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witchqueen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2020

Ein ungewöhnliches Ermittler-Duo löst einen ungewöhnlichen Fall

Das schwarze Schaf
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Darum geht es:

Auf dem Hof Baskeltorp ist Hofhund „Gutti“ am Morgen plötzlich spurlos verschwunden. Das kommt Detektiv-Schaf Texel doch recht komisch vor. War doch am Abend vorher noch alles wie immer. ...

Darum geht es:

Auf dem Hof Baskeltorp ist Hofhund „Gutti“ am Morgen plötzlich spurlos verschwunden. Das kommt Detektiv-Schaf Texel doch recht komisch vor. War doch am Abend vorher noch alles wie immer. Wo kann Gutti nur sein? Das will Texel herausfinden. Bei seinen ersten Recherchen trifft es den Maulwurf Dr. W. Winnewurp. Der schließt sich Texel an und sie ermitteln gemeinsam. Die Tiere des Hofes werden befragt. Wer hatte einen Grund, Gutti verschwinden zu lassen? Die Katze? Der Hase? Das Schwein? Oder doch eines der anderen Schafe? Vielleicht ja auch Guttis Hundekumpel Bettel? Oder hat doch der Wolf (so wie der Bauer annimmt) den Hund geholt? Da kommt eine Menge Arbeit auf Texel und Winnewurp zu. Nach und nach kommt das ein oder andere Motiv zu Tage. Aber ist es derjenige auch wirklich gewesen? Mit viel Geduld und immer wieder neuen „Ermittlungsansätzen“ und Ideen kommen Texel und Winnewurp dann irgendwann dem Täter auf die Spur.

Meine Meinung:

Ein tolles und spannendes Buch für junge Leser. Aufgelockert wird diese schöne Geschichte um Texel und Winnewurp durch wundervoll farbige Zeichnungen, so dass man das Lesen durchaus auch mal zum Bilder betrachten unterbrechen sollte.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und damit auch für die jüngeren Leser gut zu verstehen. Was uns besonders gut gefallen hat: In dem Buch gibt es ein Walliser Schaf. Das spricht (naturgemäß) schweizer-deutsch. Das wird in der Geschichte auch so geschrieben. Für alle, die das nicht lesen oder verstehen können, gibt es am Ende des Buches die gleiche Szene nochmals in Hochdeutsch. Darauf wird auch im Buch verwiesen. Daumen hoch!

Das farbig illustrierte Buch ist insgesamt 217 Seiten lang und in 39 Kapitel unterteilt. So fällt das Lesen auch in mehreren Abschnitten leicht.

Mein Fazit:

Eine tolle Detektivgeschichte, die viel mehr kann, als nur einen Fall lösen. Sie kann uns lehren, was Freundschaft bedeutet. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne mit Tieren auf Ermittlungs-Tour gehen. Von uns gibt es dafür 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 10.09.2020

Beschauliches Klosterleben? Denkste!

Zwei Schwestern für ein Halleluja
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Darum geht es:

Konny und Kriemhild, Zwillingsschwestern in den besten Jahren, betreiben eine kleine Pension. Dort verbringt Pfarrer Eberhard seinen Urlaub. Konny ist „hin und weg“ von ihm und lässt sich ...

Darum geht es:

Konny und Kriemhild, Zwillingsschwestern in den besten Jahren, betreiben eine kleine Pension. Dort verbringt Pfarrer Eberhard seinen Urlaub. Konny ist „hin und weg“ von ihm und lässt sich in ihrer Verliebtheit jeden Abend aus einer Bibel vorlesen, die Pfarrer Eberhard vom Flohmarkt hat. Zum Abschied schenkt der Pfarrer die Bibel dann Konny.
Kaum wieder ihm Kloster angekommen, in dem Pfarrer Eberhard lebt, erreicht die Zwillingsschwestern die Nachricht, dass Pfarrer Eberhard verstorben ist. Die rüstigen Schwestern lassen es sich nicht nehmen und reisen – gemeinsam mit dem an Aphasie leidenden Herrn Hirsch – zur Beerdigung. Und da erreicht Konny eine SMS aus dem Grab. Der Pfarrer schreibt ihr eine Nachricht, dass es ermordet wurde und sie solle das aufklären. Aber wie geht das? Wie konnte der tote Pfarrer eine SMS schicken? Und warum ausgerechnet an Konny? Konny und Kriemhild ermitteln auf eigene Faust. Sehr zum Ärger der Nonnen, denn dabei stecken sie ihre Nase in jeden Winkel und stoßen auf das ein oder andere wohlgehütete Geheimnis. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche von Pfarrer Eberhard. Werden Konny und Kriemhild den Mörder entlarven?

