Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!
YellowfaceMeine Meinung:
Das ist das knalligste Buch (farblich gesehen), das ich je in mein Regal einsortiert habe. Ich habe mich lange damit herum geschlagen, ob ich es lesen soll. Eigentlich lese ich zu 80 % ...
Meine Meinung:
Das ist das knalligste Buch (farblich gesehen), das ich je in mein Regal einsortiert habe. Ich habe mich lange damit herum geschlagen, ob ich es lesen soll. Eigentlich lese ich zu 80 % Fantasy, ich mag aber auch Ausflüge in andere Genres. Ich kann hier nicht sagen, dass das Cover mich gecatched hat (obwohl es definitiv ein Hingucker ist). In diesem Fall hat mich der Klappentext überzeugt, er versprach eine ganze andere Art von Story.
Ich war von Anfang an in der Geschichte, ich wusste nicht wirklich, wie ich zu der Hauptperson June stehen sollte, wollte aber unbedingt wissen wie es weiter geht. Die Handlung ist eigentlich nicht komplex, jedoch schafft es die Autorin hier unglaublich gut, ein vielschichtiges Konstrukt zu erschaffen. Ich war so gefesselt, da sich June immer mehr in ein Netz aus Lügen, Paranoia und Angstzuständen verstrickt. Auch wenn den Lesenden von Anfang an klar ist, dass June Hayward die Geschichte stehlen wird, hätte sich die Protagonistin anders entwickeln können, als sie es getan hat. Sie hätte mehrfach die Möglichkeit gehabt, das Richtige zu tun und über sich hinaus zu wachsen und aus der Situation zu lernen, sie verhält sich für mich absolut falsch (ich werde nicht spoilern).
Die Geschichte stellt die Welt des Verlags- und Autorenwesen überspitzt dar. Das Buch möchte aufrütteln, mehr Gedankenanregungen zu Alltagsrassismus und Cancel Culture geben und so die Lesenden ein wenig aufrütteln. Welchen Gedankenstoß ich sehr interessant fand war die Debatte, wem es erlaubt ist, welche Geschichte zu erzählen. Im Gegenzug erfahren wir in Yellowface auch die tiefe Liebe der Protagonistin zum Schreiben und welche Magie Wörter und Bücher beinhalten können.
Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, obwohl es einige düstere Momente für die Hauptperson gibt, die viel vom Spannungsaufbau ausmachen.
Fazit:
Dieses Buch ist nicht für jeden Lesenden geeignet, jedoch für viele interessant, die sich mehr mit der Verlags- und Buchwelt beschäftigen möchten. Yellowface hatte für mich einige Längen und ich fand es am Ende nicht so spannend, wie ich es mir gewünscht hätte, jedoch war es ein gutes Buch für zwischendurch, über das ich noch eine Weile später nachgedacht habe.