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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2019

Gefühlvoller und berührender Frauenroman

Schicksalssommer
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Zehn Jahre ist es her, dass Reginas kleiner Sohn den Plötzlichen Kindstod erlitten hat. Regina und ihr Mann haben dies nicht wirklich verkraftet und so kam es zur 2 Jahre später zur Scheidung. Seitdem ...

Zehn Jahre ist es her, dass Reginas kleiner Sohn den Plötzlichen Kindstod erlitten hat. Regina und ihr Mann haben dies nicht wirklich verkraftet und so kam es zur 2 Jahre später zur Scheidung. Seitdem lebt die Bibliothekarin alleine und hat dies nie so richtig verarbeitet. Ins Nachbarhaus zieht nun der verwitwete Architekt Benjamin mit seinem zehnjährigen Sohn ein. Ist es ein Wink des Schicksals, dass der Junge so heißt wie Reginas verstorbenes Baby?

In kurzen Kapiteln schreibt Autorin Nelly Fehrenbach über das Schicksal und das Leben von Regina und Benjamin. Abwechselnd wird aus der Sicht dieser beiden Hauptprotagonisten berichtet. In kurzen prägnanten Sätzen geschrieben, lässt sich das Buch sehr gut lesen. Auch wenn eine zarte Liebesgeschichte enthalten ist, so geht es in dem Roman doch um sehr viel mehr. Es geht um Verlust, Trauer und Vergangenheitsbewältigung. Auch die Angst spielt eine große Rolle. Aber andererseits geht es auch um Hoffnung und Vertrauen.
Der Schreibstil ist wirklich wunderbar zu lesen. Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und mischt aber immer auch eine kleine Prise Humor bei. Manche Szenen hätten für meinen Geschmack noch ein wenig mehr ausgearbeitet werden können.

Das Ende war für mich schön und schlüssig, allerdings auch etwas vorhersehbar. Alles in allem ein sehr schöner Frauenroman voller Gefühl und Emotionen. Ich vergebe 4 Sterne mit Tendenz nach oben und kann den Roman allen die gerne berührende und gefühlvolle Frauenromane lesen sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 29.10.2019

Sehr berührendes Buch, welches ich absolut empfehlen kann

Die Sterne über Venedig
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Der Plot dieses Buches spielt in zwei Handlungssträngen in zwei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen wird die Geschichte von der alleinerziehenden Nicola und ihrer Tochter Lotta erzählt. Dieser Strang spielt ...

Der Plot dieses Buches spielt in zwei Handlungssträngen in zwei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen wird die Geschichte von der alleinerziehenden Nicola und ihrer Tochter Lotta erzählt. Dieser Strang spielt in der Gegenwart. Leider hat Nicola den Kontakt zu ihrer Schwester Caterina weitgehend verloren, ohne zu wissen, warum ihre Schwester keinen Kontakt mehr zu ihr möchte. Die beiden werden nach Venedig zur Großmutter gerufen, da diese gesundheitliche Probleme hat. Ob sie sich dabei wieder einander annähern können?
Der zweite Handlungsstrang spielt zu Kriegszeiten und handelt von der Jugendzeit der Großmutter. Die nonna erzählt aus ihrem Leben und was ihr während des Kriegs widerfahren ist.

Ich mag den Schreibstil und die Bücher von Anja Saskia Beyer sehr und habe fast alle ihre Bücher mit Begeisterung gelesen. Hier hat sie sich aber wirklich selbst übertroffen und ein absolut tolles Buch geschrieben. Sie hat den zweiten Weltkrieg und die Judenverfolgung eindrucksvoll eingebaut und ein Stück Geschichte lebendig werden lassen. Dadurch hat das Buch enorm viel Tiefgang. Zugleich hat die Autorin auch noch ein gutes Stück Spannung und eine kleine Portion Romantik und Liebe eingebaut. Also wirklich ein tolles Gesamtpaket!
Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen.
Die Protagonisten kommen sehr authentisch beim Lesen an und ich habe mit ihnen mitgezittert, mitgelacht und mitgeweint. Große Teile des Buches haben mich wirklich sehr stark berührt.
Auch die eingebundenen Familiengeschichten fand ich sehr interessant und auch hier gab es eine Verknüpfung zwischen den beiden Handlungssträngen.