Meine Meinung:

Ein toller Krimi, dem es weder an Spannung noch an Humor fehlt. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und an der ein oder anderen Stelle mehr als nur geschmunzelt.

Der Schreibstil ist klar und flüssig. Dieses 277 Seiten lange Buch ist in 26 Kapitel unterteil. So kann man das Buch ganz einfach sowohl in einem Rutsch, als auch in mehreren Abschnitten unterteilt, lesen.

Mein Fazit:

Ein Buch, das alle in seinen Bann zieht, für die sich Krimi und Humor nicht ausschließen und die Wortwitz und Situationskomik zu schätzen wissen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Von mir einen ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.08.2020

Schöne Geschichte mit (leider) sehr unrealistischem Ende

Adam Ethan
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Darum geht es:

Adam ist 15 Jahre alt, der Außenseiter in seiner Klasse und wird ständig gemobbt. Am letzten Schultag vor den Ferien wird er von einer Bande älterer Rüpel zusammengeschlagen. Auf dem Heimweg ...

Darum geht es:

Adam ist 15 Jahre alt, der Außenseiter in seiner Klasse und wird ständig gemobbt. Am letzten Schultag vor den Ferien wird er von einer Bande älterer Rüpel zusammengeschlagen. Auf dem Heimweg hilft ihm Ethan, ein Junge aus der Nachbarschaft. Doch Adam lehnt die Hilfe zunächst ab. Er hat Angst, Ethan könnte bemerken, dass er heimlich in ihn verliebt ist. Denn Adam ist schwul.
Adam lebt alleine mit seiner Mutter. Er kennt seinen Vater nicht und seine Mutter verschweigt ihm, wer er ist. Also begibt sich Adam heimlich auf die Suche nach Hinweisen und findet sie. Er packt ein paar Sachen zusammen und macht sich auf eigene Faust und ganz alleine auf den Weg zu ihm. Schon die Reise (zunächst mit Bus und Bahn, dann als Tramper) ist ein Abenteuer. Sein Vater ist zunächst verdutzt, nimmt ihn aber freudestrahlend auf. Der Vater ist Chef der Ranger und wohnt in einer Blockhütte mitten im Wald. Bei einem seiner Streifzüge durch das Waldgebiet stößt Adam ausgerechnet auf Ethan und seinen Vater, die dort ihre Ferien verbringen wollen. Schnell nähern sich die beiden Jungen an und Adam merkt schnell, dass auch Ethan etwas für ihn empfindet. Die beiden werden ein Paar. Doch wie bringt man das den Eltern bei? Wie werden diese reagieren? Und was ist, wenn nach den Ferien die Schule wieder losgeht?

Unsere Meinung:

Ich habe dieses Buch gemeinsam mit meinen 14jährigen Zwillingen gelesen.
Wir müssen gestehen, das Buch lässt uns etwas zwiegespalten zurück.

Zum einen müssen wir sagen, dass es eine wirklich schöne Geschichte um zwei junge Menschen ist, die ihre Liebe zueinander finden. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass man Wagnisse eingehen muss, will man sein Ziel erreichen. Eine Geschichte, die uns lehrt, dass es völlig normal ist, wenn man nicht Main-Stream ist, sondern „anders“. Eine Geschichte, die uns zeigt, wie Toleranz geht.

Zum anderen finden wir aber das Ende total übertrieben und realitätsfremd. Wir wollen jetzt nicht spoilern und das Ende verraten, aber das würde es in der Realität sicherlich nicht geben. Das dämpft diese ansonsten sehr schöne Geschichte doch unserer Meinung nach sehr und hat uns nicht gefallen.

Der Schreibstil ist für einen Jugendroman an der ein oder anderen Stelle sehr gestelzt.
„So redet (oder schreibt) doch kein normaler Jugendlicher“, war das ein oder andere Mal der Spruch meiner Söhne.

Das Buch ist 180 Seiten lang und in 5 Kapitel unterteilt. So kann man das Buch ganz bequem auch in mehreren Abschnitten lesen.

Unser Fazit:
Eine schöne Geschichte, die leider durch das unrealistische Ende etwas getrübt wird. Wir vergeben hierfür 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.07.2020

Beginnt stark, stagniert dann

Firewall
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Darum geht es:
In der Kantine der Harver-Highschool zündet sich der 15jährige Jordan Springer an. Er ist das Opfer von Cyber-Mobbing und wurde durch Hasskommentare im Netz in den Selbstmord getrieben. ...

