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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2022

Für "Zwischendurch" ganz okay

Mord auf Westfälisch
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Darum geht es:
Jan Oldinghaus, Kriminalkommissar bei der Kripo Bielefeld, traut seinen Augen und Ohren nicht. Sein Bruder hat seinen Erbteil am elterlichen Hof verkauft. Ausgerechnet an den „Wurstbaron“ ...

Darum geht es:
Jan Oldinghaus, Kriminalkommissar bei der Kripo Bielefeld, traut seinen Augen und Ohren nicht. Sein Bruder hat seinen Erbteil am elterlichen Hof verkauft. Ausgerechnet an den „Wurstbaron“ Hagen Piepenbrock. Was der mit seinem neu erworbenen Anteil vor hat, weiß Jan noch nicht genau. Aber das soll auch erst einmal seine kleinste Sorge bleiben. Hat er es doch vorerst mit einem kaltblütigen Mord zu tun. Ein junger Mann wird eiskalt vor seiner Wohnungstür erschossen. Doch damit nicht genug. Zeitgleich wird die Geschäftsführerin einer bekannten Modekette vor einem In-Lokal ermordet. Ebenso bestialisch erschossen. Hängen die beiden Fälle etwas zusammen? Kannten sich die Opfer? Jan und seine Kollegen stehen zunächst vor einem Rätsel. Doch dann stellt sich heraus, dass die Fäden zu beiden Fällen in der Wurstfabrik von Jans neuem Teilhaber zusammenlaufen. Doch die genauen Zusammenhänge zu ermitteln, kostet die Kommissare etliches an Ermittlungsarbeit.

Meine Meinung:
Ein Krimi, der gleich zu Anfang sehr spannend loslegt. Dann allerdings flacht es mit der Spannung schnell ab und die Handlung plätschert etwas vor sich hin. Zwischendurch gibt es dann wieder etwas Spannung, die aber genauso schnell wieder verfliegt, wie sie aufgetaucht ist. Die Geschichte besteht hauptsächlich aus „ganz normaler“ (und weniger spannender) Ermittlungsarbeit.

Die Charaktere sind eher oberflächlich gezeichnet. Auch die Handlungsort werden zwar erwähnt, aber nicht weiter beschrieben. Ebenso fehlt es diesem Krimi an Lokalkolorit. Der Titel „Mord auf westfälisch“ hat nichts mit der Handlung zu tun. Dieses Buch hätte genau so in einem x-beliebigen Land oder Bundesland spielen können. Es gibt in diesem Buch nichts, was „typisch westfälisch“ ist. Weder die Sprache noch irgendwelche Eigenarten der Handelnden, was wirklich schade ist. Verspricht man sich bei dem Titel doch mehr.

Der Schreibstil ist okay. Es lässt sich alles gut und angenehm lesen. Man kommt zügig voran. Das 237 Seiten lange Buch ist in viele kurze (max. 10 Seiten lange) Kapitel unterteilt. So kann man sowohl in einem Rutsch aber auch in mehreren Abschnitten lesen.

Mein Fazit:
Ich habe schon weitaus spannendere Krimis mit mehr Lokalkolorit gelesen. Mich hat die Geschichte nicht so fesseln können, wie ich es mir gewünscht und erhofft hatte. Daher von mir 3 Sterne.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2022

Alpenidylle ... von wegen!

Gefährliche Treue. Lorenz Lovis ermittelt
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Darum geht es:
Lorenz Lovis , Ex-Polizist, Privatdetektiv und Bauer freut sich auf ein paar freie und vor allem ruhige Tage auf der Alm seines verstorbenen Onkels. Doch weit her ist es mit der Ruhe und ...