Fazit: Ein Buch welches richtig unter die Haut geht und welches zum Nachdenken anregt. Es steckt voller Emotionen und ist sehr berührend. Außerdem zeigt es auch, dass Geschichte richtig lebendig geschildert werden kann. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 29.10.2019

solider Krimi, der ohne Gewalt, Brutalität und Blutvergießen auskommt

Wisting und der Tag der Vermissten
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Es gibt bereits einige Vorgängerbände um Kommissar William Wisting. Für mich war dies die erste Bekanntschaft mit ihm. Zugleich ist dieser Band der Start einer neuen Cold-Case-Serie.

Ganz kurz zum Inhalt: ...

Es gibt bereits einige Vorgängerbände um Kommissar William Wisting. Für mich war dies die erste Bekanntschaft mit ihm. Zugleich ist dieser Band der Start einer neuen Cold-Case-Serie.

Ganz kurz zum Inhalt: Es geht um einen Fall einer vermissten Frau, der 24 Jahre zurück liegt. Die Leiche der Frau wurde nie gefunden. Und wie jedes Jahr nimmt sich am Jahrestag des Verschwindens Wisting die alten Akten vor…

Das Buch liest sich sehr gut und spannend. Die 447 Seiten sind in 88 Kapitel aufgeteilt, die durchweg eine angenehme Länge haben und nicht allzu lang sind.
Bei den einzelnen Kapiteln wechselt immer wieder die Sichtweise der Protagonisten. Dies hat mir auch sehr gut gefallen.

Es kommt sehr schnell eine leichte Spannung auf, die konstant anhält und dann gegen Ende nochmal deutlich gesteigert wird. Das Ende war für mich keine richtige Überraschung, sondern ich habe eigentlich mit dieser Auflösung doch schon relativ früh gerechnet. Aber trotzdem ist das Buch für mich bis zum Ende spannend geblieben.

Trotz der Dicke des Buches liest sich der Krimi sehr gut und zugleich auch unterhaltsam. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Autor einen guten Spannungsbogen aufbauen konnte, obwohl er auf Gewalt, Brutalität und Blutvergießen komplett verzichtet hat.

Schön fand ich es auch, dass nicht nur über die Ermittlungen berichtet wird, sondern auch ein wenig über das Privatleben der Protagonisten erzählt wird. Außerdem bekommt man durch Line auch einen kleinen Einblick in die Pressearbeit.

Alles in allem ein empfehlenswerter und solider Krimi, der durchaus Lust auf die Folgebände geweckt hat. Ich vergebe dafür 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 24.10.2019

spannend und zugleich unterhaltsam! absolute Leseempfehlung!

Schonungslos offen
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Auf den Inhalt möchte ich nicht wirklich eingehen. Man gerät sonst in Gefahr zu viel zu verraten.

Dieser Kriminalroman spielt in 2 Erzählebenen. Es wechselt ein Erzählstrang aus Sicht der Ermittler ständig ...

Auf den Inhalt möchte ich nicht wirklich eingehen. Man gerät sonst in Gefahr zu viel zu verraten.

Dieser Kriminalroman spielt in 2 Erzählebenen. Es wechselt ein Erzählstrang aus Sicht der Ermittler ständig ab mit den Tagebucheinträgen des Täters. Und ich finde dieser Perspektivwechsel ist der Autorin Irene Matt unheimlich gut gelungen. Mir ging es so, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Es kommt recht schnell Spannung auf, die sich dann zum Ende hin immer mehr steigert, bis hin zu einem tollen Finale.

