles, die Beziehung von Holly und Mark zu torpedieren. Jane hat also jede Menge zu tun, damit die Hochzeit wie geplant stattfinden kann.
Der Roman ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Manche Stellen sind derart absurd, dass man sich fragt, wie die Autorin darauf gekommen ist. Die überraschende Erklärung liefert das Interview mit Meg Cabot im Anhang des Buches. Die Figuren sind sympathisch und der Schreibstil ist locker und leicht. Man spürt das italienische Dolce Vita und kann sich beim Lesen nach Italien träumen.
Kleine Abstriche gibt es von mir für das Ende, das mir eine Spur zu dick aufgetragen war. Ansonsten gibt es eine klare Leseempfehlung für diese sommerlich leichte Leseunterhaltung.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Traurig und hoffnungsvoll zugleich

Loveless - Eine Liebesgeschichte
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Brynn Cadogen hat sich nach dem Tod ihres Verlobten Jem komplett vom Leben abgekapselt. Auch nach zwei Jahren ist sie immer noch nur ein Schatten ihrer selbst. Als sie in seinem Handy seine letzte Nachricht ...

Brynn Cadogen hat sich nach dem Tod ihres Verlobten Jem komplett vom Leben abgekapselt. Auch nach zwei Jahren ist sie immer noch nur ein Schatten ihrer selbst. Als sie in seinem Handy seine letzte Nachricht an sie findet, beschließt sie, sich von ihm auf einer Tour zu seinem Lieblingsberg zu verabschieden.
Cassidy Porter lebt seit seiner Kindheit mit seiner Mutter und seinem Großvater abgeschieden in einer einsamen Hütte im Wald. Genau genommen seit dem Zeitpunkt, als sein leiblicher Vater als Serienkiller verhaftet wurde und in ihrer Heimat niemand mehr etwas mit der Familie zu tun haben wolle. Aus Angst, dass sein genetisches Erbe auch in ihm durchkommt, lebt er auch nach dem Tod seiner Mutter und seines Großvaters weiter einsam in der Abgeschiedenheit.
Als er die schwer verletzte Brynn auf dem Trail findet, nimmt er sie mit in seine Hütte, um sie gesund zu pflegen. Doch können beide ihr schweres Trauma überwinden?

Die Autorin Katy Regnery legt in „Loveless“ beiden Protagonisten ein schweres Schicksal auf. Die Ängste und Probleme der Charaktere sind glaubhaft und greifbar geschildert. Durch den anfänglichen Fokus auf ihre Vergangenheit bzw. auf Cassidys Kindheit kann man ihren Schmerz und ihre Unsicherheit nachvollziehen.
Mir hat die gemeinsame Entwicklung der beiden gut gefallen. Sie geben sich gegenseitig den Halt, den sie vorher verloren hatten, um wieder im Leben Fuß zu fassen.
Der Schreibstil liest sich gut. Der Grundton ist von Anfang an eher düster und ernst, aber es schwingt immer ein Fünkchen Hoffnung mit. Dadurch wird die Geschichte nicht zu schwermütig. Es sind sowohl Spannungselemente als auch überraschende Wendungen enthalten, so dass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte.
Von mir erhält „Loveless“ gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Außergewöhnliche Liebesgeschichte

Das geheime Glück
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„Das geheime Glück“ von Julie Cohen ist definitiv ein ungewöhnlicher Liebesroman.
Julie Cohen erzählt die Liebesgeschichte von Emily und Robert rückwärts und beginnt 54 Jahre nach ihrem ersten Treffen. ...

„Das geheime Glück“ von Julie Cohen ist definitiv ein ungewöhnlicher Liebesroman.
Julie Cohen erzählt die Liebesgeschichte von Emily und Robert rückwärts und beginnt 54 Jahre nach ihrem ersten Treffen. Robert trifft nach all diesen Jahren eine schwerwiegende Entscheidung und erklärt seine Beweggründe in einem Brief an Emily, dessen Inhalt dem Leser unbekannt bleibt. Den Grund für sein Handeln erfährt man erst ganz am Ende des Buches, während man die Lebensgeschichte der beiden Liebenden Stück für Stück in immer weiteren Rückblicken erfährt.
Julie Cohen beschreibt ihre Charaktere sehr gefühlvoll und behutsam, so dass man sofort eine Verbindung zu den beiden Protagonisten aufbaut. Man hofft und leidet gemeinsam mit ihnen und über allem schwebt das furchtbare Geheimnis, das Robert und Emilys Leben zu überschatten scheint und sie doch eng zusammenschweißt.
Ich war sehr neugierig auf die Geschichte und habe das Lesen absolut nicht bereut. Das Buch wirkt noch eine ganze Weile nach und hat mich sehr bewegt. Die Autorin wirft moralische Fragen auf, die jeder Leser für sich selbst beantworten muss. Das Ende steht zwar bereits von Anfang an fest, aber durch die ungewöhnliche Erzählweise bleibt die Geschichte trotzdem hochspannend, so dass man das Buch gar nicht zur Seite legen will. Manchmal war mir die Trennung in die Zeitabschnitte etwas zu hart, so dass für mich einige Fragen offen blieben.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diese wunderschöne und traurige Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 12.03.2019

