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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2021

Ein Sci-Fi Roman, der zum Nachdenken anregt

Wilde Saat
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Ich habe mich tierisch auf dieses Werk gefreut, es klang für mich nach einer ganz anderen Geschichte und nach einer gewissen Neuinterpretation des Science-Fiction und Fantasy Genres. Ich fand die Idee ...

Ich habe mich tierisch auf dieses Werk gefreut, es klang für mich nach einer ganz anderen Geschichte und nach einer gewissen Neuinterpretation des Science-Fiction und Fantasy Genres. Ich fand die Idee mit Gestaltwandlern und Doro, der immer wieder Körper wechselt, um unsterblich zu bleiben so fesselnd!

Der Aspekt, der mich bei diesem Werk am meisten gefesselt hat, war O. E. Butlers Schreibstil! Diese Frau hat mit ihrem einzigartigen Stil eine tolle Geschichte geschaffen, die jedoch leider auch ein paar Schwächen aufweist.

Das Cover fand ich am Anfang ein wenig befremdlich, wer schon ein paar von meinen Rezensionen gelesen hat, der weiß, dass ich kein wirklicher Fan von Menschen auf Covern bin. Hier hatte mich wirklich der Klappentext überzeugt.

In diesem Buch geht es sehr viel um ethnische Fragen, Abstammung, Rasse oder auch Glaubensfragen. Doro hält so viele innere Monologe, wie ich sie schon lange nicht mehr bei einem Charakter erlebt habe. Auf der einen Seite steht Doro mit der Meinung, dass es vollkommen egal ist, ob ein Kind mit Behinderung in seinem Dorf zugrunde geht, da schon andere wieder unterwegs sind. Anyanwu spielt hier den exakten Gegenpart zu dieser Meinung.

Leider fand ich, dass dem Buch der Spannungsbogen gefehlt hat, den ich mir beim Lesen erhofft habe. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte auf einer Ebene stehen bleibt und auch die Charaktere keine große Entwicklung oder Veränderung durchmachen. Leider hatte ich am Ende der Geschichte noch einige Fragen, die offen geblieben sind.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich einmal mit ethnischen Fragen, gemischt mit Fantasy und Sci-Fi auseinander setzen möchte. Mich hat es nachdenken lassen und das war ein guter Effekt dieser Geschichte. Trotzdem muss ich zum Abschluss sagen, dass mir doch einiges bei der Handlung gefehlt hat und ich demnach nur 2,5 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 23.10.2021

Ein ganz andere Fantasy Roman, bei dem sich durchhalten lohnt.

Jonathan Strange & Mr. Norrell
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Ich hatte am Anfang richtig Bedenken vor dieser Seitenzahl. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dicke Bücher! Alles unter 400 Seiten ist kein Buch, sondern ein Flyer!
Trotzdem musste ich mich ein wenig ...

Ich hatte am Anfang richtig Bedenken vor dieser Seitenzahl. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dicke Bücher! Alles unter 400 Seiten ist kein Buch, sondern ein Flyer!
Trotzdem musste ich mich ein wenig überwinden, mit diesem dicken Schinken anzufangen aber es hat sich eindeutig gelohnt!
Der Leser wird in die Geschichte der Zauberer und Zauberergilden hineingeworfen, so wie ich es mag. Die Magier, die sich wöchentlich treffen, haben das zaubern verlernt, bis ein Zauberer ihnen beweisen möchte, dass die Magie weiterhin existiert.
Der Schreibstil hat mich zuerst etwas irritiert, da er sehr nüchtern klingt, fast schon analytisch. Dazu passen aber die ganzen Fußnoten, die man als Leser in dem Buch finden kann. Die Autorin beschreibt damit allerhand Nebeninformationen. Diese können oft interessant sein, manchmal aber auch den Lesefluss etwas stören. Trotzdem konnte ich mich schnell an den Stil gewöhnt und fand ihn auch sehr passend für die ganze Geschichte. Susanna Clarke beschreibt in diesem Buch eine ganz eigene Art der Magie in England.

Leider hat das Buch nur so von Beschreibungen gewimmelt. Daher sehe ich den Vergleich zu Tolkiens Herr der Ringe passend, da es mir dort genauso ging, dass mir die detailreichen Beschreibungen zu lang dauerten. Ich mag Beschreibungen der Orte, Gefühle etc., es gibt aber auch eine Grenze dabei (zumindest für mich). Irgendwann ertappe ich mich dabei, dass ich sehr lange Beschreibungen überfliege, weil mein Gehirn schon weiter lesen möchte. Dadurch hat sich die Geschichte an vielen Punkten ziemlich gezogen.