Darum geht es:
Lorenz Lovis , Ex-Polizist, Privatdetektiv und Bauer freut sich auf ein paar freie und vor allem ruhige Tage auf der Alm seines verstorbenen Onkels. Doch weit her ist es mit der Ruhe und vor allem mit der Freizeit nicht. Denn oben in den Wäldern schleicht ein Pilzräuber herum. Den gilt es zu finden. Unterstützt wird Lorenz von Iwan, Erik und Matthias. Die Jungs sollen ein paar Tage ohne Handy auszukommen. Doch schon kurz nach Lorenz Ankunft auf der Alm, wird die Stoaner Thres erschlagen aufgefunden. Ausgerechnet von ihrer Schwester Burgi. Lorenz Ex-Kollege und Freund nimmt Much, den Ehemann von Thres, fest. Doch Lorenz glaubt nicht an seine Schuld. Schon viel eher verdächtigt er den Pilzräuber. Denn der Much, der hat seine Thres geliebt. Der kann doch nicht ihr Mörder sein. Oder doch? Und so muss Lorenz wohl oder übel auf eigene Faust ermitteln. Doch wo soll er anfangen? Wer hätte ein Motiv? Wer weiß etwas darüber? Jörgl, der alte Senner? Oder vielleicht der Italiener auf der Hütte „nebenan“? Lorenz Lovis steht vor einem Rätsel. Zu allem Überfluss scheint Burgi, die Schwester der Toten, mannstoll zu sein und sich ausgerechnet Lorenz für ihre Flirtereien und Annäherungsversuche ausgesucht zu haben. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Wie kommt Lorenz nur da wieder raus?

Meine Meinung:
Schon das Erscheinungsbild der Buches macht Lust auf’s Lesen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte und ist recht düster gehalten. Der Buchschnitt hingegen kommt in frischem und leuchtenden orange daher. Eine tolle Kombination, die ins Auge sticht.

Die Geschichte ist toll und spannend geschrieben. Alle Charaktere sind hervorragend gezeichnet. Man hat hier sofort von jedem ein Bild vor Augen. Man kann sich super in jede Person hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Auch die Handlungsort sind toll beschrieben. Hier ist man mittendrin statt nur dabei.

Bei diesem Buch kann man herrlich mitraten, mitleiden, sich seine eigenen Gedanken machen. So macht Krimi lesen wirklich Spaß.

„Gefährliche Treue“ ist der inzwischen dritte Fall für Lorenz Lovis. Dieses Buch lässt sich aber ohne Probleme auch als Einzelband lesen. Man hat keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzufinden und dieser zu folgen.

Das 312 Seiten lange Buch ist mehrere Kapitel (in diesem Fall Wochentage) unterteilt. So kann man bequem in einem Rutsch, aber auch in mehreren Abschnitten unterteilt lesen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich sehr angenehm lesen und man kommt zügig voran.

Da die Geschichte in Südtirol spielt, werden ein paar Sätze (Unterhaltung der Polizisten usw.) auf italienisch geschrieben. Diese werden aber sofort mit einem kurzen, erklärenden Nebensatz übersetzt. Auch hier gibt es keinerlei Verständnisschwierigkeiten.

Als besonderes „Schmankerl“ gibt es am Ende des Buches die Rezepte zu den in Buch erwähnten Gerichten. So kann man nachlesen oder auch nachkochen, was im Buch gegessen wurde. Eine tolle Idee.

Mein Fazit:
So macht Krimi lesen Spaß. Ich möchte mehr von Lorenz Lovis lesen und kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Von mir gibt es die volle Punktzahl. 5 Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2022

Nicht so spannend wie der erste Teil

Die Leere der Nacht
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Darum geht es:
Gerwald Arentz bekommt einen Brief. Von seinem Bekannten Ignaz. An und für sich nichts Außergewöhnliches. Aber Gerwald weilt seit geraumer Zeit nicht mehr unter den Lebenden. So öffnet Elias, ...