Spannende Fortsetzung

Gieriger Zorn
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„Gieriger Zorn“ ist der zweite Band, der sich um die traumatisierte DCI Matilda Darke als Ermittlerin dreht. Der Tod ihres Ehemannes und die missglückte Lösegeldübergabe bei der Kindesentführung von Carl ...

„Gieriger Zorn“ ist der zweite Band, der sich um die traumatisierte DCI Matilda Darke als Ermittlerin dreht. Der Tod ihres Ehemannes und die missglückte Lösegeldübergabe bei der Kindesentführung von Carl Meagan jähren sich demnächst. Matilda ist zurück im Dienst und auf ihrer alten Stelle als DCI. Aber auch nach der mehr oder weniger erfolgreichen Aufklärung des Harkness-Falles läuft es für sie nicht wirklich gut.
Ihr neuer Fall ist ein gewalttätiger Überfall auf ein Pärchen in einer abgelegenen Straße. Der Mann wurde brutal gequält und anschließend erschossen. Die Frau hat schwer verletzt überlebt. Matilda versucht alles, auch mit schwindenden Ressourcen, den schwierigen Fall aufzuklären.
Michael Wood lässt die Handlung nicht lang nach dem ersten Teil einsetzen. Matilda hat sich oberflächlich etwas gefangen, aber sie ist noch lang nicht richtig wiederhergestellt, falls das überhaupt jemals möglich ist. Im zweiten Band ist mir ihr Charakter wesentlich sympathischer geworden. Ihre beste Freundin und Kollegin Adele bleibt meine Lieblingsfigur.
Der fesselnde Schreibstil des Autors lässt die Spannungskurve kaum abfallen. Der Druck und die verschiedenen Fronten, an denen Matilda kämpfen muss, sind fast greifbar. Mit einigen überraschenden Wendungen bleibt es immer wieder spannend bis zum Finale.

Ich denke, die Figur der Matilda Darke ist noch lange nicht auserzählt. Ich freue mich auf weitere Teile dieser spannenden Krimireihe von Michael Wood.

Veröffentlicht am 06.03.2019

Gelungener Abschluss der Trilogie

Gut Greifenau - Morgenröte
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Das Gut Greifenau geht mit dem dritten und damit letzten Teil „Morgenröte“ ins Finale.
Die Handlung schließt unmittelbar an den zweiten Band an und das ist auch gut so. Nach dem Cliffhanger aus Teil 2 ...

Das Gut Greifenau geht mit dem dritten und damit letzten Teil „Morgenröte“ ins Finale.
Die Handlung schließt unmittelbar an den zweiten Band an und das ist auch gut so. Nach dem Cliffhanger aus Teil 2 geht es sofort spannend weiter. Die Handlung umfasst den Zeitraum von Dezember 1918 bis August 1919 und enthält jede Menge wichtige historische Ereignisse. Hanna Caspian hat sehr gut und tiefgreifend recherchiert. Durch diese Detailreiche und Authentizität hebt sich Gut Greifenau von anderen historischen Romanen ab.

Die Bewohner von Gut Greifenau haben sich innerhalb der drei Teile erheblich weiterentwickelt. Einige Charaktere sind zwangsweise durch die Entbehrungen des Krieges gereift, denn auch am herrschaftlichen Landgut sind die Geschehnisse in Deutschland nicht spurlos vorbeigegangen.

Hanna Caspian ist eine bemerkenswerte Familien-Saga gelungen, die mich wirklich beeindruckt hat. Die Charaktere und ihr Schicksal lassen keinen Leser unberührt. Der abschließende Teil führt die Handlungsstränge zusammen und jede Figur erhält ihren persönlichen Abschluss. Einige Überraschungen gibt es natürlich auch noch, so dass es bis zum Ende spannend bleibt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Geschichte nun endet. Der Abschied fällt mir schwer.

Mir hat die Saga um das Landgut Greifenau sehr gut gefallen und ich empfehle sie gern weiter.