Wirklich toll fand ich die zwei Hauptcharaktere, die unterschiedlicher hätten nicht sein können. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, die Charaktere so ausgereift wie möglich erscheinen zu lassen und das ist ihr auch gelungen. Ich habe die Emotionen der Charaktere wirklich mitfühlen können!
Dieses Buch ist ein typischer Fall davon, dass es die Meinungen spaltet. Ich habe viele Rezensionen gesehen, die positiver aber auch negativer Natur waren und ich kann für mich nur sagen, dass es sich bei diesem Buch lohnt, Durchhaltevermögen zu beweisen! Es ist an manchen Stellen etwas eigenartig, das gebe ich zu, aber es hat mich auf jeden Fall glücklich gemacht und das sollten Magiegeschichten auch tun! Ich gebe diesem netten Buch 3,5 Sterne, da es mich erfreut hat, aber einige Dinge mich beim Lesen gestört haben und die Geschichte auf ein paar Hundert Seiten weniger hätte gekürzt werden können.

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Veröffentlicht am 27.08.2021

Eine tolle Fortsetzung, fast noch besser als der erste Band!

Kobaltkrone
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Juhuuuuuu! Die Nachttrinker-Reihe von Veronika Weinseis geht in die nächste Runde, und zwar mit: Kobaltkrone!
Endlich konnte ich Nereida, Anders, Atlar wieder sehen!
Das Erste, was ich zu Kobaltkrone ...

Juhuuuuuu! Die Nachttrinker-Reihe von Veronika Weinseis geht in die nächste Runde, und zwar mit: Kobaltkrone!
Endlich konnte ich Nereida, Anders, Atlar wieder sehen!
Das Erste, was ich zu Kobaltkrone zu sagen habe: das Buch ist GRANDIOS! Ich habe gehofft, dass es genauso gut wie Lichttrinker werden würde, aber ich fand diesen Teil sogar noch besser! Und dieses Cover ist doch mal wieder ein Traum oder?
Veronikas Schreibstil ist einmalig und besonders. Ich habe mich im zweiten Teil besser zurecht gefunden, als bei Lichttrinker, da ich die Welt und die zahlreichen Charaktere schon kannte.
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Der Spannungsbogen spannt sich bis zum Ende, die Ereignisse überschlagen sich und ich kam kaum noch hinterher. Als dann DAS Ereignis kam (die die es gelesen haben, wissen, wovon ich rede!) war ich mit meinen Emotionen vollkommen am Ende!
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Meiner Meinung nach hat sich Veronika mit Kobaltkrone noch gesteigert, was ihren Schreibstil, die Charakterentwicklung und die Schaffung von Spannung angeht.
Von mir gibt es satte 5 Sterne!
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Ich würde jetzt gern sofort Band 3 lesen!

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Veröffentlicht am 02.07.2021

Am Anfang etwas schwierig, aber toll

Elfenkrone
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MEINE MEINUNG:

Bei kaum einer anderen Fantasy Trilogie gehen die verschiedenen Meinungen so auseinander, wie hier. Ich war unheimlich neugierig, nicht zuletzt auch weil der englische Titel „the cruel ...

MEINE MEINUNG:

Bei kaum einer anderen Fantasy Trilogie gehen die verschiedenen Meinungen so auseinander, wie hier. Ich war unheimlich neugierig, nicht zuletzt auch weil der englische Titel „the cruel prince“ lautet und ich mich gefragt habe, ob der cruel prince wirklich im Buch so grausam dargestellt wird.

Die Idee mit der Entführung von Jude und ihren Schwestern fand ich von Anfang an sehr interessant.

Jude war mir auch sofort sympathisch. Ich mag es sehr, wenn die weiblichen Hauptcharaktere nicht die schönen Püppchen sind, die über keinerlei Charakter verfügen. Kurz gesagt war mit Jude von Anfang an sympathischer als ihre Zwillingsschwester Taryn. Diese war nämlich der Meinung, dass sich Jude fügen muss, damit die Sticheleien des bösen Prinzen aufhören. Ich mag die Vorstellung, dass Jude sich in der Kampfkunst von ihrem Ziehvater Madoc schulen lassen möchte, um bei den Elfen in den Ritterstand einzutreten.

Neben Jude und ihren Schwestern gibt es noch einige andere interessante Charaktere in dieser Geschichte. Vor allem Cardan und Geist fand ich super. Cardan ist böse, das ist klar, aber es war auch klar, dass hinter seiner arroganten Fassade noch ein trauriger Hintergrund steckt. Seinen Freund Valerian fand ich hingegen einfach nur nervig und widerlich.