Darum geht es:
Gerwald Arentz bekommt einen Brief. Von seinem Bekannten Ignaz. An und für sich nichts Außergewöhnliches. Aber Gerwald weilt seit geraumer Zeit nicht mehr unter den Lebenden. So öffnet Elias, der frühere Leibwächter von Gerwald, den Brief. Ignaz bittet um Hilfe in einem brisanten Fall. Elias, der Gerwalds Vermächtnis angetreten hat, entschließt sich, ihm zu helfen. Mit im Boot sind Alina Grimm, eine ehemalige Polizistin und Lennart, ein ehemaliger Schulkollege von Alina und Ex-Kleinkrimineller. Doch als sie Kontakt mit Ignaz aufnehmen wollen, müssen sie feststellen, dass Ignaz nicht mehr lebt. Ganz offensichtlich wurde er ermordet. Doch warum? Was hat er herausgefunden, dass er dafür getötet wurde? Kurz darauf detoniert eine Autobombe in der Nähe einer Bushaltestelle. Es gibt drei Tote. Den Fahrer des Wagens, dessen Begleitung und eine scheinbar unbeteiligte Frau, die gerade den Bus verlassen hatte. Schnell stellen die drei fest, dass der Anschlag der Frau gegolten haben muss. Und damit geraten sie immer tiefer in die kriminellen Machenschaften eines ausländischen Konsortiums gegen eine Umweltschutz-Organisation bzw. deren Teilhaber. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn irgendjemand hat es auf diese Teilhaber abgesehen. Wird es Elias, Alina und Lennart gelingen, dem dubiosen und tödlichen Treiben ein Ende zu setzen?

Meine Meinung:
„Die Leere der Nacht“ ist der zweite Fall um Alina und Elias. Für den Einstieg in die Geschichte sind Kenntnisse aus dem ersten Band nicht unbedingt erforderlich. Es erleichtert aber an der ein oder anderen Stelle den Durchblick. Die Charaktere sind auch in diesem Band gut gezeichnet. Man kann sich zu jedem gut ein Bild machen. Auch die Handlungsorte sind gut beschrieben.

Der Schreibstil an sich ist leicht und flüssig. Einzig, dass immer wieder ganze Zeilen völlig ohne Leerschritte in dem Buch abgedruckt sind, trübt das Lesevergnügen doch ein wenig. Dadurch wird der Lesefluss komplett ausgebremst. Das ist wirklich ärgerlich.

Das 296 Seiten lange Buch ist in 15 Kapitel unterteilt. So kann man es auch bequem in mehreren Abschnitten lesen.

Mein Fazit:
Zwar nicht so spannend wie der erste Teil, aber eine tolle Fortsetzung. Ich habe das Buch gemocht und würde auch einen weiteren Teil lesen wollen. Ich vergebe hier eine Leseempfehlung mit 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Furchtbar. Ich habe das Buch abgebrochen

Das dunkle Flüstern der Schneeflocken
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Was bitte ist das denn für ein Buch?
Ich habe jetzt 133 Seiten gelesen und ich habe keiner Ahnung, was uns die Autorin mit diesem Text sagen will! Fürchterlich.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt. ...

Was bitte ist das denn für ein Buch?
Ich habe jetzt 133 Seiten gelesen und ich habe keiner Ahnung, was uns die Autorin mit diesem Text sagen will! Fürchterlich.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt.
Einmal aus der Perspektive von Hannah, die nach dem Tod der Mutter von London zu ihrem Vater und deren neuer Familie nach Island zieht. Dort soll sie zur Strafe, weil sie bei ihrer Schule rausgeflogen ist ein Praktikum als Journalistin machen.

Dann haben wir die Influencerin Imogen, die – außer ihre Karriere in den Social Media – noch einen Job bei einer Marketing-Firma hat.

Auf den ersten 130 Seiten geht es NUR um diese beiden Themen. Journalismus und Marketing-Job/Influencer. Am Anfang (oder soll es das Ende sein?) eines jeden Kapitels steht Foto: (das und das ist darauf zu sehen)
Filter: der Filter mit dem das Bild wohl bearbeitet wurde
die tatsächlich Bildunterschift
Was eigentlich dort hätte stehen sollen

Was soll sowas?
Damit zieht man seine Leser ganz sicher nicht in seinen Bann. Im Gegenteilt.
Das ist tödlich langweilig.
Ich habe dem Buch über 130 Seiten die Chance gegen, auch nur halbwegs interessant zu werden. Leider Fehlanzeige.