Darum geht es:
In der Kantine der Harver-Highschool zündet sich der 15jährige Jordan Springer an. Er ist das Opfer von Cyber-Mobbing und wurde durch Hasskommentare im Netz in den Selbstmord getrieben. Etwa ein Jahre später bekommt Computer-Nerd Eli auf dem Spiegel der Jungen-Toilette eine mysteriöse Botschaft. Er geht dem nach und trifft auf zwei weitere, ebenfalls computer-affine Mitschüler. Die beiden brauchen einen „dritten Mann“ um an einem Computer-Wettbewerb teilzunehmen. Für diesen Wettbewerb entwerfen die drei eine Website, die man nicht zurückverfolgen kann. Sie wollen Gerechtigkeit für Jordan Springer. Deshalb posten sie auf dieser Website kompromittierende Videos derjenigen, die ihrer Meinung nach für das Mobbing an Jordan verantwortlich sind. Doch die Sache läuft aus dem Ruder und aus Gerechtigkeit wird ganz schnell Rache. Doch wie weit darf man gehen, um jemandem Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen? Nach und nach bekommt Jordan Gewissensbisse. Doch kann er das alles noch stoppen?

Meine Meinung:
Das Buch legt stark los, stagniert dann aber. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Eli. Es geht um Cybermobbing und die Folgen. Und es geht darum, was passiert, wenn das alles aus dem Ruder läuft. Und was passiert, wenn einen dann doch die Gewissensbisse packen. So ein klein wenig erinnert die Geschichte an „Die Welle“. Nur eben moderner. Das Ende ist mir allerdings etwas zu krud und es erschließt sich nicht immer alles. Das Buch lässt mich eher zwiegespalten zurück.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Das 347 Seiten lange Buch ist in 45 Kapitel unterteilt. So ist ein Lesen in einem Rutsch genauso gut möglich wie das Lesen in mehreren Abschnitten.

Mein Fazit:
Ein Buch mit sicherlich hochmodernem Thema aus dem man sehr viel mehr hätte herausholen können. Von mir gibt es solide 3 Sterne.


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Veröffentlicht am 04.07.2020

Leider weit hinter meinen Erwartungen geblieben

Nonnas blütenreicher Waschsalon
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Darum geht es:
Federicos Klassenfahrt soll nach Verona gehen. Doch es fehlt eine Köchin. Was liegt da näher, als Nonna mitzunehmen. Nonna packt alles ein, auch ihre eigenen Küchenutensilien. Dann geht ...

Darum geht es:
Federicos Klassenfahrt soll nach Verona gehen. Doch es fehlt eine Köchin. Was liegt da näher, als Nonna mitzunehmen. Nonna packt alles ein, auch ihre eigenen Küchenutensilien. Dann geht es los. Mit dem Zug nach Verona.
In Verona angekommen, verschwindet eine Mitschülerin anscheinend spurlos aus der Oper. Da Federico zu der Zeit ein Stell-Dich-Ein mit einer Mitschülerin hatte (statt brav in der Oper zu sitzen) wird er verdächtigt, mit deren Verschwinden etwas zu tun zu haben. Als Nonna dann auch noch verdächtigt wird, in Luxus-Boutiquen mit Blüten bezahlt zu haben, ist das Chaos perfekt. Doch woher hat sie das Falschgeld?

Meine Meinung:
Ich bin mit dem Buch nicht warm geworden.
Der Titel „Nonnas blütenreicher Waschsalon“ ist meiner Meinung nach völlig falsch gewählt. Denn sowohl Nonna als auch der „Waschsalon“ spielen nur eine seeehr untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es um die Klassenfahrt und um Federico, aus dessen Sicht die Geschichte auch spielt. Nonna wird nur – immer mal wieder – am Rand erwähnt, wenn sie für die Klasse gekocht hat oder mit in eine Bar geht. Ansonsten geht es um die Schüler, Verona, die Ausflüge und was so alles auf Klassenfahrten passiert. Auch die Blüten finden nur am Ende des Buches auf ein paar Seiten Beachtung. Nonna wird dazu auf der Polizei vernommen und danach ist der Fall erledigt.
Genauso war es mit der verschwundenen Schülerin. Federico wird vernommen, die Schülerin bleibt weiter verschwunden und es stört niemanden. Die Lehrer, die Schüler und die Polizei machen einfach weiter im Programm ohne sich um das verschwundene Mädchen zu kümmern. Sie taucht dann wieder auf und gut ist es.
Nein, das war nicht mein Fall. Das Buch war mir zu langweilig und fade. Weder lustig noch spannend.

Der Schreibstil war in Ordnung. Man konnte es flüssig lesen. Das 209 Seiten lange Buch war in mehrere Kapitel unterteilt.

Ein Inhaltsverzeichnis habe ich gefunden, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Das steht nämlich nicht – wie sonst üblich – am Anfang, sondern am Ende des Buches.

Mein Fazit:
Ich würde es nicht weiterempfehlen. Mir persönlich hat es nicht gefallen. Ich fand es weder lustig noch spannend, sondern langweilig. Von mir gibt es grade noch 2 Sterne.

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