Ich finde, dass der Anfang des Buches ein wenig schleppend verlief und mir wurde noch nicht wirklich klar, was das Ziel, beziehungsweise die Grundhandlung eigentlich sein sollte. Dies hatte sich dann aber gewandelt und es wurde zum Ende hin richtig spannend und es kamen Wendungen, die habe ich nicht kommen sehen. Die letzten 100 Seiten haben mich sprachlos gemacht, zumal auch Jude eine wahnsinnige Steigerung durchgemacht hat, die ich erstmal mental verarbeiten musste. Zumal es da zwischen Cardan und Jude auch einen Moment gab (ich werde nichts weiter sagen hihihi)

An den Schreibstil von Holly Black musste ich mich erst einmal gewöhnen. Ich mag Bücher eigentlich gar nicht, die im Präsenz verfasst sind (ich weiß. dass das Meckern auf hohem Niveau ist). In dem Sinne hat sie mich positiv überrascht, da ich es beim Lesen total vergessen habe, dass es im Präsenz geschrieben ist. Was am Anfang etwas schleppend anfühlte, hat sich zum Ende hin gewandelt und das fand ich super.

FAZIT:

Es ist ein sehr angenehmer Auftakt zu einer Fantasy Trilogie, die es wert zu verfolgen ist. Am Anfang kam mir die Art der Geschichte etwas jung vor, das hat mich aber im weiteren Verlauf nicht mehr gestört. Ich werde die anderen zwei Teile auf jeden Fall lesen und bin richtig gespannt, wie es mit Jude und Cardan weiter geht!

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Veröffentlicht am 02.07.2021

Eine schöne Geschichte!

Es war einmal ein blauer Planet
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MEINE MEINUNG:

Ich habe zuvor noch kein anderes Buch von François Lelord gelesen und war sehr gespannt, wie er diese Geschichte umsetzen würde. Ich war gespannt, wie die fortgeschrittene Kolonie auf dem ...

MEINE MEINUNG:

Ich habe zuvor noch kein anderes Buch von François Lelord gelesen und war sehr gespannt, wie er diese Geschichte umsetzen würde. Ich war gespannt, wie die fortgeschrittene Kolonie auf dem Mars es schaffen würde, wieder auf die Erde zurück zu kehren und die Fehler aus früheren Zeiten nie wieder zu begehen.

Robin war mir von Anfang an sympathisch. Er ist in der Mars Kolonie ein „Neutrum“, das bedeutet, dass er für niedere Arbeiten eingesetzt wird. Nichtsdestotrotz ist er sprachlich sehr begabt und hat einen Sinn für soziale Interaktion mit Menschen. So wurde er von Athena, der künstlichen Intelligenz der Mars-Kolonie für diese Mission ausgewählt.

Robin landet auf der Erde in der Nähe einer Insel, auf der ein einsames Volk in Frieden zusammen lebt. Bei Ihnen gibt es keine Arbeit, keine festen Partnerschaften, dafür aber Glück in seiner reinsten Form. Robin fühlt sich wohl von den Menschen auf der Insel zu lernen und sie lernen auch von ihm.

Wochen später setzt er zu einer anderen Insel über und stellt fest, dass dort ein patriarchisches Klassensytem vorherrscht. Robin stellt für sich fest, dass der Mensch am glücklichsten ist, wenn er seinen Weg selbst bestreitet und nicht in Systeme gezwungen wird. Das Cover des Buches ist wunderschön, ich habe mich direkt in die Darstellung verliebt. Die zerbrechliche Verbindung, die der mensch mit der Erde aufrecht zu erhalten versucht, ist hier schon super dargestellt. Auch der Buchschnitt ist in der ersten Auflage blau und erinnert an die Oberfläche des Mondes oder des Mars. Einfach wunderschön.

François Lelord hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Die Mischung aus märchenhafter Erzählung und wichtigen Themen des menschlichen Darseins ist außergewöhnlich. Auch finde ich sehr interessant, dass es in dem Buch keine Kapitel gibt. Gedankenabschnitte werden durch kleine Sterne unterteilt. Auch ist es im Präsenz verfasst, um die Illusion der Gegenwart in die Geschichte zu bringen. Es gibt auch relativ wenig Dialoge, eher begleitet man Robin als Leser sehr viel bei seinen inneren Dialogen und Gedanken.

FAZIT:

François Lelord hat eine wichtige Geschichte über den Verbleib der Menschheit und die Erhaltung der Erde verfasst. Auch, wenn dieser Roman kein typisches Jugendbuch ist, finde ich es sehr wichtig, diese Themen an die Jugendlichen heranzuführen. Ich würde diese Geschichte jedem Alter empfehlen, zumal es auch klasse wäre, dieses Buch im Unterricht zu lesen, um den Jugendlichen eine besonnene Sicht auf unsere Welt zu geben. Ich habe die Geschichte um Robin sehr gemocht. Es ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und den Leser sprachlos zurück lässt.

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