Es passiert mir wahrlich nicht oft, aber: Ich breche das Buch hier ab!
Von mir gibt es keinerlei Leseempfehlung für so einen Schwachsinn. Sorry.

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Nicht unbedingt ein Page-Turner

Blut und Blüten
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Darum geht es:
Es ist „zwischen den Jahren“ als Kommissar Leo Reisinger von einem Familienbesuch zurück nach Dresden fährt. Unterwegs fällt ihm ein dunkler Wagen auf, der ihn scheinbar verfolgt. Diesem ...

Darum geht es:
Es ist „zwischen den Jahren“ als Kommissar Leo Reisinger von einem Familienbesuch zurück nach Dresden fährt. Unterwegs fällt ihm ein dunkler Wagen auf, der ihn scheinbar verfolgt. Diesem Wagen soll er noch ein paar Mal begegnen. Nämlich bei seinen Ermittlungen, die direkt nach seiner Ankunft in Dresden auf ihn warten. Dort wurde nämlich ein Papiertransport überfallen. Das hochbrisante: Der Transporter hatte kein normales Papier an Bord, sondern Notenpapier (also Papier, auf dem Geld gedruckt wird). Mehrere Paletten werden dieses Papieres werden am verstreut am Straßenrand gefunden. Von dem Transporter, dem Begleitfahrzeug und ihren Fahrern fehlt aber jede Spur. Stecken die mit drin? Dann gibt es auch noch ein Erpresserschreiben, für einen der bei der Papierfabrik Beschäftigten. Doch wie kann das sein? Der sollte doch für 3 Monate in Japan sein. Hängen die beiden Fälle etwa zusammen? Werden die Kommissare Licht ins Dunkel bringen können?

Bei ihren Ermittlungen müssen die Kommissare Sandra Krause und Leo Reisinger in einer SOKO mit dem LKA zusammenarbeiten. Das führt immer wieder zu Spannungen. Und so ermitteln die beiden Kommissare teilweise im Alleingang. Dabei stoßen sie immer wieder auf die Familie Howald (Opa Erwin, Vater Walter und die Söhne Dirk und Ingo), die mit ihrem Holzbetrieb finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen. Die Vier haben es faustdick hinter den Ohren und so kreuzen sie wieder und wieder die Wege und Ermittlungen der Kommissare. Was haben die bloß mit der Sache zu schaffen?

Meine Meinung:
Mit hat dieses Buch semi-gut gefallen. Die Charaktere und auch die Handlungsorte waren gut gezeichnet. Man konnte sich alles gut vorstellen. Allerdings zog es sich für mich an einigen Stellen doch sehr in die Länge und ich habe es nur noch „quergelesen“. Mit der Spannung war es so ein Auf und Ab. Es ging spannend los, dann flachte es ab. Dann nahm es wieder Fahrt auf man dachte: Ja, jetzt wird das was, dann war es mit der Spannung aber auch schon wieder zu Ende und es plätscherte wieder so dahin.

„Blut und Blüten“ ist der 6. Band aus der Reihe „Dresdner“ Kriminal“ von Thea Lehmann. Man kann diesen Band aber auch gut als Einzelband lesen. Kenntnisse aus den Vorgängerbänden sind nicht unbedingt erforderlich.

Das 304 Seiten lange Buch ist in 39 Kapitel unterteilt. So kann man es gut auch mal aus der Hand legen und in mehreren Etappen lesen.

Der Schreibstil ist okay. Man kann es problemlos lesen und verstehen.

Mein Fazit:
Nicht unbedingt ein Page-Turner, aber auch nicht ganz schlecht. Ich vergebe hier 3 Sterne.

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