Das Buch liest sich gleichermaßen spannend und unterhaltsam zugleich. Irene Matt mischt immer wieder eine dezente Prise Humor bei, die einem trotz allem Schaudern und Zittern auch wieder zum Schmunzeln bringt.

Besonders schön fand ich auch die Darstellung der Ermittler. Sie sind keine „Übermenschen“ sondern kommen sehr realistisch und authentisch an. Zwischendurch hätte ich Hauptprotagonistin Alexandra am liebsten immer mal wieder auf die Sprünge geholfen. Aber ich denke in ihrer Situation wäre es den meisten Menschen so ergangen. Also ist alles sehr realistisch und echt. Schön fand ich es auch, dass man ein wenig aus ihrem Privatleben erfährt.

Tja die Tagebucheinträge stehen dazu ein wenig im Gegensatz. Sie ließen mich immer erschaudern und erzittern und haben beim Lesen in tiefste menschliche Abgründe geführt.

Eigentlich ist es ein Kriminalroman, aber für mich ist es sogar eher schon eine Mischung zwischen Krimi, Thriller und Psychothriller. Mit Raffinesse hat die Autorin ganz viel psychologische Spannung eingebaut. Es war nicht mein erstes Buch von Irene Matt. Aber ich finde, dass sie sich von Krimi zu Krimi steigert. Es gibt bereits Vorgängerbände um dieses Ermittlerduo, aber da alle Bände in sich abgeschlossen sind, benötigt man keinerlei Vorkenntnisse.

Für mich ist dies wirklich ein tolles Buch, welches in gebundener Form mit Lesebändchen erschienen ist und optisch wirklich etwas hergibt. Ein absolut gelungenes Gesamtpaket für ein tolles Lesevergnügen!

Veröffentlicht am 20.10.2019

Vom Plot her gut, aber vom Schreibstil her zu ausschweifend!

Der Verein der Linkshänder
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Inhalt:

Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti ermitteln hier. Wobei Van Veeteren mit seinen 75 Jahren eigentlich bereits im Ruhestand ist. Bei seiner Geburtstagsfeier taucht sein ehemaliger ...

Inhalt:

Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti ermitteln hier. Wobei Van Veeteren mit seinen 75 Jahren eigentlich bereits im Ruhestand ist. Bei seiner Geburtstagsfeier taucht sein ehemaliger Kollege auf und berichtet von diesem Fall und es lässt Van Veeteren keine Ruhe. Es geht um einen Fall, der sich vor vielen Jahren abgespielt hat und der vermeintliche Mörder wird nun als Leiche gefunden.



Meine Meinung:

Für mich war dies der erste Band um Kommissar van Veeteren. Ich muss gestehen, so richtig begeistern konnte er mich nicht. Es handelt sich hier durchaus um ein spannendes Buch mit einem geschickt gemachten Plot. Aber trotzdem konnte es mich nicht so wirklich fesseln.

Die mehr als 600 Seiten hatten für mich viele Längen, so dass das Buch etwas langatmig auf mich gewirkt hat. Desweiteren ist der Schreibstil doch sehr ausschweifend und Nebensächlichkeiten werden ziemlich ausgeschmückt. Es gibt auch immer wieder kleine philosophische Betrachtungen. Der leichte Humor Hakan Nessers, der zwischendurch immer wieder durchgeblitzt ist, hat mir sehr viel besser gefallen als diese philosophischen Einschübe.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge in drei unterschiedlichen Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln. Auch die Sichtweise der Protagonisten wechselt zwischendurch. Obwohl alles immer mit Zeit- und Ortsangabe übertitelt ist, so war es meiner Meinung nach doch etwas zäh zu lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir leichter gefallen wäre, wenn ich die Vorgängerbände gelesen hätte.

Aus den genannten Gründen vergebe ich für dieses Buch trotz des guten Plots 3,5 Sterne.