Brooklyn
Der andere ArthurDer 58jährige Arthur Opp hat sein Haus in Brooklyn seit Jahren nicht verlassen. Schon immer hat er gerne gegessen mal aus Lust eher aber aus Frust. Inzwischen wiegt er über 250 Kilo und ist kaum noch in ...
Der 58jährige Arthur Opp hat sein Haus in Brooklyn seit Jahren nicht verlassen. Schon immer hat er gerne gegessen mal aus Lust eher aber aus Frust. Inzwischen wiegt er über 250 Kilo und ist kaum noch in der Lage, sich zu bewegen. Da erhält er einen Anruf von einer ehemaligen Studentin. Charlene Turner war es die sich ewig nicht gemeldet hat und jetzt nimmt sie den Kontakt wieder auf? Zwar freut sich Arthur, aber er wird auch nervös. Er hat sich doch sehr verändert. Der 17jährige Kel braucht Hilfe, um seinen Schulabschluss zu machen. Und er will Baseballprofi werden.
Zwei Menschen, die wohl als Außenseiter angesehen werden können. Arthur Opp, der einstige Professor, hat sich von der Welt zurückgezogen. Soll er wieder auf die Menschen zugehen? Wie werden sie auf ihn und sein Äußeres reagieren? Der junge Kel hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Er spielt sehr gut Baseball, ist aber kein besonders guter Schüler. Alles wird überschattet von der Sorge um seine Mutter, die schon seit langem nicht mehr gesund ist. Alles wird besser werden, wenn er seinen Profi-Vertrag hat. Das jedenfalls ist seine Hoffnung. Auf welchem Weg werden Arthur und Kel zueinander finden, wenn es überhaupt zu einem Treffen kommt.
Im Original erschien der Roman bereits im Jahr 2012 erschienen. In manchen Momenten merkt man das auch. Doch insgesamt ist die Handlung so zeitlos, dass das Erscheinungsdatum nicht relevant ist. Arthur und Kel sind auf ihre Art alleine. Arthur hat sich selbst zurückgezogen. Bei Kel scheint es so als sei es eher der Schulwechsel gewesen. Die Handlung des Romans deprimiert allerdings nicht, denn die beiden Hauptpersonen sehen die Möglichkeit des Resignierens, doch sie resignieren nicht. Aus Kleinigkeiten versuchen sie; Mut zu schöpfen. Auch wenn sie einem beim Lesen erst nach und nach sympathisch werden, so hofft man doch für Beide, dass sie eine gemeinsame Basis finden. Familie hat man und man hat sie sich nicht ausgesucht. Freunde findet man und vielleicht können sie manchmal auch eine Art Familie sein. Ein lesenswertes Debüt, dass Interesse an den weiteren Werken weckt.